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Lungenkrebs/Bronchialcarcinom und erfreuliche Entwicklung

M-yaarCenarxia hat die Diskussion gestartet


Ich möchte mal ebenfalls Betroffenen bisschen Mut machen, denn diese Diagnose muss nicht zwingend baldiges Todesurteil sein.

Bei mir wurde ein größerräumiges, nichtkleinzelliges Plattenepithelcarcinom diagnostiziert (rechte Seite). Erste Diagnostik-/Therapieschritte in einer Lungenfachklinik: Bronchoskopischer Abtrag von Zellmaterial, soweit erreichbar, histologische Untersuchung einschließlich Antigenmerkmalen. Ebenfalls bronchoskopische Punktion von drei Lymphknoten im Tumorbereich. CT Kopf und Bauchbereich - keine Metastasierungen. Entlassung aus dieser Klinik, da für Strahlen- und Chemotherapie zu weit vom Wohnort entfernt.

In der nahen Großstadt wurde ich bei der größten onkologischen Praxis vorstellig. Dortiger Plan: Zuerst über 6 Wochen hinweg je einmal wöchentlich Chemotherapie ambulant (mit Carboplatin und Paclitaxel), danach eventuell Simultantherapie Chemo- plus Strahlentherapie. In Woche 4 wurde ich bei geringer Belastung schnell kurzatmig, eine Woche später sprach ich den Onkologen darauf an, vermutete eine Nebenwirkung, seine Antwort war ausweichend unklar. Zwei Tage danach schwere Dyspnoeattacke beim Einkaufen im Supermarkt, mit NAW in die nächste Klinik, stationäre Aufnahme, CT Thorax und dann der Schock: Trotz Chemo war der Tumor im Bronchienraum wieder auf etwa die Größe vor der Bronchoskopie nachgewachsen.

Diese Klinik hat kein präparatives Bronchoskop, daher Entlassung und Aufnahme in der Uniklinik, ebenfalls in der nahen Großstadt. Dort wurde das nachgewachsene Material aus dem Bronchienbereich abgetragen, und vor allem wurde auf meine Bitte hin ein neues Therapiekonzept, in der Uniklinik durchgeführt, gestartet:

Der bisherige niedergelassene Onkologe war sowieso raus, das kostete einen Telefonanruf.

Nach 10 Tagen wurde in der Uniklinik ein Vermessungs-CT gemacht, 3 Tage später startete die werktägliche Strahlentherapie, die eine Woche später durch einmal wöchentlich Chemo (mit Cisplatin und Vinorelbin) ergänzt wurde. Nach 12 Bestrahlungen folgte ein Kontroll-CT, am Werktag darauf sah ich am Bestrahlungsgerät, dass sich die Fläche mehr als halbiert hat.

Nachdem 25x Bestrahlung und 4x Chemo abgeschlossen waren, waren eine Woche später CT und ärztlicher Auswertungstermin angesagt. Das mehr als erfreuliche Ergebnis: Im Vergleich zum Behandlungsbeginn hat sich der Tumor um rund 90% verkleinert. Dem Rest ist jetzt durch 4x Chemo, also nochmals 4 Wochen, aber ohne ergänzende Bestrahlung, der Kampf angesagt. Mit guter Chance kann ich krebsfrei in die Adventszeit gehen.

Nebenwirkungen seit Beginn der erfolgreichen Therapie: Minimale Müdigkeit und Wärmebedürftigkeit nach den Chemotagen, keine Beeinträchtigung durch die Bestrahlungen. Appetit normal, keine Gewichtsabnahme.

Ich hoffe, mein Beispiel macht anderen Betroffenen etwas Mut: Lasst den Kopf nicht hängen! Die Therapiemöglichkeiten werden immer besser, die Langfrist-Überlebenschancen auch. Vor allem seid selbst etwas kritisch bezüglich der Therapie und reagiert rechtzeitig, wenn etwas vermutlich schief läuft.

Antworten
EbhemFalige*r Nuktze6r (:#61_14x25)


Ich bin zwar selbst nicht betroffen aber finde es gut, dass du anderen Betroffenen mit deinem Bericht Mut machst!

Ich wünsche dir alles Gute weiterhin :)* :)*

Pulüs=chxbiest


Dein Beitrag macht sicher dem einen oder anderen an Lungenkrebs erkrankten Mut.

Kxleine.Hex1e2x1


Ein toller Bericht! Da du ein Lungencarcinom hast, wird sicher noch ein PET-CT gemacht?

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