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Tod durch Tavanic ?

NMK78


Ausserdem werfe ich keinen Tötungsvorwurf in den Raum, sondern einen Behandlungsfehler mit Todesfolge. Grosser Unterschied.

CzonanDNerZyerpstärer


Ich rege mich so auf weil es plausibel ist anzunehmen, dass der Arzt in der Tat Ahnung hat was er macht, und der Laie (wie du ;-D) in der Tat keine Ahnung hat.

Wenn der Arzt dir aus weiteren begründeten Gründen suspekt ist, dannverstehe ich dich, geh dem halt nach, wenn du ihm tatsächlich jetzt schon meinsr Fehler nachweisen zu können, das scheint gegen ihn zu sprechen.

Ich sehe aber bei einem Arzt keine Arroganz darin, dass er dir keine dreiviertelstündige Erklärung abgeben will, was er hier macht, was da abläuft und dass er nicht mit dir dsikutieren will. Er ist ja kein Medizinprofessor, der Leuten Wissen vermitteln können muss oder soll.

Du warst dabei, du musst wissen was du machst.

N%K7x8


Eben. Ich war dabei. Du nicht. Deshalb kann ich auch beurteilen, dass der Arzt arrogant war.

Btw: die Petientenberatung hat den Fehler nachgewiesen und mich drauf aufmerksam gemacht. Wie gesagt, dort befinden sich lauter unabhängige Mediziner.

Der Arzt muss kein Wissen vermitteln, stimmt. Er hat aber die Pflicht aufzuklären und offene Fragen zu beantworten.

C"onanDder2Zerst|ärexr


" Eine weitere Behandlung ist unwirtschaftlich." Gleiches kann man mit anderen Worten ausdrücken.

Da gebe ich dir Recht, da würde ich auch evtl. gegen den Arzt vorgehen wollen. Der Spruch ist schizo und eine Frechheit.

NxK7x8


Der Spruch war unmenschlich und ich hätte mich da als Patient als "wertlos" gefühlt, wie Abfall, der es nicht wert ist. Aber das ist nur Nebensache. In dem Kh lief einiges schief, was aber den Sparmassnahmen im deutschen Gesundheitssystem geschuldet ist.

C2onanhDerZe2rstärxer


Ist irgendwo sonnenklar, dass dort auch mit Wasser gekocht wird...

Sowas wie Sparzwang, was du ja ansprichst, muss der Patient/Angehörige auf jeden Fall auch sehen - was das alles kostet.

Auch z.B. das stressige Umfeld in dem Ärzte und dergleichen arbeiten müssen und die abnormale Verantwortung die sie tragen.

Hier gibt es Interessenkonflikte, die man in ihrer Gesamtheit sehen muss.

Das heißt natürlich nicht, dass die Ärzte Freifahrtschein haben sollen, und man jeden Pfusch auf Knien dankend akzeptiert vom Halbgott in Weiß. Dafür werde ich nie sein. Und ehrlicherweise will ich vom Arzt auch alles am liebsten bis ins allerletzte Detail erklärt haben. Und ich will die Lage knallhart wissen, wenn mal was ist. Kein Wischiwaschi-Gelaber.

N6K78


Wenns -was die Sparmassnahmen betrifft- ja beim Sehen bliebe ginge es ja. Aber zumindest in unserem Fall hat der Patient am eigenen Leib erfahren müssen, dass gespart wird.

Nur so als Beispiel...mein Vater wurde in den Rollstuhl gesetzt mit mobilem Sauerstoffgerät. Flasche ziemlich leer. Die Schwester erklärt, sie kümmert sich sofort um eine Neue, packt draussen ihre Tasche und veranschiedet sich in den Feierabend. Flasche 2 Minuten später komplett leer, Vater halb am kollabieren- geklingelt, gerufen, nix tut sich. In meiner Verzweiflung selbst aufs Bett gehieft und an das stationäre Sauerstoffgerät angeschlossen, sprich Schlauch angestöpselt und aufgedreht. Von der Schwester, die dann irgendwann kam, nen Anschiss kassiert, weil ich nicht an die medizinischen Geräte dürfe.

Tag drauf...Vater wurde im Bett aufgesetzt zur Körperpflege. Schwester geht zwischendurch (keine Ahnung wohin), ich komme gerade zu Besuch. Er sitzt pudelnackig da-wirklich gar nichts an- und drückt verzweifelt den Klingelknopf. Er kann sich nicht mehr halten, hat keine Kraft mehr. Kippt nach vorne. Ich kann ihn gerade noch auffangen, rufe laut nach der Schwester. Die kommt rein und erzählt mir, dass sie schwanger ist, nix heben darf und auf ihre Kolmegin warten muss, die gerade irgendwo im Haus unterwegs ist. Also stand ich (wohlgemerkt ich bin auch ne Frau) da und hab versucht, meinen Vater mit seinen knapp 75 kg, der dahing wie ein Schluck Wasser, irgendwie ins Bett zu legen. Er tat mir unheimlich leid- zum einen, weil es furchtbar demütigend für ihn gewesen sein muss, zum andern, weil ich keine Ausbildung in dem Bereich habe und dementsprechend Ahnung von Lagerung etc. Ich habe ihm dann wenigstens eine Unterhose angezogen (soweit man das so nennen kann), bevor es draussen dann ein gewaltiges Donnerwetter gab.

Ich sag dir...wir haben in der einen Woche Zustände erlebt, das geht auf keine Kuhhaut.

Dass der Job des Krankenhausarztes stressig, verantwortungsvoll und schlecht bezahlt ist, weiss man, bevor man sich für den Job entscheidet. Die Patienten können nichts dafür. Man entscheidet sich im Optimalfall dafür, weil man der passende Typ Mensch ist.

Und ehrlich...was interessiert mich in dem Moment wo ich krank bin und ärztliche Versorgung brauche, was meine Behandlung kostet ?

Ich will auch wissen, was ist. Aber ich möchte definitiv nicht hören, dass ich sinngemäss unrentabel bin und nichts einbringe.

In diesem Sinne,

gute Nacht

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