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Refluxer und ihre Probleme

I<na-M(aria hat die Diskussion gestartet


Leutchen, ich habs jetzt einfach getan. Ich habe uns einen Faden eröffnet, in dem wir uns auch über Nichtmedizinisches, über uns als "Psychos" unterhalten und austauschen können. Es ist nur ein Angebot, ich denke aber, dass somit allen geholfen ist.......

*schon mal vorsichtshalber vor Röchel wegduck und die verbalen schläge abwehr ;-D*

Antworten
ACnony~max1


Danke @:)

Gute Idee, das hier zu tun, und nicht irgendwo im Kaffee oder so.

Wobei auch ich denke, dass nach wie vor niemand was dagegen einzuwenden hat, wenn man im anderen Reflux-Thread Randbemerkungen zu seinen privaten oder beruflichen Problemen oder seinem Urlaub schreibt. Ich persönlich werde da höchstens neidisch, wenn anscheinend jeder (außer mir :°() in den Urlaub fährt, aber stören tut es mich sicher nicht. Und natürlich kann der eine das mehr, der andere das weniger machen, wobei ich aber auch finde, dass man es respektieren muss, dass manche Leute - aus welchen Gründen auch immer - mit weiteren Informationen eher zurückhaltend sind. Irgendwelche "abschätzigen" Bemerkungen finde ich da ehrlich gesagt nicht angebracht.

Aber ich denke auch, vorwiegend sollte es da wirklich um Reflux und aus dem Reflux im Alltagsleben resultierende Probleme usw. gehen. Denn wenn jeder den Reflux-Thread dazu nützt, um sich dort über seine sonstigen Probleme, Lebensansichten oder so auszulassen, dann würde das wohl wirklich zu einer "Verwässerung" des Threads führen. Bzw. "Neulinge" würden wahrscheinlich eher einen neuen Thread aufmachen, als inmitten irgendwelcher "Privatgespräche" ihre Fragen zu stellen.

Auf jeden Fall schlage ich vor, die derzeit laufende Diskussion, was in den Reflux-Thread gehört und was nicht, z.B. schon mal hier weiter zu führen.

So, und jetzt nehme ich lieber auch Reisaus ;-D

Rtölchel


Ina

Glückwunsch zur Initiative.

Hältst mich ja fürn tolles Ungeheuer.

"*schon mal vorsichtshalber vor Röchel wegduck und die verbalen schläge abwehr *"

Auch Anonyma "nimmt lieber Reisaus".

Ich glaub ja nicht, daß das hier klappt, denn die, die im Normalforum

mauern, werden hier garnicht erst antreten.

Hoffentlich irre ich mich.

Liebe Grüße

Cxhri.sti?ne


Hallo Ihr drei da oben *:)

Finde ich ne gute Idee. :)^ Schauen wir mal was draus wird. Na Röchel ein Ungeheuer wohl nicht, aber Du kannst ja schon mal kantig sein.

Grüße

I(na/-KMarxia


ach röchel, doch nicht für ein ungeheuer.... hab nur gedacht, dass es dir vermutlich nicht passt, dass ich jetzt doch einen extra faden aufgemacht hab...

ich find deine direkte art ja gar nicht schlecht und bei dir weiß man immerhin, woran man ist..... nur fühlst du dich auch recht schnell auf den schlips getreten, wenn man nicht deiner meinung ist.....

nu is aber jut, nich :-D

*mal die hand freundschaftlich rüber reiche*

*noch ein blümchen schenke @:)*

*:)

ABno%nym#ax1


Nein, ein Ungeheuer ist hier niemand, ich traue mich ja auch noch hier herein ;-D

Und das

denn die, die im Normalforum

mauern, werden hier garnicht erst antreten

ist sicher in gewissem Grad richtig. Natürlich wird es weiterhin Leute geben, die dieses Forum ausschließlich besuchen, um Tipps zu medizinischen Fragen zu erhalten und sich wahrscheinlich nicht hierher verirren werden.

Aber für diejenigen, die - über Randbemerkungen zum Urlaub, zum Beruf oder zur familiären Situation hinaus - einen Austausch oder eine Diskussion wollen, finde ich diesen Thread gut, und hoffe ebenfalls auf Beteiligung.

FWridxo007


Warum nicht

so ein extra Forum, aber ich bin mir nicht sicher ob es besser so ist. Ich bin ja ziemlich spät eingestiegn in dieses Forum , vielleicht so bei Seite 180 und ich habe ( auch ohne Röchels ausdrücklichen Rat ) einfach alle vorherigen Seiten durchgelesen. Die Beiträge die für mir wichtig erschienen habe ich gelesen, andere übersprungen. Als ich also alles so kompakt gelesen hatte ist mir klar geworden das mir irgendwann die persönlichen Gedanken die niedergeschrieben wurden genauso wichtig waren wie die ärztlichen Befunde. Was ich meine, ich konnte mir besser eine Meinung über meinen Zustand bilden weil ich mich in vielen Beschreibungne wiedergefunden habe. Mich hat es nie gestört wenn private Dinge in dem Reflux Thread zur Sprache kamen. Ganz im Gegenteil so bekamen die Synonym Namen ein Gesicht. Und ich glaube ganz fest das persönliches Befinden gerade im Zusammenhang mit Problemen im Magen / Speiseröhrenbereich eine grosse Rolle spielen.

LwaDrixus


Hallo Röchel

Ich halte mein Versprechen. Hätte nie gedacht, dass jemand an meine lang zurück liegenden Krankengeschichten Interesse hat. Wie soll ich das bloß schreiben, ohne dass du es als langweilig empfindest. Hmmm…

Wie so oft im Leben, fing alles ganz harmlos an.

Die 1. OP war, weiß nicht mehr so genau, so Anfang der 70er Jahre. Fing mit Ziehen in der Leistengegend an, nach dem dritten Besuch in einer Woche, die Schmerzen waren doch recht heftig, schickte mich die Ärztin ins Krankenhaus. Hier bestätigte sich der Anfangsverdacht, Blinddarm. Aber nur Reizung, war nicht akut, so wollten die mich nach 3 Tagen wieder entlassen. Es war November, das Wetter miserabel und die Schwestern sehr hübsch und attraktiv. Also, entschloss ich mich noch ein bisschen zu bleiben, raus damit, wer weiß zu welchem Zeitpunkt es wieder auftritt. Die OP und anschließende Genesung verliefen problemlos.

Die Zweite OP war dann schon ein Stück unangenehmer. Fing mit Afterjucken an, dann Blut im Stuhl. Hämorrhoiden- und Zystenbildung im Enddarm. Zwei Jahre lang rum gedoktert, in der Endphase sogar mit Analdehner. Nach härterem Stuhl sah es in der Kloschüssel aus, als hätte jemand ein Huhn geschlachtet. Mein Hintern sah aus wie der eines Pavians. Um ein Haar hätten die mir einen künstlichen Darmausgang verpasst. Die OP war schwierig, aber die Ärzte haben "ganze Arbeit" geleistet.

Hab aber noch mal Glück gehabt. Aus dieser Geschichte habe ich gelernt, was passieren kann, notwendige OPs vor sich her zu schieben.

Bei der 3. OP bekam ich im wahrsten Sinne des Wortes einen dicken Hals. Hab das zunächst nur an der Hemdengröße gemerkt, der Kragen ging nicht mehr zu. Kommt ja nicht so oft vor, wann bindet man sich schon ‚ne Krawatte um. Wenn man keine Beschwerden hat unternimmt man ja auch nichts. Das Schnarchen wurde irgendwann lauter und es traten Schluckbeschwerden auf. Ich schätze mal so nach ca. 3 Jahren nach den ersten Symptomen hab ich’s untersuchen lassen, Diagnose Schilddrüsenwucherung nach innen, Druck auf Speise- und Luftröhre. OP unausweichlich. Die Ärzte versuchten mich zu beruhigen, so was sei in der Regel gutartig, hatte ich trotzdem ein mulmiges Gefühl im Magen. Operiert hat mich Dr. Matthaes, der Mann von der Fernsehansagerin Dagmar Berghoff. Die OP war wohl doch was Besonderes, denn als ich aufwachte stand das gesamte Ärzteteam an meinem Bett und forderte mich auf zu sprechen. Das Problem bestand bei der OP darin, die Stimmbänder nicht zu beschädigen. Der Sprachtest verlief zufriedenstellend, so dass alle wieder abzogen, eine Ärztin blieb und beruhigte mich, alles gut verlaufen, nichts böses. Nur so eine Menge hatten sie noch nicht, 420 g haben die mir rausgeschnitten, schien wohl so eine Art interner Wettbewerb zu sein, und ich war die Attraktion.

Die 4. OP muss man nun unmittelbar mit der vorangegangenen in Zusammenhang bringen. Die war für mich die physisch Schwierigste. 10 Wochen später, ich hatte die OP schon abgehakt, fing es im Hals an zu kratzen. Das hatte ich öfter mal, hatte doch noch meine Mandeln, auch heute noch. Irgendwann in der Nacht fing es an fürchterlich zu Brennen, ich bekam keine Luft mehr. Als ich in den Spiegel schaute, traute ich meinen Augen nicht. Mein Hals mit der gut verheilten Naht sah aus, als hatte mir jemand mit einer Drahtschlinge nach dem Leben getrachtet. Ein dicker roter Wulst zog sich quer rüber. Also, Notarztwagen, und ab ins Krankenhaus. Zu diesem Zeitpunkt habe ich echt gedacht das war’s.

Im Krankenhaus erklärten die mir dann, dass sich die alte Wunde entzündet hat, dass kommt zwar sehr selten vor, aber passiert schon mal. Ich hab denen kein Wort geglaubt. Als sie mir dann noch nach der OP mitteilten, dass sie das Loch nicht wieder zunähen können, es müsse von außen alleine zu heilen, nur ordentlich Heiltinktur reinschütten, war für mich "alles klar". Gott sei Dank, hat sich dann doch später rausgestellt das es "nur" eine Infektion war. Und über die merkwürdigen Gespräche die ich damals mit meinen beiden Kindern, Junge und Mädchen, damals beide 12 Jahre alt, können wir heute nur noch schmunzeln.

Was die tatsächliche Ursache der Infektion war, kann man nur spekulieren, ist mir auch egal, hab wieder mal Glück gehabt.

Die fünfte OP war dann die Reflux-OP. Aber die erspare ich uns.

So lieber Röchel, dass waren meine OPs, hoffe du hast dich nicht zu sehr gelangweilt.

Gruß

Als Operateur kam für mich nur der Beste hier im Norden in Frage, und das war Dr. Matthaes, der Mann der Fernsehansagerin Dagmar Berghoff. Nach ca. drei Monate Wartezeit ging’s los. Bei den Voruntersuchungen merkte ich, dass ich irgendwie besondere Aufmerksamkeit bei den Ärzten genoss. Am Vorabend der OP kam Dr. Matthaes noch mal zu mir, mit einem Filzstift in der Hand, in der anderen das Röntgenbild und malte mir einen Smiley auf den Hals, zuerst den Mund mit den Begrenzungsstrichen, um dann lächelnd mit den Worten "damit’s ein bisschen freundlicher aussieht, zu vollenden. Ich begriff es nicht sofort,

L=ar`iu&s


Nachtrag: Sorry :-/

hab doch tatsächlich versäumt den letzten Abschnitt bei der 3. OP einzufügen.

Fortsetzung: Ich begriff es nicht sofort, aber es war die OP-Schnittmarkierung.

C/h?risotine


@ Larius

Da hast Du ja ganz schön was hinter Dir. Man muß halt schon was tun um auf der Schokoladenseite des Lebens zu bleiben- gell.

liebe Grüße

P.S. langweilig wars auch nicht

IXna-MZarixa


Hallo Larius,

deine ops reichen für ein ganzes leben... deshalb hoff ich doch, dass nun nichts mehr kommt :-)...

und christine hat recht, es war nicht langweilig...

liebe grüße *:)

R:öchexl


Larius

Mann, da bist Du ja durch die Hölle gegangen.

Ich bin angenenhm überrascht : eine so ausführliche, offene Darstellung hätte ich nicht erwartet.

Das ist ja ein Unterschied wie Tag und Nacht zu Deinen Ausführungen

im "Normal - Forum".

Fand ich natürlich überhaupt nicht langweilig.

Mit diesem Hintergrund macht nun auch Begrüßung "auf der Schokoladenseite" Sinn.

Ich hatte nur 2 OP's einmal mit 21 Jahren Mandeln raus u. dann die

Fundoplikatio. Hat mir auch schon gereicht.

Gruß

L!a#rBiuxs


Hallo ihr Lieben *:)

zunächst ganz lieben Dank für die positive Resonanz. :-D

@ Christine

das Dumme ist nur, dass man vor der OP nicht mehr viel tun, ausser den Ärzten und Gott zu vertrauen. Und nach der OP seinem Körper die Rücksicht zukommen zu lassen, die man ihm vor der OP versagt hat.

@ Ina-Maria

dein Wort in Gottes Ohr, wär schön wenn das zutrifft, täte nichts lieber als mich "zur Ruhe" ;-) zu setzen.

@ Röchel

Das Stichwort hast du gegeben, und ich hatte es auch schon erwähnt, die Mandeln. Nach meiner 4. OP, wo mein KH Bedarf nun wirklich gedeckt war, traten häufig Mandelentzündungen auf, zuerst 2-3 mal im Jahr, ich vertrug die Antibiotika einigermaßen, also hinein damit. Mein Hausarzt wurde das irgndwann zu bunt, und prophezeite mir, beim nächsten mal gib's die Einweisung. Es kam wie es kommen musste, ca. 1/4 Jahr später stand ich wieder auf der Matte, also erstmal Antibiotika zum abklingen, dann ins KH.

Da stand ich nun mit der Einweisung, ziemlich bedröppelt :-/

nach ein paar Tagen war wieder alles vergessen, nätürlich auch die Einweisung ;-D. Nun trat Genosse Reflux auf den Plan, und ich musste seinetwegen zu meinem Hausarzt, ob ich wohl ein schlechtes Gewissen hatte. Er faselte was von, 'Kindergarten', und 'mir sei eh nicht zu helfen' und ich saß da, wie damals vorm Rektor in der Schule als mein Schneeball einen Stern in der Fensterscheibe hinterließ.

Ich sagte dann, beim nächsten Mal ganz bestimmt, versprochen.

Aber es gab kein "nächstes Mal" ???. Habe seit ca. 5 Jahren keine Mandelentzündung mehr gehabt.

Ich glaube nicht an Zufälle bei Erkranungen, alles hat eine Ursache und steht mit irgendwas im Zusammenhang. So bin auch der Meinung, das der Reflux selbst, oder die dagegen eingenommenen Medikamente mir die Mandel-OP erspart haben.

Liebe Grüße

FOriCdgo00x7


Larius

also ich bin ein heimlicher "Fan" von Dir, weil du immer aber auch immer Zeit hast um besorgten Teilnehmern an diesem Forum Rede und Antwort zu stehen. Deine obige Schilderung der OP's ist für mich weder Langweilig noch unwichtig, es ist gerade zu unglaublich und spannend. Ich muss ganz ehrlich sagen, wenn ich so oft operiert worden wäre ich glaube mir wäre das auf die Seele geschlagen.Ob ich dann noch so ein lebensbejahender und lustiger Mensch wäre wie ich jetzt noch bin - ich habe Angst das hätte sich in Selbstmitleid gewandelt.

Ich finde das Leute die diese Forum besuchen nicht zwangsläufig nur eine Antwort erwarten sonder die meisten wollen sich einfach eine eigene Meinung bilden, über ihr Problem, den Umgang damit und auch über eine mögliche Lösung. Dazu ist so ein Forum eine klasse Sache, den ich denke ich muss mindestens genauo so schlau sein wie der Arzt, OK ich will nicht operiern könne, aber ich will über die verschiedenen Möglichkeiten, Risiken, Auswirkungen und Alternativen schon bescheid wissen. Gehst du zu drei Ärzten hörtst du auch drei Meinungen und musst dir nun selber eine bilden. Und genau so wichtig bei diesem Prozess ist es ebend die Meinung verschiedener Betroffender zu hören. Leider passiert dies in so einem Forum meistens vollkommen anonym. Und doch wird jeder für sich selbst die hier getroffenen Aussagen wichten und für mehr oder wenige zutreffend haltren bei der Lösung seines Problems. Und so glaube ich wird bei jedem der das Forum intensiv liest in seinem Kopf ein Bild von der Art, Glaubwürdigkeit, Eigenschaft ja sogar Aussehen der einzelnen hier schreibenden Personen entstehen. Und zumindestens für mich ist es nicht unwichtig diese persönlichen Faktoren zu kennen um mir aus dem gesamten Konglumerat der hier veröffentlichten Meinungen selber eine bilden zu können. In diesem Sinne also nochmals, Danke für deine Veröffentlichungen Larius.

Und noch was dazu. Ich habe mindestens jedes Jahr drei mal die Mandeln entzündet -ungelogen ( vielleicht gibts es sich ja sogar jetzt nach der OP ). Aber vor vielen vielen Jahren hat mir mal ein alter sehr erfahrener Kionderarzt gesagt : Die Natur hat dem Menschen die Mandeln gegeben um den Hals zu schützen. Ich denke du solltest froh sein das sie noch drinne sind, den ansonsten würde ich - und in dem Fall wahrscheinlich auch du - jedes Mal eine Angina bekommen anstelle eine Mandelentzündung. Ich denke was nicht unbeding weg muss, da sollte auch bloss kein Arzt ran.

ISna- Marixa


heute war ein heultag...

ich war bei der beerdigung von einem 8-jährigen jungen. der kleine hat einen 7-jährigen kampf gegen krebs hinter sich... die endphase muss schrecklich gewesen sein.

die mutter wirkte wie versteinert, ich hab geheult ohne ende. mensch, was bin ich froh, dass meine kids gesund sind....

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