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Diagnose Lungenkrebs

m=in{iw_78x9 hat die Diskussion gestartet


Hallo ihr Lieben,

mir ist letzten Dienstag der Boden unter den Füßen weggerissen worden. Meine Mama hat Lungenkrebs :°( :°( :°(

Sie liegt jetzt im Krankenhaus und musste sich erstmal diversen Untersuchungen unterziehen. Genaueres haben die Ärzte noch nicht gesagt, ich denke das wird am Montag dann der Fall sein. Ich weiß, dass ich jetzt erstmal nichts an der Situation ändern kann, aber ich fühle mich so wahnsinnig machtlos und kraftlos. Ich musste noch nie so etwas schlimmes durchstehen, bisher bin ich weitestgehend vor Katastrophen verschont geblieben und nun auf einmal so ein Hammer :°(

Sie tut mir einfach so wahnsinnig leid :°( :°( :°( Ich würde ihr so gerne helfen und ihr einen Teil der Last abnehmen, aber das funktioniert ja leider nicht!

Ich bin einfach hilflos und überfordert...

Antworten
P{luüs+chb?iest


Das tut mir sehr leid für deine Mutter.

Wenn du Untersuchungsergebnisse hast, darfst du sie hier gerne posten.

Es gibt hier User die sich mit Lungenkrebs auskennen und dazu was sagen können.

m}iCnix_789


Vielen Dank Plüschbiest.

Ich bin mir durchaus bewusst, dass jeder Mensch und auch jeder Körper anders ist. Bisher steht nur fest, dass der Tumor auf der linken Vorderseite ist und wohl schon faustgroß. Für mich hört sich das wahnsinnig groß an, denn die Lunge ist ja selbst auch nicht so groß, oder? Der Arzt, der meine Mutter in eine Lungenfachklinik überwiesen hat, sagte, dass es noch nicht zu spät sei und man den Tumor mit einer Chemo wieder "in den Griff bekommen" würde. Es wurde nun eine Probenentnahme durch den Brustkorb (also von außen) gemacht und eine Bronchoskopie, außerdem noch Röntgenbilder. Naja und eben die üblichen "Standard-Untersuchungen" wie Gewichtsmessung, Körpergröße, Lungenfunktionstest, Blutentnahme, Blutgaßmessung etc.

Die Ärzte hüllen sich noch in Schweigen, ob das ein gutes oder schlechtes Zeichen ist, kann ich nicht so deuten ":/

P=lüsichbiWesxt


Deine Aussagen sind leider zu dürftig, um genaueres sagen zu können..

PhlüscahSbiCexst


So lange da noch nichts gestreut hat, sind die Heilungschancen nicht schlecht.

aYpcril4x5


Zum jetzigen Zeitpunkt kann man da noch nicht wirklich was sagen, du musst erst einmal alle Untersuchungsergebnisse wissen, dh. dei Ergebnisse vom sogenannten Staging wozu ein Knochenszintigramm gehört, die Biopsie, dann sicherlich auch Sono der Bauchorgane um zusehen ob der Tumor schon gestreuthat das heißt Metastasen gebildet hat. Noch dazu muss man die genaue Tumorformel wissen, G1-3 gibt den Grad der Entartung der Zellen an wobei bei G3 die abweichung von der normalen Zellstrucktur am meisten abweicht,

TNM ist eine Abkürzung für

T= Tumor, Beschreibung von Ausdehnung und Verhalten des Primärtumors

N= Nodus = Lymphknoten, Fehlen bzw. Vorhandensein von regionalen Lymphknotenmetastasen

M= Metastasen, Fehlen bzw. Vorhandensein von Fernmetastasen

N (Nodus) beschreibt das Vorhandensein bzw. das Fehlen von regionären Lymphknotenmetastasen:

N0: keine Anzeichen für Lymphknotenbefall.

N1, 2 oder 3: zunehmender Lymphknotenbefall. Einteilung z. B. nach ipsi- oder kontralateralem Befall und Beweglichkeit, sowie Lokalisation in Relation zum Primärtumor.

N1 = Ein bis drei Lymphknoten in der Umgebung des Tumors sind von Krebszellen befallen

N2 = Vier oder mehr Lymphknoten der näheren Umgebung sind von Krebszellen befallen

NX: keine Aussagen über Lymphknotenbefall möglich.

M (Metastasen) M bezeichnet das Vorhandensein bzw. das Fehlen von hämatogenen Fernmetastasen:

In der Regel ist die Klassifikation nur nach einem Staging möglich.

M0: keine Anzeichen für Fernmetastasen.

M1: Fernmetastasen vorhanden.

MX: keine Aussage über Fernmetastasen möglich.

Desweiteren solltet ihr Auskunft darüber bekommen ob es ein kleinzelliges oder großzelliges Karzinom ist.

Wie die Prognosen sind kann dir hier niemand sagen, mein Vati und sein Bruder sind 1 Jahr nach Diagnose Stellung gestorben, ein befreundetes Ehepaar von meinen Eltern da ist er innerhalb von 14 Tagen verstorben ein paar Jahre später seine Frau innerhalb von 6 Wochen.

Ich selber habe Brustkrebs und befinde mich in Remission, habe mich in einer Selbsthilfe Gruppe und meiner AHB mit 2 Damen angefreundet die haben auch beide Lungenkrebs denen geht es relativ gut trotz erneuter Behandlung, beide leben schon einige Jahre damit. Du siehst bei dieser Sch..... Erkrankung kann man nie vorher sehen wie es wird, das wichtigste ist das du jetzt stark für deine Mutti bist. Sei für sie da, geniesst die euch verleibende Zeit mit einander, egal wie lang oder kurz sie sein wird. Aber da der Arzt erst einmal sagt das man das noch mit Chemo hinbbekommen kann, sollte man hoffnung haben und auch sonst bei dieser Erkrankung ist alles möglich und Wunder gibt es immer wieder.

Ich wünsche dir und deiner Mutti für die kommende Zeit viel Kraft und Hoffnung. Die Zeit wird sicher nicht einfach aber ihr werdet es gemeinsam schaffen.

Viel Rat und Hilfe kannst du auch auf den Seiten ders Krebsinformationsdienstes, dem Krebskompass un dem Krebs.Indozentrum in den Unterforen bekommen.

:)* :)* :)* :)* :)* :)* :)* :)* :)*

mzini_x789


Liebe april45,

vielen Dank für deinen ausführlichen Beitrag :) Für mich klingt das alles noch ein bisschen fremd, aber das ist wie mit allem in Leben, wenn man sich damit beschäftigt (beschäftigen muss), wächst man hinein und kennt sich dann auch irgendwann mit den Fremdbegriffen aus :)

Achso du meintest mit Sono sicherlich Sonographie = Ultraschall, richtig? Der wurde tatsächlich schon gemacht. Da sagte die Ärztin bisher nur, dass meine Mami 2 Zysten auf der Leber hat, aber dies nicht weiter schlimm sei, da es sich nur um mit Wasser gefüllte Blasen handelt. Vermutlich wirklich das kleinste Problem zur Zeit.

Wie gesagt kenne ich mich auf dem Gebiet bisher kein bisschen aus. Bisher musste ich mich zum Glück nie mit Krankheit oder Tod auseinandersetzen. Zumindest hat es mich noch nie so nah betroffen. Es tut mir also Leid, wenn ich manchmal hier etwas laienhaft daher rede ;-)

Wenn ich mehr weiß, dann melde ich mich :)z

a}pr<il45


Kein Problem, als das mit meinem Vati passierte war das auch für mich alles fremd und das obwohl ich aus dem med. Bereich komme aber seit ein paar Jahren nicht mehr arbeite. Ich fiel damals in ein schwarzes Loch und habe mich mit diesen Dingen auch nicht wirklich befasst. Da ich von meinen Eltern 200 km weg wohne konnte ich auch nicht allzu oft da sein wie ich gewollt hätte, da ich noch dazu im Schichtdienst arbeite. Aber so oft es ging bin ich zu ihnen gefahren. Nach dem es mich erwischte musste ich mich dann zwangläufig mehr damit auseinander setzen. So habe ich viel auf den oben genannten Seiten gelesen, konnte vieles für mich nutzen und Hoffnung finden. Wenn du Fragen hast beantworte ich sie dir gerne, soweit es mir möglich ist.

E[hem)aliJger NutzerH (#42170x3)


Faden verschoben.

C{omr#an


Ich musste noch nie so etwas schlimmes durchstehen, bisher bin ich weitestgehend vor Katastrophen verschont geblieben und nun auf einmal so ein Hammer :°(

So etwas ist immer eine traurige Sache und für den Betroffenen und die Angehörigen eine schwere Zeit. Vor allem am Anfang, wenn der Boden unter den Früßen weggerissen wird. Ihr werdet diese Zeit als Familie überstehen und euch langsam in einen Alltag mit dieser Krankheit einfinden. Egal, was passiert, ihr werdet das Thema so schnell nicht los. Selbst wenn deine Mutter durch eine OP oder Chemo erfolgreich behandelt wird, bleibt die Angst vor den Folgeuntersuchungen.

Aber glaube mir: die "normalen" Zeiten und auch glückliche Zeiten werden immer wiederkommen. Diese Krankheit wird irgendwann zum normalen Begleiter werden.

Ich wünsche deiner Mutter viel Erfolg bei den Behandlungen und euch viel Kraft vor allem in den ersten Wochen. :)_

-Vvietnaxmesxin-


Ich habe schon mehrere Bekannte durch Krebs verloren, unter anderem 2 davon hatten Lungenkrebs und aktuell habe ich auch einen Bekannten der Lungenkrebs im Endstadium hat. Es ist ein enormer Leidensweg, was ich so sehe und mitbekomme. Das ist die ungeschönte Realität, es ist hart. Mein jetziger Bekannter kann mittlerweile nichts mehr essen, schlecht trinken und nicht mehr richtig sprechen durch den Tumor, hatte teilweise starke Schmerzen und schläft so gut wie nur noch, wegen der starken Schmerzmittel. Man weiss nicht wie lange es noch dauert.

Ärzte hüllen sich meistens in Schweigen, sie verraten einen nicht wirklich, was da auf einen zukommt. Keiner von denen die ich kenne, wurde vorher gesagt, wie es am Ende wirklich aussieht.

a+pruil45


@ -vietnamesin-

Es wird dir keiner sagen können wie das Ende aussieht. Jeder ist anders und bei jedem sieht es anders aus.

Und mal ehrlich würdest du es gut finden wenn dir jemand dein evtl. Ende bis in alle Einzelheiten ausmalt und ausschmückt nur weil es vlt. so und so enden könnte?

Da die Ärzte aber gesagt haben das man es noch in den Griff kriegen kann, kann man auch Hoffnung auf einen guten Ausgang haben und die Hoffnung stirbt bekanntlich zuletzt.

m7i4ni_)78x9


So, heute konnte ich nun auch ein paar Worte mit dem Stationsarzt sprechen. Der im Übrigen sehr sehr nett und lieb ist :)^

Der Tumor ist bösartig!! Das hatten wir ja befürchtet und insgeheim auch schon gewusst, aber als er mir das heute nochmal gesagt hat, da ist mir doch etwas anders geworden.

Trotz dem ganzen Leid, gibt es aber auch gute Neuigkeiten. Die inneren Organe sind nicht betroffen und auch im Lymphgewebe (sorry falls das jetzt der falsche Begriff ist) konnten keine Metastasen gefunden werden.

Jetzt drückt mir und uns bitte alle ganz fest die Daumen, dass auch im Gehirn und in den Knochen, die morgen und am Mittwoch untersucht werden, nichts gefunden wird...

aHpri"l45


Na das keine Lymphknoten befallen sind ist doch schon mal echt positiv. Dann werde ich euch für morgen und Mittwoch die Daumen drücken. Die Zeit der Untersuchungen und das warten auf die Befunde ist so fast das schlimmste in dieser Zeit.

Wenn es dann mit den Behandlungen los geht ist es schon anders weil man genau weiß es wird jetzt aktiv gegen diesen Sch....kerl etwas unternommen.

Wie hat deine Mutti die Diagnose aufgenommen? Das deine Mutti und auch ihr als Familie psychoonkologe Hilfe bekommen könnt wurde euch hoffentlich schon gesagt. Scheut euch nicht diese in Anspruch zu nehmen oder eine Seelsorgerliche Betreuung oder ihr könnt euch auch eine Selbsthilfegruppe suchen.

Meld dich wenn du wieder was neues weißt. Solltest du Fragen haben wenn die Chemo beginnt wegen Nebenwirkungen was man gegen diese machen kann usw. kannst du auch ruhig fragen, falls du das hier nicht magst dann gerne auch per PN.

LG und für die nächsten Tage lasse ich noch ein paar Kraftsterne für euch da. :)* :)* :)* :)* :)* :)* :)* :)* :)* :)* :)* :)* :)* :)* :)* :)* :)*

mbini_x789


Ich habe gestern mit einer Freundin gesprochen. Sie sagte gegen den Haarausfall bei der Chemo könne man eventuell etwas pflanzliches nehmen. Ich bin ja so eine kleine Kräuterhexe :-p Kennt sich da jemand aus?? Also noch steht ja nicht fest ob nun Chemo oder OP, aber ich würde es gerne vorab schonmal wissen ;-)

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