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Hilfe bitte noch mal von allen Divertikelgeplagten

S%cuxlly hat die Diskussion gestartet


Hallo,

habe heute wieder eine schwere Divertikulitis bekommen mit Darmkrämpfen und starken Schmerzen am Sigma. Habe jetzt natürlich höllische Angst, dass es zu einer Perforation kommen kann. Zum Glück habe ich immer Antibiotika für solche Notfälle da. Ich habe auch eben zwei Tabletten genommen, aber die Angst bleibt. Was kann ich noch tun, um die Nacht heil zu überstehen ??? Morgen vormittag gehe ich sofort zu Blutabnahme, um alles abzuklären.

Warum waren so viele von Euch bei einer Divertikulitis zur Medikamentengabe im Krankenhaus ??? Geben die stärkeres Antibiotikum oder ist es nur zur Vorsicht, falls eine Perforation droht ???

Bekommt man bei einer OP nach Perforation automatisch einen künstlichen Darmausgang ???

Habe mich jetzt auch wirklich entschlossen, wenn das hier noch mal glimpflich abläuft, mich operieren zu lassen, obwohl ich davor auch höllische Angst habe. Aber diese verdammte Ungewissheit jedes Mal ist fast noch schlimmer.

Hoffe inständig, dass mir jemand antwortet.

Liebe Grüße

Antworten
Mfon<sti


Hallo Sculli,

wenn Du die betroffenen Dickdarmanteile rechtzeitig, d.h. vor einer Perforation entfernen lässt, droht Dir natürlich kein künstlicher Darmausgang - außer es kommt zu unversehbaren Komplikationen, aber solche können bei jeder OP passieren. Das betroffene Stück Dickdarm wird entfernt, die Enden werden miteinander vernäht (= Anastomose) und gut isses. Wenn ein solcher Eingriff rechtzeitig und bei einem fähigen Chirurgen stattfindet, kann er minimalinvasiv, d.h. laparoskopisch erfolgen. Da wärst Du dann nach wenigen Tagen wieder zu Hause.

Wenn Du bis zur Perforation wartest, droht Dir eine lebensgefährliche Bauchfellentzündung. Ich weiß aus eigener Erfahrung, dass eine solche absolut nicht witzig ist (ich habe seitdem einen künstlichen Darmausgang für immer, wobei ich diesen echt nicht schlimm finde, aber die Bauchfellentzündung/Sepsis war schlimm, weil um ein Haar das Ende meines Lebens).

Warte also nicht zu lange mit einer OP! Divertikel an sich sind erst mal harmlos, wenn sie sich aber immer wieder entzünden, sollte man unbedingt operieren.

Liebe Grüße von

Angie

Sdculxly


@ Monsti

Vielen Dank für Deine Antwort.

Ja, ich habe mich jetzt wirklich für eine OP entschieden. Aber dafür muss, soweit ich weiß, erst mal die Entzündung abgeklungen sein.

Hattest du die Bauchfellentzündung auch durch eine Perforation? Was sind das für Schmerzen(blöde Frage, ich weiß), aber womit kann man sie vergleichen.

Wieso macht Dir der künstliche Darmausgang nichts aus? Ist man dadurch nicht sehr eingeschränkt? Merken andere Menshen das und wie funktioniert dann die Verdauung. Ich weiß, dies sind sehr persönliche Fragen und du musst sie mir natürlich auch nicht beantworten, vielleicht in meiner Mailbox.

Viele Grüße

Ulla

P2liHntexr


Hallo Scully,

ich hatte im April meine Sigma-OP mit großem Schnitt. Ich wusste überhaupt nicht, dass ich Divertikel hatte. Es fing an mit mäßigen Bauchschmerzen im rechten Oberbauch und mit Durchfällen. Ich hatte kaum Hunger und aß nur noch Tee und Zwieback. Ich dachte, dass ich einen Virus-Darminfekt hatte. So richtig starke Schmerzen hatte ich nie.

Eine Woche später (genau an meinem 53. Geburtstag!) wachte ich morgens mit 38,5° Temperatur auf. Es war Samstag und ich fuhr erst am Montagmorgen zu meinem Internisten. Die Temperatur hatte sich bei 39° eingependelt. Der Arzt tastete auf dem Bauch herum und drückte schließlich ziemlich fest links unten auf den Bauch - erst als er losließ, tat es weh. Aber auch diese Schmerzen konnte ich gut aushalten. Nach dem Röntgen entschied er, dass ich sofort in die Klinik muss.

Eine halbe Stunde später war ich im Krankenhaus. Die Entzündungswerte waren deutlich erhöht und ich kam bei sofortiger Nahrungskarenz an den Antibiose-Tropf. Nach der Computertomografie war klar, dass ich eine perforierte Divertikulitis hatte.

Ich wurde mit großem Bauchschnitt operiert und war fünf Tage auf der Intensivstation. Einen künstlichen Ausgang habe ich nicht.

Im pathologischen Befund des entfernten Sigmas steht: hochgradig stenosierende Divertikulose ... mit abszendierender perforierter Divertikulitis ... und flankierender Peritonitis.

Also es war ziemlich ernst bei mir. Trotzdem habe ich die Operation gut überstanden und war 10 Tage später wieder zuhause.


Sicher ist es ganz, ganz schwer, sich "freiwillig" zu so einer Operation anzumelden. Ich war zum Glück nicht in deiner Situation.

Ich habe mir mal einen Teil deiner bisherigen Beiträge in diesem Forum durchgelesen. Du hast ja schon lange vor, dich operieren zu lassen.

Es ist aus medizinischer Sicht einfach nur richtig, wenn du dich endlich dazu entschließt. Vielleicht hast du die Chance, keinen großen Schnitt zu kriegen, wenn du die OP rechtzeitig machen lässt.

Ich bin mir sicher, dass ich genau wie du immer und immer wieder gehofft hätte, dass ich es mit Disziplin und Medikamenten in den Griff kriege. Insofern bin ich dankbar, dass mir keine Wahl blieb.


Ich möchte dir trotz allem Mut machen, dass auch bei einer Perforation nicht gleich das Schlimmste passieren muss. Klar musst du bei einer Perforation schnell operiert werden, auch wenn die Entzündung noch da ist.


Bei allem Verständnis für deine Angst: Das ist wahrlich kein Spiel ... du solltest schleunigst zum Arzt.

Alles Gute!

Margarete

MNonsxti


Hallo Sculli,

vor der Peritonitis hatte ich eine subtotale Dickdarmresektion. Direkt nach jener OP war mein Restdickdarm abgestorben, wodurch es zu einer Anastomoseninsufizienz kam, d.h. der Darminhalt entleerte sich in die Bauchhöhle.

Eine 4-Quadranten-Peritonitis äußert sich deutlich: extreme Schmerzen, prall gespannter Bauch, sehr hohes Fieber, Erbrechen und schließlich Schock. Die Schmerzen kann man mit absolut nichts vergleichen, bei mir waren sie übermächtig. Bis man bei mir reagierte, war ich bereits im Stadium des allgemeinen Organversagens. Bei der Not-OP sah man dann, dass der Restdickdarm nur noch eine schwarze, bereits in Verwesung begriffene Masse war. Es war ein Wunder, dass ich das überlebt hatte.

Durch das Stoma bin ich nicht wesentlich eingeschränkt. Die heutigen Versorgungen sind so ausgereift, dass man im angezogenen Zustand nichts sieht. Na, und müffeln tu ich auch nicht ... ;-D

Aber soweit ist es bei Dir ja noch nicht. Wirst Du beizeiten operiert, wird das für Dich sicherlich auch nie ein Thema werden.

Viel Glück und liebe Grüße!

Angie

K(amfrie


Hallo Sculli,

meine Sigma Resektion liegt heute genau 3 Wochen zurück. 14 Tage lang wurde ich ím KH antibiotisch behandelt. Nach der ersten Woche haben sie mich sogar entlassen aber nach 2 Tagen war ich wieder mit den Schmerzen drin. Also wieder Antibiose. Am Ende der 2. Woche wäre ich am liebsten abgehauen - die Schmerzen waren ja weg und ich fühlte mich gut.

Der Chefarzt hat mir dann gesagt "Es sind nur die Symptome bekämpft, die Ursache ist aber weiterhin da. Sie sind noch jung, haben ihr Leben noch vor sich und sitzen momentan auf einer tickenden Zeitbombe. Ich kann Ihnen nur dringend raten sich operieren zu lassen. Wenn Sie meine Frau wären, würde ich Sie offen operieren - da kann ich einfach viel mehr sehen und besser arbeiten - also werde ich auch offen operieren".

Das hat mich überzeugt und ich bin so froh, daß ich nicht weggelaufen bin!

Ich hatte wahnsinnige Angst vor einem künstlichen Ausgang (obwohl der - wenn überhaupt - nur vorübergehend gelegt worden wäre). Ich habe alles sehr gut überstanden - ohne künstlichen Ausgang, der wohl nur in seltenen Ausnahmefällen gelegt werden muss.

Lieber mal ne Zeit nach der OP nicht so fit sein, als ständig in der Angst zu leben, daß der Darm perforiert.

Trau Dich einfach und überleg nicht mehr lange.

Gute Besserung (Kann ich, schaff ich, will ich)

Kafrie

S:cqullxy


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Vielen Dank für alle Eure aufbauenden Worte. War heute zur Blutabnahme und das Ergebnis war natürlich eindeutig. Mein Arzut riet mir auch noch mal, mir möglichst bald operieren zu lassen. Ich glaube, nun führt auch kein Weg dran vorbei. Die OP selbst ist gar nicht das, was mir Angst macht, sondern die Untersuchungen vorher und die Situation mit dem Stuhlgang danach. Meine Verdauung war bisher immer wunderbar, manchmal lästig, weil ich bis zu 5x am Tag "konnte". Aber ich hatte nie Verstopfung. Habe ziemlich Bedenken, dass nach der OPalles anders sein könnte :-o

Viele Grüße

Ulla

PFlintexr


Hallo Scully,

schön, dass du dich meldest! Ich hatte schon damit gerechnet, dass du doch im Krankenhaus gelandet bist. Jetzt kannst du also den für dich richtigen Zeitpunkt für die OP "ausgucken" und so endlich die andauernde Angst vor einer Perforation hinter dir lassen.

Vor den Untersuchungen hab mal nicht so große Angst. Das ist alles nicht so schlimm! Bei einer fortgeschrittenen Divertikulose kann dir passieren, dass du überhaupt keine Spiegelung bekommst. Zur Diagnostik reicht (wie bei mir) dann auch ein Computertomogramm. Dazu musst du zwar auch den Darm leeren (abführen), dann kriegst du einen Einlauf und wirst in die Röhre geschoben. Das geht alles in Windeseile und tut nicht weh.

Und was nach der OP kommt ... auch das ist gut in den Griff zu kriegen, wenn man nicht so dumm ist wie ich und viel zu wenig trinkt :-) Inzwischen ist meine Verdauung wieder wunderbar und ich habe keine Probleme mehr.

Jetzt wünsche ich dir ein entspannendes Wochenende, dass deine Entzündung bald abklingt und dass du dich schnell besser fühlst. Und dass du dich guten Mutes zur OP anmeldest.

Liebe Grüße!

Margarete

S#cuxlly


Hallo an alle

Wollte mich noch mal melden. Für meine letzte Divertikulitis habe ich zwei verschiedene Antibiotika nehmen müssen, die letzten Tabletten am letzten Sonntag. Und gestern fing der ganze Sch.... schon wieder von vorne an. Waren es zu wenig Tabletten oder woran kann es liegen, dass ich in so kurzem Abstand die nächste Entzündung bekommen habe. Am Donnerstag habe ich einen Termin zum Vorgespräch im KH, und dann hoffe ich, dass ich bald einen Termin zur OP bekomme. Hoffentlich hält mein Darm bis dahin noch durch. Hatte von Euch auch jemand in so kurzem Abstand eine Wiederholung der Entzündung ??? Mein Arbeitgeber war auch nicht so erfreut, dass ich schon wieder krank geschrieben bin. Wie lange wird man eigentlich nach Entlassung aus dem KH noch krankgeschrieben ??? Wie lange liegt man bei Bauchschnitt und wie lange wenn es während einer Laparoskopie gemacht wird ??? Eigentlich wollte ich Weihnachten wieder fit sein. Ist das zu utopisch gedacht.

Schon mal vielen Dank für eure Antworten.

cordu2

VielenDank für deine Antwort und alles Gute für deine Gallen-OP. Wenn es dir wieder besser geht, melde dich doch noch mal.

Viele Grüße

nAic+olelttemauxs


Hallo Scully

das war bei mir leider auch so ,10 Tage wurde ich stationär mit Antibiose behandelt und bin dann mit einem feuchten Händedruck nach Hause geschickt worden,obwohl ich gesagt habe das ich immer noch Beschwerden habe.10 Tage später auf ein Neues in ein anderes Krankenhaus und siehe da ich hatte schon ein großen Abzess am Darm -wieder Antibiotika -und wurde 14 Tage später operiert.Ich möchte die keine Angst machen,aber schäme dich nicht bei deinen Ärzten nochmal nachzuharken.Wenn du dir nicht sicher bist dann gehe wieder ins Krankenhaus.

viele Grüße und gute Besserung

nico

S[cull,y


@nicolettemaus

Wie lange ist denn die OP bei dir her? Und wie ist sie gemacht worden. Ich war ja bis jetzt nie deswegen im KH, sondern habe die Antibiotika immer zu Hause nehmen dürfen, deswegen sitze ich ja auf heißen Kohlen und habe ein wenig Angst, es könnte was passieren. Hast du den Abzess gespürt? Wie haben die das festgestellt, denn in der akuten Entzündungsphase darf doch keine Darmspiegelung gemacht werden, oder?

Liebe Grüße

h annJex-le


Hallo Scully! Mir geht es ähnlich wie dir,habe seit einem Jahr die dritte Entzündung gehabt und mich jetzt nach Beratung durch Professor Erckenbrecht in Düsseldorf zur OP am 10.Januar angemeldet.Wenn alles gut geht,kann es mit Laparoskopie gemacht werden (10 Tage Krankenhaus).Er meinte 90 % seiner Patienten ginge es hinterher gut,die schreiben natürlich selten im Forum, so entsteht der Eindruck,dass es bei vielen problematisch verläuft,das muss aber nicht der Normalfall sein !

Er hat mich auch gewarnt,dass gefährliche Bakterien durch eine Perforation sich auf andere Organe setzen können ,Lunge, Gehirn oder Leber und die Sterblichkeitsrate sei ohne OP stark erhöht.Also warte nicht länger! Wenn du vor mir operiert wirst,wäre es nett, wenn du dich bei mir anschließend melden würdest und mir berichten würdest, wie es dir geht!Alles Gute wünscht dir Hanne ( 54 Jahre)

n icolhettemxaus


@scully

Hallo nochmals,

sei doch so nett und gib den Begriff "Divertikel" ein.Ich habe meine Geschichte hier schon beschrieben,falls du noch weitere Fragen haben solltest,dann beantworte ich sie dir sehr gerne.Aber eine Frage kann ich die gleich beantworten,nein ich habe keine Spiegelung machen lassen,ich habe mich geweigert,aber einer CT-Untersuchung habe zugestimmt und da haben sie es auch gesehen.

Aber bei dir wird es ja vieleicht gar nicht so schlimm sein,wenn du noch nicht wegen zu hoher Entzündungswerte des Blutes in ein Krankenhaus überwiesen wurdest.

viele Grüße

nico

Socu%lly


@hanne-le

Ja, ich gehe davon aus, dass ich noch im November operiert werde (hoffentlich). Inzwischen bin ich so weit, dass ich es nur endlich hinter mich bringen möchte. Es geht mir im Moment gar nicht gut, habe bestimmt wieder leichtes Fieber. Hoffentlich schlagen die Medikamente noch mal an.

@ nicolettemaus

leider kann ich deinen Beitrag nicht finden, ist vielleicht schon zu alt. Habe nur gelesen, dass du wohl eine Perforation hattest. Vielleicht hast du ein wenig Zeit und schreibst noch mal kurz deine Geschichte.

Liebe Grüße

nric4olettemaxus


@scully

ja hab ich jetzt auch gesehen,ich werde dir morgen eine PN schicken

viele Grüße

nico

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