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Probleme mit dem Darm

Slar]gos hat die Diskussion gestartet


Hallo, Leute,

zur Zeit habe ich ziemlich heftige Probleme mit dem Darm, die schon dermaßen "ausgeufert" sind, daß es mir bereits einige Male passierte, daß ich eine Autofahrt ganz dringend "umleiten" mußte, um mir irgendwo (natürlich recht schnell) eine Toilette suchen zu können/müssen.

Das erste Mal passierte so etwas vor gut zwei Wochen, als ich morgens wegen einer Blutabnahme zum Arzt fuhr. Etwa 10 bis 15 Minuten vor Erreichen des Parkhauses legte es in meinem Darm auf einmal wie wild los. Da es früh am Morgen war, hatte natürlich noch keine Gaststätte geöffnet. Ich weiß nicht, wie, aber irgendwie habe ich es dann doch noch "ohne Unfall" bis ins Parkhaus geschafft, wo ich ganz schnell auf eine Toilette gehen konnte. Auf jeden Fall war dieses Erlebnis für mich "Hölle pur", der ganze Tag war für mich eigentlich versaut.

Ab letzter Woche Donnerstag schien ich dann eine Art von Darmvirus zu haben, da ich mindestens viermal pro Tag auf Toilette gehen mußte. Bevor ich abends zu meinem Vergnügen in die Stadt fuhr, war ich extra noch einmal auf dem "stillen Örtchen", und obwohl die Fahrt nur gut 25 Minuten dauert, mußte ich zwischendurch wieder raus und mir in einer Kneipe eine Toilette suchen. Letzten Sonntag, als ich in der Pfalz war, kam es auch wieder urplötzlich, daß ich auf Toilette mußte und meine ursprüngliche Route "ändern" mußte. Das letzte Mal passierte dies heute morgen auf dem Weg ins Geschäft: Wegstrecke maximal 10 bis 15 Minuten, zu Hause war ich noch auf Toilette, doch nach 5 Minuten Fahrt ging es schon wieder los - zum Glück habe ich es noch ins Geschäft geschafft, wo genügend Toiletten zur Verfügung stehen ;-)

Letzten Montag ging ich schließlich zu meinem Hausarzt, der untersuchte mich kurz, hörte den Bauch ab und verschrieb mir Imodium. Er meinte auch, dies sei höchstwahrscheinlich ein Virus: den könne man nur schlecht nachweisen und eigentlich gar nicht behandeln. Ich soll es also "absitzen" und ein paar Tage Imodium nehmen.

Vorletzten Freitag holte ich mir in der Apotheke bereits Imodium akut, von denen ich pro Tag zwei "einwarf", seit Dienstag bin ich auf die verschriebenen Imodium umgestiegen, von denen ich pro Tag drei bis maximal vier eingeworfen habe. Eigentlich wollte ich von heute an meine Imodiumdosis reduzieren, doch da es heute wieder gut losgelegt hat, habe ich die bisherige Dosis beibehalten.

Stuhl war während der ganzen Zeit über ein- oder zweimal wässrig, ansonsten eher "mischig": nicht ganz wie Brei, aber auch nicht so fest, wie regulärer Stuhl (meiner Meinung nach) sein sollte. Ein Röhrchen zum Abgeben einer Stuhlprobe habe ich von meinem Hausarzt bekommen, aber ich will erst das Wochenende abwarten und mich weiterbeobachten, wenn ich - zumindest ab Sonntag - die Imodium komplett absetze.

Was ich vielleicht nicht zu erwähnen vergessen sollte: ich bin zwar schon seit einigen Jahren im selben Beruf, aber dermaßen streßbetont wie zur Zeit war es niemals zuvor. Könnte es sein, daß die ganzen Darmprobleme überhaupt nicht körperlich bedingt sind, sondern alle nur durch Streß kommen?

Oben beschrieb ich, daß mein erstes Erlebnis auf dem Weg zur Blutabnahme für mich wie "Hölle pur" gewesen sei. Wenn ich darüber nachdenke: seit damals fährt bei mir bei jeder Autofahrt eine gewisse "Angst" mit: daß mir dasselbe wie damals jederzeit erneut passieren könnte. Und daß dies erneut passierte, habe ich ja leider miterleben müssen. Ich drifte zwar jetzt in den Bereich "Psychologie" ab (denke ich zumindest), aber könnte das oben erwähnte Erlebnis für mich eine Art "Trauma" gewesen sein, durch das die ganzen Darmprobleme der letzten Zeit erst entstanden sind?

So, genug geschrieben. ;-)

Bin für jede Antwort dankbar!

Best wishes - Sargos

Antworten
s:mixlla


Hallo Sargos,

ich finde es sehr interessant, dass du schreibst, dass dir aufgefallen ist, dass sich deine Problematik mit dem Darm, seit dem ersten Auftreten immer hauptsächlich bei den Autofahrten wiederholt. Das deutet in der Tat darauf hin, dass du eventuell ein kleines "Trauma" erlitten hast als es dir das erste Mal so schlecht ging. Damit möchte ich natürlich auf keinen Fall sagen, dass es nicht durchaus körperliche Ursachen haben kann, aber aus eigener Erfahrung kann ich dir sagen, dass es mir mal genauso ging.

Ich bekam morgens in der U-Bahn auf dem Weg zur Arbeit starken Schwindel und Übelkeit, hatte die Befürchtung umzufallen und mich übergeben zu müssen und habe es grad noch nach Hause geschafft, wo ich mich dann relativ schnell wieder entspannte.

Aber seitdem konnte ich nicht mehr ohne Angst und Panik mit der Bahn fahren...das alles schaukelte sich noch weiter hoch, das jetzt hier alles zu schreiben würde den Rahmen sprengen, es sei denn du hast noch Fragen an mich, die beantworte ich dir natürlich gerne.

Grade vorhin habe ich schon einen Beitrag zu einer ähnlichen Problematik hier im Forum geschrieben...wenn du magst kannst du den Beitrag von mir dort ja auch nochmal lesen: Der Thread steht im Neurologie-Forum und heisst "Übelkeit...Vagusnerv".

Du schreibest ja auch, dass du seit einiger Zeit Streß hast und wenn man sowieso schon sehr angespannt ist kann es sein, dass man auf solche, wie von dir genannten Situation vielleicht noch ein wenig empfindlicher reagiert. Zumal es ja auch wirklich sehr unangenhm ist, wenn man dringend mal muss und keine Toilette in der Nähe hat...ich denke dass ist für jeden ein Riesenproblem.

Lass dich auf jeden Fall gründlich untersuchen, wenn körperlich nichts gefunden wird, dann solltest du deine psychische verfassung nochmal genau unter die Lupe nehmen ;-). Solltest du noch Fragen haben....nur zu :-).

Liebe Grüße und gute Besserung

D`rache8nb4auxm


Magen-Darm-Probleme

Hallo Sargos,

habe auch oft Darmkrämpfe, muß dann 2-4x pro Morgen, manchmal auch öfter am Tag, zur Toilette von wässrig bis fest und Erbrechen plagt mich vor wichtigen Terminen. Denke das dies neurologisch bedingt ist. Im letzten Urlaub hatte es mich kurz vor dem Heimflug dann für 2 Tage richtig schlimm erwischt, Durchfall und Erbrechen mit Bett hüten. Der Hotelarzt sagte ich solle Immodium weglassen, davon hielt er überhaupt nichts und er verschrieb mir Ercefuryl (zur Darmregulierung) und Soparyx (Reiscreme+Enzyme). Sollte eine Diät mit Nudeln, Kartoffeln oder Reis mit Salz und Zitrone einhalten und vor allem keinen Salat essen und kein Wasser(fördert den Durchfall) sondern Tee oder Cola trinken. Es hat gewirkt.

Lasse auf jeden Fall den Stuhl untersuchen, damit Bakterien usw. ausgeschlossen werden können. Überlege doch mal, was sich beruflich geändert hat, vielleicht haben sich unbewußt Ängste aufgebaut. Nur am Streß alleine wird es nicht liegen. Ist es am Wochenende besser, wenn Du Ruhe hast?

Gruß Drachenbaum

f+il'lixn


Etwas zum Darm

Gesundheit beginnt im Darm

Wer von uns kennt nicht das unangenehme Völlegefühl nach zu reichhaltiger Mahlzeit? Wenn der Gürtel zu eng wird und das Atmen immer schwerer fällt, wird es höchste Zeit, gegen die gestörte Nahrungsverwertung vorzugehen.

Unser Körper signalisiert uns damit eine überforderte Verdauung mit gefährlicher Giftgasbildung, die zur Rückvergiftung des Organismus führen und ernste Krankheiten verursachen kann. Ohne die Möglichkeit, die durch Gärung der Speisen entstandenen Gase als Blähungen auszuleiten, würden wir sicherlich platzen. Auch entspricht es keineswegs unserem Schönheitsideal, wenn der Taillenumfang größer als Brustkorb und Schultern wird, aber leider sind es nicht nur kosmetische Aspekte, die gegen den Bläh-, Gas- und Kotbauch sprechen. Etwa jeder vierte Erwachsene in Deutschland leidet unter Darmstörungen, wie Verstopfung oder Durchfall. Dafür können die unterschiedlichsten Ursachen in Frage kommen beispielweise Zucker, zu viel Fleisch (Eiweiß), Bewegungsmangel, Streß, Naschen zwischendurch. Eine gestörte oder zerstörte Darmflora kann durch Arzneimittel, wie Antibiotika, Cortison, Hormonpräparate verursacht sein. Der Griff zum Abführmittel führt auf Dauer auch zur Veränderung der Darmschleimhaut, zum Abtöten der Darmbakterien und

zur Erlahmung der Darmtätigkeit.

Der Verzehr von zu viel Fleisch, Wurst, Fisch und Eiern führt zu einer Vermehrung von Fäulnisbakterien und damit auch zur Bildung von Phenol (Karbol). Phenol tötet alles Leben ab, deshalb wird es zur Desinfektion eingesetzt. Industriezucker und Zuckerprodukte sind der ideale Nährboden für schädliche Darmpilze und bewirken eine krankhafte Vermehrung der Gärungsbakterien, die giftige Stoffe, wie Methan, im Darm bilden. Methan ist ein explosives Gas, das narkotisierend wirkt. Mittlerweile sind mehr als 50 Darmgifte bekannt, die durch Darmstörungen entstehen und zur Vergiftung des Organismus führen können. Der Darm, das einflußreichste Organ im menschlichen Körper, ist mit ungefähr 80% Hauptbestandteil unseres Immunsystems. Seine 300 qm Oberfläche resorbieren die aufgenommene Nahrung. Billionen von Bakterien bilden unsere Darmflora. Sie schützen unseren Körper vor Giftstoffen und Krankheitserregern. Sie sorgen für ein funktionierendes Immunsystem, produzieren Aminosäuren und Vitamine und helfen bei der Aufnahme von Proteinen, Fetten, Vitaminen und Spurenelementen.

Die mit der Nahrung aufgenommenen unverwertbaren Stoffe werden von ihnen bearbeitet und dann schließlich ausgeschieden. Gelingt es dem Darm nicht, restlos alle für ihn unverwertbaren Stoffe auszuscheiden, entstehen Ablagerungen im Darmbereich und giftige Fäulnisgase. Schicht für Schicht häufen sich Darmschlacken an. Es kommt zur Verkrustung ganzer Darmabschnitte. In den Ecken, Falten und Nischen des Darms sammeln sich Kotreste, die immer mehr eindicken, verhärten und schließlich zu Kotsteinen werden können. Wenn die Belastung zu groß wird, leitet der Darm die Giftstoffe in das Körperinnere ab. Die Leber muß ihre Entgiftungsarbeit zunehmend erhöhen, bis sie total überlastet ist. Wenn die Leber mit den Giften nicht mehr fertig wird, gelangen diese ins Blut

und in alle Körpergewebe und lagern sich in den Organen, Schleimhäuten, Gefäßen und in der Muskulatur ab. Durch Selbstvergiftung entstehen chronische Krankheiten. Der Grundstein für Allergien, Rheuma, chronische Hautekzeme, Migräne, Cholesterinerhöhung und viele andere ernste Erkrankungen ist gelegt. Deshalb können oft chronische Krankheiten,

viele diagnostisch unerklärbare Symptome, nur durch eine konsequente Behandlung des Darms beseitigt werden.

Was können sie von sich aus tun, um einer Darmstörung vorzubeugen?

Die erste wichtige Maßnahme ist die Vermeidung ungünstiger Lebens- und Eßgewohnheiten. Eine positive Beeinflussung kann durch gründliches Kauen erreicht werden. Essen Sie nur so lange, wie Sie Hunger haben. Essen Sie viel Vollkornerzeugnisse, frisches Obst und Gemüse und trinken Sie täglich mindestens zwei Liter Wasser oder Kräutertees. Achten Sie auf ausreichende Bewegung.

Bei einer schon geschädigten Darmflora reichen diese Maßnahmen allein nicht aus. Dann empfiehlt sich zusätzlich eine gezielte Darmsanierung Zur Sanierung des Darms wird zunächst eine gründliche Darmreinigung durchgeführt. Anschließend wird die Darmschleimhaut mit Hilfe geeigneter Pro-und Präbioticas sowie mit Enzymen frich aufgebaut.. Dadurch werden die krankmachenden Bakterien bekämpft und die Darmschleimhaut mit ihren Bakterien wird wieder leistungsfähig und gesund.

Die Therapie sollte gezielt und individuell unterschiedlich auf den betroffenen Mensch abgestimmt sein. Da aggressive Maßnahmen den ohnehin schon geschwächten Darm noch zusätzlich schädigen können, sollten spezielle Produkte angewendet werden. Sie fördern die selbstregulierenden Kräfte des Organismus.

Immer mehr Experten sind der Ansicht, daß ungefähr 90% der so genannten Wohlstandskrankheiten direkt oder indirekt durch eine

schlechte Verdauung, eine gestörte Darmflora oder eine ungenügende Ausscheidung verursacht werden. Eine gestörte oder eine gut funktionierende Darmtätigkeit entscheidet über Gesundheit und Wohlbefinden. Mit der Gesundung des Darms kehren Wohlbefinden, gesundes Aussehen, Vitalität und Lebensfreude wieder zurück

Fillin

fillin@gmx.net

Smargoxs


Also die Laborergebnisse der "Probenuntersuchung" habe ich inzwischen vorliegen, aber die waren alle o.B. (wie das so schön heißt). Jetzt darf ich mir am Dienstag eine Darmspiegelung machen lassen.

Eigentlich wollte ich heute zu einem Psychiater fahren und mit ihm über diese von mir vermutete "Angststörung beim Autofahren" sprechen, doch das ging leider nicht. Das wäre - im wahrsten Sinne des Wortes - in die Hose gegangen ;-)

Dabei habe ich gestern abend absichtlich 125 Gramm Salzstangen gefuttert, Cola in Massen getrunken und heute morgen - etwa eine Stunde vor meiner ursprünglich geplanten Abfahrtszeit - zwei Imodium eingeworfen .... doch das alles hat nichts geholfen.

Ich bin zur Zeit richtig begeistert ;-(

szmilglxa


Hallo Sargos,

viel Glück morgen bei der Darmspieglung. Schlimmer als die morgige Darmspiegelung ist vermutlich dass heutige "Abführen"... :-/ ich spreche da nicht aus Erfahrung, lese und höre es aber immer wieder. Melde dich doch mal wenn die Darmspiegelung vorbei ist und lass uns wissen, ob etwas dabei rausgekommen ist.

Liebe Grüße :-)

BXeatCxh


Hallo Sargos

Stuhlproben auf Candida sind in 30% der Fälle bei Betroffenen falsch engativ, weil Candida sich oft am der darmwand festklebt und nicht ausgeschieden wird!!!

Candida könnte es also immer noch sein

Gruss

beat

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