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Lungenkrebs beim Bruder

kWiki5x9 hat die Diskussion gestartet


Hallo Zusammen,

wende mich ratlos an euch. Mein Bruder hat Lungenkrebs, ist 63, das er bald stirbt ist unweigerlich, damit hat er, wir uns abgefunden. Aber wie lange dauert dieses sterben! es tut so unsäglich weh ihn leiden zu sehen. er hat nun seit einer Woche kaum was gegessen, mal ein Löffelchen hier und da, getrunken wenig.

Samstag abend ins Krankenhaus, hat man Katheder gesetzt, Blase war voll, konnte sie nicht entleeren.

wieder nach Haus Sonntag morgen Beine gefühlslos, wieder ins Krankenhaus MRT, ein Tumor drückt aufs Rückenmark, ist nun Querschnittsgelähmt. Wurde dann von der Station auf die Palliativstation verlegt, super Team dort. aber kein Dauerzustand, empfohlen wird Pflegeheim, besser Hospitz, das möchte er nicht und wir nicht. aber meine Schwägerin schafft es nicht mehr ihn zu pflegen, er braucht eine 24 std Betreuung. Hilfe bei plötzlicher Atemnot

Gestern hat man ihn gebadet, nach Wochen das erste Mal wieder, ansonsten nur waschen, weil er kaum noch gehen konnte,

Jetzt liegt er mit einer PAmpas im Bett.......

die Ärzte sagen nicht wie lange es dauern kann.

es tut so weh......

Antworten
CElod0inxe


Guten Morgen, fühl dich Umarmt und Gedrückt! Die Situation ist sicherlich keine leichte, aber aus der Ferne kann dir keiner die letzte Minute sagen. Aber wenn er keine Flüssigkeit zu sich nimmt, wird es nicht mehr lange gehen, und das ist auch gut so. Denn wenn er seine Situation noch mitbekommt, wird der auch nicht Glücklich drüber sein, genau so wie ihr.Leider gibt es dieses Leid, und man kann nicht Helfen. Wünsche dir und deiner Familie viel Kraft.

kNiki+59


danke dir, ich weiss das man natürlich nicht so genau sein kann, aber dieses Leiden sehen ist erträglich. er ist schon teils verwirrt, teils klar, dann will er alles vom krankenhaus organisieren. er redet mit nicht vorhandenen Personen. Die Pflegerin meinte auch das er sich vorbereitet.

er hat schon seine ganze Beerdigung mit dem Bestatter geregelt. der war ganz perplex. Ist schon der Familienbestatter ":/

ich hoffe jeden Moment das meine Schwägerin anruft das er erlöst ist o:)

C_omxran


ich hoffe jeden Moment das meine Schwägerin anruft das er erlöst ist o:)

Ja, dieser Schwebezustand ist keine angenehme Zeit und es belastet. Nach dem, was du geschrieben hast, glaube ich aber auch, dass dein Bruder bald erlöst wird. Bei meiner Mutter hat dieser Zustand nur noch ca. 4 Wochen gedauert.

Kümmert euch um gute Palliativmediziner. Es gibt auch ambulante Hospizbegleitung.

Für euch Angehörige wünsche ich viel Kraft in diesen Tagen und deinem Bruder eine rasche Erlösung. :°_

ovnodixsep


Auch mein aufrichtiges Mitgefühl! Ich möchte von einem Hospiz oder einer Pflege daheim abraten (da kommt der Arzt höchstens einmal am Tag), sondern alle Hebel in Bewegung setzen, um eine Palliativstation in einem Krankenhaus zu finden. Manchemal nimmt auch eine Geriatrie Schwerstkranke. Hat er eine Patientenverfügung für / gegen lebenserhaltende Massnahmen? Bitte nicht direkt aus dem Internet kopieren, denn da stehen auch Sachen drauf, die man schon gerne hätte.

mjir5i2x2


Du hast mein aufrichtiges Mitgefühl. Ich bin diesen Weg mit meinem Mann gegangen und ich kann nur aus Erfahrung sagen, dass es kaum einen besseren Ort für den letzten Weg gibt, als ein Hospiz. Wir wurden dort beide betreut und aufgefangen.

Wir haben auch eine Palliativstation kennengelernt, auf der mein Mann sich gut aufgehoben fühlte, aber ich würde ein Hospiz immer vorziehen. Von der Betreuung in einem Pflegeheim wurde uns abgeraten, weil dort die Betreuungsmöglichkeiten für einen so schwer kranken Menschen gar nicht gegeben sind.

Ich wünsche euch allen viel Kraft für die nächste Zeit.

N;K7x8


Erstmal wünsche ich dir viel Kraft. Wie lange ein Krebskranker noch lebt, kann keiner sagen-jeder Arzt, der dazu eine Aussage treffen würde ist unseriös.

Mein Papa ist diesen Sommer an Lungenkrebs verstorben- wir hätten ihn gerne in einem Hospiz gehabt, aber die Wartezeiten lagen bei über 3 Monaten. Wenn ihr die Möglichkeit habt, nutzt sie, was besseres kann einem Todkranken nicht passieren finde ich. Pflegeheim geht gar nicht...das Pflegepersonal kommt bei gesunden alten Menschen schon nicht hinterher; da bleibt vieles auf der Strecke.

Ist er schmerzfrei ? Das ist in der Endphase am wichtigsten und der Hauptgrund, warum ich persönlich von einer Eigenbetreuung zu Hause abrate. Im KH oder Hospiz kann ein Schmerzmittel gegeben werden, wann immer es nötig ist und weitere Schritte eingeleitet werden.

Bekommt er Infusionen ? Falls ja, macht es evtl Sinn mit dem Arzt darüber zu reden, Flüssigkeit und Nahrung komplett einzustellen (sind auch momentan die aktuellen Erkentnisse in der letzten Lebensphase), um das Leiden zu verkürzen. Ist er zyanotisch ? Falls ja, dauert es nicht mehr lange, da die Sauerstoffversorgung nicht mehr richtig funktioniert und die Organe nach und nach die Funktion einstellen.

Ich wünsche dir (und vor allem deinem Bruder), dass das Leid schnell ein Ende hat. Krebs ist grausam.

k7ikEi59


danke für eure Worte, zZ ist er auf einer Palliativstation, und wird sehr sehr gut gepflegt. Allerdings heisst es auch es ist nur eine Übergangsstation, vor Hospitz, Pflegeheim oder zu Haus. Ein Hospitz gibt es nicht in der Nähe und die nächsten sind klein, wo er kaum eine Chance hat, und Pflegeheime gilt das gleiche. er möchte nach Haus und versteht nicht mehr das es nicht geht, die Pflege die er nun braucht kann meine Schwägerin nicht mehr leisten, die räumlichen gegebenheiten lassen es so nicht zu

in der Pateintenverfügung hat er jede lebenserhaltenen Massnahmen abgelehnt, er isst ja seit 10 Tagen nicht mehr, hat auch keinen Hunger. werde mal nach ambulanter Hospitzbetreuung schaun,

N/K7x8


Habt ihr solche Dinge wie Pflegebett, Duschstuhl, Rollstuhl zu Hause ? Uns wurde damals gesagt, dass der Patient nur nach Hause entlassen werden darf, wenn die Sachen da sind, eine ärztliche Betreuung gegeben ist und sichergestellt ist, dass ein passender Pflegedienst da ist.

Ansonsten schnellstmöglichst bei der KK beantragen.

kNi:ki5x9


Die Dusche , das Bad ist in der 1. Etage, und er querschnittsgelähmt, Der Arzt auf der Station ist gegen eine Entlassung, da er unter Atemnot leidet und dafür Spritzen/medis bekommt. ., und mittlerweile die Schmerzdosis täglich erhöht wird.

N#K7x8


Ehrliche Antwort ? Wenn er Atemnot hat, würde ich ihn nicht mit nach Hause nehmen. Mein Papa bekam am Schluss per Infusor ein Medikament, das ihn ruhiger werden liess, was die Atmung abflachte, damit er keine Angst bekam zu ersticken. In den letzten Stunden wurde er dann sediert, da es von Stunde zu Stunde schlimmer wurde.

m4ali4ka82


Auch von meiner Seite erst einmal viel Kraft für Dich und eure Familie.

Mein Vater ist vor knapp 6 Jahren an den Folgen seines Alkoholkonsums/Lebertumor in relativ kurzer Zeit verstorben. Die Ärzte haben mir damals auch zu einem Hospiz geraten, da eine Pflege Zuhause nicht möglich gewesen wäre meine Mutter ist seit 20 Jahren neu verheiratet, meine Großmutter war damals schon über 90 und ich hätte ihn nicht bei mir aufnehmen können - die Entscheidung wurde uns jedoch innerhalb einer Woche abgenommen. Er wurde nach zehn Tagen Spezialklinik in ein näher gelegenes Krankenhaus verlegt und starb noch in der selben Nacht. Für uns war damals auch wichtig, dass die Schmerzmittel hoch genug dosiert waren um es ihm so erträglich wie möglich zu machen, er hat in den letzten zehn Tagen kaum etwas von seiner Situation mitbekommen. War komplett verwirrt und hat mit nicht vorhandenen Arbeitskollegen geredet etc. Mir wurde damals gesagt, das ist ein Zeichen dafür, dass es nicht lange dauern wird. (Ich weiß aber nicht inwiefern das mit der nicht mehr funktionierenden Leber, Galle etc zusammenhing, so daß körpereigene Giftstoffe den Prozess beschleunigt haben).

Mein Papa bekam am Schluss per Infusor ein Medikament, das ihn ruhiger werden liess, was die Atmung abflachte, damit er keine Angst bekam zu ersticken.

Das war bei uns zwar nicht so, aber davon hab ich auch schon öfter gehört.

Nochmals viel Kraft für die kommende Zeit - fühl dich gedrückt.

NYKx78


@ malika82:

bei Lungenkrebspatienten mit schwerer Dyspnoe ist das ein normales vorgehen, wenn die Gabe von Sauerstoff alleine nicht mehr ausreicht.

Mein Vater war bis zu dem Zeitpunkt als er sediert wurde (wurde Sonntag mittags sediert und ist am frühen Montag morgen verstorben) voll da und hat alles mitbekommen.

Wir wurden angerufen, als er zyanotisch wurde.

WTildOkatxer


Hallo kiki59 :°_

Das ist keine einfache Situation, es drück mächtig aufs Gemüt. Wenn man die Jahre im nachhinein betrachtet und jetzt nicht mehr richtig helfen kann.

Freundliche Grüße *:) :)* @:)

CuomrGan


Kiki, wie geht es deinem Bruder zwischenzeitlich? :°_

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