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Reizdarm

BOrittxi


Hallo

Naja ich denke bei ein Paar deiner Beiträge das du schon recht hast.

Sicherlich werde ich nicht alle meine beschwerden auf einmal los.

ich von mir aus kann mit sicherheit sagen das es bei mir nicht vom essen her kommt.

Solange ich zu haus bin und keine termine habe oder in die stadt muss usw habe ich keinerlei beschwerden, gehe kann normal auf die Toilette aber sobald etwas ansteht geht es schon los ,die gedanken kreisen nur um den besagten termin wenn es dann soweit ist geht gar nichts mehr Durchfall verstopfung im wechsel. wenn ich es dann doch geschafft habe zu fahren steigt die Panik Angst bekomme herzklopfen dann drehe ich meist wieder um und fahre nach hause. Sobald ich auf den weg nach haus bin geht es mir sofort besser.

Also kann es bei mir nicht an der Ernährung liegen.

Ich denke das ich eine verhaltenstherapie anstreben werde aber so genau weiß ich das nicht .

Und es ist keine Psychatriche klinik sondern eine Psychosomatiche Klinik.

bserni:e-a7x4


@ julia:

--> hatte dieser Pilz was mit Candida zu tun? Wie war da das Fluconazol?

Ja, das ist ein und derselbe Pilz. Infektionsquelle für Scheidenpilzinfektionen ist immer der Darm(Stuhl).

E-mmVaMarxie


Hallo ihr lieben,

ich bin neu hier auf der Seite und habe mich hauptsächlich angemeldet, weil ich mit euch meine Erfahrungen mit Reizdarm austauschen möchte.

Ich leide seit zwei Jahren am Reizdarmsyndrom.

Einen empfindlichen Magen hatte ich schon seit ich denken kann - Nervosität oder Aufregung sind mir seit jeher auf den Magen geschlagen und haben sich mit Durchfall geäußert.

Beim Essen war ich allerdings früher ziemlich unempfindlich und habe insofern auch wenig auf die Ernährung geachtet - insofern hab ich gern Zitronen gegessen, viel Cola getrunken und auch sehr würzig gegessen.

Wie und warum mein Reizdarm begonnen hat weiß ich nicht genau - vermute allerdings, dass eine bestimmte Situation der Auslöser war.

Ich war mit einer Reisegruppe im Bus unterwegs und bekam plötzlich Durchfall. Ist natürlich hervorragend im Bus. Wir hielten zufällig gleich an einer Raststätte, so dass das ganze nochmal gut ging. Kaum ging es weiter - musste ich wieder auf die Toilette. Ich musste die Toi im Bus benutzen - das war ein einziges Fiasko. Durch das viele Klopapier verstopfte die Toilette, es war saupeinlich, für den Rest der Reise konnte keiner mehr auf das Klo.

Danach hat sich bei mir ziemlich viel um Durchfall gedreht und prompt kam ich ca. zwei Wochen später nochmal in eine sehr brenzlige Situation. Während einer Firmenfeier musste ich sehr dringend auf die Toilette - und die war besetzt. Ich stand wirklich davor und dachte mir: "Verdammt, ich mache jetzt gleich in die Hose." Das ganze dauerte nicht lange, aber das waren wirklich schreckliche Sekunden.

Tja ... und seitdem hab ich in dieser Hinsicht wirklich ein Rad weg. Alles dreht sich nur noch um meinen Stuhlgang. Inzwischen hab ich sogar Angst davor, dass ich in der Öffentlichkeit normalen Stuhlgang haben könnte.

Ich versuche damit umzugehen, ich versuche dagegen anzukämpfen. Ich versuche, ein ganz normales Leben zu führen. Zumal meine Beschwerden im Gegensatz zu manchen von euch wirklich sehr harmlos sind. Es ist nur mein Kopf der verrückt spielt und mir wirklich meine Lebensfreude versaut.

Leider hatte ich in der letzten Zeit (seit ca. einem Jahr) auch Panikattacken. Die treten hauptsächlich auf, wenn ich unter Menschen bin. Mir wird dann schlecht und ich habe das Gefühl, ich müsste mich gleich mitten in der Masse übergeben oder als würde ich ohnmächtig werden.

Vor einer Magen-Darm-Spiegelung habe ich mich bislang gedrückt. Aber ich bin selbst der Meinung, dass mein Problem psychischer Natur ist. Zumal ich während der letzten beiden Jahre (seit ich das habe) nicht abgenommen habe und ich auch wirklich lange Zeit gar keinen Durchfall oder keine Verstopfung habe.

Ich könnte also ein normales Leben führen, aber mein Kopf lässt das einfach nicht zu. Und ich spüre, dass ich beginne mich richtig alt zu fühlen - als würde mein Leben schon hinter mir liegen.

Ich bin 24 Jahre alt und staune z. B. darüber, wie jemand Bock hat oder das überhaupt aushält drei Tage in "Rock am Park" zu verbringen (Gut, ich wäre dafür jetzt eh nicht der Typ, aber ich denke es ist klar, was ich meine).

Mein Freund hat mich immer unterstützt und mir gut zugeredet - allerdings merke ich ihm in letzter Zeit an, dass er ungeduldig wird. Weil ich mich einfach immer reinstresse und fertig mache - auch wenn ich schon seit Wochen rein gar nichts mehr hatte. Ich habe Angst, ihn zu verlieren. Und ich könnte es ihm noch nicht einmal verdenken, wenn er die Geduld mit mir verliert, weil ich schon seit Jahren nichts an meinem Zustand ändere.

Ich schaffe es auch nie meinen Kopf freizubekommen. Ständig denke ich über irgendetwas nach und selbst kleinste Probleme in der Arbeit machen mich derart fertig, dass ich nachts nicht schlafen kann oder von der Sorge darüber Bauchschmerzen bekomme.

Letztens beispielsweise hatte ich allerdings wieder eine relativ gute Phase. Ich war weitestgehend beschwerdefrei und hab versucht, ganz normal zu leben, nicht an Durchfall zu denken und einfach zu machen, worauf ich Lust habe. Und immer wenn ich glaube, dass ich einigermaßen über dem Berg bin, dann kommt wieder ein Rückschlag (an drei Tagen Durchfall innerhalb der letzten Woche) und ich stehe wieder ganz am Anfang mit meinen Bemühungen.

Sorry, dass der Eintrag etwas wirr ist. Aber ich habe mir jetzt erst einmal vom Herzen geschrieben wie es mir geht.

B9riitthi


Emma Marie

Mann könnte meinen das hätte ich geschrieben , Genau daselbe ist bei mir auch der fall nur zu Hause bin ich beschwerde frei.

Ich habe wegen meinem Problem schon viele Arbeitsstellen verloren. Wie ich schon geschrieben habe werde ich jetzt eine Therapie machen und ich hoffe sehr das sie mir helfen können das problem in den Griff zu bekommen.wenn nicht dann weiß ich auch nicht was ich noch machen soll.

EommaMxarie


Hallo Britti,

vielen Dank für deine Rückmeldung.

Über eine Therapie habe ich auch schon nachgedacht. Eigentlich wollte ich es ohne schaffen, aber inzwischen glaube ich nicht mehr, dass mir das gelingt.

Wann soll deine Therapie beginnen bzw. hat sie schon angefangen?

Wie schlimm sind deine Beschwerden außer Haus? Hast du sehr oft Durchfall oder ist das bei dir auch eher seltener wie bei mir?

Was mich auch interessiert - wann und wie hat das ganze bei dir angefangen.

Lieben Gruß, EmmaMarie

Kurze Info: Heut Morgen musste ich wieder einen Zwischenstopp an der Autobahnraststätte einlegen. Durchfall. Toll.

Ich hoffe, dass es nur ein Virus ist (meine Kollegin liegt grad flach) und sich danach alles wieder normalisiert.

B<rpit%ti


Emma marie

Nein Meine Therapie hat noch nicht angefangen ,ich warte noch auf bescheid. Naja meine beschwerden sind eigentlich immer dann da wenn Termine anstehen Arzt, Behördengänge, Stadt fahren. Dann fängt das vorher an ungefähr 10 minuten mit Durchfall Verstopfung. Wenn ich dann Fahre geht es richtig los Panik Schweißausbrüche Angst es könnte los gehen usw.

So genau kann ich dir gar nicht sagen wie das angefangen hat .Aber ich weiß noch wann 2002 ich vermute das hängt damit zusammen das mein Vater gestorben ist 2002 danach fing es langsam an. ich weiß es aber nicht genau ob es daran lag. Ich mache ja deshalb diese Therapie um vieles Aufzuarbeiten weil ich bin im verdrängen ein Weltmeister

cUoffeeegNirxl


zwischenstand:

ich hab vllt garnicht als hauptproblem rds, vllt hab ich noch nich mal rds

heute wurde eine fruktoseintoleranz festgestellt.

diese diagnose macht einen nicht gerade glücklich, schenkt aber hoffnung, was die beseitigung der beschwerden angeht.^^

hab hier fleißig mitgelesen und gepostet. ihr seid ne suuuuuper truppe hier. eure tipps haben sehr geholfen, danke. :-)

E|mma#Marie


Hallo Britti,

was du hier schreibst, kommt mir sehr bekannt vor. Wenn ich zu Hause bin ist alles in bester Ordnung. In der Arbeit eigentlich auch - ich habe nur wenig Termine und eine Toilette ist in der Nähe - sobald ich allerdings "raus" muss - sei es zum Einkaufen, in die Stadt, jemanden irgendwo hinfahren oder abholen etc. drehe ich durch.

Manchmal passiert gar nichts, aber ich sitze dann halt im Auto und hab eine wahnsinnige Angst, bin total verkrampft und am Ende (selbst, wenn das nur kurz gedauert hat) bin ich völlig erschöpft.

Kein Wunder, dass mein Magen auf diese Angst in irgendeiner Art und Weise reagiert.

Und es kotzt mich so an, dass alltägliche Situationen für mich so unüberwindbar sind. Dass ich mich wegen etwas fertig mache, das für andere Leute einfach zum Leben dazugehört.

Meine Beschwerden sind übrigens besser, wenn ich mit meinem Freund unterwegs bin. Mich beruhigt das immer, auch wenn ich nicht weiß warum.

Evtl. hängt das auch mit den Panikattacken oder meinen sonstigen Ängsten zusammen, z. B. dass ich ohnmächtig werden könnte. Wäre ich alleine, könnte mir ja niemand helfen. Oder wenn mir schlecht würde, kann er mir helfen etc.

Wenn ich das hier so aufschreibe klingt das total verrückt und irgendwie auch total ... unrealistisch.

Ich glaube also, dass ich meine Angst besiegen muss, um auch die anderen Dinge in den Griff zu bekommen.

Natürlich spielen auch andere Faktoren eine Rolle - ich achte zwischenzeitlich sehr auf meine Ernährung und weiß ganz gut, was mir nicht so gut bekommt. Ich hoffe, dass ich in dieser Hinsicht lerne, noch konsequenter zu werden.

Außerdem möchte ich ab heute anfangen, wieder mehr Sport zu treiben. Ich glaube, mein Körper hat in letzter Zeit/ in den letzten Jahren einfach zu wenig Bewegung bekommen. Ich will es mit Radfahren versuchen - mal sehen, ob mir das gefällt.

Was bei mir auch eine große Rolle spielt - es ist zwar nicht so, dass ich immer nur alleine zuhause rumsitze und keine Freunde habe - ich habe nicht so ein richtiges Hobby.

Ich glaube, dass mir das auch helfen könnte nicht ständig über mich nachzudenken. Vermutlich habe ich manchmal einfach zu viel Zeit, um mein Missempfinden in den Mittelpunkt zu stellen. Und durch ich würde dadurch auch von den Sorgen abgelenkt, die mir manchmal so große Probleme bereiten - zum Beispiel von diesen Kleinigkeiten aus der Arbeit, die mich so belasten.

Hast du über so etwas auch schon nachgedacht.

Ich hoffe sehr, dass dir die Therapie hilft. Der Tod eines geliebten Menschen führt ja bei vielen Menschen dazu, dass sie z. B. Panikattacken bekommen. Ich kann mir also gut vorstellen, dass da ein Zusammenhang besteht.

Lieben Gruß, EmmaMarie

SClavOicxa


@Britti:

Also, wenn es wirklich bei Dir um die Zeit anfing, als Dein Vater verstarb (tut mir sehr leid für Dich!), dann ist es wirklich für Dich am besten, eine Therapie zu besuchen, vor allem eine tiefenpsychologische Therapie, denn diese Verhaltenstherapien sind blödsinnig, die hier immer wieder dummerweise genannt werden! Trotz alledem versuche parallel zur psychischen Heilung doch bitte auch, den Körper mitzubehandeln-z. B. mit dem Tip aus der PN. Denn bei uns ist wirklich eine duale Behandlung notwendig. Eines allein geht nie gut bei einer psychosomatischen Erkrankung. Ich wünsche Dir viel Erfolg damit...!

@ EmmaMarie:

Hallo und herzlich willkommen im RDS-Forum!

Deine Geschichte klingt durchaus nicht surrealistisch, und wie Du siehst-uns geht es allen mehr oder weniger ähnlich. Es ist nur sehr schade, daß sich bei Dir extremere Ängste herausbildeten. Deshalb empfehle ich Dir, eine Therapie diesbezüglich zu machen, da Du Dir wohl momentan leider kaum mehr etwas zutraust.

Auch wegen Deines Freundes würde ich Dir raten, zum ersten mit ihm ausführlich über Deine Befürchtungen und Ängste zu reden, und zum zweiten Kompromisse zu finden.

Diese Schlüsselerlebnisse, die Du hattest, sind durchaus peinlich, aber denke einfach mal ausführlich darüber nach, ob nicht auch andere "gesunde" Menschen peinliche Momente erlebten? Ich will Dich darauf hinweisen, daß wir oft zu sehr auf das RDS fixiert zu sein scheinen, und es auch gerne für alles mögliche verantwortlich machen...jedoch haben wir das selbe Recht zu leben, und eigentlich steigern wir uns oft fälschlicherweise in etwas hinein. Würdest Du auf den Punkt kommen, Dich seelisch total frei zu fühlen, so könntest Du fast so leben, wie andere auch. Wir leben in einer Welt, in der jedem mal ein Maleur passiert, jedoch neigen wir bei uns selbst gerne zur Überbewertung. Und genau an diesem Punkt solltest Du Dir professionelle Hilfe suchen, da unser Leben doch so schön sein kann, und wir uns nicht von einem Syndrom so unterkriegen lassen sollten. Kopf hoch, es gibt für alles einen Ausweg-zum Glück!

Liebe Grüsse

Slavica.

T[ink|a72


emma + britti

Wenn ich zu Hause bin ist alles in bester Ordnung. In der Arbeit eigentlich auch - ich habe nur wenig Termine und eine Toilette ist in der Nähe - sobald ich allerdings "raus" muss - sei es zum Einkaufen, in die Stadt, jemanden irgendwo hinfahren oder abholen etc. drehe ich durch.

das könnte ich geschrieben haben.... genau so geht es mir auch. sitze ich an meinem schreibtisch und arbeite vor mich hin ist alles toll und wenn ich weiß, dass ich irgendwo hin muss oder dass ich irgendwelche leute betreuen soll, geht es schon los...

Meine Beschwerden sind übrigens besser, wenn ich mit meinem Freund unterwegs bin

wenn mein mann bei mir ist, habe ich zwar auch diese probleme, bin aber ansonsten viel ruhiger.

DkaKsFe{n


RDS & Trennkost

Hallo Leutz,

ich habe seit fast zwei Jahren massiv mit RDS zu kämpfen gehabt. Vor allem die Unberechenbarkeit war schlimm. Teilweise hab ich mich dann tagelang nur noch von Butterbretzeln ernährt, um ungestört arbeiten zu können, ansonsten Lebensmittel um Lebensmittel ausprobiert, mit eben dem Ergebnis, dass a) ich zwar auf Stress mit Verdauungsproblemen reagiere aber nicht so heftig, als wenn ich grad mal das "Falsche" gegessen habe und b) das "Falsche" manchmal problemlos ging und andere Mal überhaupt nicht.

Faktum, irgendwann kam ich auf Trennkost und bin seitdem weitgehend beschwerdefrei.

Das heisst, ich esse immer noch nicht alles, kein Obst, stattdessen Beeren in Maßen, kein Sauerkraut, und an Linsen hab ich mich auch nicht rangetraut, ansonsten alles wie früher, eben im Sinne der Hayschen Trennkost, was manchmal nervt, aber ich weiss schon warum :-)

BTW: Haysche Trennkost wird dabei gerne mal von anderen Autoren vereinfacht, davon würd ich mal abraten, vor allem was die Zuordnung von Tomaten angeht, die sind in gekochtem Zustand den Eiweissen zuzuordnen und mein Bauch sagt mir, das das auch stimmt.

Bei mir zumindest.

Liebe Grüße,

Das Fen

PS: Ich hab leider keine Ahnung, ob andere positive, negative oder einfach neutrale Erfahrungen mit RDS und Trennkost gemacht haben und würde mich über Feedback sehr freuen.

E1mcmaMVarixe


Hallo Slavica,

ich glaube meine Ängste wären nicht so schlimm geworden, wenn ich schneller etwas unternommen hätte. Da ich aber nicht akut krank war, habe ich den Arztgang sehr lange gescheut - und dann wurde erst einmal dieses und jenes ausprobiert und währenddessen verging sehr viel Zeit.

Ich muss dazu sagen, dass ich auch selber Schuld bin, dass das ganze schon so lang dauert.

Bis vor einiger Zeit dachte ich noch, dass es irgendeine "Wunderpille" gibt, die ich nur nehmen müsste, damit es mir wieder gutgeht.

So war es eben auch bei den Krankheiten, die ich bis dato hatte - eine Erkältung, Bronchits etc. - man rennt mal eben zum Arzt, bekommt ein paar Pillen, ein paar Tage lang achtet man auf seinen Körper und alles ist wieder gut.

Reizdarm ist eben nicht sowas - er erfordert, dass man quasi sein ganzes Leben hinterfragt und so einiges ändert.

Ich würde für mich jetzt so die Hauptkomponenten Ernährung/ Stress/ Bewegung und Angst sehen, die bei mir alles auslösen.

Ich würde jetzt nicht sagen, dass ich mich besonders ungesund ernährt habe (im Westentlichen würde ich sogar sagen gesünder als der Durchschnitt), aber es waren einfach sehr viele Dinge dabei, die meinen Magen geschädigt haben ... Cola, zu kalte Getränke, Zitronen, scharfes Essen, salziges Essen, Zigaretten ... alles nicht im Überfluss, aber irgendwie doch stetig.

Ich bin gerade dabei für mich einen Essensplan zu erarbeiten - bei einigen Sachen weiß ich bereits, dass sie mir nicht guttun - bei Erdbeeren z. B. ist Durchfall vorprogrammiert, scharfes Essen löst bei mir irgendwann Magenschmerzen aus etc. - ich versuche ein gutes Maß zu finden. Schließlich möchte ich auch nicht auf alles verzichten. Mit dem Rauchen habe ich übrigens auch aufgehört.

Bewegung hatte ich in den letzten Jahren kaum. Ich war - leider - noch nie der sportliche Typ. Ich war nie besonders gut in Sport und habe nie etwas gefunden, das mir wirklich Spaß macht. Das muss ich einfach ändern - ich bin 24 und meine Kondition ist eine einzige Katastrophe.

Stress kann man ja leider nicht immer abstellen - aber ich muss lernen, gelassener mit dem Stress umzugehen. Lernen abzuschalten, wenn ich aus der Arbeit komme. Und vor allem auch zu erkennen, dass manches so unwichtig ist, dass ich mir darüber keine Gedanken machen muss.

Allerdings auch viel Alltagsstress - ich muss lernen auch mal "Nein" zu sagen. Ein Standartspruch, ich weiß - aber da ist viel dran. Ich mache einfach total oft Dinge, auf die ich keine Lust habe. Dass ist für mich meistens einfacher als Nein zu sagen und mich dann mit einem schlechten Gewissen herumzuschlagen. Obwohl es meistens gar keinen Grund gibt, das zu haben.

Tja ... und schließlich die Angst. Wie gesagt - ich glaube, die Ängste hätten sich bei mir nicht so stark herausgebildet, wenn ich die obigen Punkte schneller erkannt hätte. Wenn ich nicht immer gehofft hätte, dass wie ein Wunder noch irgendetwas auftaucht, dass man einfach abstellen kann - eine Laktoseintoleranz etwa.

So aber haben sie sich in den letzten beiden Jahren immer mehr gesteigert, so dass ich inzwischen bei fast allem Angst habe - dass ich Durchfall bekomme, dass ich irgendwas nicht kann, dass ich in der Arbeit irgendeinen Fehler gemacht habe, dass mir irgendwo schlecht wird, dass ich irgendwen enttäusche ...

Aber dein Beitrag hat mir geholfen - man sollte sich wirklich Öfters ins Bewusstsein rücken, dass andere Leute auch ihre unperfekten Momente haben. Und dass man als Außenstehender schließlich auch nicht lange darüber nachdenkt - im Gegenteil - meistens vergisst man das sofort.

Das erinnert mich an eine Geschichte, die mir mein Vater neulich erzählt hat. Es ging um einen Arbeitskollegen, der auch irgendetwas mit dem Magen-Darm-Trakt hatte (ich weiß jetzt leider nicht genau was, aber es war sehr heftig und er war auch deswegen im Krankenhaus) - jedenfalls war er in der Apotheke und konnte dort seinen Stuhlgang nicht zurückhalten - er machte sich also in die Hose. Und er sagte danach nur: "Da kommt man sich ganz schön blöd vor, wenn man sich in der Apotheke in die Hose scheißt." Aber er nahm das irgendwie so locker - als etwas, das zwar unangenehm war, aber trotzdem jedem passieren kann. Es wäre schön, wenn ich auch so locker werden könnte.

Wegen der Therapie - leider kenne ich mich diesbezüglich nicht gut aus. Was muss ich machen? Muss ich zu meinem Hausarzt gehen und ihn bitten, mir eine Therapie zu verschreiben oder wie läuft das ab? Und wie finde ich einen Therapeuten - muss ich mir selber einen suchen oder bekomme ich vom Hausarzt diverse Vorschläge?

Ich glaube wirklich, dass die Therapie mir helfen könnte. Sicherlich würde sie nicht alle Probleme wie von Geisterhand verschwinden lassen - aber ich könnte lernen an mir zu arbeiten und meine Ängste realistischer einzuschätzen.

Ui, das war jetzt ein sehr langer Beitrag - aber vielleicht helfen die Punkte, die ich als auslösend erachte, jemand anderem weiter oder jemand erkennt sich darin wieder.

Was ich noch sagen wollte:

Ich versuche - trotz allem - mich von meiner Angst nicht unterkriegen zu lassen und so zu leben, als wäre nichts. Je öfter ich mich zu Hause einschliesse und irgendetwas NICHT mache, desto schlimmer werden meine Ängste.

Ich bin in dieser Hinsicht heilfroh, dass ich meinen Freund habe und auch meinen Job - so dass ich immer "gezwungen" bin, nach draußen zu gehen. Hätte ich die Gelegenheit, mich öfters zu verkriechen, wäre mit Sicherheit alles noch sehr viel schlimmer geworden.

@ Tinka

Danke, dass du dich auch gemeldet hast.

Du schreibst, dass auch du Probleme hast, sobald du raus musst oder Termine hast. Hast du dann jedes Mal Durchfall oder ist das bei dir auch hauptsächlich die Angst, die alles so unmöglich macht.

Und wie gehen du und dein Mann damit um?

Also - schränkst du dein Alltagsleben sehr ein? Gibt es viele Dinge, die du wegen deines Reizdarmes nicht machst und wie steht dein Mann dazu.

@Fen

Ich kenne mich zwar mit der von dir beschriebenen Ernährung nicht aus, aber das klingt auf jeden Fall sehr interessant.

Viel kann ich jetzt nicht dazu sagen - aber von Trennkost habe ich schon viel Gutes gehört, so dass ich mir einfach mal ein Buch besorgen werde.

Lieben Gruß, EmmaMarie

SnlJavRicxa


@EmmaMarie:

erst mal danke für all Deine Infos! :-) Nun, ein solch ausführliches Problem kann man für gewöhnlich nicht in 2 Zeilen packen-geht mir genauso. Vor allem die Begleitsymptome-denen sind wir uns oft nicht mal bewußt, wie z. B. Herzrasen, Muskelschwäche, Nackenschmerzen usw. Das kommt eben nach und nach zum Vorschein-und dafür hilft uns dieses Forum auch!

Also, zum ersten möchte ich Dir mal Deine Schuld, die Du auf Dich nimmst, von Dir nehmen, denn Du bist durchaus nicht Schuld an der verzögerten Wahrnehmung des RDS, sondern Ärzte, die Gesellschaft sowie die Medizinbranche! Wir leben einfach in dieser Gesellschaft, die alles zu komprimieren versucht durch Tablettengabe. Nun, jedoch RDS ist leider eine ganzheitliche Krankheit, deshalb hast Du es auch super erkannt: Es sind sämtliche "PSYCHO-" und "SOMATISCHE" Probleme zu beheben. Kein Arzt des Okzidents wird Dir jemals helfen können, da leider jeder immer nur auf eine Sache spezialisiert ist. Medikamente! Und vielleicht noch Ernährung. Aber wo bleibt die Psyche? Wir haben es quasi gelernt, die Soma (Körper) zu heilen durch diese Verfahrensweisen. Nun ist es aber an der Zeit, die Kombination, sowie den Schnittpunkt bei der Wurzel anzupacken-also die Psyche, die Soma und die Nerven, die uns verbinden. Deshalb ist dies der Punkt, an dem es eben zum Scheitern verurteilt ist, zu einem westlichen Arzt zu gehen.

Zu Deiner Ernährung kann ich sagen, daß Du Dich wohl wahrscheinlich gesünder ernährt hattest, jedoch grasiert hier ein driftiger Fehler. Cola, Zigaretten, Saures, Scharfes... das sind durchaus keine gesunden Ernährungsgewohnheiten. Aber zum Glück packst Du das nun alles richtig an mit Ernährungsplan. Hast ja auch schon einiges gefunden, das Deinen Darm in den Streik führt. Wie ging's Dir mit dem Rauchen aufhören? Vermißt Du es noch?

Und was Sport angeht: Sollst Dich auch nicht zum Muskelproll heranzüchten. Weißt Du, ab und an mal zu schwimmen ist schon ganz hilfreich. Oder ersetze einfach mal den Aufzug in Gebäuden durch Treppen. Gehe täglich mal 30 Min. schneller "spazierenlaufen". Das tut Körper und Psyche gut.

Was Deine Ängste angeht: Diese kannst Du in den Griff bekommen mit Hilfe einer fundierten Therapie. Die Therapie wird Dir auch zum abschalten und zu richtigem Lebensumgang verhelfen. Zu Deiner Frage: Du gehst einfach zum Hausarzt, redest mit ihm über Deine Ängste und das RDS gegebenenfalls, und sprichst ihn direkt auf eine Psychotherapie an. Adressen bekommst Du von ihm, ja. Solltest Du Dich damit nicht zufrieden geben oder etwas unsicher sein, kannst mich gerne per PN kontaktieren (ich bin auch aus der Branche! ;-) ). Kann Dir gerne dabei behilflich sein. Durch das Unwissen von Leuten, Medizinern und anderen "Heilern" kommt es leider oft zur falschen Vermittlung. Ich habe schon herausgelesen, daß bei Dir mehrere Faktoren zusammenspielen. (ist übrigens bei den meisten so! Keine Sorge!) Klar, durch Dein RDS wurdest Du ziemlich verunsichert, was dazu führte, daß sich Dein Seelenleben hauptsächlich um Deine Probleme dreht. Deshalb siehst Du Deine Probleme und Mißgeschicke im Vordergrund-jedoch andere vergessen dies meist ganz schnell wieder (wie bei dem Bekannten Deines Vaters). Und Menschen verübeln auch Fehler anderer nicht großartig.

Keine Sorge: Wir erkennen uns hier fast alle in Deinem Beitrag wieder! *:)

Nun, sich nicht unterkriegen zu lassen von den Ängsten ist ein wundervoller Anfang von allem. Jedoch so zu leben, als wäre nichts, wird Dir sehr bald die Grenzen lehren. Wir haben ETWAS, jedoch nichts, das uns dazu verdammt, sich im Hause zu verschanzen. Unser Leben ist auch lebenswert, und unser Problem sollte uns auffordern zu kämpfen-mit dem RDS-und jeder gelungene Schritt wird Dich stärken und durch Erfolg wachsen lassen-wirst sehen! ;-)

Dies war mein Schlußsatz für heute-ich muß mich nun wieder meinen Kindern widmen und arbeiten bei der Hitze! :-( Bis bald!

Gruß Slavica. @:)

S+lavixca


@Tinka:

Hallöchen!

Na, wie geht's Dir mittlerweile? Hast schon irgend so ein Bauchgefühl (ich meine damit, ob Du das Gefühl hast, daß Du zu zweit bist?)? Ich drücke Dir noch immer alle Daumen. Wie geht's Deinem RDS? Ich hoffe, Du hast noch immer Erfolg.

T+ink<ax72


slavica

hi! bin mal kurz hier. es hat bei uns wieder nicht geklappt. wollte ich dir nur sagen.

lg tinka

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