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Nach Sigma-Resektion: empfindliche Narbe / wann Radfahren?

Pili7ntexr hat die Diskussion gestartet


Hallo zusammen,

vor sechs Wochen hatte ich eine Sigma-Resektion wegen Divertikulitis. Die Operation wurde mit großem Schnitt (~20 cm) durchgeführt. Die Narbe ist gut verheilt und so langsam kriege ich auch die Verdauung wieder in den Griff (mit Hilfe von Lactulose).

Zu meiner jetzigen Situation habe ich Fragen:

1.) Seit zwei Wochen ist ein Bereich um den Nabel (etwa so groß wie ein Handteller) zum Teil taub, zum Teil brennend schmerzhaft (wie bei einem Sonnenbrand). Schon ein T-Shirt auf der Haut macht ein wundes Gefühl. Ein Hosenbund ist kaum auszuhalten.

Ich habe inzwischen verstanden, dass das von der Durchtrennung der Nerven kommt. Mein Arzt sagt, damit müsse ich wohl leben - er könne evtl. ein Betäubungsmittel unterspritzen, das für einige Stunden Abhilfe schafft.

Meine Fragen dazu: Ist es möglich, dass sich diese Empfindlichkeit wieder zurück bildet? Gibt es Fachärzte, die mir weiter helfen können?

2.) Ich bin bis vor meiner OP täglich mit dem Rad zur Arbeit gefahren. Wenn ich nun Ärzte frage, wann ich wieder auf's Rad kann, bekomme ich sehr unterschiedliche Antworten. Die einen sagen, die Narbenbruchgefahr ist noch zu groß und ich soll einige Monate warten. Andere Ärzte meinen, ich könne nach 6-8 Wochen wieder anfangen.

Ich habe natürlich auch meine tägliche Rückengymnastik unterbrochen. Zu den Übungen gehören auch Sit-up's. Wann kann ich die wohl wieder machen?

Ich freue mich auf eine Antwort!

Margarete (53 Jahre)

Antworten
Mtonsxti


Hallo Margarete,

im vergangenen Jahr hatte ich drei große Darm-OPs (letztlich totale Dickdarmresektion mit Anlage eines endständigen Ileostomas). Mein Bauchschnitt reicht vom Brust- bis zum Schambein. Meine letzte OP war Anfang September, und erst seit ca. 3 Monaten bin ich körperlich und narbentechnisch wieder in der Lage, mich allumfassend sportlich zu betätigen. Ich hatte gaaaanz langsam angefangen und täglich ein wenig gesteigert. Sit-ups lass bitte noch weg ...

Fahrradfahren auf der Ebene geht relativ schnell wieder (nur bei uns in Tirol ging es wegen der winterlichen Schneemassen nicht ...). Fang mit kurzen Strecken an und beobachte, wie es Dir währenddessen und danach geht. Die Neigung zu Narbenbrüchen hängt sehr vom individuellen Bindegewebe ab - es reicht bei manchen Leuten schon ein Hustenanfall ...

Was die Empfindlichkeit/Taubheit im Bereich der Narbe betrifft, so vergeht diese mit der Zeit. Als es bei mir (auch um den Bauchnabel herum) richtig schlimm war, klebte ich mir einen Streifen "Mefix" drüber. Damit konnte ich zumindest die Reibung der Kleidung etwas reduzieren. Dieses brennende Gefühl hängt in der Tat mit den irritierten und langsam wieder "aufwachenden" Nerven zusammen - außer örtlicher Betäubung kann man tatsächlich nichts machen. Aber, wie gesagt: Das vergeht mit der Zeit.

Falls Du weitere Fragen hast - nur zu!

Liebe Grüße aus Tirol von

Angie (knapp fuffzig)

P"liInt&exr


Hallo Angie,

ich danke dir für deine schnelle und mutmachende Antwort!

Ich habe mal nach Mefix gegoogelt und finde kein richtiges Bild davon. Ist das ein insgesamt klebendes Flies (wie ein dünnes Pflaster)? Das würde also auch direkt auf der Narbe kleben?

Ich habe eine Pflasterallergie und vertrage gerade mal das weiße Leukosilk. Damit habe ich mir in den letzten Tagen ein Tempo-Taschentuch auf den Bauch geklebt. Aber wenn ich das nach ein paar Stunden wieder abgenommen habe, war die Haut unter dem Pflaster schon stark rot. Ich suche mir also jetzt Tag für Tag ein anderes Eckchen auf meiner Haut, auf die ich das Pflaster kleben kann. Vielleicht ist ja Mefix besser für mich? Kannst du mir dazu noch was sagen?

Du schreibst, dass die Nerven "aufwachen". Das ist ein schönes Bild. Es gibt das Gefühl, dass alles wieder "heile" werden kann. Na ja, ich weiß natürlich, dass das nicht so ist. Aber allein das Gefühl macht Hoffnung.


Und noch was: Ich habe Hochachtung vor deiner Energie! Ich habe schon einige deiner Beiträge in diesem Forum gelesen und dachte immer wieder: 'Alle Achtung, die Frau hat was durchgemacht! Und gibt trotzdem so viel Wissen und Mut weiter!'

Ich danke dir dafür und wünsche dir das Allerbeste!

Herzlich

Margarete

M0onxsti


Danke Margarete :o)))

Zu Mefix: Ja, das ist so ein selbstklebendes Fixierflies, das Du Dir nach Bedarf zurechtschneiden kannst. Auch ich habe eine Pflasterallergie, vertrage nicht mal Leukosilk - Mefix hingegen ganz problemlos. Versuch's mal!

Weiterhin gute Besserung und liebe Grüße!

Angie

PxliLnQter


Guten Morgen, Angie!

Jetzt habe ich mir in der Apotheke Mefix bestellt. 10 cm breit und auf einer 10-Meter-Rolle! Ich hoffe doch sehr, dass ich nicht die gesamte Rolle brauche! Ich bin gespannt, wie es sich anfühlt ...

Wie lange hat diese fiese Nervenirritation bei dir gedauert? Ich möchte sehr gern in zwei Wochen wieder arbeiten und habe Sorge, dass ich keine Hose und keinen Rock auf dem Bauch ertragen kann.

Mit ist nicht ganz klar, was du mit dem Start zum Radfahren meinst: Kann ich nach deiner Meinung jetzt (6,5 Wochen nach OP) langsam anfangen? Ich lebe im Ruhrgebiet und hier sind die Straßen recht waagerecht, also würde ich es gern probieren. Zum Beispiel heute die 2 km bis zur Apotheke fahren.

Einen schönen Tag wünscht dir

Margarete

MaoynsQti


Hallo Margarete,

wenn Du Dich gut fühlst, kannst Du es mit dem Radeln schon probieren. Wenn Du irgendwann merkst, es tut nicht gut, steigst Du halt ab und schiebst ...

Wie lange es bei mir gedauert hat, kann ich Dir nicht genau sagen. Um den Bauchnabel herum ist meine Narbe ziemlich breit, wulstig und immer noch gefühllos. Bei Wetterwechseln oder Föhn maulen die Nerven leider immer noch. Auch kann ich bis heute keinen festen Hosenbund ertragen - es lebe die hoch geschlossene Stretchhose :)^

Mit einem ordentlichen Streifen Mefix kannst Du den sehr empfindlichen Bereich am Bauch auch mit Papiertaschentüchern auspolstern. Achtung: Mefix klebt nur, wenn die Haut absolut trocken und fettfrei ist! Ich drück' Dir die Daumen, dass Du das Mefix genauso gut verträgst wie ich.

Fröhliches Radeln und liebe Grüße!

Angie

Pwlinst6etr


Mefix macht kleine Pickel, ist aber prima!

Hallo Angie,

jetzt habe ich schon drei Tage lang Mefix benutzt. Zuerst habe ich eine ganze Lage ohne Unterpolsterung auf den Bauch geklebt, also längs über die Narbe.

Als ich sah, dass sich das so dicht wie eine Folie auf die Haut legt, hab ich es vor Schreck gleich wieder abgenommen. Dabei hatte ich echt Schweißperlen auf der Stirn. Nicht, weil es so schlimm war. Eher, weil ich irgendwie Angst hatte, dass es die Narbe beschädigt. Ich muss schon sagen, es klebt echt ziemlich fest und das Abziehen ziepte ordentlich.

Dann hab ich ein Tempotaschentuch drunter gelegt. Das funktioniert gut. Aber wenn ich es nach Stunden abnehme, tut die Haut beim Abziehen weh und ist sehr rot. Nach ein-zwei Minuten bilden sich viele kleine Pickel, die jucken ... also doch eine allergische Geschichte. Ist aber auszuhalten.

Jetzt mache ich das so, dass ich das Mefix mal breiter, mal schmaler schneide. So kommt es nicht immer auf dieselben Stellen und die Haut kann sich ein wenig erholen.

Insgesamt ist es ein sehr guter Tipp von dir gewesen und ich freue mich, dass die Reibung von der Kleidung nicht mehr so durchkommt.

Radfahren hab ich mich noch nicht getraut. Aber dafür habe ich schon dreimal für eine Stunde im Garten gehockt und Unkraut gejätet. Da ist in den sieben Krankheitswochen viel zusammen gekommen! Ich freue mich, dass ich das wieder kann, und auch mein Bauch kommt gut damit klar.

Ich wünsche dir ein schönes Wochenende!

Margarete

MDonsxti


Hi Margarete,

solange es nur nur bei einigen Pickeln bleibt, ist es ja in Ordnung, hoffentlich bleibt es dabei!

Guten Erfolg wünscht Dir

Angie

mkmxwc


hallo

hallo

ich bin neu bei euch und hoffe bei euch etwas hilfe zubekommen ich habe seid jahren chronische darmverstopfung ich kann überhaupt nicht auf natürlichen wege abführen ich muß einmal die woche eine pek lösung trinken die man vor eine darmspiegelung trinken muß mein darm ist viel zu lang und die ärzte wollen den darm nicht kürzen bei meiner darmspiegelung stellte der artz fest das er meinen darm auffädeln mußte und beim zurück spiegeln wie ein vorhang zusammen gefallen ist

ich hatte auch schon am beckenbode einen op was leider auch nicht geholfen hat

bitte bitte kann mir vielleicht einer einen ratschlag geben ich wäre so dankbar den ich bin völlig am ende

herzlichen gruß mmwc

c4ordeu2


Hallo Margarete, hallo Angie,

wir hatten uns schon mehrmals unterhalten. Mir wurden vor 4 Wochen 70 cm Dickdarm entfernt. Eigentlich verheilte alles gut bis jetzt. Aber letzte Woche kriegte ich plötzlich wahnsinnige Schmerzen im gesamten Bauchraum. Ich dachte erst, ich hätte mich vielleicht nicht genau an die Diät gehalten (ich vertrage noch immer fast kein Essen), aber nachts wurde es so schlimm, dass mein Mann mich schon ins KH bringen wollte. Mit Novalgin hab ich dann die Schmerzen soweit in den Griff bekommen, dass ich bis zum Morgen warten konnte (ich hasse Krankenhäuser und will möglichst nie wieder darein). Als ich dann zum Prof kam, hat er mich untersucht und meinte, dass offensichtlich die linke obere Flexur sich aufweitet und den ganzen Verdauungsbrei sammelt, anstatt ihn zu transportieren und dass das Druck auf die umliegenden Organe macht. Ich bin mit den Nerven total am Ende. Hat die OP jetzt nichts gebracht?!? Der Doc meinte, vielleicht wäre das noch eine Irritation durch die OP, wir sollten nochmal zwei Wochen warten. Ich soll jetzt noch strenger Diät halten und noch mehr Abführmittel nehmen. Er war aber selbst nicht wirklich überzeugt, er meinte, so einen pathologischen Darm wie meinen hätte er noch nie gesehen (er ist Bauch-Spezialist!). Alles in meinem Bauch fühlt sich an wie vorher und ich habe große Angst, wie das jetzt weitergeht! Ich kann mir doch nicht noch mehr Darm entfernen lassen!!!! Was soll ich bloß tun?

eure verzweifelte Cordu

M_onrsti


Hi cordu,

hab Dir im anderen Beitrag schon geantwortet!

@ mmwc:

Eine Dickdarmkürzung wird dann gemacht, wenn die Kolon-Transitzeit 140-150 Stunden überschreitet (Obergrenze gesunder Frauen: 70 Std.). Bei wurde diese OP gemacht, wobei es mit einer bloßen Kürzung des Darms meistens nicht getan ist. In der Regel entfernt man bis auf ca. 30 cm den gesamten Dickdarm. Eine solche OP ist alles andere als ein Spaziergang und geht auch nicht laparoskopisch.

Liebe Grüße von

Angie

m,mwc


danke

hallo monsti und alle

danke das du mir geantwortet hast ich lese schon sehr lange deine beiträge und ich finde du gehst so gut um mit deinen leiden ich bewundere dich

1.ich war schon mindestens 12 mal seit november 04 in der notaufnahme im krankenhaus die haben dann meinen bauch geröngt und haben erst mal einen schreck bekommen und sagten ich stehe kurz vor einen darmverschluß dann müßte ich abführmittel nehmen und dürfte erst das krankenhaus verlassen als was in bewegung kam und ich etwas abführen konnte

2.dann habe ich mich in internet schlau gemacht wo ich dann auf die uni in lübeck gestoßen bin und habe mir dort dann einen termin geben lassen und bin den dort hin die fanden dann die beckenaussackung und dann folgte der op der mir auch nicht half ich konnte nachdem immer noch nicht abführen

3.ich war dann 2 mal 12 tage in hamburg im krankenhaus wo man mich total auf den kopf gestellt hat die ärzte sagten dann man mußte den dickdarm später rausnehmem aber ich soll erstmal noch so versuchen klar zukommen mit der pek lösung und es wurde auch zwei mal eine Kolon-Transitzeit gemacht und die war regelrecht ich konnte auch sehr gut abführen obwohl man nach den letzten röngen sagte es ist immer noch sehr viel stuhl im darm ich fühlte mich im krankenhaus sicher hier kann mir ja nichts passieren hier sind alle die mir helfen können und ich konnte auch essen ohne angst zu haben sag mal kann so etwas auch von kopf ausgehen

bitte schreib mir vielleicht könnt ihr mir noch ein paar ratschläge geben den ich denke immer das kannst doch nicht gewesen sein

herzlichen gruß meah

MUonstxi


Hallo Meah,

Du schreibst:

es wurde auch zwei mal eine Kolon-Transitzeit gemacht und die war regelrecht ich konnte auch sehr gut abführen

Du weißt aber, dass man während dieser Untersuchung (eine Woche) keinerlei Abführmittel zu sich nehmen darf! Also, bei mir kam damals die ganze Woche über nichts, dementsprechend waren natürlich auch noch alle 60 Röntgenmarker im Darm verteilt.

Klar, es spielt sich auch viel im Kopf ab. Meine Mutter z.B. muss nur telefonieren, dabei muss sie garantiert auf der Stelle auf's WC. Bei mir hatte das bedauerlicherweise nie funktioniert. ;-)

Hast Du es eigentlich schon mal mit regelmäßigen Einläufen versucht?

Liebe Grüße von

Angie

mdm;wc


hallo monsti

danke von herzen das du so schnell geantwortet hast

ja mit einläufen geht es auch nicht kommt so wieder raus im krankenhaus habe auch immer einläufe bekommen und die haben auch gesehen das die nichts bringen die

verstopfung liegt eher oben bleibt überall hängen mal stuhl mal luft weil mein darm so mega lang ist im krankenhaus habe ich auch mega viel gegessen ich kann es mir nur so vorstellen das der darm immer gut voll war und dann konnte ich gut abführen aber ich kann doch auch nicht immer so viel essen

bei meiner Kolon-Transitzeit habe ich auch keinerlei abführmittel nehmen dürfen die habe ich krankenhaus durchführen lassen

ab näste woche habe ich eine therapie um zu lernen da mit umzugehen glaubst du das die helfen könnte ?

ich bin so traurig und hilflos renne von einen artz zum anderen und keiner kann mir helfen ich frage nur wo warten die noch drauf den mein leidensdruck ist so hoch

danke und ich wünsche dir einen schönen tag gruß meah

ps.wollte nur noch mal sagen ich bin 59 jahre und diabetikerrin der aber top eingestellt den da kann ich selber was machen aber nicht mit der verstopfung

mAmwc


hallo monsti

ich nochmal in lübeck haben sie auch die darmnerven untersucht und die sind in ordnung

herzlichen gruß margret

das ist mein richtiger name

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