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Divertikulitis

h7a-nXneT-lxe hat die Diskussion gestartet


Hallo Betroffene! Bin weiblich, 54 Jahre alt und habe im Oktober 2004 das erste Mal wegen einer akuten Divertikulitis 1 Woche im Krankenhaus gelegen.Bin mit Antibiotika behandelt worden, und eine Darmspiegelung im November zeigte die Divertikel ,aber noch keine Polypen.Die Divertiklutis war komplett ausgeheilt. Auf eien Frage, wie ich mich jetzt ernähren sollte bekam ich keine vernünftige Antwort, nur Spargel sollte ich meiden.Seit dem habe ich bisweilen Schmerzen in der Sigmaschleife, wenn ich zu viel Schokolade gegessen habe, aber hatte sonst keine Beschwerden.Jetzt habe ich den 4- Wochenplan von Weight watcher gemacht und mit ging es wunderbar. Ich habe mein Geicht von 66 auf 62 kg reduziert. Nach 4 Wochen habe ich dann eine Pizza gegessen,die nicht mehr herauskam und ich bekam wieder Unterbauchschmerzen.Ich habe dann meinen Magen leer gelassen und es ging auch wieder, durch die Feiertage und meiner Geburtstagsfeier war ich nicht beim Arzt weil ich nicht schon wieder Antibiotika nehmen wollte.Gehe 2-3 mal ins Fitnesstudio und leben ansonsten recht gesund. Seit gerstern habe ich jetzt wieder starke Schmerzen im Unterbauch ohne Fieber. Wer kann mir sagen ,was ich essen darf und was nicht, bzw. was man bei ersten Anzeichen tun kann um eine Verstopfung und neue Entzündung zu verhindern? Habe von Heilpraktikertropfen im Internet gelesen,wer hat Erfahrung. Würde mich über eien schnelle Antwort freuen!

Antworten
PXlin^ter


Hallo hanne-le,

nachdem ich (wbl., 53 Jahre) leider "Fachfrau" in Sachen Divertikulitis geworden bin (ich wurde vor vier Wochen operiert), versuche ich mal, deine Fragen zu beantworten. Ich weiß natürlich nicht, wieviele Informationen du schon hast, entschuldige also, wenn ich zu ausführlich werde.

1. Wenn die Divertikulitis ausgeheilt ist ("itis" ist immer eine Entzündung), hast du trotzdem noch die Divertikel im Darm. Divertikel heißen die Ausstülpungen, die sich nicht selbst zurück bilden können.

2. Was du tun kannst, um eine erneute Entzündung zu vermeiden? Zunächst solltest du jede Verstopfung vermeiden. Und möglichst auf Körnerbrot usw. verzichten. Diese Körner setzen sich gerne in die Divertikel und können dort eine Entzündung verursachen. Also ballaststoffreich essen, aber keine groben Körner (das können sogar Apfel-/Birnen-/Melonen-/Weintraubenkerne sein). Auf jeden Fall musst du immer viel trinken - mindestens zwei Liter am Tag!

Oft ist ist es auch so, dass sich in einen der vielen Divertikel ein wenig harter Stuhl setzt, der dann nicht wieder zurück kann.

Ein Divertikel hat einen ziemlich dünnen Hals (ähnlich wie ein Luftballon) - durch Druck (besonders bei Verstopfung) kann der Stuhl zwar hinein, aber kaum wieder zurück. Da kann es passieren, dass sich dieser Divertikel entzündet. Diese Entzündung kann sich unbehandelt natürlich ausbreiten.

Ach ja, von Spargel hat man mir auch abgeraten. Der sei zu langfaserig, sagten die Ärzte. Ich könne aber Spargelspitzen essen. Auch Kohl und Hülsenfrüchte muss ich dauerhaft von meinem Speiseplan streichen.

3. Wenn du wieder eine Entzündung hast, müsste das eindeutig im Blutbild zu sehen sein (Senkung, Leukozyten usw.). Wenn du erst Fieber hast, ist es schon spät! Ich würde an deiner Stelle zum Arzt gehen und ihn den Bauch checken lassen.

Mein Arzt hat bei der Untersuchung links unten ganz langsam auf den Bauch gedrückt und dann ganz schnell losgelassen. Das Loslassen tat heftig weh, und genau dieser "Loslass-Schmerz" war für ihn der Hauptgrund, mich sofort ins Krankenhaus zu schicken. Fieber hatte ich zu dem Zeitpunkt kaum (38.0°).

4. Kann es sein, dass du nach Rescue-Tropfen (Bachblüten) suchst? Das sollen Notfalltropfen für alle möglichen Erkrankungen sein, ich kenne sie aber selbst nicht.

Ich bin leidenschaftliche Radfahrerin, bin auch den Winter hindurch mit dem Rad zur Arbeit gefahren und hatte eine recht gute Kondition. Das alles hat mir bei der Divertikulitis leider nicht geholfen.

Wie unterschiedlich sich die Krankheit entwickeln kann, zeigt ein Blick in meine Familiengeschichte: Während meine 74-jährige Mutter bereits fünf Entzündungsschübe ohne Operation gut überstanden hat (sie lässt seit ihrem 50. Lebensjahr zur Kontrolle einmal im Jahr eine Darmspiegelung machen), hat mich gleich die erste Entzündung auf den OP-Tisch gebracht. Bei mir war einer der Divertikel geplatzt, da gab es kein Zögern.

PS: Mir ist nicht klar, warum du von Polypen schreibst. Die haben meines Wissens nichts mit einer Divertikulitis zu tun. Wenn du dazu andere Informationen hast, bin ich dir für einen Hinweis dankbar.

Ich wünsche dir das Beste!

Plinter

h3an1ne-xle


Antwort an Plinter

Hallo Plinter ! Vielen Dank für deine ausführliche Rückantwort.Wie du an der Uhrzeit gesehen hast, haben mich die Schmerzen aus dem Bett getrieben, daher auch die vielen Tippfehler.War inzwischen bei der Notaufnahme im Krankenhaus und habe mir Antibiotika verschreiben lassen,das Blutbild zeigte eindeutig eine Entzündung.Ich bin natürlich nicht begeistert,weil ich als Allergikerin meine Probleme mit Antibiotika habe, aber der Arzt meinte, es führe kein Weg daran vorbei.Was mich noch interessiert,ich habe gelesen, dass man den Bauch kühlen soll,ich habe das gemacht und es hat mir Erleichterung verschafft.Wer kann mir dazu etwas sagen? Mit der Ernährung habe ich immer noch Probleme,weil jeder etwas anderes sagt,keine Körnerbrötchen,kein Salat- aber ballastreiche Kost! Da ich wegen der Allergie kein Kernobst und keine Hülsenfrüchte vertrage, bleibt da wenig übrig!Noch einmal die Frage, was kann man bei den ersten Anzeichen als Sofortmaßnahmen tun, um die Ausbreitung der Entzündung zu verhindern? Bin für jeden Tipp dankbar!

P~linXte>r


Kälte ist nur (!) bei Entzündungen richtig

Hallo hanne-le,

so oder so: Gut, dass du dir so schnell Hilfe gesucht hast! Ich wünsche dir, dass du mit dem Antibiotikum halbwegs klar kommst!

Grundsätzlich sagt man, dass Kälte bei Entzündungen immer gut ist. Bevor man aber nun einen Eisbeutel o.ä. auflegt, muss man immer ganz sicher sein, dass es wirklich ein entzündlicher Prozess ist.

Ballaststoffreich kannst du ruhig essen, nur eben nicht grobe Körner. Ich helfe mir, indem ich geschrotetes Brot esse, also aus ganz fein gemahlenem Mehl. So kann sich kein Körnchen irgendwo fest setzen und die Blähungen habe ich so auch viel besser im Griff. Allerdings: Wenn ich zu viel Brot esse, komme ich um Blähungen auch nicht drum herum.

Gute Besserung!

Plinter

Snculxly


@Plinter

Hallo, auch ich bin leider Betroffene und habe schon einige Beiträge zu diesem Thema im Forum geschrieben. Mich würde deine Erfahrung mit der OP interessieren. Wie ist die OP verlaufen, wie fühlst du dich jetzt. Wann kann man das erste Mal auf Toilette gehen und ist das schmerzhaft. Bitte entschuldige, wenn diese Fragen dir zu persönlich sind.

Mein Arzt hat mir auch letztes Jahr im Juli, da hatte ich meinen letzten Schub, dringend angeraten, mich operieren zu lassen. Bis jetzt konnte ich mich noch nicht dazu durchringen und schiebe es vor mir her.

Ich habe nur immer Angst, dass etwas passieren könnte, wenn ich gerade in Urlaub bin.

PCliRntxer


Info für Scully

Hallo Scully,

ich habe dir in deine Mailbox geantwortet.

Gruß!

Plinter

Svcu;lxly


Info für Plinter

Hallo,

schau mal in deine Mail-Box.

h]annex-le


Operation Divertikultis

Hallo Plinter,nach einer Woche Antibiotika geht es mir wieder gut,aber ich mache mir natürlich Gedanken ,wie ich beim nächsten Schub reagieren soll. Ich habe jetzt gehört , dass man auch durch eine Laproskopie operiert werden kann und das viel schonender verlaufen soll. Hat jemand damit Erfahrung ? Wie ist bei dir die Operation verlaufen, wie lange kann man nicht arbeiten danach?Bevor es zu einer Notoperatin kommt ,möchte ich lieber darauf vorbereitet sein! Liebe Grüße Hannele

PQlintxer


Hallo Hanne-le,

schön, dass es dir wieder gut geht! Ich wünsche dir, dass du mit Ernährung, Trinken, Bewegung usw. den nächsten Schub ganz vermeiden kannst. Es gibt ja tatsächlich Leute, die das hingekriegt haben.

Falls es doch anders kommt, hier mein Bericht:

Ich wurde mit Bauchschnitt operiert. Das lag daran, dass ich schon als Kleinkind am Dünndarm operiert wurde (30 cm wurden damals wegen starkem Hundewurmbefall weggeschnitten). Durch diese OP habe ich natürlich einige Verwachsungen. Die Ärzte wollten jetzt kein Risiko eingehen, indem sie vielleich laparoskopisch doch nicht alles richtig sehen können.

Die Operation habe ich recht gut überstanden. Nach fünf Tagen Intensivstation (das war nicht schlimm, eher beruhigend, weil immer jemand da war, wenn ich Hilfe oder einfach ein liebes Wort brauchte) kam ich auf die Station. Am 10. Tag wurden die Klammern entfernt, am nächsten Tag durfte ich nach Hause.

Inzwischen sind gut fünf Wochen seit der OP vergangen. Leider war ich vor zwei Wochen nochmal fünf Tage in der Klinik, weil ich einen drohenden Darmverschluss hatte. Zwar hatte ich direkt nach der OP um Ernährungsberatung gebeten, aber niemand war zu mir gekommen: Also habe ich zuhause dummerweise total falsch gegessen, vor allem viel Körnerbrot und stopfende Weizenkleie, aber dabei viiieeel zu wenig getrunken. So war der Stuhl stark eingedickt und konnte nicht mehr durch die enge Naht-Passage. Mit vorsichtigem Schwenkeinlauf, Abführmitteln und drei Tagen Nahrungskarenz ist das aber wieder alles gut geworden.

Jetzt achte ich höllisch darauf, bloß keine Körner und nichts Stopfendes mehr zu essen. Und ich unterstütze auf ärztliche Anordnung die Verdauung mit Lactulose.

Die Schmerzen der gut verheilten Narbe sind seit drei Tagen um die Bauchnabelgegend wieder stärker geworden. Besonders dann, wenn Kleidung auf die Narbe und ihre Umgebung kommt, ist das ein wundes Gefühl. Ich hoffe, das liegt am Heilungsprozess und wird sich in den nächsten Tagen von selbst geben. Es ist ja nichts gerötet oder heiß.

Insgesamt bin ich zufrieden mit dem Verlauf. Natürlich hätte ich es lieber gehabt, die kleinere OP-Variante zu haben. Aber ich habe hier im Forum dazu schon gelesen, dass einige Ärzte den großen Schnitt für sicherer halten. Dazu kann ich aber selbst nichts sagen.

Zur Arbeitsfähigkeit: Ich bin weiter krank geschrieben und brauche das auch. Es hat sich noch nicht alles wieder richtig eingespielt - besonders mit dem Essen und der Verdauung habe ich noch einige Mühe. Irgendwie bin ich noch nicht wieder so richtig auf dem Damm.

Mal nehme ich zu viel Lactulose (aus Angst, wieder so heftig zu verstopfen - das waren schließlich zwei harte Koliknächte mit Erbrechen), dann wieder dosiere ich sie zu niedrig und bekomme an allen möglichen Stellen Bauchschmerzen ... und nehme aus Angst sofort nochmal was nach ... und kriege Durchfall. Das ist ein schwieriges Jonglieren, aber ich hab das Gefühl, ich nähere mich so langsam der optimalen Dosis.

Ich schätze, 2-3 Wochen wird es noch dauern, bis ich wieder richtig fit bin. Gottseidank hat mein Arbeitgeber für meine Situation viel Verständnis und drängt mich nicht.

So, ich denke, ich hab dir einen ausreichenden Einblick gegeben. Besonders aber hoffe ich, dass dich mein Bericht nicht abschreckt. Eine OP ist nun mal eine OP. So ganz ohne Unnannehmlichkeiten geht das nicht über die Bühne.

Aber heute bin ich doch froh, dass mein perforierter Divertikel kein Unheil mehr in meinem Bauch anrichten kann.

Alles Gute!

Margarete (Plinter)

P`linhter


Ich hab noch was vergessen, hanne-le:

Ich hatte noch zwei Wochen vor der Operation darüber nachgedacht, wie ich meine vier Kilo, die ich zuviel "auf den Rippen" hatte, am besten loswerden könnte. Als ich mit einer Kollegin darüber sprach, meinte sie: "Sei froh, dass du sie hast - wer weiß, wofür das mal gut sein kann."

Wie recht sie hatte! Ich habe seit der OP zehn Kilo abgenommen und bin jetzt haarscharf an der Grenze zum Untergewicht (bin 160 groß und wiege jetzt 54 Kilo).

Also: Besser ein wenig zuviel als zu wenig auf die Waage bringen! Ich meine natürlich nicht starkes Übergewicht, aber ein kleines Pölsterchen ist schon ganz gut ...

Gruß!

Margarete

h6an!ne-xle


Antwort OP Bericht

Hallo Plinter!

Vielen Dank für deinen ausführlichen Bericht!Ich lasse morgen mein Blut noch einmal untersuchen und werde am Donnerstag mal meinen Internisten nach seinen Erfahrungen fragen.Wenn es noch einmal zu einem Schub in diesem Jahr kommt,werde ich versuchen, eine Lösung ohne Bauchschnitt zu bekommen.Der Gedanke , im Urlaub notoperiert zu werden, gefällt mir nämlich gar nicht.Als Realschullehrerin ist mir auch der Gedanke mitten im Schuljahr auszufallen mehr als unangenehm, deshalb würde ich es lieber planen. Aber vielleicht habe ich ja auch Glück und kann mit vorsichtiger Kost die Operation umgehen. Weiterhin alles Gute für deine Genesung! Gruß Hanne

M#arixaP


Divertikulitis und Operation

Hallo,

ich bin auch Betroffene. Mir wurde vor fünf Jahren 28 cm Darm entfernt (Sigmaresektion). Weil ein Divertikel schon fast perforiert war, musste ein Bauchschnitt gemacht werden. Ich bin auch voll berufstätig und habe durch die schlimme Gewichtsabnahme drei!!! Monate nicht arbeiten können. Ich bin leicht untergewichtig in die OP gegangen und habe dann noch mal 10 Kilo abgenommen. Bei mir kamen noch einige Komplikationen hinzu, also das ist sicherlich eher die Ausnahme. Ich vertrage nach dem Eingriff bestimmte Lebensmittel nicht mehr so gut und bekomme häufig sofort Durchfall, wenn ich etwas im Restaurant esse. Körner meide ich auch und ganz wichtig ist viel trinken. Ansonsten stören mich die Blähungen, die ich wirklich als sehr lästig empfinde. Aber sonst geht es. Mich würde interessieren, ob es nach Jahren neue Komplikationen geben kann. Die Ärzte sagen, alle bekommen nach dieser Operation wieder Probleme, aber welche hat mir keiner verraten. Die Operation ist schon als schwer einzustufen, aber nach 14 Tagen ist man schon wieder gut auf den Beinen. Jeder muss selber herausfinden, was er dann noch verträgt oder nicht. Wer hat denn auch schon so lange eine OP hinter sich?

SqrilaZnkax52


Am Mittwoch wird mein Dickdarm gekürzt..

Bin 52,männlich und geburtig aus Sri lanka.Lebe seit 1972 hier.Habe seit 1984 mit Divertikulitis zu tun.

Jetzt bin ich überzeugt nach dem ich die Röntgenbilder gesehen habe,dass die OP sein muss.

Ein Engpass so dünn wie ein Bleistift.Verursacht durch die vielen Entzündungen die ich immer wieder hatte.

Ich schreibe gern wie es war und was danach anders ist wenn ich wieder u Hause bin.

Bis dann....

CSlaud}sEia


Ich hatte die Op im Herbst 2003 nach gedeckter Perforation (ein Riss, der sich selber wieder provisorisch schloss)

Die OP war bei mir ein Horror, aber andere haben bessere Erfahrungen gemacht.

Nach der OP begannen die Probleme bald wieder, zur Zeit bin ich annähernd beschwerdefrei.

S}rilainka5x2


Bin wieder da..Darm gekürzt...aber noch Schmerzen.

Ich habe Tolle Bilder vom OP.(Sigmabereich)Wer Intresse hat, kann mich mal mailen.sarath@htp-tel.de

Es war nicht schlimm.Wenig Schmerzen.usw.

Tschau,Sarath

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