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Analfissur

HSadnnews33


Hallo, auch wenn der Thread schon ziemlich alt ist, fand ich ihn interessant, da es auch um die Schmerzen und die Angst vor dem Stuhlgang geht. Das kenne ich gut... Also erst mal ein kleiner Überblick darüber, wie es bei mir war/ist, dann ein paar Tipps, was bei mir gegen die Schmerzen half: Die Schmerzen können ja das unmittelbarste Problem sein, mindestens bei jedem Stuhlgang (abgesehen von den Sorgen, ob man das Problem wieder wegkriegt).

Bei mir fing es auch mit einer Fissur nach Antibiotika-Behandlung an (vor über 1 Jahr). Ich bekam auch Doloposterine + Dehner verschrieben, stellte über zwei, drei Wochen keine Besserung fest - was ich für normal hielt, da ich gelesen hatte, es könne eine langwierige Sache sein. Aber einmal benutzte ich statt Doloposterine simple Penatencreme und spürte *sofort* eine Linderung, sofort *viel* weniger Schmerzen, ich fand das Dehnen nicht mehr unangenehm (wobei Penatencreme nicht mal so gut geeignet ist, da sie recht zäh ist!). Nach ein paar Wochen galt die Fissur mit dieser Methode als verheilt - das war sie aber nicht, sie kam wieder (jetzt vermute ich, daß ich damals schon eine schwer feststellbare Fistel hatte, sonst wäre es wohl wirklich verheilt gewesen). Jedenfalls mußte ich, als die Fissur wiederkam, ambulant operiert und jeweils nach Wochen 2x nachoperiert werden. Alles verheilte zunächst jeweils gut, aber irgendwann ging es nicht mehr recht weiter mit der Heilung. Mein Proktologe schaute wirklich immer sehr gründlich nach, suchte immer wieder nach einem möglichen Fistelgang wegen der schlechten Heilung, stocherte herum, fand aber keinen - erst jetzt fand er schließlich doch einen kurzen Fistelgang: Deshalb muß ich nochmals operiert werden, aber nicht mehr ambulant. (Übrigens deshalb habe ich übrigens eine andere Frage in diesem Forum gestellt, ob es Erfahrungen mit der Fibrinkleber-Methode gibt, und ob jemand in Berlin sie benutzt - ich hoffe noch auf Antworten...).

Jedenfalls gab es bei mir auch immer wieder extrem schmerzhafte Phasen, in denen ich mich vor dem Stuhlgang fürchtete und auch spürte, daß beim Stuhlgang der Schließmuskel einfach absolut dichtmachte und ich unverrichteter Dinge sitzen blieb. Meistens waren im letzten Jahr aber nicht die Schmerzen das Problem, sondern die überaus lästigen Stuhlgang- und Reinigungsrituale; sobald ich diese nicht mehr streng einhielt, kamen wieder Schmerzen.

Aber ich will ja aufschreiben, was bei mir zur Schmerzlinderung (wenn auch wegen der blöden Fistel immer noch nicht zur endgültigen Heilung) beigetragen hat. Im Nachhinein fand ich immer alles ganz logisch, also als erster Tipp:

1. Geduldig sein und nachdenken, das Problem zu verstehen versuchen, nicht in Panik geraten, auch wenn es gerade ganz schlimm ist. Es kann immer sein, daß man eine Lösung findet, die wenigstens die Schmerzen reduziert, und sogar ziemlich schnell funktioniert; und Schmerzreduktion ist schon für sich selbst genommen nicht zu verachten, außerdem ist sie wichtig für die Heilung wegen der nachlassenden Verkrampfung.

2. Den Dehner nicht mit Gewalt benutzen, sondern so vorsichtig, wie es nötig ist. Aber auch ein wenig hartnäckig bleiben: nicht aufgeben, wenn es nicht zu gehen scheint. Wenn er nicht auf Anhieb reingeht, dann schafft man es vielleicht nach zwei drei Minuten, wenigstens die Spitze einzuführen - immerhin ein Anfang. Dann vielleicht ein wenig so drinlassen und danach eine Pause machen; neue Salbe auf den Dehner auftragen vor dem nächsten Versuch, die Salbe wird vom Schließmuskel nämlich anscheinend abgestreift. Meine Erfahrung: Wenn das Dehnen wehtut, dann hilft es nichts, denn es soll zu Entspannung und "freiwilligem" Nachgeben des Schließmuskels führen. So verstehe ich es inzwischen, am Anfang habe ich es wahrscheinlich zu heftig gemacht. Ich habe den Dehner übrigens morgens, abends, nach dem Reinigen nach dem Stuhlgang benutzt; zeitweise auch *vor* dem Stuhlgang (s. Tipp 6).

3. Ausprobieren, ob man die Salbe auf dem Dehner überhaupt verträgt: Fühlt sich die Salbe am After angenehm an, wenn man sie gar nicht mit dem Dehner einführt, sondern nur vorsichtig außen aufträgt? Ich habe Doloposterine nicht vertragen, es zunächst durch Penatencreme ersetzt, dann durch Panthenol: sofort deutliche Linderung.

4. Nach dem Stuhlgang nicht abwischen, sondern einige Minuten lang einen Wasserstrahl draufhalten zur Reinigung: warm (so kräftig, wie es meine Dusche zuließ, ich hätte es noch kräftiger ausgehalten); dabei versuchen, mit einer Hand den After etwas auseinanderzuziehen, um ihn gründlicher sauberzukriegen.

5. Eine Stunde vor dem Stuhlgang eine Schmerztablette nehmen (das war bei mir immer höchstens drei, vier aufeinanderfolgende Tage nötig); das geht natürlich nur, wenn man regelmäßigen Stuhlgang hat.

6. Wenn es ganz schlimm ist, unmittelbar *vor* dem Stuhlgang langsam und geduldig den Dehner einführen, um den Schließmuskel zu öffnen und zu entspannen - durch den Schmerz krampft er sich nämlich zu, was das Problem verschlimmert. Wichtig: sehr vorsichtig sein, damit das Dehnen angenehm und wirklich entspannend ist und nicht ein zusätzliches Problem wird. Natürlich Panthenol, eine andere Salbe oder auch lokal betäubende Gleitcreme auf den Dehner auftragen.

7. Die betäubende Gleitcreme vor dem Stuhlgang: Das war ein nützlicher Vorschlag von meinem Hausarzt, Xylocain-Gel 2%. Wenigstens war der Stuhlgang dann schmerzfrei. Allerdings hatte das Gel bei mir einen Nachteil: Nämlich daß ich nicht nur schmerzfrei, sondern überhaupt völlig gefühllos wurde am After und dann die Stuhlentleerung sofort völlig automatisch und reflexhaft losging - wer das ausprobiert, sollte also schon auf der Toilette sitzen, wenn man den Dehner mit betäubender Creme einführt! Xylocain habe ich deshalb nur in ganz schlimmen Phasen benutzt, vielleicht im ganzen letzten Jahr nur 5-10x; sonst ging es gut mit Panthenol, falls es überhaupt nötig war, *vor* dem Stuhlgang zu dehnen.

8. Die kleinen Operationen und Nachoperationen habe ich unterschiedlich erlebt. Einmal habe ich ganz überraschend, obwohl das Schnipseln selbst schmerzhaft war, *sofort* danach eine deutliche Linderung im Vergleich zu vorher gespürt (erstaunlich, sogar der Stuhlgang war trotz der frischen Wunde fast schmerzfrei); einmal dagegen ließ der OP-Schmerz auch nach zwei, drei Tagen nicht nach. Mein Proktologe befreite die Wunde von grün-grauem Zeug, das ich durch Duschen gar nicht selbst hatte entfernen können, weil mein Schließmuskel in einem Dauerkrampf war. Nach dieser Reinigung gab es sofortige Linderung.

Das ist natürlich fast alles nicht geeignet, für unterwegs oder tagsüber auf der Arbeit! Ich habe das Glück, daß mein Darm so "wohlerzogen" ist, daß ich fast immer nur morgens muß. Vielleicht kann trotzdem jemand damit etwas anfangen!

Außerdem noch: einen guten Proktologen suchen (Chirurgen mit Spezialisierung), mit dem man reden kann, der gründlich vorgeht und der nicht selbst die Geduld verliert, wenn es lange dauert. Mit zwei Hautärzten, bei denen ich auch war, habe ich keine gute Erfahrung gemacht, die schauten nicht gründlich hin, hielten sich aber für zuständig - nun, das war vielleicht mein persönliches Pech: Es wird auch Hautärzte geben, die sich damit auskennen oder jedenfalls ihre Grenzen kennen.

u/dmRose>lblicxk


Hallo

ich bin dabei

hatte am 3.6.09 eine Anal Fissur OP.

7:00 Uhr ins Krankenhaus und 17:00 Uhr wieder raus.

Natürlich wurde ich abgeholt, denn mit einer Vollnarkose im Blut kann man ja nicht selber fahren.

Bingo dachte ich keine Schmerzen. Aber das war ein Trugschluss.

Am nächsten Tag irgendwann musste ich aufs Örtchen.

Alptraum lass gruessen. Dass geht nun schon seit einer Woche so.

Es tut sehr weh aber ich gebe die Hoffnung nicht auf, dass es irgendwann besser wird.

Denn wie vor der OP ist es auf die Dauer auch keine Lösung.

Also heisst viel trinken wenig essen, das mit nicht so oft aufs Klo muss und warten.

Nächste Woche habe ich noch einen Nachuntersuchungstermin im Krankenhaus und der Arzt wird mir sagen wies aussieht. Hoffentlich gut.

Bis dahin mindestens 10x am Tag den Hintern lauwarm duschen und abtrocknen vorallem nach dem Stuhlgang. Also Blut kommt keins mehr aber ab und zu besonders nach dem Stuhlgang etwas Wundsekret. Ich denke das ist aber normal denn der Organismus hat ja seine eigenen Schutzmassnahmen um Infektionen zu verhindern.

Also leidgeprüfte, ich bin bei Euch und werde Euch nächste Woche berichten was Mr. Doktor gesagt hat.

Will ja auch wieder arbeiten denn trotz Bücher und PC und TV fällt einem doch die Decke auf den Kopf.

Ps. meinen Katzen gefällts denn ich war lange nicht so viel zu Hause wie jetzt und konnte sie knuddeln.

liebe Gruesse

udmoselblick

g<erlindxe65


hallo,

ich habe jetzt nicht den ganzen faden gelesen und es vielleicht verpasst:

warum weist euch keiner eurer ärzte auf ballaststoffe wie flohsamen oder leinsamen hin?

das sind die besten und unschädlichen ballaststoffe und können je nach bedarf eingenommen werden, ohne den darm zu schädigen.

dann frage ich mich warum noch keine "rectogesic" verordnet bekommen hat, die ist duchblutungsfördernd und dient somit zur schnellen heilung der fissur (nebenwirkung können allerdings kopfschmerzen sein),

der analdehner ist auch ein gutes mittel der wahl, weil er den schließmuskel geschmeidiger und dehnfähiger macht..

R;enjeBln


ACHTUNG, VIEL TEXT, WÄRE ABER SCHÖN, WENN TROTZDEM GELESEN UND VIELLEICHT GEANTWORTET WIRD :-)

Hallo alle Zusammen,

mal sehen ob noch jemand den Threat hier liest, ist ja doch schon was her. Allerdings will ich es mir nicht nehmen lassen Euch auch von meinen Erfahrungen bezüglich meiner Analfissur zu berichten :)

Ich weiß nicht mehr genau wann meine Popo-Probleme angefangen haben. Soweit ich mich zurückerinnere hatte ich vor zehn Jahren mal heftigste Analschmerzen. Die kamen beim passiven Analverkehr (ich denke wir reden ja alle hier offen miteinander, oder? :-)) Ich beachtete die Schmerzen nicht weiter und redete mir ein, dass ich einfach nur verkrampft war. Irgendwann probierte ich den Analverkehr nochmal aus, beendete es aber auch direkt, weil die Schmerzen wieder da waren. Nach und nach merkte ich dann, dass ich gelegentlich nach dem Stuhlgang Blut am Toilettenpapier hatte. Da ich schon immer sehr weichen (breiig-artigen) Stuhlgang hatte, dachte ich mir, dass es davon kommt, weil es Tage gibt, wo ich auch mal öfter muss. Vor zwei Jahren dann bekam ich starke Schmerzen. Da ich schonmal Hämoriden (ich weiß, ist falsch geschrieben, aber doofes Wort) hatte, holte ich mir sofort "faktu akut" aus der Apotheke.

Ich war süchtig nach dieser Salbe. Denn sie linderte den Schmerz. Leider immer nur für einen kurzen Augenblick. Bei einer längeren Fahrt zu meinen Schwiegereltern nach Essen (Ich wohne in Berlin), bin ich im Auto fast gestorben vor Schmerz. Aber ich blieb stark und nahm fleißig meine Salbe. Zurück in Berlin entschied ich mich dann einen Proktologen aufzusuchen. Habe auch einen direkt um die Ecke gefunden. Allerdings ist dieser in erster Linie Allgemeinmediziner und hat auch entsprechend keine Instrumente außer seinen Fingern um zu untersuchen. Er stellte jedenfalls fest, dass ich keine Hämos habe sondern eine Analfissur. Und leider habe ich durch die permanente Benutzung der Salbe "Faktu Akut" den Zustand nicht wirklich verbessert - eher im Gegenteil. Er hat mir eine Salbe verschrieben, die in der Apotheke angemischt werden musste.

Was soll ich sagen? Die half. Wenige Tage später war ich schmerzfrei.

Wäre schön, wenn es so geblieben wäre. Aber dieses Jahr bekam ich wieder Probleme. Im August. Zwei Wochen bevor es nach Ägypten ging, musste ich wieder zu ihm hin. Diagnose: Analfissur. Na super. Aber ich wusste ja, dass es da diese Salbe gibt, die angemischt werden muss. Allerdings meinte er, dass es das Zeug jetzt auch bereits fertig gäbe. Also verschrieb er mir "Rectogesic". Ich muss Gerlinde 65 (meine "Vorrednerin") beipflichten, die Salbe half. Man sollte allerdings nicht die Liste der Nebenwirkungen lesen. Die Kopfschmerzen (die kriegt wohl jeder, da das Blut an der Stelle wo sie aufgetragen wird verdünnt wird) sind da noch das kleinste Übel. Leider kann die Salbe auch die Symptome einer Angina hervorrufen und wenn man allergisch auf einen der Bestandteile ist auch einen anaphylaktischer Schock, der im ernstfall bis hin zum Tod gehen kann. Okay, ich biss in den sauren Apfel. Habe noch nie bei irgendwelchen Medikamenten mit Nebenwirkungen zu tun gehabt. Die Kopfschmerzen hatten es in sich, musste tatsächlich ne Schmerztablette zusätzlich nehmen, weil ich nachts nicht schlafen konnte. Aber die Salbe half... Und machte mich zusätzlich krank. Die Anzeichen einer Angina breiteten sich bei mir aus und ich fühlte mich mies. Die Apothekerin (die sich den Beipackzettel angesehen hat und nur lachend meinte "was für eine Mordssalbe ist das denn?") meinte, dass die Nebenwirkungen verschwinden sobald ich die Salbe absetze... passierte leider nicht. Denn scheinbar haben die Angina-Nebenwirkungen bei mir eine Erkältung hervorgerufen.

Aber ich schweife ab. Die Salbe half, der Schmerz verschwand. Und als dann auch die Erkältung weg war konnte ich mich endlich auf den Urlaub freuen. Die Salbe habe ich eingesteckt, man weiß ja nie. Und das war auch gut so, denn in den letzten drei oder vier Tagen kamen meine Schmerzen wieder. Also nutzte ich die Salbe und hoffte auf Besserung. Die kam... immer mal wieder für ein bis zwei Tage und dann folgten die Schmerzen. Ich reizte die Salbe aus, man durfte sie maximal acht Wochen nehmen (danach soll man sie nicht mehr nehmen, da sie nach Öffnung nicht länger als acht Wochen haltbar ist) und ich nahm sie auch so lange - zu meiner Schande muss ich gestehen, dass ich sie auch länger nutzte. Ich redete mir ein, dass sie hilft.

Aber nichts half wirklich. An einem Samstag, alles war schick, hatte die Tage vorher nicht mehr Schmerzen als sonst, hatte auch normal Stuhlgang ohne Probleme oder so, musste ich abends auf Klo. Es passierte nichts. Okay, es gibt Tage, da ist es schonmal fester. Also presste ich (ich weiß ja jetzt, dass das ein großer Fehler war) und das ganz doll. Ich spürte wie es rutschte, aber ich spürte auch, wie etwas in meinem Darm riss. Ist jetzt das falsche Wort, ich weiß, aber für mich fühlte es sich so an. Als ich mein Geschäft verrichtet hatte, folgten extreme Schmerzen. Ich legte mich auf die Couch und beachtete die nicht weiter. Dachte nur, dass es mit dem harten Stuhlgang zusammenhängen würde. Beim nächsten Stuhlgang zwang ich mich wieder zu pressen (die sch.. muss ja raus) und es tat wieder weh. Es ging soweit, dass ich am Ende gar nicht mehr auf Klo ging aus Angst vor den Schmerzen. Aber ich ging noch nicht zum Arzt.

Dann kam der Montag. Ich wollte zur Arbeit gehen und musste auf Klo. Ich biss auf ein Handtuch um nicht schreien zu müssen. Ich spürte beim pressen, dass etwas rutschte und als es an der Fissur ankam zog ich den Schließmuskel zusammen und drückte es somit wieder zurück. Es tat höllisch weh. Ich legte mich hinterher auf mein Bett und habe etwas gemacht, was ich bei Schmerzen noch nie gemacht habe: ich habe geheult. Ich kann Schmerzen sonst aushalten, aber das war einfach zuviel. Ich rief bei meinem Arzt an und durfte mir anhören, dass alles voll sei, ich soll Zeit mitbringen. War mir wurscht. Ich also hin. Als ich rankam konnte er mich nicht wirklich untersuchen, weil ich schon beim einfachen anfassen losgeschrien habe (nebenbei bemerkt der Schmerz war mittlerweile so groß, dass ich nicht mal mehr ordentlich sitzen konnte). Er probierte es dennoch und zog die Pobacken ein wenig auseinander und ließ dann ab von mir. Er sagte, er kann nicht untersuchen, er will mir nicht wehtun. Dann wollte er mir wieder diese Mordssalbe verschreiben, aber ich sagte ich will die nicht. In seiner Verzweiflung empfahl er mir "Faktu akut" zu holen - um den Schmerz zu lindern, damit der Schließmuskel sich entspannen könne. Wenn das nicht hilft soll ich zur Rettungsstelle.

Das war also am 2. November. Am 3. November wollte ich arbeiten gehen (ich wurde nur den 2. November krankgeschrieben) doch auch da wieder das gleiche: Ich fand mich heulend auf der Couch wieder. Es ging nichts. Ich also zur Rettungsstelle (zum Glück ist das Krankenhaus nicht weit weg). Leider war der Facharzt nicht da und ich wurde von einer Allgemeinmedizinerin untersucht. Sie sagte auch, dass ich eine Analfissur habe (ach nee) und setzte sich dafür ein, dass ich bei der Proktologischen Sprechstunde am 4. November noch einen Termin im Krankenhaus kriege. Dann gab sie mir ein Schmerzzäpfchen (ein Freudenfest wenn man Schmerzen im Analbereich hat) und Lactase mit, damit der Stuhlgang weicher wird, half nur nichts.

Am nächsten Tag bin ich dann, nachdem ich erstmal ne weitere Krankmeldung von meinem Arzt geholt habe (seine Bemerkung dazu: Wieso habe ich ihnen nicht gleich bis Freitag eine gegeben? ist doch klar dass sie nicht sitzen können) zur "analen Sprechstunde", wie ich sie nenne. Ich musste fast eine Stunde warten und dummerweise vor der Untersuchung auch auf Klo. Es kam etwas raus und ich hätte schreien können. Von da an war an ruhig sitzen im Warteraum nicht mehr zu denken. Es war schön als ich drankam. Und dann sollte ich mich auf diesen Stuhl setzen und die Beine in die Beinschalen legen und so. Tja, als er dann anfassen wollte und nur meinen äußeren Schließmuskel leicht berührte schrie ich schon. Er sagte, dass das keinen Zweck hat, er kann mich nicht untersuchen wenn ich solche Schmerzen habe. Ich solle doch einen Tag später ins Krankenhaus kommen, ich werde unter Vollnarkose eine Darmspiegelung kriegen und wenn sie feststellen, dass es eine Fissur ist, wird die auch gleich rausgeschnitten. Am liebsten hätte er mir stattdessen "Rectogesic" verschrieben, weil die wohl super ist, aber auch ihm habe ich mitgeteilt, dass das nicht in Frage kommt.

5. November:

Ich ging ins Krankenhaus. Nach einem turbulentem Start im Krankenhaus (dazu sag ich jetzt nichts, es ging nur von der Anmeldung bis zur Zimmervergabe einiges schief) wurde ich dann gegen 14 Uhr in den OP geschoben. Der Anästhesist wollte eigentlich eine Rückenmarkbetäubung haben, weil es dabei keine Komplikationen geben könne und so (und weil er dann weniger zu tun hätte ;-)), aber ich entschied mich für die Vollnarkose. Die kannte ich, war ja nicht meine erste OP.

Um 15:25 Uhr bin ich aufgewacht - hatte direkt vor mir im Aufwachraum die Uhr, deswegen erinnere ich mich so gut daran. Die OP dauerte laut Schwester nur 20 Minuten, aber es dauert halt auch etwas, bis das Narkosezeugs verschlafen wurde. Im Aufwachraum bekam ich super Schmerzmittel, ich fühlte mich glücklich und schmerzfrei... Dann wurde ich ins Zimmer geschoben. Das Schmerzmittel ließ nach und ich spürte Druck im Darm. Aber dafür einen freien Magen - denn vor der OP bekam ich unter Narkose eine Darmspülung. Sonst wäre die Darmspiegelung ja nicht gegangen.

Fortsetzung folgt :-)

R-eneBxln


Die Nacht war schmerzhaft, da mach ich niemandem was vor. Da sich gegen ein Vernähen der Wunde entschieden wurde, blieb die Wunde natürlich offen - dementsprechend gab es auch Schmerzen. Die offene Wunde ist wohl besser, weil eine Naht sich entzünden könnte im Darm, und das wollten die Ärzte vermeiden. Leider halfen die Schmerzmittel auch nicht wirklich, die mir im Zimmer verabreicht wurden. Die Schwester meinte, dass es an der Tamponade liegt, die ich im Po habe. Das hatte auch den schmerzenden Druck verursacht. Leider hat mir auch jede Schwester den Satz "Ist halt eine sehr blöde Stelle an der sie operiert wurden" um die Ohren geworfen. Als ob das hilft. Aber sie meinten es ja nicht böse. Und ich nahm es ihnen auch nicht übel.

Da ich nachts nicht in so eine Bett-Ente pinkeln kann, zwang ich mich aufzustehen und auf die Toilette zu gehen. Nachdem man Stunden liegend verbracht hat sicherlich nicht das Schlaueste dies ohne Schwester zu tun. Aber ich wollte mich nicht auf die Toilette setzen (bin ein begnadeter im-sitzen-pinkler) und nahm meine kleine Ente mit. Also urinierte ich im Stehen in sie rein - aber im Bad, falls was danebengehen sollte. Der Kreislauf verließ mich kurz danach und ich beeilte mich ins Bett zu kommen, bevor ich umkippte. Beeilen war leicht gesagt...

Es kam der Morgen und die Visite. Es war die schmerzhafteste Visite meines Lebens. Ich bekam die Info, dass mir jetzt die Tamponade gezogen wird und ich dann nach Hause kann. Ich sah den Arzt mit großen Augen an. Die Stationsschwester verstand mich, hielt mir ihre Hand hin und sagte, ich soll ruhig festhalten. Der Arzt löste die Pflaster an meinem Po und sagte, ich soll mal tief einatmen. Beim Ausatmen wollte er ziehen, aber er rutschte ab und weil es so weh tat verkrampfte ich stark. Dennoch zog er mit einem Ruck raus. Sollte Euch jemand erzählen, dass das so sei als wenn ein Pflaster abgezogen wird, dann glaubt ihm nicht. Weil er erzählte das auch. Ich habe der Armen Stationsschwester fast den Arm abgerissen und auch laut geschrien. Klar, war ja ne offene Wunde im Darm. Die Tamponade habe ich nur unter schmerzverzerrten Augen gesehen. Locker 15 cm lang und dick. Klar, sie sollte ja auch das Blut über Nacht aufsaugen. Ich lag da unter Schmerzen und bekam direkt nen Tropf mit Schmerzmitteln. Dann mein Frühstück. Eigentlich wollte ich darauf verzichten, denn ich wollte es möglichst vermeiden auf Klo zu müssen. Allerdings habe ich seit fast zwei Tagen nichts mehr gegessen (hatte meine Nahrungszufur auf ein Minimum reduziert um nicht auf Klo zu müssen). Ich entschied mich zu Frühstücken. Und der Arzt meinte ja, spätestens alle zwei Tage muss ich auf Klo - und Finger weg vom Klopapier, ich soll abbrausen.

Nach Hause fuhr ich mit Taxi. Sitzen war zwar total falsch, aber der Sitz war gepolstert und ich saß überraschend bequem. Ich bekam aus dem Krankenhaus die doppelte Dosis als normal an Schmerzmittel mit und die doppelte Ration an Kompressen. Die klemm ich mir immer im Hintern ein, weil immer noch Wundsekret auslaufen könnte oder Blut.

Die ersten zwei Tage litt ich stark unter den Schmerzen. Dann folgte der erste Toilettengang. Ich freue mich, dass direkt neben der Toilette die Tür ist und wir unsere Handtuchhalter an dieser Tür haben. Ich biss auf das Handtuch und habe nicht gepresst, es kam von alleine. Und es tat weh. Ich will da niemandem etwas vormachen. Aber mit den Schmerzen habe ich gerechnet. Der Arzt meinte auch, dass die ersten Tage der Schmerz identisch sein wird wie vor der OP. Nach dem Stuhlgang konnte ich kaum laufen. Selbst gebückt hatte ich höllische Schmerzen. Ich nutzte also kein Toilettenpapier, sondern stellte mich direkt unter die Dusche. Das war ungewohnt für mich, aber so sollte ich es ja machen. Ich stellte die Brause anfangs lasch ein. Zu lasch. Man kann ja beobachten (so eklig es jetzt auch klingt), ob da der sch... mit abgebraust wird oder nicht. Also musste ich etwas fester machen. Das war zwar unangenehm, aber diesmal ging auch der Schmutz mit ab. Ich konnte nur gebückt die Wanne verlassen und mich abtrocknen und mit Toilettenpapier habe ich sanft trockengewischt. Dann die Kompresse zwischen die Backen und ab auf die Couch. Habe mir die Schmerztabletten eingeworfen, halfen nur nichts. Habe zusätzlich Ibuprofeen 600 genommen - half auch nichts...

Ich wechselte abends vorm schlafengehen wieder die Kompresse. Die war verfärbt. Es war nicht nur Blut drin sondern auch andere Flüssigkeit (halt Wundsekret) und auch noch etwas Stuhlgang - da hatte wohl ein Pups etwas Stuhlgang mit rausbefördert. Also wieder in die Wanne, wieder abduschen... Schmerzen waren das.

Dann ging ich schlafen. Nur daran war nicht zu denken. Ich habe, wenn es hoch kommt, nur 3 Stunden geschlafen.

Da mein Arzt Urlaub hatte, musste ich zu seiner Vertretung. Die hat allerdings proktologisch gesehen keine Ahnung, aber sie meinte, dass man kein Arzt sein muss um zu wiessen, dass man nach so einer OP schmerzen hat. Sie gab mir die Schmerztropfen "Tramagit" mit und verschrieb mir Ibuprofeen 800. Beides hilft. Ibuprofeen nur bedingt, aber die Tropfen haben es echt in sich.

Die nächsten Tage ging es eigentlich. Der eigentliche Schmerz war kaum da. Okay, ich liege den ganzen Tag auf der Couch, mir tun dadurch bedingt schon die Knochen weh, und ich muss aufpassen, wenn ich mich mal drehe oder so, aber wenn ich still war spürte ich kaum schmerzen. Es ist sogar soweit, dass ich die Schmerzmittel ganz weglassen konnte. Dann kam wieder der Tag des Stuhlgangs...

Wieder biss ich auf mein Handtuch. Doch diesmal tat es nicht so sehr weh wie beim ersten Mal. Dafür kam der Schmerz nach dem Stuhlgang. Und der war nicht ohne. Das aufstehen vom Klo brachte den Schmerz mit. Ich also direkt nach dem Geschäft erstmal ins Wohnzimmer gestürmt und die Tropfen genommen (die brauchen leider einige Zeit bis sie wirken, dafür helfen sie) und dann erst unter die Dusche. Danach legte ich mich auf die Couch und vegetierte vor mich hin... Die Tropfen halfen und aus dem starken Schmerz wurde nur noch ein leichtes unangenehmes Drücken, damit kann man aber leben.

Die nächsten Tage ging es wieder. Sitzen konnte ich noch nicht, aber ist auch klar. Die Wunde ist so gesehen noch frisch. Am 15.11. schlug das Wetter um. Von kalt auf 16 Grad. Jeder der eine frische Wunde hat kann sich vorstellen, was passiert: Ich litt den ganzen Tag. Dafür kann die OP nichts, es gibt halt Menschen, die sind bei Wetterumschwüngen anfällig für Schmerzen bei frischen Narben. Ich konnte kaum laufen und dann, als der Schmerz endlich verebbt war, musste ich kurz vor Mitternacht auf Klo. Es kam fast schmerzfrei raus (okay, ich musste leicht pressen). Dafür war der Schmerz hinterher so stark wie schon lange nicht mehr. Ich konnte wieder kaum laufen, nahm die doppelte Dosis der Schmerztropfen und lag mit Kissen auf dem Kopf schreiend im Wohnzimmer. Schlafengehen konnte ich erst knapp 20 bis 30 Minuten später, als die Tropfen ein bisschen anfingen zu wirken. Ich hätte sonst meinen Gatten wachgeschrien. Schlafen konnte ich leider in der Nacht dann auch nicht wirklich viel.

Gestern konnte ich bei meinem Arzt leider keinen Termin kriegen, dafür war ich heute da (er ist ja wieder zurück aus dem Urlaub). Warten durfte ich liegend in einem ehemaligen Behandlungsraum auf der Liege. Untersucht hat er mich nicht, da er weiß dass ich noch Schmerzen habe. Er sagte, wenn die Schmerzen groß sind darf ich von den Tropfen auch ruhig mal die dreifache Dosis nehmen. Gut zu wissen. Denn ich musste zuvor Schmerzmittel nehmen, weil ich vor dem Arztbesuch auf Klo war.

Heute ist die OP bereits 13 Tage her. Im allgemeinen kann ich sagen, ich fühle mich besser. Okay, das sitzen klappt noch nicht so ganz und lange stehen kann ich auch noch nicht. Laufen traue ich mich derzeit auch nur zu Hause, weil ich Angst habe, dass es sonst zu schmerzhaft wird. Bei jedem Menschen verheilen Wunden anders, und bei mir dauert es leider etwas (habe im Internet gelesen, dass es Menschen gibt, bei denen es innerhalb von einer Woche so gut war, dass sie wieder arbeiten gehen konnten). Mein Arzt meinte heute zu mir, ich solle anfangen meinen Schließmuskel zu dehnen. Nur ein bisschen, weil es sonst zu schmerzhaft werden könnte. Ganz ehrlich, davor habe ich schon schiss. Aber er hat mir den Grund gut und einleuchtend erklärt (dass der Schließmuskel derzeit nicht richtig durchblutet wird und es dafür wichtig ist zu dehnen), aber ich habe noch immer Schmerzen da unten. Ich denke, spätestens Donnerstag werde ich damit anfangen. Habe mir auch schonmal Vaseline in der Apotheke geholt. Ich soll es erstmal mit einem Finger probieren, falls ich zu große Angst vor einem Analspreizer habe...

Bis nächste Woche Dienstag bin ich noch krankgeschrieben, mal sehen wie ich mich bis dahin fühle...

So, hoffe die Länge meines Berichts hat niemanden davon abgehalten zu lesen :) Ich freue mich über Antworten und Kritik :)

RJenePBln


achso, wollte ich auch noch schreiben: Nach den beiden geschilderten Stuhlgängen hatte ich auch wieder geblutet. Das hat mir anfangs echt Angst eingejagt und ich hatte Panik, dass ich nochmal ins Krankenhaus muss. Nach dem Stuhlgang heute hatte ich bisher kein Blut mehr, toitoitoi. Leider ist es aber nach wie vor noch so, dass mit dem ein oder anderen Pupser auch etwas Stuhlgang den Weg in meine Kompresse findet. Diesen leichten "feuchten" Furz kriegt man leider nicht immer mit... Ich hoffe nur, dass bei mir die OP gut verlief und nicht diese Inkontinenz eintritt, von der mir der Arzt erzählt hatte. Weil er meinte nämlich, dass genau das passieren könnte: Dass der innere Schließmuskel nicht mehr unterscheiden kann, ob es nur Luft ist die da raus will, oder mehr.

Zurückhalten, egal ob Stuhlgang oder Luft, tut im übrigen weh, deswegen versuche ich das auch zu vermeiden.

So, und nun geh ich schlafen :-)

tcropy>beaxch


hallo rene, danke für deinen ausführlichen beitrag über deine geschichte! :)^ da sieht man wie es kommen kann, im krankenhaus und auch zu hause, und auch dass man einiges an leidensbereitschaft mitbringen muss um das alles durchzuhalten. hattest du gute unterstützung oder musstest du da mehr oder weniger alleine durch? ich hoffe es geht dir inzwischen jeden tag ein bisschen besser! :)* darf ich fragen an welche ärzte (fachrichtungen) du dich im laufe der erkrankung gewandt hast? wenn ich bei mir in der stadt proktologe in die gelben seiten oder google eingebe bekomme ich nur gastroenterologen mit begleitgebiet proktologie. aber die webseiten von vielen davon kamen mir nicht sehr vertrauenswürdig vor. meine beschwerden wurden bisher beim gastroenterologen und beim urologen beihandelt, aber beide sind nun mal keine richtigen spezialisten (und so wird es nun auch andauernd schlimmer).

RdenexBln


der proktologe zu dem ich gehe ist auch eigentlich allgemeinmediziner. er hat das fachgebiet proktologie auch nur nebenbei laufen, wenn man das so sagen darf. ich würde an deiner stelle mal bei krankenhäusern nachfragen, ob die proktologen haben, bzw. ob die sowas wie eine proktologische sprechstunde durchführen. ich denke mal, das wäre das beste, krankenhäuser bieten meistens die besten instrumente etc. für die Untersuchungen.

Zum Thema Unterstützung:

Im Krankenhaus war ich alleine, waren ja nichtmal 24 Stunden. Zu Hause war ich die erste Woche mehr oder weniger auf mich gestellt, zumindest bis 18/19 Uhr. Dann war mein Gatte da und hat mir verboten auch nur irgendwie aufzustehen. Er betuttelt mich ganz schön. ist auch mal angenehm :) allerdings muss man gelegentlich auch mal aufstehen, weil der kreislauf sonst in den keller sinkt. Jetzt hat er Urlaub und meckert nach wie vor rum, wenn ich mal aufstehe...

Wie geht es mir aktuell?

Tja, hatte mir vorgenommen ab heute zu probieren zu sitzen. Also weg vom Laptop, hin zum PC. Ist auch einfacher für mich Mails zu beantworten und so. Allerdings saß ich keine drei Minuten und musste dann auf Klo. Das herauskommen des Stuhlgangs war relativ schmerzfrei. Der eigentliche Schmerz kam direkt danach. Ich duschte mir also den po hinterher wieder ab und nahm die doppelte dosis schmerztropfen, weil mir das zu sehr weh tat. sitzen ist heute nicht mehr dran zu denken. aber ich gebe die hoffnung nicht auf, morgen wird ein neuer versuch gestartet :)

Ich hoffe du findest im Krankenhaus Ärzte, die dich untersuchen. Evtl. frag mal beim Urologen nach, ob der Dir einen Proktologen empfehlen kann, oder frag mal bei Deiner Krankenkasse nach... Wobei der letzte Vorschlag wirklich nur dann ernst gemeint ist, wenn nichts anderes klappt. denn die krankenkasse kann dir ja nicht sagen, ob der arzt gut ist oder so...

halte mich mal weiter auf dem laufenden :)

lieben Gruß

René

RQeneB&lxn


achso, fällt mir gerade ein: es gibt im internet auch foren, wo man über ärzte erfahrungsberichte austauschen kann. einfach mal googeln. wäre auch eine alternative um einen Arzt zu finden :)

tPropy#bPeacxh


hallo rene, das ist ja praktisch wenn ein allgemeinarzt als nebengebiet proktologie hat. :)z so eine gute mischung habe ich hier bisher nicht gefunden. zu meiner geschichte kann ich kurz erzählen: vor 2 wochen hatte ich nach wieder mal sehr hartem stuhlgang bleibende schmerzen im enddarm, versuchte therapie mit faktu akut. nach drei tagen hielt ich es nicht mehr aus, versuchte termin beim arzt zu bekommen: der früheste termin den man mir gab war in weiteren drei tagen (obwohl ich in 4 praxen versucht hatte). also noch drei tage gewartet, dann hat der gastroenterologe mit zusatzgebiet proktologie mich untersucht, nach 2 minuten untersuchung diagnose: entzündung, therapie: jelliproct (kortison). leider wurde es nach weiteren drei tagen nicht besser, den ganzen tag hatte ich stechende schmerzen. wollte einen neuen termin, aber mir wurde gesagt der arzt sei nun nicht mehr da. also ging ich (da es abends war und die schmerzen sehr stark) zu einem urologen mit zusatzgebiet proktologie. diagnose: abszess. therapie: antibiotikum 7 tage. ich bin nun bei tag 3 angelangt, gestern war es etwas besser, auch dank weichem stuhl durch mactogol, aber immer noch schmerzen beim stuhlgang und viel schleim auf dem stuhl.

ich frage mich ob die antibiotika den abszess zum vollkommenen abheilen bringen können in dieser zeit, da ich auf verschiedenen seiten gelesen habe ein abszess entsteht immer aufgrund von fisteln oder einer fissur und diese würden immer mit op behandelt. schön wäre es ja wenn es nur mit antibiotika ginge, ich hoffe eben nur ich verschleppe da nichts.

R4en@eBlxn


ganz im ernst: ruf in nem krankenhaus an und frag ob die eine proktologische sprechstunde anbieten oder so. im grunde müsste jedes krankenhaus auch nen proktologen haben, bzw. einen arzt, der sich in dem bereich auskennt. kann ja nicht sein, dass du wegen ein und der gleichen sache zwei verschiedene diagnosen bekommst. oder hol dir von deinem arzt ne überweisung zu einer darmspiegelung. allerdings rate ich davon ab wenn du zuviel schmerzen hast, weil du musst ja vorher den darm leer kriegen... auch da empfiehlt sich das krankenhaus, weil die können das alles (darmentleerung und spiegelung) unter vollnarkose machen...

also einfach mal da anfragen. und nicht die hoffnung aufgeben, wenn ein krankenhaus sowas nicht hat, dann beim nächsten anfragen. man darf einfach nur nicht scheu sein bei dem thema. gibt ja viele, die trauen sich diesbzüglich nichts zu sagen, aber ganz im ernst: auch wenn es immer doof klingt und einem unangenehm ist, es ist nunmal ne krankheit und warum sollte mir das peinlich sein? menschen können nur auf einen rücksicht nehmen, wenn sie auch wissen was man hat... und bei mir weiß mittlerweile so ziemlich jeder bescheid - auch im freundeskreis :) aber bin eh nen offenes buch :)

wie gehts mir heute:

gestern habe ich begonnen mich hinzusetzen. nicht übertrieben, weil irgendwann wurde es unangenehm. abends habe ich mir nen finger in den popo geschoben - soll ja dehnen. allerdings war der finger echt unangenehm und ich habe mir heute in der apotheke nen analdehner bestellt. der wird in einer stunde von meinem gatten abgeholt. heute war ich den ganzen tag mal unterwegs. morgens beim tierarzt (sitzen im auto und auf nem harten wartestuhl) und hinterher einkaufen... ich bin voll fertig. habe mir wohl zuviel zugemutet... immerhin war ich zwei wochen so gut wie nie unterwegs... naja, muss ja langsam mal anfangen...

RkenueBln


na klasse, gestern hatte ich mal extreme schmerzen und geblutet wie seit der OP nicht mehr. ist es eigentlich normal, wenn man drei wochen nach der OP noch blutet? ??? ich hoffe mal. hat mich die nacht auch kaum schlafen lassen, weil mein schließmuskel immer von alleine zuckte und ich da jedes mal an die decke gehen könnte...

momentan gehts mit den schmerzen, mal sehen ob das so bleibt. mein arzt hat mir gesagt, dass ich vor meinem schließmuskel eine schwellung habe, die hat sich entzündet... daher wohl auch die schmerzen. habe jetzt auch eine salbe bekommen die die entzündung hemmen soll. mal sehen ob es klappt...

für meinen chef wäre es toll wenns klappt, weil der schon rummeckert, dass ich seit vier wochen krank bin (eine woche vor der op, drei wochen seit der op). aber die heilung dauert bei mir halt etwas. ich kann ja meinen hintern noch nicht mal mit klopapier groß abwischen, wie soll ich dette uff arbeit denn dann machen? bin ja keen bademeister und habe ständig ne dusche um mich herum...

RKe.neBln


seit montag gehe ich wieder arbeiten. was soll ich sagen? es ist die hölle. montag habe ich, bevor ich zur arbeit bin, ne ibuprofeen 800 eingeworfen. nachdem ich die nacht davor nur 3 stunden geschlafen habe (angst vor der arbeit) war ich dementsprechend fertig auf arbeit. gestern habe ich es dann ohne schmerztablette ausprobiert, grausam. meine mama hat mir dann nen sitzring besorgt, den habe ich heute ausprobiert. allerdings habe ich heute so große schmerzen wie schon lange nicht mehr. weiß auch nicht warum. somit war selbst der sitzring eine qual... und ich habe erst für nächste woche mittwoch den termin in der poliklinik - die machen nur einmal die woche proktologische sprechstunden.... der vorteil: der arzt in der poliklinik ist der arzt, der mich operiert hat. weil mein proktologe, wo ich die letzten wochen war, hat nichtmal rektal-untersuchungs-instrumente und untersucht immer mit den fingern und seinen augen.

das komische: bei der letzten untersuchung letzte woche freitag stellte er fest, dass meine wundheilung noch nicht abgeschlossen ist... vier wochen nach der op.... ich bin echt am verzweifeln :(

R4eneBxln


okay, arbeiten war ich nur drei tage, dann wurden die schmerzen schlimmer und auch die blutung häufiger :( bin seit anfang dezember erneut krankgeschrieben. Mittwoch war ich in der Poliklinik zur Untersuchung, weil ich immer noch Schmerzen habe. Das Ergebnis: Soweit er sehen konnte, ist die Wunde gut verheilt. Er hatte mich auch operiert. Dann wurde mir so ein analgerätdingens eingeführt (sowatt nutzen die frauenärzte auch) und ich schrie, weil es echt wehtat obwohl ich entspannte. danach noch ultraschall, aber er brach es ab, weil es einfach zu sehr weh tat (selbst das ultraschallgerät muss eingeführt werden!!!). Das Ergebnis: Auf dem ersten Blick scheint es nur eine äußerliche Entzündung zu sein, die nach innen gewachsen ist. Aber um eine Fistel ausschließen zu können muss ich Montag wieder ins Krankenhaus und werde für mindestens (hat er so gesagt) eine Nacht stationär aufgenommen. Also wieder OP :(

A;kexn


Hallo,

ich möchte diesen Thread mal reaktivieren, weil mich seit 3 Wochen mal wieder eine Fissur plagt.

Ich hatte Anfang des Jahres schon einmal eine Fissur, die laut meinem Arzt aber chronisch war, das heißt zwar hier und da Blut bei mir, aber wenig bis gar keine Schmerzen und ab und zu eine Art Undichtigkeit.

Seit 3 Wochen hab ich nun eine aktue Fissur und die macht mir wesentlich mehr beschwerden, mit mehr schmerzen. Natürlich war ich ich beim Arzt und seit 3 Wochen behandle ich die Fissur auch und seit knapp 1,5 Wochen hatte ich kein Blut mehr, weder am Papier noch im Stuhl.

Trotzdem hab ich noch beim Stuhlgang und auch bis zu 2h danach Schmerzen, sowie ab und zu Juckreiz, die zwar ganz langsam besser werden, aber es unterscheidet sich auch von Tag zu Tag. Zusätzlich bin ich immer noch sehr undicht, es schmiert ab und zu Schleim bzw. Kot.

Ich wollte mich mal über die Erfahrungen von euch anderen informieren. Ich denke, dass ich auf dem Weg zur Heilung bin, aber ab und zu kommt doch Unsicherheit auf... ???

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