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Verwachsungen durch Mrt-Untersuchung feststellen

Allesxia hat die Diskussion gestartet


Hallo Angie, Cordu, Iris und alle die sich dafür interessieren,

wie ich schon berichtete, habe ich in Berlin eine MRT-Untersuchung, die von Endogyn angeboten wird, wegen meiner ständigen Darmprobleme durchführen lassen.

Diese Untersuchung wird im Rahmen einer Studie in diesem Forum von H. Dr. Kruschinski für Patienten vor einer bauchlosen Bauchspiegelung angeboten.

Die Untersuchung selbst dauert ca. 30 Minuten, 1 Std. vorher trinkt man 1 l Wasser, dem ein Kontrastmittel zugesetzt wird, um den Dickdarm besser sichtbar zu machen.

Während der Untersuchung wird man aufgefordert, nach Anweisung ein- bzw. auszuatmen oder den Atem anzuhalten.

Ein zusätzliches Kontrastmittel wird nur verabreicht, wenn etwas Auffäliges gefunden wird.

Nach der Untersuchung hat der Doktor sich die Bilder gemeinsam mit mir angesehen; er konnte aber so kurzfristig nichts Verdächtiges erkennen. Eine solche Diagnose ist mit ca. 1000 Bildern auch nicht ganz einfach und erfordert viel Zeit und Erfahrung. Deshalb wollte sich der Doc das alles noch einmal in Ruhe anschauen und mir dann den endgültigen Befund zukommen lassen.

Diese Untersuchung hat mir wohl etwas Probleme gemacht, ich hatte erst Durchfall und nach dem Abendessen zusätzlich sehr starke Bauchkrämpfe, die dazu führten, dass ich alles unter größten Schmerzen und Schwierigkeiten wieder erbrochen habe.

Am nächsten Tag ging es mir halbwegs besser und ich habe mit meinem Freund zusammen eine Rundfahrt im Bus gemacht.

Leider gab es auch da wieder Probleme. Ich bekam wahnsinnige Krämpfe in beide Beine und konnte kaum aufstehen, vor allen Dingen Treppensteigen war fast unmöglich. Durch langsames Laufen hat sich dann im Lauf des Tages alles wieder normalisiert und jetzt ist mein Normalzustand mit meinen üblichen Schmerzzuständen im Bauch erreicht.

Dies nur kurz zum Ablauf der Untersuchung, die von mir gemachten Erfahrungen müssen aber nicht auf jeden zutreffen. Evtl. bin ich auch etwas empfindlich.

Mein Rat: nach der Untersuchung viel bewegen und wenig essen, dann geht es bestimmt ohne größere Probleme.

Jetzt habe ich meinen ausführlichen Befund incl. einer CD mit ca. 1000 Bildern und einem Programm zum Abspielen vorliegen (für einen Laien sehr kompliziert und kaum zu diagnostizieren) und will kurz die wichtigsten Punkte wiedergeben:

Befund über MRT des Magen-Darm-Tracktes unter besonderer Berücksichtigung des Dünndarms:

Das oral verabreichte Kontrastmittel hat den Dünndarm zeitgereicht passiert. Die cine-Sequenzen zeigen eine normale Mobilität des gesamten Dickdarmes. Im kleinen Becken stellen sich zwei auffällige Dünndarmschlingen wie folgt dar: im linken Unterbauch ist die Verschieblichkeit einer Schlinge des mittleren Ileums bezüglich der linken Beckenwand vermindert. Weiterhin ist eine Schlinge am Übergang von mittleren zum distalen Drittel des Ileiums bezüglich des Daches der Harnblase nicht verschieblich. Normale Verschieblichkeit des Dünndarms bezüglich der ventralen Bauchwand und der rechten Beckenwand sowie der Leber. Die übrigen Abschnitte des Ileums und Jejunums sind unauffällig. Es findet sich keine Hinweise auf eine Fixierung des Kolon transversums an der Harnblase.

Das Zäkum ist mit einem Querdurchmesser von 7 cm prominent, das Kolon transversum ist elongiert und reicht bis in das kleine Becken. Die linke Kolonflexur ist deutlich luftgefüllt (diese Befunde könnten hinweisend auf eine Passageverzögerung im Dickdarm sein (bei klinischer Indikation Transitzeitbestimmung sinnvoll).

Beurteilung:

1. Hochgradiger V.a. Bride einer Schlinge des mittleren Ileums zur linken Beckenwand

2. V.a. Bride einer distalen Ileum-Schlinge zur Harnblase

Den Ausdruck V.A. verstehe ich als "Verdacht auf".

Also kann man durch diese MRT-Untersuchung doch Verwachsungen lokalisieren, obwohl es anfangs bei mir nicht so aussah. Ich denke, das ist auf jeden Fall ein Hilfsangebot für alle Patienten hier im Forum, die unsicher sind, ob sie Verwachsungen haben.

Am Sonntag fahre ich in die Klinik nach Rotthalmünster, wo die gaslose Bauchspiegelung durchgeführt wird und am Montag werde ich dann operiert. Das geschieht mit einem speziellen Spray zur Vermeidung von weiteren Verwachsungen. Allerdings muss man dafür 1.000, -- Euro im voraus überweisen (wird aber verrechnet und evtl. Guthaben erstattet).

Ich werde mir dann den Befund in der Klinik noch einmal genau erklären lassen.

Falls noch Fragen sind, ich bin bis Sonntag immer wieder am PC und schaue ins Forum.

Viele liebe Grüße und eine schmerzfreie Zeit wünscht Euch allen

Gisela

Antworten
mQa"ver73


hallo, wie kommt es, das sie ein MRT machen, ich habe nach einer nablbruch OP (vor 1,5 jahren) ständig schmerzen im gesammten bauchraum, war schon bei zig ärzten, aber mehr als ultraschall hat keiner gemacht. sie meinten immer, auf einem CT oder MRT kann man da eh nichts sehen.

Moonsqti


Hallo Gisela,

dass ich hochgradige Verwachsungen habe, spürt man bei mir bereits ohne jegliche bildgebende Verfahren. Die Bauchdecke ist an diversen Stellen steinhart und die verstärkten Darmbewegungen sind durch die Bauchwand deutlich sichtbar. Ebenfalls produziert mein Dünndarm die für einen Subileus typischen "metallischen" Spritzgeräusche. Vor einigen Wochen wurde bei mir zur Vorbereitung einer Rektumamputation eine Sonographie wie auch eine CT (unter Kontrastmittel) gemacht. Bei beiden Untersuchungen waren die Verwachsungen deutlich zu sehen. Auch ich habe neben dem Befund eine CD von allen Aufnahmen bekommen:

"Ventral ist der Rektumstumpf mit dem Uterus und einigen Dünndarmschlingen verwachsen. Z.n. Ileostomie im rechten Mittelunterbauch. Die Dünndarmschlingen liegen bei Zustand nach mehrfacher Laparotomie der Bauchwand dorsal an und sind mit dieser großflächig verwachsen. Das Dünndarmlumen ist stellenweise erweitert, was auf eine Subileussituation schließen lässt. Eine Resektion des Rektums erscheint unter diesen Bedingungen sehr riskant.

Beurteilung/Empfehlung: Ausgedehnte Verwachsungen des Dünndarms. Zunächst Ausschöpfung aller konservativen Möglichkeiten einschl. diätetischer/parenteraler Manahmen. Zuweisung der Patientin an eine entsprechend spezialisierte gastroenterologische Abteilung."

Auf deutsch: Ohne akute Notfallsituation geht an meinen Bauch kein verantwortungsvoller Chirurg mehr ran. Inzwischen war ich zwecks Lagebesprechung beim neuen Chefarzt der Chirurgie am KH Kufstein, der sich von nun an für meinen Fall verantwortlich sieht. Seine Ansicht zu Dr. Kruschinskis Methode: Dass damit neue Verwachsungen verhindert werden, ist bisher nicht nachgewiesen. Ein laparoskopischer Eingriff ist nur bei weitgehend intakter Bauchdecke bzw. bei lokal begrenzten Verwachsungen möglich. Für mich persönlich fällt sowas also schon mal weg ...

Bin gespannt, wie's bei Dir jetzt weitergeht! Ich hoffe, Du berichtest!

Liebe Grüße von

Angie

A/lexsia


Liebe Angie,

ich bin auch sehr gespannt, aber vor allen Dingen froh, das es jetzt endlich soweit ist. Die ganzen Vorbereitungen und die Ungewissheit in der letzten Zeit nervt doch ganz schön.

Bei meiner letzten Sonografie konnte der Internist nur Briden vermuten aber nicht erkennen. Auch meine spezielle CT-Untersuchung in München hat nichts hergegeben.

Lediglich meine Osteopathin hat mir bei der letzten Behandlung gesagt, dass sie die Verwachsungen und Verklebungen regelrecht fühlen kann und dass der Eingriff bestimmt kein Fehler ist, da ich ja schon vieles versucht habe und nichts hat geholfen.

Aber das ist ja bei jedem anders und Du bist ein ganz besonderer Fall.

Dein Doc hat schon recht, bewiesen ist nichts, aber die vielen Erfahrungsberichte und auch Telefonate mit Patienten von Dr. Kruschinsky haben mich bestärkt, dass ich den richtigen Weg gehe.

Also warten wir es ab, schlimmer kann es nimmer werden.

Ich werde auf jeden Fall weiter berichten, wenn ich zurück bin.

Im Endogyn-Forum werde ich auf jeden Fall meine Erfahrungen mitteilen (hoffentlich nur positiv !).

Und bei mir ist halt ausschlaggebend, dass ich einfach wahnsinnige Angst vor einer normalen Bauchspiegelung hatte und deshalb einen Eingriff schon seit Jahren vor mir herschiebe. Das ist jetzt nicht mehr der Fall, da ich dieser Methode der gaslosen OP voll vertraue.

Liebe Angie, ich wünsche Dir und allen anderen Leidensgenossen, wie Iris und Cordu so sehr, dass es Euch bald wieder besser geht.

Kannst Du denn jetzt Deine Laserakupunktur wieder über die Krankenkasse machen ? Das ist doch das einzige, was bei Dir geholfen hat.

Bei dieser Gelegenheit ein kurzer Zwischenbericht von Margret:

Sie läßt alle vielmals grüßen. Die Kur bekommt ihr sehr gut, aber am nächsten Sonntag möchte sie wieder nach Hause. Es reicht ihr jetzt.

Ihre Darmprobleme sind bis auf die Verdauung behoben. Sie benötigt noch Unterstützung für den Stuhlgang, mal geht es gut und mal nicht. Im Moment nimmt sie auf Anraten der Ärzte Lactulose, Movicol hat nicht mehr so gewirkt und das Enzym-Ferment-Getreide. So kommt sie ganz gut zurecht. Aber sie hat keinen Blähbauch und keine Schmerzen mehr und das wirkt sich alles sehr auf ihr Wohlbefinden aus. Am Telefon ist sie jedesmals ganz happy.

Ich denke daß Personen wie wir mit Darmproblemen wohl immer damit leben müssen, dass die Verdauung nicht immer so funktioniert, wie bei einem "gesunden Darm" und Hilfsmittel sowie auch eine Änderung der Einstellung zu unserer Problematik nötig sind.

Ich glaube, das sieht sie jetzt auch so und steigert sich nicht mehr so in ihre Angst hinein.

Jetzt habe ich wieder genug von mir gegeben und nun will ich noch mein Köfferchen fertig packen, denn morgen früh geht es ja schon los.

Viele liebe Grüße an alle im Forum

Gisela

MWonsSti


Viel Glück, Gisela!!! @:)

Liebe Grüße von

Angie

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