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Morbus Crohn oder Colitis Ulcerosa?

k6ikkQi$05


@mausi1

Hallo mausi1,

hab Deine PN erhalten. Ja, bin fast 28 jetzt (und hab einen Bauch, wie nach den Wechseljahren...).

Der Arzt war ganz nett und okay - das war zumindest mein 1. Eindruck. Er meinte auch zu mir, dass er noch weitere Diagnostik machen will: Unverträglichkeit auf Fruchtzucker, Sorbit, Gluten, Histamin und diverse Farb- und Konservierungsstoffe soll getestet werden. Dann will er nochmal eine Darmspiegelung machen lassen von einem Arzt den er kennt im Krankenhaus. Der soll voll Ahnung haben - sagt er zumindest. Dann hat er mir nochmal Blut abgenommen. Die Werte sind noch nicht da. Montag vielleicht... Es kann auch eine Yersinia-Infektion sein (irgendso ein Keim...). Das wäre aber eher untypisch, meinte er, da ich schon so lang Durchfall hab. Testen will er das aber auch. Stuhlprobe sollte ich auch abgeben.

Naja, zumindest scheint der sich ganz gut zu kümmern. Er sagte, wenn ich CU oder MC habe, würde er eher auf MC tippen. Ersteinmal weil der Pathologe das bei der letzten Darmspiegelung vermutet hat ("Das soll schon was heißen" - meinte er), und weil ich Schmerzen im gesamten Bauch hab.

Jetzt muss ich ersteinmal die Blutwerte abwarten. Dann sehen wir weiter. Je mehr ich mich jetzt wieder mit der Materie auseinander gesetzt habe, desto mehr bezweifle ich, dass ich CU oder MC hab. Obwohl auch dieser Arzt sich nicht sehr zuversichtlich angehört hat. Er sagte auch, dass die Forschung glaubt, dass "Antibiotikamissbrauch" (unter anderem)den Ausbruch von MC bedingen kann. Ich hatte lange Zeit immer wieder Blasenentzündungen, die mit Antibiotika behandelt werden mussten. Zum Teil 10-15 mal im Jahr. Tolle Aussichten... :-( Ich glaub trotzdem nicht dran. Glauben tu´ ich das erst alles, wenn ich jede - aber auch wirklich jede- diagnostische Maßnahme hinter mir habe und die Ärzte alle anderen Ursachen ausschließen können. Und selbst wenn dieser Fall eintritt bin ich mir zu hundert Prozent sicher, dass ich irgendwann mein Leben so auf die Reihe kriege, dass ich ohne Medikamente beschwerdefrei bin. Ich glaub daran - und wenn es das letzte ist, was ich tu´!!! Scheiß Durchfall, scheiß Krämpfe, ich will das nicht mehr! Das gehört nicht zu mir und nicht in mein Leben!

So, jetzt habe ich schön vom Leder gerissen und es geht mir besser. Muss jetzt Uni-Kram erledigen (und das bei diesem Wetter - ein Jammer! Genieße Du den Tag! Halt die Öhrchen steif! Liebe Grüße. Ich sag Montag mal bescheid, wiedie Blutwerte so aussahen...

mma$usi1


kikki05

Hallo Kikki,

bei mir sind die Bauchschmerzen die CU betreffend immer im linken Unterbauch oder im gesamten Unterbauch (hauptsächlich bei Blähungen). Hab auch schon gehört, dass eine Gluten-Unverträglichkeit solche Beschwerden verursachen kann.

Wurde beim Blutziehen auch der CRP-Wert mit bestimmt?

Das Komische bei mir ist, dass in diesen Stuhlproben nie etwas gefunden wurde - trotz der CU. Übrigens hat bei mir auch schon ein Antibiotikum gegen eine Virusinfektion einen akuten Schub der CU ausgelöst, das war vor zwei Jahren. Bei anderen Antibiotika ist dies nicht passiert, die haben vermutlich aber die Pilzinfektionen ausgelöst.

Ich verstehe allerdings nicht, dass die Ärzte bei einer kompletten Koloskopie nicht feststellen könen, ob eine CU oder MC vorliegt oder etwas anderes. Bei mir wurde im Kindesalter ab dem zweiten

Mal eigentlich die CU diagnostiziert und später von anderen Ärzten bestätigt.

Ich will dir nicht die Hoffnung nehmen, Kikki, aber ich glaube, wenn es CU oder MC ist, wirst du dich damit arrangieren müssen und auch Medikamente schlucken. Ich habs auch schon ohne probiert, aber da wurde es ganz schnell schlimmer. Das einzige, wo es mir ohne Medikamente besser ging, war in der Schwangerschaft. Dafür kam es um so doller nach der Entbindung. Hab aber vom Arzt auch gehört, dass sich diese Erkrankung bei und nach einer Schwangerschaft verlieren kann. Hatte leider nicht das Glück.

Neue Frage: Rauchst du? Bei Colitis soll es sogar gut sein, wenn man raucht, man soll aber nicht damit anfangen. Bei MC ist Rauchen eigentlich verboten - wurde mir in einer der Kuren mal gesagt von einem Arzt. Übrigens soll CU auch eine psychosomatische Erkrankung sein, hab ich diese Woche von meinem Gastroenterologen erfahren. Er meinte, es wäre für mich besser, beim nächsten Mal eine psychosomatische Kur und keine normale Reha zu beantragen. Dieses Mal war es eine psychosomatische Kur aus anderer Diagnose, aber die grundlegenden Behandlungen (wie Sport, Physiotherapie) sind immer gleich. Die Ursache für CU wurde aber bisher nicht herausgefunden. Dafür gibt es viel Material auch im Internet, obwohl ich festgestellt hab, dass vieles nicht zutrifft, z. B. bei Ernährungsfragen. Manches ist bei CU erlaubt (zB junge Erbsen, Blumenkohl, Brokkoli) - vertrag ich aber nicht so gut. Milch zB ist nicht so gut - vertrag ich nun wieder. Die meisten nehmen ab - ich hab im Laufe der Jahre zugenommen, auch durch Prednisolon. Du siehst also, bei vielen Leuten stimmen die Symptome nicht immer überein.

Ich werde mich bei Gelegenheit mal bei einem Heilpraktiker erkundigen, was ich für Möglichkeiten hab. Hab ja jetzt noch Antidepressiva mit mehr Nebenwirkungen als Wirkung und will eigentlich davon weg. Hängt allerdings vom Preis des Heilpraktikers ab, da ich schon seit August arbeitslos und zZ mit meinem Sohn allein bin.

kZikk$i0x5


Hi,

ja, den CRP hat er bestimmt mitgemacht - aber wie gesagt: Ergebnisse erst Montag.

Ich habe in mehreren Foren gelesen, dass eine eindeutige Diagnose, ob nun CU oder MC , gar nicht so einfach sei. Gelesen habe ich auch schon von krassen Fällen wie: CU diagnostiziert, dann Enddarm entfernt damit Heilung, dann hat sich doch rausgestellt, dass es MC ist. Ich glaube, wenn mir so was passieren würde, weiß ich nicht, was ich täte. Ich glaube, manchmal sind sich Ärzte ihrer Verantwortung nicht bewusst. Sicher, Ärzte sind auch nur Menschen und können Fehler machen. Aber wenn man einen solchen Beruf ergreift, muss man ein wenig mehr Idealismus mitbringen als in anderen Berufen. Als Arzt muss ich den verdammten Anspruch an mich selbst haben, keine Fehler machen zu dürfen. Ich muss immer zu 100% dabei sein. Wenn ich dazu nicht fähig bin oder das nicht will, dann sollte man es sein lassen. Die meisten, die Medizin studieren, denken immernoch ein Medizinstudium sei ein Freifahrtsschein zum großen Haus, Porsche, Götterstatus, Finca im Süden und Desperados auf Terasse ab 17:00 Uhr. Dem ist aber schon lange nicht mehr so. Ich selbst habe das Medizinstudium aufgegeben, weil ich meinen eigenen Ansprüchen nicht gerecht werden konnte. Spreche also aus Erfahrung. So, zurück zum Thema:

Es gibt also wirklich öfters die Schwierigkeit, es festzustellen, welche Erkrankung es denn nun ist.

Angeblich sollen neueste Forschungen davon abrücken, dass es psychische Ursachen haben soll. Was ich zu 100% allerdings nicht glaube. Ich denke, es kann auf jeden Fall u. a. psychisch ausgelöst werden. Als es bei mir angefangen hat, habe ich schon lange Zeit zuvor massive Depressionen gehabt. Ich habe mich immer selbst zerfleischt, immer mehr gegeben, als ich eigentlich konnte. Habe zudm immer alles als sinnlos erachtet - lange Jahre. Jetzt ist das anders. Ich bin nicht "geheilt" von meinen Negativgedanken. Aber ich habe gelernt damit umzugehen und dem Leben gegenüber etwas bejahender gegenüber zu stehen. Auch bin ich selbstbewusster und kann auch mal "Nein" sagen - auch wenn es mir schwer fällt. Das Ganze ist natürlich jetzt ein Argument gegen meine Vermutung, keine CED zu haben ;-) Ich finde diese Erkrankungen auch echt schwierig zu akzeptieren eben aus den Gründen, dass niemand sagen kann, warum sie Überhaupt entstehen: Alles Spekulation! Das ist doch nicht wissenschaftlich.... Niemand kennt ein Heilmittel (außer sich bei CU den halben Darm wegschnibbeln zu lassen...). Wir fliegen zum Mond, können Atome spalten und bauen Gebäude, die bis in den Himmel reichen - aber wir Können MC und CU nicht heilen, wissen nicht einmal wo das herkommt!!! Das ist lächerlich! Ich bin mir nach meinen Ausführungen noch nicht einmal mehr sicher, ob man MC/ CU überhaupt als Krankheiten bezeichnen kann. Sind es nicht eher Symptome für irgendwas, dessen Existenz man auch noch nicht kennt. Ich glaube, auch aus diesen Gründen fällt es mir schwer, so eine "Diagnose" überhaupt akzeptieren zu können. (Natürlich auch, weil alle anderen Dinge bei mir noch überhaupt nicht ausgeschlossen wurden).

Was sie Antidepressiva angeht: Ich weiß nicht, da bin ich auch gespaltener Meinung. Es ist natürlich das beste, Du kannst ohne sie leben. Wenn Du ein Weg findest, weiterzumachen ohne sie, dann ist da ein echter Zugewinn für Dein Leben und Deinen Körper. Allerdings muss man da auch vorsichtig sein. Einfach Absetzen kann manchmal ganz schön nach hinten los gehen.

Du hast geschrieben, dass es ohne Medikamente Bei MC/ CU nicht geht, weil es dann schlimmer wird. Bei mir ist das nicht so. Ich nehme keine Medikamente und es ist immer stetig gleichbleibend. Mal hab ich einen Tag mehr Durchfall und Krämpfe als am nächten. Aber unter schubweise und schlimmer werden, stelle ich mir was anderes vor. Eben dass es für Wochen schlimmer wird.

Ich bin übrigens Gelegenheitsraucherin. Zur Zeit rauche ich aber sehr viel: ca. viertel bis halbe Schachtel am Tag (obwohl ich es mir nicht leisten kann). Irgendeine Auswirkung auf mein Stuhlverhalten habe ich aber nicht bemerkt - weder positiv noch negativ.

Schwanger werden wäre für mich zur Zeit so ungefähr die letzte Option, auf eine "Heilung" zu hoffen ;-) Aber es ist ja gut zu wissen, dass es da eventuell noch Möglichkeiten gibt ;-)

So, ersteinmal schönen Sonntag. Ich werde jetzt mal fleißig sein. LG

SFchwQa~rzer:.Sterxn


Neuling!!! *:)

Hallo!

Bin wirklich froh, auf dieser Seite gelandet zu sein! Menschen, denen es geht wie mir! Die Frage nach den Ärzten, welche Medikamente...

Bei mir wurde vor ca. 3 Wochen MC festgestellt. Vorher wurden bei mir etliche Tests bzgl. Lebensmittelallergien und Laktose gemacht. Nachdem Blut im Stuhl war, mußte ich zum Darmspiegeln, wo der Arzt mir dann sagte, daß seine vorläufige Diagnosse MC sei, man aber erst noch die Gewebeproben abwarten müsse. Und er ließ mich mit einem Rezept von 4 Medikamenten einfach stehen. Was haltet Ihr von diesen Medikamenten? Pentasa sachet, Wirkstoff Mesalazin (nehme ich 3x täglich), Decortin H 20 mg, Wirksotff Prednisolon (tgl. 1 Tbl.). Das nehme ich im Moment.

Mein Problem ist es auch einen guten Arzt zu finden, wo ich das Gefühl habe, daß er sich auskennt. Aber wo soll man so was finden? Hat einer eine Liste von "guten" Ärzten? ;-)

Von Weihrauch hatte ich von meinem Gastroent.. gehört. Er ist Schulmediziner hat aber in Richtung Weihrauch und Bakterien Erfahrungen gemacht. Ich probiere im Moment die Bakterientablette aus (Multaflor). Hab ein gutes Gefühl dabei, trotzdem ich im Moment mal wieder Blut im Stuhl habe und auch dieser -wie soll ich sagen- weiße Schleim wieder vermehrt auftaucht. Hat jemand Erfahrungen mit Aloe Vera gemacht? Auch so eine Sache die mich interessieren würde!

Zum Glück ist ab Morgen mein Hausarzt wieder aus dem Urlaub zurück, da mich das mit dem Blut doch etwas beunruhigt.

So, das soll für den Anfang genügen! :-)

SiistBer.xSu


@ kikki

Hallo,

ich mische mich mal kurz ein ;-)

Ich kann deine Reaktionen bezüglich Mediziner und CED verstehen, aber seit wann existiert diese Krankheit? Wieviel % der Bevölkerung sind davon betroffen? Ist es lohnenswert zu forschen? Es dreht sich doch alles ums Geld, nicht vordergründig um die Gesundheit! Die Kranken werden immer mehr, weil es sich wohl um eine Zivilisationskrankheit handelt, wahrscheinlich nicht abwegig mal an die Ernährung zu denken! In anderen Ländern gibt es weitaus weniger Menschen die solch eine Krankheit bekommen/haben.

Alles braucht seine Zeit, auch die Forschung. Niemand hat sich gestern überlegt das er mal den Mond besuchen könnte und ist heute gestartet ;-) Es wird bestimmt boch mehr Krankheiten geben die den Medizinern und Wissenschaftlern ein Rätsel aufgeben. Früher, vor 100 Jahren, da war es aus heutiger Sicht relativ einfach manche Herkunft einer Krankheit zu bestimmen, früher wurde aber nicht soviel experimentiert wie heute, zumindest nicht mit solchen Mitteln, es gab keine Genmanipulation und auch kein Ozonloch..........

Früher sind Menschen an einem vereiternden Backenzahn gestorben, heute ist sowas undenkbar! In 100 Jahren gibts vielleicht eine Pille gegen CED oder die Krankheit wurde ausgerottet, oder der Mensch ist resistent dagegegen.......oder es gibt den Menschen nicht mehr und alles fängt von vorne an, ohne CED, ohne Krebs und HIV, weil der Mensch sich vielleicht anders entwickelt als der Mensch den es heute gibt ;-)

Du hast geschrieben, dass es ohne Medikamente Bei MC/ CU nicht geht, weil es dann schlimmer wird. Bei mir ist das nicht so.

Das ist aber auch von Mensch zu Mensch verschieden!

Es ist auch schwierig zu definieren was schlimm ist. Etwas was ich als schlimm empfinde kann für dich entweder belanglos sein oder aber unvorstellbar heftig, genauso ist es umgedreht. Jeder empfindet das anders, die Grenzen sind bei jedem verschieden gesteckt! Ein Schub kann harmlos sein, etwas unangenehm, er kann aber auch heftig sein, KH kann angesagt sein und OP's im Härtefall, er kann mit Medikamenten in den Griff zu bekommen sein oder aber auch nicht.

Genauso der Unterschied zwischen MC und CU, es ist nicht eindeutig erkennbar, ich habe im ersten Krankenbericht eine Crohn Colitis eingetragen, eben weil der MC sich im Enddarm ausgebreitet hat, was normalerweise typisch für die CU ist, aber auch eine kleine Entzündung im Übergang zum Dünndarm besteht, die CU aber in einem Stück auftritt. Wenn nun nur ein Teil des Darmes befallen ist, dann kann man als Mediziner wahrscheinlich davon ausgehen das es eine CU ist, und wenn man dieses Stück Darm entfernt besteht vielleicht die Möglichkeit die Krankheit einzudämmen, bzw. zum Grossteil wegzuschneiden. Ist es aber ein MC, dann kannst du wegschneiden was du willst, denn der MC tritt Stückweise auf.

Ein Bekannter von mir hat CU, Anfangs ging es ihm sehr schlecht, er stand kurz vor einer OP. Aber er hat sich einer Heilpraktikerin anvertraut und umging so der OP, die Metohde hat super angeschlagen und es geht ihm heute sehr gut, allerdings nimmt er Medikamente, hat aber seinen Darm behalten können und die CU klein gehalten. Er lässt alles parallel laufen, Schulmedizin und Heilpraktiker in Absprache.

Auch wenn es bei dir stetig gleichbleibend ist, empfindest du dieses Stadium als aushaltbar oder geht es dir gut? Heisst dies, es könnte auch besser sein?

Ich habe auch mal geraucht und ich empfand es so, das rauchen den Darm anregt ;-) Seit 2 1/2 Jahren rauche ich nun nicht mehr, ich finde es aber auch nicht ein allzugrosses Laster das einem Dauerkopfschmerzen verursahcen sollte, ausser, es geht einem dadurch nicht gut! Mir ist es mit rauchen nicht gut gegangen, desegen war es ein leichtes für mich es zu lassen, obwohl es mich heute noch manchmal danach gelüstet :-)

Mausi hat da recht, rauchen soll begünstigend wirken wenn man CU hat, jedoch negativ wenn man MC hat!

Hoffnung auf Heilung, bzw. auf eine angenehme Lebensweise sollte man nie aufgeben, denn die Hoffnung stirbt bekanntlich zuletzt, sie ist das, was uns dazu bringt nach vorne zu schauen und nicht aufzugeben!

Ich sehe es so, ich habe MC, ist nicht so toll, aber ist so. Es gehört jetzt zu meinem Leben, was aber auf keinen Fall heisst das ich mich voll und ganz auf den MC konzentriere, im Gegenteil, der MC muss schon einiges mitmachen und braucht nicht denken, das ich ermüde ihn zu bekämpfen! Ich lebe nicht für diese Krankheit, auch wenn ich sie habe, es gibt weitaus wichtigere Dinge als sich den Kopf permanent darüber zu zerbrechen und sich ständig darüber zu ängstigen! Dazu ist das Leben zu kurz und zu schön um es mit solchen Dingen zu überschatten.

Es ist für mich momentan nicht änderbar, also lebe ich damit so gut es geht, pflege mich und meinen Körper und halte den MC in Schach. Wenn ich den Untermieter rausschmeissen könnte würde ich es tun, da dies nicht geht wird er eben klein gehauen ;-D

Vielleicht stellt sich ja wirklich was anderes raus, zumindest lebt es sich besser wenn man handeln kann!

Denn....

das Leben ist kein Probelauf, wir haben nur dies eine!!!

Ich wünsche euch beiden , egal was kommt, das ihr euch damit arrangieren könnt, damit klarkommt, denn bei euch hängt ja noch wesentlich mehr dran!

SaistGexr.Su


@ schwarzer Stern

Hallo, willkommen im Forum *:)

Mesalazin ist ein gängiges Mittel bei einer CED, Decortin ist Cortison, auch relativ normal.

Es ist wirklich gut einen Facharzt mit Erfahrung dieser Krankheit zu haben. Ich kann dir noch die Seite [[http://www.dccv.de]] empfehlen, da kannst du mal stöbern und dir auch anfragen wegen einem Arzt in deiner Nähe.

Aber keinen Schreck bekommen wenn du dort liest, dort sind Menschen die Probleme mit ihrer Krankheit haben, dementsprechend gibt es einige heftige Berichte, Fragen und Antworten. Menschen die keine Beschwerden haben wirst du in solchen Foren recht selten finden, denn sie werden froh sein damit nicht konfrontiert zu werden ;-)

Aber Hilfe untereinander zu bekommen, Erfahrungen austauschen, das ist immer gut und du wirst teilweise mehr Info von Betroffenen Bekommen als von Ärzten!

Gruss

S@istexr.Su


@ scharzer Stern

In Frankfurt gibts bestimmt einige Ärzte, schau mal auf die Seite der Uni-Klinik oder aber (ich glaube) das St. Marien-krankenhaus, dort gibt es einen Prof. Hartmann, der soll sich in Bezug auf CED sehr gut auskennen.

khikk*i05


@Schwarzer Stern

Hallo,

Sister su hat Dir ja schon die besten Tipps gegeben und so einiges beantwortet.

Weihrauch habe ich auch mal ausprobiert. Wie soll ich sagen: Hat nur so latent geholfen - glaube ich. 1. Ist das sauteuer. Ich konnte es also nicht länger als 4-5 Wochen nehmen. 2. Habe ich es unregelmäßig genommen (Bin ein echter Schlusi-Typ, deshalb würde das bei mir auch mit "ernsthafter" Medizin nix bringen - ich vergesse das einfach immer). Es war zeitweise aber sogar etwas fester Stuhl gekommen. Das war eine tolle Erfahrung nach 2 Jahren Flüssigschei.... Aber irgendwie war das nicht anhaltend, so dass ich mich gefragt habe, ob die drei,vier Tage Verbesserug überhaupt was mit dem Weihrauch zu tun hatten.

Von Aloe Vera im Zusammenhang mit MC/CU habe ich noch nichts gehört. In welcher Form soll man das denn nehmen?

Da ich aus Hamburg komme, kann ich Dir natürlich keinen Arzt raten. Du wohnst ja ganz woanders. Aber Sistersu hat recht: Da sollte schon ein Fachmann ran, der sich auf CED spezialisiert hat. Der kennt sich dann auch aus mit den Medis und neuesten Forschungsstand und so.

Liebe Grüße ertseinmal.

kDikki[0x5


@SisterSu

Hallo,

danke, dass Du Dir immer wieder Zeit nimmst so nett und ausführlich zu schreiben.

Ich gebe Dir ja in allen Punkten recht. Aber trotzdem werde ich zum Teil stutzig. Nehmen wir an, der Auslöser von MC/CU wäre rein psychischer Natur. Wieso lässt er sich nicht rückgängig machen, wenn man an sich arbeitet und sich und seine EInstellung ändert? Das hört sich vielleicht voll naiv an: Aber ich glaube, das ein Mensch, der an CU/ MC erkrankt ist, irgendwo in seinem Leben eine Tür aufgemacht hat, durch sie hindurch gegangen ist und dann aber den Weg zurück noch nicht gefunden hat. Sei dies indiziert durch Psyche, Ernährung, Viren, Bakterien ect. Ich denke, so wie es gekommen ist, muss es auch wieder weggehen. Es muss doch umkehrbar sein, gerade weil es keine "typischen" Erkrankungen sind. Unter typisch verstehe ich jetzt Krankheiten bei denen Ursache und Therapie bekannt sind.

Um Deine Metapher mit dem Untermieter aufzugreifen: Es gab eine Situation in Deinem Leben, da hast Du den Untermieter reingelassen. Jetzt willst Du ihn loswerden. Er will aber nicht gehen. So bekämpfst Du ihn, er wehrt sich und bleibt unbeeindruckt von Deinen Aktionen. Es muss doch möglich sein, das rückgängig zu machen, wiederzukehren zur Situation, wo das Elend seinen Beginn hatte, zu schauen, was waren Ort, Zeit und Umstände des Geschehens. Das analysieren, und dem Untermieter zeigen, dass man ihn entlarvt hat, dass man seine Methode des "Einschleichens" erkannt hat, ihm ein Spiegel vorhalten, dessen Fratze ihn erschreckt und er das Weite sucht. Um es mit "realistischen" Worten zu sagen: Wenn die (Pharmakonzerne/Gesundheitsförderung) nicht forschen, dann müssen wir es eben selber tun - jeder in seinem eigenen Leben! Ich bin sicher, wir würden fündig.

Naja, zuviel Idealismus am späten Abend. Ich gehe jetzt mal schlafen. Morgen ist auch noch ein Tag zum Philosophieren... ;-)

S}istEer.Sxu


@ kikki

Wie soll man aber jeden einzelnen klienen Punkt im Leben durchleuchten? Ich habe mir auch schon den Kopf zerbrochen was ich wann vielleicht falsch gemacht habe, aber ich habe keinen Anhaltspunkt gefunden. Ich habe schon immer sehr auf meine Ernährung geachtet, fast 10 Jahre vegetarisch gelebt, kaum Fast-Food, viel frische Lebensmittel, habe immer Sport getrieben, habe schwierige Situationen hinter mich gebracht und habe kein negativ-stressiges Leben geführt.......ich bin die Punkte zu denen man sagt sie führen zu solch iener Krankheit durchgegangen. Klar habe ich gelebt wie viele Menschen, geraucht, getrunken, Dinge ausprobiert die nicht erlaubt sind ;-) gefeiert, wenig Schlaf.....ich wüsste nicht woran ich es fest machen sollte! Deshalb habe ich diese Suche auch aufgegeben, es bringt mir nichts. In unserer Familie gibt es Darm-Probleme, noch nicht sooo lange wissentlich, und das eine CED auch teilweise erblich bedingt sein kann steht fest. Der Herr Crohn hat diese Krankheit ja auch vor noch nicht so ganz langer Zeit erst entdeckt!

Vielleicht ist es auch wirkungsvoll dem "Untermieter" gegenüber keine Angst zu zeigen, denn auch im ralen Leben lebt der Täter oft für die ANgst die die potentiellen Opfer haben/ausstrahlen. Ist diese Angst nicht gegenwärtig, wird sie nicht ausgestrahlt, so wird man für den Täter uninteressant, auch wenn er einen beobachtet! Angst stresst, lähmt, man neigt dazu unüberlegt zu handeln!

Es rückgängig machen.......die Frage ist schon interessant, vielleicht ist es aber auch umgedreht! Schon mal vom Peitschenwurm gehört? [[http://www.innovations-report.de/html/berichte/medizin_gesundheit/bericht-37758.html]] Vielleicht muss man nichts rückgängig machen, sondern etwas zufügen was normalerweise unser Körper allein schaffen würde, aber im Laufe der Entwicklung verloren hat wie so manch andere Dinge die schützend wirken! Es gibt einiges was der Mensch im laufe der Zivilisation verloren hat was ihn schützt, weil er es anscheinend nicht braucht, vielleicht ist einfach irgendwann ein kleiner Baustein verlorengegangen? Der Mensch ist auch "verweichlichter" geworden, bequem und ungesund zu sich selbst.

Es gibt ganz viele Krankheiten die es irgendwann mal nicht gab, die sich aber durch die sogenannte Zivilisation gebildet haben, oder aber, die der menschliche Körper einfach nicht mehr alleine bekämpfen kann. Es ist nicht alles gut was der Mensch entwickelt, vielleicht sind wir eines der Beispiele dafür. Das ist ein elender Kreislauf.........morgen oder übermorgen gibt es eine neue Krankheit durch was auch immer hervorgerufen!

:-o Jetzt muss ich aber auch mal ins Bett! ;-)

m&aRusxi1


Hallo Kikki05

Angeblich sollen neueste Forschungen davon abrücken, dass es psychische Ursachen haben soll. Was ich zu 100% allerdings nicht glaube. Ich denke, es kann auf jeden Fall u. a. psychisch ausgelöst werden.

So ähnlich hat es mir mein behandelnder Gastroenterologe auch gesagt. Hab natürlich letzte Woche vergessen, ihn nach den Weihrauchkapseln zu fragen, obwohl ich mir extra einen Zettel geschrieben hab. Alzheimer - hoffentlich denke ich übermorgen beim Rheumatologen (er ist auch Internist und kennt sich sehr gut aus) dran.

dass es ohne Medikamente Bei MC/ CU nicht geht, weil es dann schlimmer wird. Bei mir ist das nicht so.

Ich habe die Medikamente abgesetzt, als ich beschwerdefrei war. Nach kurzer Zeit kam ein neuer Schub und alles ging wieder von vorn los. Seit ich zusätzlich Zytrim (Azathioprin) habe, sind die Abstände zwischen den einzelnen Schüben/Rückfällen größer geworden. Mit schlimmer hab ich u. a. gemeint, neuer Ausbruch von Durchfall, Blut, Schleimhaut etc. bzw. auch eine Verschlimmerung, d. h. häufigere und mehr Durchfälle etc. an einem Tag.

Ich bin übrigens mein Leben lang Nichtraucherin, da ich die CU schon mit 11 Jahren bekam (keiner weiss, warum) und wir bis vor ein paar Jahren nicht wußten, dass Rauchen dafür nicht so schlecht ist. Aber deswegen fange ich jetzt auch nicht mehr an.

Wegen der Schwangerschaft: Sollst ja nicht gleich schwanger werden ;-) , ich hab es damals erst erfahren, als ich bereits schwanger war und befürchtet hab, dass ich das Kind nicht behalten kann aus o. g. Gründen.

m<ausix1


Schwarzer Stern

Bei mir war am Anfang (mit 11 Jahren) nur Blut im Stuhl, daraufhin kam ich in die Kinderchirurgie und nach einer Spiegelung wurde eine Op am Schließmuskel durchgeführt, weiß heute immer noch nicht, warum genau. Das Blut kam nach paar Monaten wieder, danach haben sie CU diagnostiziert und mich danach behandelt.

Dies war aber keine Op wegen Darmkürzung usw. Damals hab ich auch erst Sulfasalazin, zeitweise Azulfidine (mit Sondergenehmigung, da es diese in der DDR sonst nicht gab) bekommen und nach der Wende auch Pentasa. Das Salofalk hab ich erst seit Mitte der 90er Jahre. Mein Arzt hat damals gesagt, dass es darauf ankommt, an welcher Stelle des Darmes die Entzündung sitzt und dass die Medikamente an verschiedenen Stellen wirken. Bei mir ist es nun mal der Enddarm. Zusätzlich hab ich aber noch Zytrim (Azathioprin) und Prednisolon (Cortison) nur, wenn ein akuter Schub mit Blut, Schleimhaut, Durchfällen etc. vorliegt und sehr schlimm ist. Wenn wenig Durchfälle und Blut sind, dann auch oftmals Colifoam-Rektalschaum (Cortisonhaltig), der an der richtigen Stelle wirkt.

Von Aloe Vera-Behandlung in Bezug auf CU/MC hab ich noch nichts gehört.

m;ausxi1


Kikki05

Hallo,

Als es bei mir angefangen hat, habe ich schon lange Zeit zuvor massive Depressionen gehabt. Ich habe mich immer selbst zerfleischt, immer mehr gegeben, als ich eigentlich konnte.

Bei mir ging es zB aus heiterem Himmel mit 11 Jahren los - ohne großartige psychische Probleme. Also kann ich in dieser Beziehung gar nicht nach der Ursache forschen. Nach der Diagnose hab ich auch ein paar Jahre die Ernährung umgestellt, hat aber nie was gebracht, die Schübe kamen weiterhin in unregelmäßigen Abständen.

mCausxi1


Sister Su

Ich stimme dir in vielen Dingen zu. Hab mich mit der Krankheit arrangiert und abgefunden, solange sie eine Ruhephase hat und sich nicht bemerkbar macht, wird sie weitestgehend ignoriert. ;-D

Im Internet gibt es auch viele Ernährungstipps (hab diese auch ausgedruckt bei der letzten Kur bekommen), aber da sind auch viele Dinge bei, die ich nicht vertrage, aber angeblich bei CU-Kost gegessen werden dürfen. Andere sind verboten, ich vertrag sie trotzdem. Hab durch frühere Umstellung keine Erfolge erzielt und mich deshalb mit meinem Arzt abgestimmt: Ich esse, was ich möchte und vertrage, solange kein Rückfall kommt. ;-D Dann halte ich mich allerdings an bestimmte Regeln.

S|chwar7zer.Stxern


@ Sister.Su, kikki05 und mausi1

Hallo!

Hab leider nicht viel Zeit, wollte aber Danke für die Reaktionen sagen! @:)

War gestern auch wieder mal auf der Seite von der DCCV und hatte heute versucht dort anzurufen: Beim 9. mal ging dann einer ans Telefon! Natürlich wurde mir bei den anderen 8 mal jeweils eine Telefoneinheit berechnet! So viel zu dem Thema ich fühl mich alleingelassen mit meiner Krankheit... Die haben mir 3 Ärzte in Wiesbaden empfohlen... Hab aber auch heute Nachmittag die Mutter einer Freundin getroffen, die mir erzählte, daß ihre Enkelin an CU erkrank ist. Und die hätte wohl einen Arzt in Frankfurt aufgetan, der ihr sowohl geholfen hat als auch menschlich klasse sein soll. Werd mal heute Abend die Mutter kontaktieren. Das ist das tolle wenn man von seinen Problemen erzählt (so wie hier auch) - irgendeiner weiß irgendwas!

Noch mal kurz zu den Bakterientabletten: Mein Stuhl ist seit ich die Tabletten nehme (und sie verarbeitet werden - Durchfall) recht fest. War auch verwundert, aber es scheint wirklich zu helfen! Auch nicht ganz billig, immerhin kostet eine Tablette 0,20 Euro - und davon täglich eine. Weiß aber nicht so genau ob das nur eine Kur ist oder ob ich sie dann immer nehmen soll.

Sister.Su: Den Schock über die DCCV-Seite hatte ich mir schon geholt, bevor die entgültige Diagnose da war. Der Arzt hatte nur bei der Spiegelung gesagt, daß er denkt das es MC ist und hatte mich ja dann einfach stehen lassen. Du kannst Dir vorstellen wie ich mich gefühlt habe? Zum Glück wurde jetzt nur eine leichte bzw. mittelschwere Diagnose gestellt, was mich ersteinmal ein wenig beruhigt hat.

Wegen Aloe Vera werd ich noch berichte, wenn ich mehr weiß. Mir wurde von einer Bekannten erzählt, daß das Mittel als Gelform eingenommen wird. Eine Kundin von ihr nimmt nur noch morgens und abends ein Schnapsgläschen voll und ansonsten keine Medikamente mehr. Allerdings ist diese Kundin jetzt nach Amerika gezogen und ich versuche jetzt einen Kontakt herzustellen.

So, daß reicht jetzt erst mal! :-)

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