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Schon wieder verwachsungen?

tJamixla hat die Diskussion gestartet


hallo zusammen,

vor 13 jahren wurde mir der blinddarm mit herkömmlichen bauchschnitt entfernt. letztes jahr im november wurden mir deswegen verwachsungen im bereich der blinddarmnarbe entfernt. ausserdem hatte ich eine kleine zyste, die bei der lapraskopie ebenfalls entfernt wurde.

im februar begannen wieder neue schmerzen, die seitdem immer unangenehmer werden. zuerst dachte ich an einen leistenbruch, da ich zu diesem zeitpunkt des öfteren schweren schubkarren mit bauschutt gefahren hatte. in der zwischenzeit haben sich die schmerzen zur blinddarmnarbe verlagert.

jetzt ist es so:

ich habe jeden tag schmerzen! die bauchnabelgegend sticht beim "draufdrücken" immer, ebenfalls die blinddarmnarbe. desweiteren immer minutenweise komplette unterleibsschmerzen. nicht so, dass ich nicht mehr laufen kann, aber doch sehr unangenehm. ausserdem häufige blähungen, verstopfung oder durchfall und dieses ständige druckgefühl im gesamten unterbauch.

kurz nach der adhäsiolyse ging´s mir super. können das schon wieder neue verwachsungen sein? ich dachte immer, dass man bei einer bauchspiegelung vor wiederkehrenden verwachsungen "sicher" ist.

achja, ich war natürlich beim arzt! ausser einem starken eisenmangel ist er im moment aber auch ziemlich ratlos (und im urlaub). eisenmangel kommt vom blutspenden. bei 1,64 und 52kg vielleicht wirklich nicht sehr ratsam.

in der zwischenzeit bin ich echt schon ziemlich verzweifelt. ich hoffe, dass ihr mir ein paar tipps geben könnt.

viele grüße

tamila

Antworten
MSonsxti


Hallo Tamila,

bin selbst betroffen, kann Dir aber trotzdem keinen genialen Rat liefern. Ich hatte nach einer Bauchfellentzündung/Sepsis und Not-OP mit kompletter Dickdarmentfernung und Anlage einer endständigen Ileostomie Anfang 2004 einen katastrophalen Verwachsungsbauch, der im September vorigen Jahren in einer 8-Stunden-OP einmal gerichtet worden war, weil ich einen Darmverschluss hatte und auch die Blase streikte. Anschließend hatte ich bis Februar Ruhe. Dann ging es leider wieder los.Seitdem bin ich bei einem TCM-Arzt und werde mit gutem Erfolg per Akupunktur behandelt. Diese Therapie muss ich leider selbst bezahlen, aber sie hilft mir so gut, dass ich ohne Schmerzmittel auskomme.

Liebe Grüße von

Angie

tcamixla


hallo monsti,

wahnsinn!!! so schlecht wie bei dir ist es bei mir ja gott sei dank nicht!

aber es ist schon sehr lebenseinschränkend, wenn ständig irgendwas zwickt!

das heisst also, dass solche verwachsungen trotz laparaskopie wieder kommen können?

viele grüße

tamila

MMonxsti


Hallo tamila,

ja, leider - vor allem, wenn man sowieso schon zu starker Narbenbildung neigt. Ich wurde im vorigen Jahr dreimal per großem Bauchschnitt operiert, da sind ausgedehnte Verwachsungen natürlich eher vorprogrammiert als nach einer Laparoskopie - aber auszuschließen sind sie leider auch nach einem minimalinvasiven Eingriff nicht.

Wie gesagt: Ich mache sehr gute Erfahrungen mit einer Akupunkturtherapie, wobei es - falls man sich für eine solche Therapie entschließt - sehr wichtig ist, zu einem wirklich erfahrenen TCM-Arzt mit entsprechendem Diplom zu gehen.

Liebe Grüße von

Angie

Sdtill(esLjeixden


Hallo Ihr 2!

Ja das mit den Verwachsungen ist schon ein Graus. Auch mich hats nach Bestrahlung und 7 stündiger Op (mit Bauchschnitt) voll erwischt. meine Schmerzen waren unbeschreiblich und dann wurde ich noch einmal via Bauchschnitt von den unzähligen Verwachsungen befreit. Sport und eine Gesunde Ernährung (möglichst wenig tierische Fette) helfen mir persönlich schon einiges. Versucht es mal!? Wobei ich den Tipp mit der Akkupunktur durchaus in Betracht ziehen werde!

Mmon7st}i


@StillesLeiden

Hi,

wenn's denn doch so einfach wäre ... leider ist nach einer schweren Peritonitis mit allen Begleiterscheinungen sehr lange kein Sport möglich. Da ist man froh, wenn man nach Monaten wieder soweit bei Kräften ist, dass man 100 m am Stück gehen kann. Auch das mit der "gesunden Ernährung" gestaltet sich schwierig, wenn man gerade die "gesunden" Sachen nicht mehr essen darf und wegen 3 m fehlendem Gedärm auch sehr vieles nicht mehr verdauen kann.

Gerade gestern war ich in unserem KH zwecks Voruntersuchung für eine geplante Rektumamputation. Bereits im Ultraschall waren erhebliche Passageprobleme im Dünndarm ersichtlich. Im CT bestätigte sich der Verdacht leider, d.h.: Ich stehe kurz vor einem erneuten Darmverschluss (Bridenileus). Zudem ist mein Dünndarm mit großen Teilen der Bauchdecke sowie mit dem Rektumstumpf verwachsen, so dass eine Rektumamputation nicht so einfach möglich ist.

Sollte sich bei mir ein erneuter Ileus einstellen, darf ich damit rechnen, dass noch ein weiteres Stück Dünndarm entfernt wird, was das bereits ausgeprägte Kurzdarmsyndrom natürlich noch verschärft. Und danach kommen natürlich auch wieder neue Verwachsungen. Ohne Notfall will da schon jetzt kein Chirurg mehr ran.

Folglich kann die Akupunktur die Entstehung von Verwachsungen nicht verhindern, aber zumindest bei mir werden die damit verbundenen Schmerzen tatsächlich effektiv gemildert.

Liebe Grüße von

Angie

SLtXilles^Leiden


Hallo Angie

Du kannst einem richtig Leid tun... Ich habe es echt zu schätzen gelernt was es bedeutet "richtig" aufs Klo gehen zu können... Ich steuere zwar gerade auf eine Niereninsuffizienz (alles Folgen der Bestrahlung) zu aber ansonsten scheint alles soweit überstanden. Die Tumorschmrzen waren längst nicht so drastisch wie die der Verwachsungen. Ich wünsche Dir alles erdenklich gute und das Deine OP möglichst Komplikationslos verläuft!

Liebe Grüße, Nadine

t0amilQa


hallo monsti,

ich wünsch dir auch alles gute!!!@:)

war heut mal wieder beim doc! der hat mal wieder rumgedrückt und gesagt, dass man sehr gut ein "darmwalze" (?) tasten kann. was soll denn das wieder heissen ???

versuchshalber hat er mir meine, verlgeichsweise poplige, blinddarmnarbe unterspritzt, um zu schauen, ob es "nur" narbenschmerzen waren. natürlich nicht!

montag muss ich wieder hin, damit wir das weitere vorgehen besprechen. bin ja echt gespannt, wie´s dann weitergeht. auf die dauer ist so was schon sehr nervenaufreibend!

@stilles leiden:

ich gehe eigentlich immer sehr gerne zum joggen. aber wenn man nach ein paar hundert metern nicht mehr weiss, wie man geradeaus laufen soll, macht es überhaupt keinen spaß :°(

aber nachdem ich ja auch noch mein hottl zu versorgen habe, komm ich auch so zu meinem sport. dem pferd ist es nämlich ziemlich wurscht, ob man schmerzen hat oder nicht! hauptsache es hat was zu futtern!;-D

vielen dank euch beiden

M4onsxti


Hallo tamila,

aber wenn man nach ein paar hundert metern nicht mehr weiss, wie man geradeaus laufen soll, macht es überhaupt keinen spaß

Genau so isses! Ich versteh das bestens, denn mir geht's genauso (wobei ich längst nimmer joggen kann, ich bezieh das also mal aufs Walking ;-) )

Das mit der "Darmwalze" kenn ich auch, hab ich seit ein paar Wochen eigentlich ständig nach dem Essen. Schaut witzig aus ... erst eine große Kuhle am Bauch, gleich danach ein mächtiger Wulst. Ich bin sehr dünn, da sind Darmbewegungen natürlich leichter zu sehen als bei Dickbäuchen.

Scheiß Verwachsungen!!! Grad bin ich wieder voll genervt.

Grüßle von

Angie

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