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Lungenkrebs bei Angehöriger/n - Erfahrungen

F/iVox


Ich sehe gerade, vor ziemlich genau zwei Monaten schrieb ich:

Ich weiß auch nicht, ich denke schon öfter daran, dass es auch bei meiner Mutter ziemlich schnell gehen könnte. Man hört ja immer wieder, dass es den Menschen augenscheinlich sogar recht gut ging, sogar besser und innerhalb weniger Tage...

Vorahnung? Trotzdem hat es mich doch sehr überrascht oder sogar überfallen. Wobei es auch bei ihr sicher noch mit die Psyche war, die es schneller gehen ließ. Die Hausärztin sagte auch vor einigen Tagen zu mir "Ihre Mutter hat aufgegeben". Vielleicht wirklich ein Energieschub als ich da war. Für mich. Für uns.

N1K7x8


Mein aufrichtiges Beileid.

TJoryx80


Mein herzliches Beileid. :)*

Ich habe auch meine Mama an Krebs verloren, bei ihr ging es auch am Ende sehr schnell. Und ich konnte auch nicht "vortrauern". Es werden immer wieder schwierige Tage kommen; bei mir sind es z.B. ihr und mein Geburtstag und der Muttertag... Aber man kann die Trauer mit der Zeit besser aushalten. Meistens jedenfalls. Ansonsten lasse die Tränen und deine Gefühle raus; sie zu unterdrücken, macht es nur noch schlimmer.

Alles Gute für dich! @:)

F(iVoFxü


Ich danke Euch @:)

CNomr1an


Hallo FiVoFü!

Nun ist es also passiert. Tut mir leid um deine Mutter :°_ . Aber das ist der Weg, der für euch alle im Frühjahr eröffnet wurde und du darfst froh sein, dass es nicht ewig lange gedauert hat (für alle Beteiligten). Toll, dass du mit deiner Mutter nochmal diese eine Woche verbringen konntest. :)z

Ich lache auch mal, führe normale Gespräche - und dann wieder ziehe ich mich zurück, will Niemanden sehen oder sprechen, aber selbst dabei geht es mir nicht wirklich "schlecht". Ich vermute ja, dass es ein Mal der Schock ist, meine Psyche es noch nicht greifen kann und andererseits aber auch, dass sehr viel Druck weg ist.

Du hast sicherlich mit beidem Recht. Ein sterbender Mensch im Umfeld ist eine starke Belastung, an die man sich gewöhnt. Wie stark diese Belastung wirklich war, das merkt man erst, wenn sie vorbei ist. Und der Schock - das Nicht-Begreifen - kommt sicherlich hinzu. Es ist eine Zäsur in dieser Situation, indem das Warten durch Endgültigkeit ersetzt wird.

Das muss man erst verarbeiten. Schließlich war deine Mutter Zeit deines Lebens Realität. Es ist nicht so einfach, das zu begreifen, dass dies nun einfach nicht mehr zutrifft. Aber es ist schön, dass du eine Entlastung spürst. Die Trauermomente oder Rückzugsmomente solltest du dir zugestehen.

A\thee?nxa


Ich möchte auch hier noch einmal sagen, wie leid es mir für dich tut. Ich verstehe dich. Dieses nicht weinen können, hatte ich auch. Das hielt recht lange an. Ich glaube es war ein Schock. Inzwischen bricht es rein. Ich kann dir leider im Moment keine aufbauenden Worte geben, da ich sie für mich selbst noch nicht gefunden habe, aber ich hoffe sehr, es geht dir und deinem Umfeld bald besser :)_

F+iVoAFxü


Liebe Atheena,

ich kann eigentlich nichts weiter sagen als Danke und Dir dasselbe wünschen. @:) :)*

Lieber Comran,

auch Dir vielen lieben Dank für Deine Worte @:). Ich kann sie nur unterschreiben, so empfinde ich es momentan.

T+heEquCinoxx


Hallo FiVoFü,

auch von mir herzliches Beileid.

Das mit der Trauer ist so eine Sache, bei meinem Vater dauerte es fast drei Jahre. Auch kleinzelliger Lungentumor, inoperabel. Bestrahlung und Chemotherapie hatten gut angeschlagen und nach ca. 1 Jahr war mein Vater sogar Tumorfrei. Dann nach ein paar Monaten, in denen es ihm wieder richtig gut ging, ist er auf einmal zusammen gebrochen mit Krampfanfällen. Diagnose: Neue Hirnmetastase. Die wurde dann raus operiert und es ging ihm wieder langsam besser. Es sollte dann allerdings nochmal Bestrahlung des Kopfes gemacht werden, um die Gefahr eines weiteren Streuens zu verhindern, und tja, diese Bestrahlung hat ihm dann den Rest gegeben. Er nahm immer mehr ab, verlor erst sein Gehör, dann seine Sehfähigkeit, bis er dann irgendwann extreme Schmerzen hatte. Er kam dann Abends ins Krankenhaus und hat Morphium bekommen, am übernächsten Morgen wars dann vorbei.

Natürlich hat er mir unheimlich leid getan, er war gerade in Rente und hätte jetzt Zeit gehabt seinen Hobbies nachzugehen, und dann sowas. Aber nach dem ganzen Leidensweg, dem ständigen auf und ab, zwischen neuer Hoffnung und Verzweiflung, hielt sich die Trauer bei mir auch in Grenzen. Mir kam es mehr wie eine Erlösung vor. Ich hab oft versucht, mir vorzustellen, wie es mir ginge wenn ich nichts mehr hören würde, kaum noch was sehen könnte und zudem noch an den Rollstuhl gefesselt wäre. Dann würde ich mir für mich selbst auch ein schnelles Ende wünschen. Auch wenn das jetzt vielleicht extrem klingt, aber ist einfach so. Man merkt auch vorher schon, wenn der Mensch den Kampf innerlich aufgegeben hat, und ab dann ist der Tod ohnehin nur noch eine Frage der Zeit und man wünscht sich eigentlich nur noch, dass er nicht mehr so sehr leiden muss.

FHiVoFnü


TheEquinox

Ich danke auch Dir @:).

Sehe es auch ähnlich wie Du. Ich bin ja auch "froh" drüber, dass meine Mutter letztendlich nur wenige Tage wirklich leiden mußte. Auch wenn es ihr vorher sicher nicht gut ging, so konnte sie wenigstens noch viel machen damit ihre Tage erträglich waren. Sie hatte ja auch ein Sauerstoffgerät da stehen welches sie gar nicht nutzen mußte. Zumindest nicht in der Woche als ich da war.

Für mich ist es immer noch unwirklich, dass sie wirklich weg sein soll. Dennoch ist es aber genauso ständig präsent, auch wenn ich eigentlich normal weiterlebe.

Es wird sicher noch andauern, auch schlimme Momente geben. Da ich aber ein geduldiger Mensch bin, lasse ich mir mein eigenes Tempo.

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