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Kan eine Bronchoskopie Lungenkrebs streuen?

k=n"u+bbxe hat die Diskussion gestartet


Hallo an alle. Ich war schon lange nicht mehr hier in diesem Forum.

Zu meiner Geschichte:

Mein Vater wurde mit Blasenkrebs diagnostiziert (T3 glaube ich). Der Tumor wurde entfernt und beim scannen wurde ein Knoten in der Lunge entdeckt. Die Ärzte waren sich nicht im Klaren ob es ein Tumor ist, ob es eine Metastase ist von der Blase oder ein Eigenständiger Tumor. Er wurde von Arzt zu Arzt geschickt und keiner hat wirklich die Notwendigen Schritte eingeleited (PET, CT etc.). Er wurde dann zu einem CT scan geschickt aber die Ärzte konnten wieder nicht erkennen ob es Krebs ist oder ob etwas gestreut hat. Lymphknoten waren agelich NICHT geschwollen. Es wurden Verwucherungen an den Rippen gefunden aber angelich, ich zitiere hier, war keine Tumorinflitration anzunehmen. Fast forward zur Bronkoskopie. Man hatte eine Sonde in die Lunge geschoben um Gewebe zu entnehmen und seit dem hat er enorme Problem. Er husted Blut, ist kurzatmig und war 2 Wochen im Krankenhaus (In der Urologie!!!!!) mit Lungenentzuendung. Nachem die Entzuending abgeklungen war wurde er in ein anderes Krankenhaus geschickt wegen der Lunge. Die Ärzte wollten eine 2. Bronkoskopie machen weil die erste keine Befunde gebracht hat. In diesem Krankenhaus wurde endlich ein PET scan gemacht und nun heist es das der Tumor schon gestreut hat zu den Knochen und Darm und eine Chemo wäre nur Lebensverlaengert. Der Tumor (jetzt ist es auf einmal ein Tumor) in der Lunge wäre inoperable. Fuer mich klingt das nach 'Ich hab keine Ahnung was ich tun soll also erzaehlen wir dem Patienten das er Totgeweiht ist'. Es scheint so als ob die Bronkoskopie alles ausgeloest hat.Die haben meinen Vater vermurkst. Seine Blutwerte sind abnormal schlecht uand jetzt soll er eine Chemo uebersthen? Kann doch nicht war sein oder? Hat jemand irgendwie Erfahrungen mit sowas? Ich glaube nicht das mein Vater todgewehgt ist. Ich glaube das die nur nicht wissen wie sie vorgehen sollen. Die wissen ja bis heute noch nicht ob es wirklich in Tumor ist. Ein arzt sagt kein Tumor anzunehmen der andere sagt er hat schon gestreut und Chemo ist nur Lebensverlaengert. Ist doch ein Witz!!!

Ich lebe in Amerika und kann meinen Eltern nicht helfen. Hier in Amerika weis ich das es gewisse Krebszentren gibt die Weltbekannt sind und ich wuerde meinen Vater dort hinschleppen aber der ganze Prozess mit Visum etc. wuerde zu lange dauern. Er braucht spezialisten in Deutschland. Ich hab keine Ahnung wo man in Deutschland hingehen kann. Meine Eltern leben in Nuernberg. Wenn irgend jemand weis was man machen kann oder ob das so der Normale verlauf ist bitte schreibt mir.

Danke im Vorraus!

Antworten
kdnubXbe


Hab jetzt grad nochmal mit meinen Eltern ueber Skype gesprochen. Bevor der Bronkoskopie haben die keine Verwucherungen oder aehnluches an den Rippen und an der Huefte gefunden. Erst der zweite Scan nach der vermurksten Bronkoskopie hat jetzt neue Werwucherungen verursacht. Diese waren vorher nicht sichtbar. Das bestaetigt meinen Verdacht das der Krebs gestreut hat durch die Bronkoskopie.

tRat3u5a


Ich bin keine Expertin auf dem Gebiet, aber dein Vater hat ja einen diagnostizierten Blasenkrebs. Der Tumor in der Lunge ist demnach ja schon eine Metastase d. h. der Krebs ist systemisch. Ich kann gut verstehen, dass man in einer Situation wie eurer hilflos und verzweifelt ist und vielleicht auch nach einem Schuldigen sucht, aber was bringt euch das?

Selbst wenn durch die Untersuchung mehr Krebszellen in den Blutstrom geraten wären - es war ja kein abgekapselter Primärtumor, der mit einer Operation "heilbar" gewesen wäre.

kZnubbxe


Es ist schon ein Unterschied ob man den Tumor lokal bestrahlt und zu einem operabelen Maß schrumpft oder ob der Krebs gestreut hat und nun inoperabel ist. Die wissen ja immer noch nicht ob das wirklich Metastasen sind. Die nehmen das an aber die wissen das nicht sicher. Jetzt heist es der Tumor ist nicht operabel aber wenn man 100% wuesste ob das Metastasen sind koennte man mit sicherheit sagen ob der nicht operabel ist. Nehmen wir mal an es sind keine Metastasen dann ist der geplante Behandlungsverlauf vieleicht unangebracht. Man darf keine Zeit verlieren und wenn man den Tumor rausschneiden koennte und somit eine wirkliche Streuung verhindern kann sollte man dies auch tun. Oder wenn es Metastasen sind muesst eman vieleicht diese Lokal bestrahlen. Ich lese von sovielen Wegen wie man Krebs besiegen kann aber man muss alles moegliche probieren. Viele Patienten werden misdiagnositizert und abgetan als todgeweiht obwohl man denen helfen koennte.

Muyrm)idonxe


Ich kann mich hier - leider - nur tatuas Einschätzung anschließen.

Der Tumor wurde entfernt und beim scannen wurde ein Knoten in der Lunge entdeckt.

Meines Erachtens war dieser Knoten zu diesem Zeitpunkt bereits eine Metastase.

T3 – war es ein T3a oder ein T3b? Das wird bei Blasenkrebs üblicherweise immer unterschieden. Du schreibst, "der Tumor wurde entfernt". Bei Blasenkrebs in diesem Stadium ist zwingend immer die gesamte Blase samt Prostata etc. zu entfernen. Vermutlich war es auch so, nur hast du das bei deiner Beschreibung weggelassen. Richtig?

Und nur das Krebsstadium (T3) reicht hier nicht aus, um die Situation abzuschätzen. Du müsstest schon die gesamte Klassifikation angeben. Das sieht dann ungefähr so aus: pT3a L0 V0 pN1 pMx R0 G3

Selbst wenn beispielsweise zum Zeitpunkt der Blasenentfernung noch kein Lymphknotenbefall vorlag, so könnte trotzdem bereits eine Veneninvasion stattgefunden haben und dann wäre die Wahrscheinlichkeit auf eine Lungenmetastase überaus hoch.


Mit Lungenkrebs kenne ich mich zwar kaum aus, aber so weit ich informiert bin, kann eine definitive Aussage, dass es sich um einen (eigenständigen) Tumor oder eben um eine Metastase handelt, immer nur anhand einer Bronchoskopie gemacht werden.

Auch ein Blasenkrebs wird schließlich nie nur aufgrund eines CTs oder einer Blasenspiegelung diagnostiziert (obwohl man es bei letzterer schon einigermaßen einschätzen kann), sondern immer anhand der pathologischen Untersuchung einer Gewebeprobe.

war keine Tumorinflitration anzunehmen

Eben. Anzunehmen war sie vielleicht nicht. Aber nachweisen kann man das eben nur anhand einer Probenentnahme!


Kann eine Bronchoskopie Lungenkrebs streuen?

Die Frage kann ich nicht beantworten. Vorstellbar. Aber vor allem streut ein muskelinvasiver Blasenkrebs (ab dem Stadium pT2a).

Wie lange war denn der Zeitabstand von dem ersten bis zum zweiten Scan? (Der erste Scan war doch bereits im Rahmen der – von mir vermuteten – Blasenentfernung.) Wenn ein Blasenkrebs z. B. über die Venen metastasiert, kann das ganz enorm schnell gehen!

So leid es mir für deinen Vater tut, aber die Situation hört sich wirklich sehr ernst an.

MByrmiodone


Entscheidend für eine Therapie von Lungenkrebs ist auch die die Art des Tumorgewebes, nämlich ob kleinzelliges Lungenkarzinom oder nicht-kleinzelliges Karzinom. Das ist ein großer Unterschied, weil ein kleinzelliges Karzinom sehr viel schneller wächst und auch schnell Metastasen ausbildet.

Die Uniklinik Freiburg soll gut sein auf dem Gebiet habe ich mal gelesen. [[https://www.uniklinik-freiburg.de/thoraxchirurgie/krankheitsbilder/lungenkrebs.html]]

Vielleicht gibt es aber auch in der Nähe deiner Eltern ein gutes Zentrum. Das könntest du evtl. über den Krebsinformationsdienst in Erfahrung bringen.


Ich wünsche deinem Vater eine bestmögliche Therapie!

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