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Darmverschluß bei 91er Tante! - heute OP - Hab Angst um sie

R\edNBulxly hat die Diskussion gestartet


Meine Tante ist mein großes Vorbild! Sie ist letzte Woche 91 Jahre alt geworden und war bis dahin noch recht fit: Spaziergänge, wandern bis zu 20 km, großer Garten, den sie gepflegt hat, stricken usw. Total fit einfach! Vor 4 Wochen ist sie hingefallen und jetzt konnte sie nicht mehr richtig auf das Bein auftreten, weil sie eine schwere Stauchung hatte. Durch das viele Sitzen und Liegen hatte sie dicke Beine bekommen (Wasser) und sie konnte nicht mehr richtig aufs Klo, weil sie sich ihre getrockneten Apfelringe nicht mehr selber machen konnte. Jedenfalls hatte sie furchtbare Bauch-Schmerzen bekommen und gestern hat man sie ins Krankenhaus gebracht: Darmverschluß. Heute Mittag ist die OP. Ich habe totale Angst um sie! Die haben versucht den Verschluss mit Infusionen wegzubekommen, aber jetzt sofort die OP. Mann, die Frau ist ihr ganzes Leben lang schon zäh gewesen, aber das wird sie sicher nicht mehr richtig hochbringen. Mir ist schon total schlecht, wenn ich dran denke. Sie ist mein großes Vorbild.

Hat jemand Erfahrung mit OP bei älteren Menschen? Ich konnte sie nicht mal mehr besuchen, so schnell geht das...!

Antworten
PZlinteexr


OP wegen Verschluss bei 83-jähriger Dame: Alles bestens!!

Hallo RedBully,

die Mama meiner Freundin ist 83 Jahre alt, meistens bettlägerig und an Alzheimer erkrankt. Sie kriegt nicht mehr viel von ihren Körperfunktionen mit und hatte sich auch nicht gemeldet, als sie vor drei Monaten einen Darmverschluss hatte.

Zum Glück haben die Altenpflegerinnen in dem Heim, in dem die Dame lebt, es rechtzeitig bemerkt und kurz entschlossen einen Arzt gerufen. Frau L. wurde sofort in eine kleine Vorstadtklinik gebracht ... und dort noch in der Nacht operiert. Die Operation dauerte 3,5 Stunden.

Ich muss schon sagen, ich hatte ziemliche Bedenken wegen des hohen Alters und der Gebrechlichkeit der alten Dame (sie ist u.a. Asthmatikerin und herzkrank). Zumal ich selbst erst kurz vorher mit großem Bauchschnitt am Dickdarm operiert worden war und mir gut vorstellen konnte, was so eine Operation dem Körper abverlangt. Ich hatte auch Zweifel, ob die Ärzte/Schwestern in diesem kleinen Krankenhaus das überhaupt richtig können ....

Ich habe mich zum Glück in allen Punkten geirrt!

Frau L. ist 10 Tage nach der OP entlassen worden (!), die große Bauchnarbe war schon prima verheilt, der Darm machte wieder halbwegs, was er sollte.

Heute sitzt Mama L. wie immer in den letzten Jahren stundenlang in ihrem Rollstuhl im Tagesraum und nimmt - mal mehr, mal weniger - teil am Geschehen. Sie isst und trinkt, was ihr schmeckt und es macht den Eindruck, als sei überhaupt nichts passiert. Und das, obwohl man ihr einen faustgroßen Tumor und ein gehöriges Stück Darm entfernen musste!

Meine Freundin kann es kaum glauben und ist unglaublich dankbar. Auch sie hatte ganz große Angst um ihre Mama - eben so wie du jetzt um deine Tante. Die ganze Nacht hindurch hat sie gebetet und stündlich in der Klinik angerufen.

Am nächsten Vormittag waren wir zusammen bei Mama L. auf der Intensivstation. Nun ja, sie sah zwar noch sehr mitgenommen aus, aber die Kreislauffunktionen waren stabil und die Blutwerte auch. Die Ärtze machten meiner Freundin Mut und sagten, dass so ein Eingriff nicht so schlimm sei wie es für Laien aussieht. Die Dame wurde am 4. Tag nach der OP auf die normale Station verlegt und konnte zu dem Zeitpunkt schon wieder breiige Nahrung essen.

Ich kann dir also berechtigte Hoffnung machen! Operationen am Darm sind mittlerweile zum Routineeingriff geworden, und auch die Versorgung nach der Operation gehört zum Alltag auf Intensivstationen (da wird deine Tante wohl auch einige Tage bleiben, damit man sie rund um die Uhr überwachen kann).

Ich wünsche dir Hoffnung und Kraft! Und deiner Tante wünsche ich, dass sie ganz schnell wieder gesund wird!

Margarete

RUe%dBullxy


Hallo Margarete!

Ich danke Dir wirklich sehr! @:) Du hast mich jetzt wirklich total aufgebaut! Weißt Du, jetzt hat sich meine Tante endlich entschlossen, in einer Seniorenwohnanlage eine Wohnung zu mieten, weil sie einsieht, dass sie den großen Garten und das Haus nicht mehr erledigen kann, jetzt hätte sie nächste Woche in die neue Wohnung dürfen - und jetzt DAS! Dass das Timing auch manchmal so ungerecht sein muss...!

Ich danke Dir ganz arg und ich berichte Dir, wie es verlaufen ist!

Liebe Grüße

P$lipnter


Schon was gehört?

Hallo RedBully,

ich gehe davon aus, dass du eine Frau bist - stimmt das?

Eigentlich müsstest du so langsam im Krankenhaus erfragen können, wie deine Tante die OP überstanden hat. Sicher freut sie sich sehr, wenn du sie morgen kurz besuchen kommst. Sie wird dann wahrscheinlich noch sehr schläfrig sein, aber durchaus wissen, dass du da bist.

Ich weiß von meiner eigenen OP im April noch gut, wie sehr ich mich über den ersten Besuch meines Sohnes auf der Intensivstation gefreut habe. Ich war noch so müde, dass ich kaum mit ihm sprechen konnte. Aber seine Hand auf meiner Stirn und sein liebes Lächeln haben sooo gut getan!

Schmerzen hat man übrigens nach solchen OP's so gut wie keine. Dafür sorgen die Ärzte schon :-)

Meine geliebteste Tante (ich habe mehr als 10 Tanten) ist nur eineinhalb Jahre älter als ich. Wir fühlen uns wie Schwestern. Wenn ihr sowas passieren würde ... ich kann deine Angst sehr gut verstehen.

Gerade das Unbekannte macht uns ja die meiste Angst. Weil wir es so schlecht einschätzen können. Eben deshalb finde ich Foren wie dieses so hilfreich.

Ich freue mich, wenn du erzählst, wie es deiner Tante geht.

Toi-toi-toi!

Margarete

RMedBu(llxy


Ich muss jetzt noch kurz raus auf unsere Baustelle (bauen ein Haus und machen gerade den Keller - im Frühjahr richten wir auf). Wenigstens kann ich mich mit Arbeit etwas ablenken. Ich berichte dann, wenn ich was weiß! Muss noch kurz mit meiner Mutter telefonieren, denn für die ist meine Tante (eigentlich meine Groß-Tante und ihre richtige Tante) so etwas wie eine Ersatz-Mutter. Der gehts nämlich gleich wie mir - immer um alle lieben besorgt...!

*:)

RcedBuxlly


Und ja - bin ne Frau. Der Name "RedBully" kommt daher, weil ich jeden Tag mindestens einen Red Bull trinke - mir schmeckt das so sehr!

Bis morgen dann...!

RjedBu8lly


OP ist gut verlaufen!!!

Margarete, die OP ist gut verlaufen!!! Sie liegt nun auf der Intensivstation - ist sogar ansprechbar! Ich werde sie dann morgen vielleicht gleich besuchen. Mann, mir fällt ein Stein vom Herzen. Zäh war sie ja schon immer, aber das Alter sollte man halt auch nicht ausser Acht lassen. (Mein großes Vorbild!!!)

Jetzt muss ich erst mal was essen. Sowas schlägt mir immer auf den Magen...! Jetzt könnte ich vor Erleichterung ers mal heulen, aber das nützt ja auch nix!

P$linQtexr


Heul doch ruhig!

Na siehste,

das Schlimmste ist schon vorbei! Heul doch ruhig - das tut manchmal einfach nur gut und nimmt die Anspannung.

Bin gespannt auf deinen nächsten Bericht :-)

Margarete

R>edBKully


Hey Margarete!

Sie hat dieOP gut überstanden. Es war dann doch nicht einfach ein Darmverschluss: Sie hatte Verwachsungen im Bauch und um die hat sich der Dünndarm geschlungen. Also hat man ein Stück Dünndarm rausgeschnitten und den Rest wieder an den Dickdarm angenäht! Sogar die Schmerzen vom Bein, kamen von diesen Verwachsungen und so. Du, die sind heute sogar wieder ein paar Schritte gelaufen mit ihr. Der Arzt hat sie gelobt, sie sei sehr tapfer! Das Schlimmste für sie ist gerade, dass sie furchtbar Durst hat, aber nicht viel trinken darf. Man weiß ja: Durst ist schlimmer als Heimweh, aber das schafft sie auch noch! Bin ich froh!

Jetzt wünsche ich ihr, dass sie schnell gesund wird und in ihre neue Wohnung kann! Ich kanns nur wiede sagen: MEIN VORBILD!!!

Liebe Grüße *:)

P}linxter


Hallo, du nicht-mehr-so-besorgte Groß-Nichte :-)

Was du von deiner Tante erzählst, übertrifft ja sogar den Genesungsverlauf von Frau L. Und den fand ich schon sehr, sehr bemerkenswert! Und deine Tante hatte als Ursache für den Verschluss "nur" Verwachsungen, aber keinen Krebs wie Frau L.

Das ist doch insgesamt alles sehr aufmunternd - man hört auch sehr deutlich aus deinem Bericht heraus, dass es auch mit deinen Gefühlen wieder bergauf geht. Schön!

Ich denke, es gibt jetzt kaum noch einen Grund für schlimme Sorgen. So wie du deine Tante schilderst ist sie ja wirklich ein "zähes Luder". Alle Achtung!!! Davon kann auch ich was lernen!

Ich wünsch' euch das Beste!

Margarete

P,li/ntexr


Hallo, du nicht-mehr-so-besorgte Groß-Nichte :-)

Was du von deiner Tante erzählst, übertrifft ja sogar den Genesungsverlauf von Frau L. Und den fand ich schon sehr, sehr bemerkenswert! Und deine Tante hatte als Ursache für den Verschluss "nur" Verwachsungen, aber keinen Krebs wie Frau L.

Das ist doch insgesamt alles sehr aufmunternd - man hört auch sehr deutlich aus deinem Bericht heraus, dass es auch mit deinen Gefühlen wieder bergauf geht. Schön!

Ich denke, es gibt jetzt kaum noch einen Grund für schlimme Sorgen. So wie du deine Tante schilderst ist sie ja wirklich ein "zähes Luder". Alle Achtung!!! Davon kann auch ich was lernen!

Ich wünsch' euch das Beste!

Margarete

RSed~Bullxy


Danke Margarete! Ja, mir geht´s auch wieder recht gut, seit ich das jetzt gehört habe. Ich selbst werde sie dann erst am Montag besuchen - klar, auf der Intensiv-Station. Aber meine Mutter war schon bei ihr und da hat das liebe Tantchen nach ner Viertel Stunde gesagt "Du musst aber gleich wieder gehen, denn Du hast sicher viel Arbeit", das fand ich voll lieb. Sie will immer niemanden beanspruchen. Meine Mutter hat ihr über die Wange gestreichelt und gesagt: "Ich bleib so lange wie ich will" und hat sie noch bissle gedrückt :°_

Danke für Deine Aufmunterung, als ich so furchtbar besorgt war. Macht mein Freund zwar auch, aber wenn man dann noch so einen Bericht bekommt,wie der von Frau L., das läßt doch immer noch zusätzlich hoffen!

Schönen Abend wünsch ich Dir - ich will auch ein "zähes Luder" werden! Das hast Du schön gesagt!!!!

PVlintxer


Was macht das Tantchen?

Hallo RedBully,

wie geht es deinem Tantchen?

Ist sie auf dem Weg der Genesung?

Herzliche Grüße!

Margarete

R?ed Bully


Hallo Margarete!

Das ist jetzt lustig! Gerade habe ich gedacht, ich schreib Dir mal wieder nen Bericht, wie´s mit meiner Tante weitergeht. Ich ruf die Seite auf und sehe, dass Du schon nachfragst. Nett!@:)

Sie ist seit gestern sogar von der Intensiv-Station raus und liegt in nem normalen Zimmer. Die OP war wohl wirklich schwer, und sie ist noch schwach. Mann, jetzt haben sie noch festgestellt, dass nur noch 1 Niere funktioniert und dass sie Wasser hat. Nicht nur in den Beinen - was schlimmer ist: in der Lunge. Deshalb schnauft sie auch so schwer und kriegt manchmal noch zusätzlich Sauerstoff. Sie ist halt noch sehr schwach. Wenn man bedenkt, wie wir immer bei einem normalen grippalen Infekt sind, dann ist das ja wirklich noch entschuldigt. Ich war jetzt noch immer nicht bei ihr - geh aber morgen hin. Sie hat zu meiner Mutter gesagt, sie will nicht so viel Besuch, weil sie zu müde und zu schwach zum Reden ist. Jetzt verreisen meine Eltern und ab morgen geh ich dann jeden Tag hin, dass sie weiß, dass sie nicht alleine ist. (Jetzt heul ich, denn ihr gehts wirklich nicht gut). Ihr Sohn kommt am Samstag - der wohnt halt etwas weiter weg. Ich wünsch ihr so sehr, dass sie noch ne Zeit in die neue Wohnung könnte...!

Danke fürs "Abladen" Margarete - tut gut...!

P,linxter


Fünf Minuten können reichen

Wirklich schade, ich hätte gern bessere Nachrichten gelesen.

Deiner Tante reichen evtl. schon fünf Minuten Besuch. Sie hat es ja deiner Mutter schon gesagt und das sollte man ernst nehmen.

Wenn du kannst, sitz bei ihr und sei einfach da. Denken / Zuhören / Sprechen strengen sehr an, wenn man so krank ist.

Sie ist immerhin nicht mehr auf der Intensivstation. Das ist sicher ein gutes Zeichen.

Was kann ich dir sagen .... ich wünsch' euch das Beste!

Margarete

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