Ständiges Brennen im rechten Unterbauch

06.10.04  20:08

Hallo!

Ich schreibe die Nachricht in der Hoffnung, dass jemand meine Symptome kennt und richtig deuten kann, da alle Besuche beim Arzt bisher erfolglos waren.

Alles begann im Februar 2004. Ich habe vor meinem PC gesessen und verspürte urplötzlich einen heftigen, stechenden Schmerz auf der rechten Seite, der dann aber auch nach einigen Sekunden wieder nachließ. Allerdings blieb ein leichtes, ständiges Brennen im rechten Unterbauch, leichte Stuhlunregelmäßigkeiten, laute Darmgeräusche und ein ständiges Blubbern auf der rechten Seite zurück. Der Arzt machte eine Blutuntersuchung und konnte eine Blinddarmentzündung ausschließen. Die Schmerzen vergingen

nach einer Woche.

Die nächsten vier Monate blieb ich komplett schmerzfrei. Erst Anfang August meldeten sich die Symptome zurück, die nun regelmäßig, ca. alle 3 Wochen, auftreten und bis zu 2 Wochen andauern und dann langsam wieder abklingen. Wenn ich abgelenkt bin, spüre ich es kaum, doch wenn ich zur Ruhe komme, mache ich mir ständig Gedanken, was das sein könnte. Es sind nur unterschwellige Beschwerden und keine stechenden Schmerzen. Ein erneuter Arztbesuch Ende August (Blutuntersuchung, Ultraschall und Test auf okkultes Blut im Stuhl) blieb ohne eindeutige Diagnose. Der Arzt sagte nur, es könnte eventuell ein Riss im Muskelansatz sein, der immer wieder aufreißt. Auch Verwachsungen kämen in Frage.

Im Moment spüre ich die Symptome wieder deutlich: Ein ständiges Brennen im rechten Unterbauch, das manchmal bis in die Leistenregion zieht und bis in mein rechtes Bein ausstrahlt. Besonders wenn ich vom Sitzen aufstehe, ist das Gefühl in der Hüftregion und im sogar im Rücken zu spüren. Hinzu kommt, dass der Stuhl meist recht breiig ist und wenn ich Durchfall habe (2-3 mal pro Woche), sind manchmal leichte Schleimauflagerungen zu erkennen (das wäre allerdings bei Durchfall nicht ungewöhnlich, meinte mein Hausarzt).

Ich selbst habe schon nach Ursachen gesucht. Da ich bis zum August noch jeden Tag Übungen für die Bauchmuskeln gemacht habe, könnten es tatsächlich eingeklemmte Nerven oder ein Muskelriss sein. Aber was kann man dann gegen die Beschwerden tun und beeinträchtigt eine derartige Verletzung auch den Darm?

Ich hoffe, dass irgendjemand ähnlich Erfahrungen gemacht hat oder mir zumindest einen Rat geben kann. Die Angst, es könnte vielleicht doch etwas Schlimmes sein (Polyp oder Darmkrebs), lässt mich nämlich nicht los.

Schon im Voraus besten Dank!

Aqndyx23

06.10.04  20:19

ohje...

vielleicht hast du eine blinddarm-entzündung (besser gesagt entzündung des wurm-fortsatzes)oder einfach öfter mal was falsches gegessen und dann kam es zu problemen im darm (das hatte ich auch schon öfters) warst du schon beim arzt?

s5üße kleAinex maus

06.10.04  21:41

Re: ohje...

Ja, ich war schon bei zwei Ärzten. Eine Blinddarmentzündung wurde jedes Mal durch eine Blutuntersuchung ausgeschlossen. Die Beschwerden verschwinden ja auch nach ein bis zwei Wochen wieder. Doch sie kommen dann auch immer wieder.

A&ndy2R3

11.10.04  13:49

ACHTUNG!!!!

Als Baby hatte ich das auch! Meine Eltern sind überall mit mir hingefahren, aber kein Artzt konnt mir helfen- Irgendwann aber in ner Kinderklinik hamse doch herausefunden, dass ich was am Bilinddarm hatte (War kurz vorm platzen!) Der Blinddarm liegt iim rechten Unterbauch, da hab ich jetzt ne Narbe!

BGlondze|sGirly

13.10.04  11:30

...das kommt mir bekannt vor !

Hi Andy23 !

Ich habe seit Jahren so ähnliche Beschwerden wie Du.

Schmerzen im -vorwiegend- rechten Unterbauch, Wechsel zwischen Durchfall und Fast-Verstopfungen,...

Über Blutuntersuchungen, Ultraschall, Untersuchung durch Chirurgen ( wegen Blinddarm oder Leistenbruch/-einklemmung ), Frauenarzt...bis hin zur Darmspiegelung habe ich alles mitgemacht. Alles zum Glück -oder Gott sei Dank ;-)) - ohne Ergebnis. Allerdings ist die Ungewissheit fast noch schlimmer !

Eine Heilpraktikerin hat dann allerdings auf einen Reizdarm getippt und dazu eine Lactoseunverträglichkeit festgestellt.

Nachdem ich jetzt eine Zeit lang konsequent versucht habe, Milchprodukte wegzulassen, habe ich auch keine ständigen Durchfälle mehr. Ich merke auch sofort, wenn ich wieder unvernünftig war und z.B. Pizza mit viel Käse gegessen habe :-(

Wenn ich die Durchfälle habe, habe ich meist auch die Schmerzen im rechten Bauchbereich, die beim Weglassen der Milch auch weggehen.

Die HP geht davon aus, dass gerade die Psyche bei solchen chronischen Reizdarmgeschichten eine große Rolle spielt !Je mehr man sich Gedanken macht, desto schlimmer ! Ziemlicher Teufelskreis !

Vielleicht hilft´s Dir ein bißchen, wenn Du weißt, dass es nicht Dir allein so geht ! Wünsch Dir auf jeden Fall alles Gute !

Liebe Grüße

Tinsche

t.inscxhe

13.10.04  13:20

beruhigend, Danke!

@ tinsche

Endlich mal jemand, dem es ähnlich gegangen ist. Ziemlich beruhigend. Mein Hausarzt hat auch schon gesagt, dass er etwas "bösartiges" mit Sicherheit ausschließen kann.

Ende November habe ich nun einen Termin zur Darmspiegelung, nur zur Vorsorge und natürlich zu meiner Beruhigung. Wenn es ein wirklich Reizdarm ist, muss ich eben lernen, damit zu leben.

Vielen Dank für die Antwort!

AUnxdy2x3

22.10.04  08:44

Hallo Andy,

exakt die gleichen Symptome habe ich auch! Heute Nacht um 3 Uhr konnte ich deshalb nicht schlafen und habe ein wenig herumgegoogled und diese Beiträge hier gesehen. Endlich mal jemand, dem es genau so geht (auch wenn ich es Dir natürlich nicht wünsche).

Mit den Worten "Brennen im Darm, rechter Unterbauch" kann man wohl aus medizinischer Sicht nicht viel anfangen, so ist zumindest mein Gefühl dafür. Aber so sieht es nunmal auch bei mir aus. Sämtliche Tests (Blut, Bein heben, draufdrücken) sind negativ, auch der Ultraschall deutet nicht darauf hin. Nun habe ich auch gelesen, dass es nicht immer die klassischen Symptome sein müssen, aber zumindest eines davon hätte ja mal anspringen müssen, oder?

Als "Profi" im Reizdarmthema kann ich diese Symptome für einen Reizdarm ausschliessen. Der Reizdarm selbst ist ja quasi ein wenig wirr im Kopf und weiss nicht genau was er tut. Solche Schmerzen äußern sich bei mir dann auch eher als drückend statt einem brennenden Gefühl. Auch ist das oft mit Durchfall verbunden, doch neben dem brennenden Gefühl jetzt habe ich absolut keine weitere Symptomatik.

Leider erst in zwei Wochen geht es zur Darmspiegelung. Ich hoffe, dass es in der Zwischenzeit wieder etwas weniger wird, heute Nacht war das nicht so schön.

Da die Beiträge hier ziemlich frisch sind, hoffe ich noch auf einige Antworten.

Gruß

Rolf

r"owi

05.11.04  08:29

So, Coloskopie habe ich hinter mir. Ist zwar quasi was fürn A..., aber wirklich nicht schlimm. Gefunden wurde so erstmal nichts.

Leider habe ich in der Nähe der besagten Stelle eine Art Nordschleife des Nürburgrings, so dass das Gerät hier einfach nicht weiterkam. Schade, denn genau diese Stelle wäre interessant gewesen. Gestern war ich noch etwas benommen, aber ich meine der Arzt sagte, dass er schon leichte Entzündungen gesehen hat. Ich vermute jetzt erstmal (Termin für Gespräch ist Montag), dass der Darm somit einfach gereizt ist. Bin kein Arzt, aber vielleicht hilft da ja mal wieder eine Antibiotikum-Bombe.

Gruß

Rolf

r|oZwxi

05.11.04  11:24

Mir gehts genauso....

...in regelmäßigen Abständen kommend Schmerzen im rechten Unterbauch, dann für ein paar Wochen oder Monate wieder nichts, dann fängt alles wieder von vorne an. Oft so schlimm, dass ich nicht weiß wie ich mich bewegen soll!

Ich kann dir aber auch nicht helfen, hab gestern selbst gepostet und nicht wirklich Rat bekommen!

Ich hatte schon Magen- Dickdarm- und Dünndarmspiegelungen, sowie eine Bauchspiegelung und etliche Ultraschall- und Blutuntersuchungen! Nichts! Es wurde nichts gefunden und die Beschwerden blieben!

Der Wechsel zwischen schleimigem Durchfall und hartem Stuhl innerhalb weniger Stunden ließ meinen Arzt auf Reizdarm schließen.

Er verschrieb mir Tabletten, die aber vollkommen fürn A**** sind!

Ich will schon gar nicht mehr zum Arzt, weil er mich schon als psychisch krank einstuft und mir immer rät, zum Psychologen zu gehen, da die Bauchschmerzen auf Stress und irgendwelche Probleme zurückzuführen sein können...blablabla!

Ich will endlich wissen, was da los ist!

C\olIdpla!y

05.11.04  20:52

Hallo Coldplay,

willkommen im Club :-). In diesen Thread schaue ich öfter rein, vielleicht magst Du ihn Dir ja mal in die Favoriten aufnehmen, das Thema scheint sich ja hinzuziehen... Da ich selbst Reizdarmprofi bin (bin jetzt Mitte 30 und habe das seit vielleicht 15 oder mehr Jahren), kann ich zum Reizdarm schon einiges sagen. Das trifft nur auf mich selbst zu, aber so ähnlich sollte es wohl immer sein,

Die Stelle "unten rechts", da in der Nachbarschaft zum Blinddarm (oder strenggenommen dem Appendix, um den es oft geht, aber wir sind ja keine Mediziner), ist die Verbindung zwischen Dünndarm und Dickdarm. Wie das eben so an der Grenze ist, klappt das nie reibungslos und dann ist da schonmal eine Stelle, die häufiger Probleme machen kann. Da die so nah am berühmten Blinddarm liegt, denkt man ja oft erstmal daran. Was es bei jedem einzelnen ist, kann ja offensichtlich sehr unterschiedlich sein.

Reizdarmsymptome:

Ich möchte mal behaupten, dass ein Reizdarm durchaus viel mit der Seele zu tun hat. Mächtig Stress über den ganzen Tag, nicht das Richtige gegessen, weil eben zu viel Stress, keine Zeit und zur Krönung noch ne kalte Mich drauf: Schmerz, Durchfall, Reizdarm.

So könnte ich das beschreiben.

Reizdarmproblem:

Ein normaler Darm, in viele einzelne Stücke gedacht, macht das, was ein Darm so in seinem Stück tut und tippt dem Nachbarstück im Darm dann auf die Schulter, damit der das, was im Darm ist, dann wiederum weiterbefördert und so. Nun ist unser Reizdarm ja ein wenig hektisch und meint, schon dran zu sein, auch wenn ihn keiner angetippt hat. Das heisst, er verschliesst sich und quetscht, doch weil noch nichts da ist, schiebt er alles wieder zurück. Der vorherige Teil schiebt aber (richtigerweise) nach vorn. Also machen die beiden Teile ein Kräftemessen auf unsere Kosten, denn das schmerzt. Was dann zum Schluss rauskommt, ist Dünnpfiff, denn das hin und her hält ja keiner aus.

Abhilfe bei akuten Reizdarmbeschwerden:

Ziel ist es also, den Darm zu beruhigen. Er soll also erstmal entspannen und dann in Ruhe mal die richtige Richtung suchen. Doch wie kann man da einschreiten? Ich habe gelernt, dass Reizdarmleute insgesamt mehr fühlen als andere Leute. Will heissen, sie reagieren mehr auf die Reize, daher ja auch der Reizdarm, der dann überreagiert. Wenn ich z.B. im Bett liege und merke, es geht wieder los, dann darf nichts auf den Bauch drücken (z.B. Gummi der Unterhose etc.) und ich streiche mit der Hand über die betroffene Region. Schon nach einer Minute rumort es sehr im Darm, ein gutes Zeichen, denn dann scheint es in die Richtige Richtung weiterzugehen. Ist dann alles aus dem Körper raus und das Klo runtergespült, ist der Spuk vorbei - bis zum nächsten mal.

Jetzt habe ich viel mehr geschrieben als ich wollte, aber wenn jemand nur nickt bei dem Text hier, dann ist die Vermutung auf einen Reizdarm anscheinend nicht so verkehrt.

Ganz wichtig ist aber, alles andere auszuschliessen, denn mit einem verschleppten Blinddarm (Tests: rechts Bein gegen Widerstand heben, auf Blinddarm drücken etc.) oder bei Frauen einer Eileiterschwangerschaft ist nicht zu spassen, da sollte man schon was dran tun.

Das Brennen was ich habe und warum ich auch hier im Forum bin, ist aber eben was anderes. Da ist kein Kampf zwischen den Darmtrakten, sondern offensichtlich eine Entzündung. Daher bin ich mir auch so sicher, dass es was anderes ist. Naja, die Coloskopie, also die Darmspiegelung, die ich gestern hatte, war ein Klacks, ganz ehrlich. Und wer sagt, ein Einlauf sei schlimm, der hat noch keinen gehabt. Zumindest nach heutigen Maßstäben ist das schon ok, sowas über sich ergehen zu llassen, um die gewissheit zu haben, dass da nichts schlimmeres ist.

Gruß

Rolf

r+o wi

09.11.04  13:49

@rowi

Das heißt also, ich muss lernen, damit zu leben?

C5oldpwlay

09.11.04  17:28

Ich bin nicht allein ....

.... oh bin ich froh auf dieses Forum gestoßen zu sein! Mir geht es auch so wie euch, ich habe diese immer wieder kehrenden Schmerzen bereits seit Mai 2003. Mal geht es ein paar Wochen gut, aber dann sind sie wieder kaum aus zu halten.

Habe mittlerweile auch so ziemlich jeden Arzt durch! Heute morgen war ich dann nach absouluter Ratlosigkeit meiner Internistin (die die Werte meines Blutbildes mittlerweile auswendig kennt, wegen doch evntl. Blindarmentzündung!) noch mal beim Chirurgen. Der meinte es könnte eine Art leichter Leistenbruch sein, das könnte man ohne Garantie auf Besserung, mal probieren zu operieren. Müsste ich aber selber wissen! Nehme diese Diagnosen schon gar nicht mehr ernst. Letzte Woche war ich beim Ortopäden, der hat mir eine bestimmte Übung für einen verspannten Muskel in der Leistengegend gezeigt, aber dannach haben dann die richtigen Schmerzen angefangen, so dass ich am Wochenende nur mit Wärmflasche (die ich auch sonst eigentlich jeden Abend mit mir rumschleppe, da Wärme sehr gut tut) aufm Sofa lag. Weiß allerdings nicht, ob das wirklich durch dies Dehnübung ausgelöst wurde.

Strahlen eure Schmerzen auch bis hinten in die rechte Pobacke? Und mittlerweile tut mir auch der Rücken weh. Wär so froh endlich zu wissen was das ist, aber wem erzähl ich das hier?! Aber gut zu wissen, das man nicht alleine ist!

Gruß

Ultrapink.

u"ltraxpink

09.11.04  22:54

Hallo Coldplay und Ultrapink,

nun, mit einem Reizdarm muss man leben, ja und nein. Es ist halt so, dass bei einem Reizdarm dieser eben sehr empfindlich ist. Das bekommt man genauso wenig weg wie wenn man als Mensch empfindlich ist. Das heisst aber nicht, dass man es einfach so hinnehmen muss. Man kann da durchaus was dran ändern. Auch wenn man mich im Beruf völlig anders kennt, bin ich doch relativ sensibel und mein Darm eben mit mir. Ich reagiere dann auch auf seelische Verspannungen und mein Darm tut es mir gleich. Seit ich jedoch meine Frau kenne (seit 2000), geht es mir sehr viel besser. Darmprobleme, d.h. Durchfall, Darmkrämpfe etc. habe ich eigentlich garnicht mehr. Also gehe ich mal davon aus, dass meine Beziehungen vorher, die mich sicherlich auch seelisch sehr belastet haben, ebenso auf meinen Darm schlugen. Somit besteht für mich kein Zweifel, dass da auch seelische Ursachen ein große Rolle spielen. Dazu kommt natürlich noch die Unverträglichkeit gegenüber bestimmten Stoffen, denn ein Darm, der sehr sensibel ist, frisst halt auch nicht alles. Bei mir ist es z.B. kalte Milch. Komischerweise kommt es aber auch dabei darauf an, wann ich die trinke. Da ich keinen Milchjieper habe, lasse ich das Experiment dann lieber und trinke nicht so viel Milch, zumindest nicht eiskalte.

Da bei Euch ja evtl. noch nicht 100% geklärt ist, ob es wirklich ein Reizdarm ist, hier mal meine Thesen (ich bin kein Arzt!):

- Rückenschmerzen und das ziehen bis in die rechte Pobacke hört sich eher nach einem Ischias an oder einer Entzünding eines Nerven.

- Drückende (!) Darmschmerzen, z.B. in der Gegend unterhalb des Bauchnabels mit einem grummeln im Bauch und anschliessendem Durchfall (auch wenn "Durchfall" jetzt nicht so sachlich korrekt ist, ihr wisst aber wohl was ich meine) sieht mir dagegen schon eher nach einem Reizdarm aus.

- Brennende oder stechende Schmerzen habe ich bei meinem Reizdarm nie gehabt. Das Prozedere war immer das gleiche:

* Bauchweh unterhalb des Bauchnabels (irgendwo in dem Großraum) -> Darmteil 2 macht zu früh dicht, Darmteil 1 ist das aber egal und er schiebt quasi gegen die geschlossene Luke

* Grosses grummeln im Bauch (Darm schiebt hin und her mit großen Mühen, Darmteil 1 gibt ein wenig nach und es grummelt)

* Durchfall (Darmteil 2 hat verloren, alles schiebt nun richtig)

* Ende der Durchsage (ich darf mich ins Bett legen)

Man sollte noch wissen, dass zumindest damals die Ärzte eher nicht einen Reizdarm diagnostiziert haben, weil dieser mal in die Mode gekommen war und es halt zu einfach war, einfach alles darauf zu schieben.

Was tun?

Also eine Darmspiegelung sollte schon sein, denn besser kann man den Darm nicht untersuchen und so schlimm fand ich es nicht (habe ja nur wenige Tage hinter mir).

Wenn es mehr stechende oder brennende Schmerzen sind, würde ich spontan eher nicht so schnell auf einen Reizdarm tippen. Ich selbst bin ja hier, weil ich brennende Schmerzen hatte/habe. Mittlerweile gehe ich schonmal vorsichtig davon aus, dass es bei mir ein Virus war, der sich mal etwas abnormal verhalten hat, denn offensichtlich ist bei sowas eher Durchfall an der Tagesordnung.

So, nun nochmal genau auf das Posting:

>Letzte Woche war ich beim Ortopäden, der hat mir eine bestimmte Übung für einen verspannten Muskel in der Leistengegend gezeigt, aber dannach haben dann die richtigen Schmerzen angefangen, so dass ich am Wochenende nur...

Auch das zeigt mir jetzt nicht wirklich einen Reizdarm, weil (ich kann nur von mir sprechen) es da keine große Rolle spielt, ob da Wärme drankommt oder nicht, im Gegenteil, was dem Körper gut tut, tut dann auch dem Darm gut. Meine Frau hatte sowas aber auch, wir waren da auch beim Neurochirurgen und Co., für mich gab es da aber eigentlich nur ein Fazit: Jeder Arzt checkt seine eigenen Dinge ab und schliesst die mehr oder weniger aus. Kaum ein Arzt wird besser sein als man selbst. Will heissen: Wenn ich mich selbst mit der Materie befasse und mich ausschliesslich an meinen Erfahrungen und Fakten (z.B. Blutbild) orientiere, habe ich ein besseres Gefühl als wenn mich ein Arzt seit 15 Minuten kennt und mir etwas erzählt, was nicht sein kann. Naja, zuhören kann man ja und ich habe auch sehr gute Ärzte kennengelernt.

>Der Wechsel zwischen schleimigem Durchfall und hartem Stuhl innerhalb weniger Stunden ließ meinen Arzt auf Reizdarm schließen.

Sowas könnte ich mir spontan auch vorstellen, zumal die Coloskopie negativ war.

>Ich will schon gar nicht mehr zum Arzt, weil er mich schon als psychisch krank einstuft und mir immer rät, zum Psychologen zu gehen, da die Bauchschmerzen auf Stress und irgendwelche Probleme zurückzuführen sein können... blablabla!

Ich will endlich wissen, was da los ist!

Oh ja, das kenne ich nur zu gut. Stress und Co. hört sich ja immer nach ner guten Ausrede an und ich bevorzuge auf jeden Fall handfeste Beweise, doch in Deinem Fall wurdest Du ja untersucht. Schau Dir doch nochmal meine obigen Thesen an und schreib mal, ob es passt. Und ganz im Ernst: Probiere mal, Dich zu entspannen. Wann kommt das denn? Schubweise? Abends? Dann mach Dir abends mal einen (nicht zu heissen) Kamillentee, mach die Wärmflasche warm (angenehm, nicht zu warm) und leg die mal auf den Bauch. Warte dann ab, was passiert. Wird es besser? Passiert vielleicht garnichts, d.h. bleibt der Schmerz für den Abend aus?

Nicht aufgeben!

Rolf

rxowxi

10.11.04  15:25

@rowi

Danke für den umfassenden Bericht, du hast ja ewig viel geschireben! Ja, hast schon recht, eine Darmspiegelung muss schon sein, um genaueres zu sagen und bestimmte dinge einfach ausschließen zu können, das habe ich noch vor mir. Werde mich in den nächsten Tagen mal bei einem Facharzt (Magen und Darm) vorstellen. Anschließend gibts dann Berichterstattung!

Viele Grüße.

u5ltrtapixnk

11.11.04  09:43

Hallo Ultrapink,

Coldplay wird wohl bestätigen können, dass eine darmspiegelung nicht schlimm ist. Wenn ich jetzt sagen sollte, was das schlimmste daran war, dann würde ich sagen (nicht lachen), dass ich da nackt rumgehüpft bin. Nichtmal das Abführmittel war schlimm.

Ich weiss ganz genau wie das ist, wenn man etwas hat, was einem Sorgen macht und nicht genau weiss was das ist. Daher möchte ich Euch auch so viele Infos geben, wie möglich. Ich schaue fast täglich hier rein, schade nur, dass der Initiator, Andy23, sich nicht mehr meldet.

Gruß

Rolf

rUowxi

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