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Rektozele - Diagnose, Behandlung, wer hat Erfahrung?

SuchimCmel0reiterixn hat die Diskussion gestartet


Hallo,

hier gab es mal einen Thread über dieses Thema. ich kann ihn nur leider nicht finden.

Bei mir besteht der Verdacht auf eine Rektozele. Die genaue Diagnose steht noch aus, da ich noch einige andere Untersuchungen vorher absolvieren muß bzw. will.

Neben vielen Nahrungsmittelunverträglichkeiten habe ich Stuhlentleerungsstörungen, jedoch keine - wie bei der Rektozele eigentlich übliche - Verstopfung.

Ich brauche Tipps

- zur Diagnostik *grusel*. Mein KH bietet mir die Röntgenkontrastuntersuchung an mit "Entleerung vor dem Röntgenschirm" *nochmalgrusel*.

Ich bin zwar hart im Nehmen, aber gehts nicht vielleicht etwas diskreter?

- zur Behandlung. Ist eine OP notwendig? Was man so hört und liest ist die Erfolgsquote wohl nicht so hoch...

- zu Alternativen. Gibt es Linderung durch Osteopathie z.B.? Spezielle Sportarten, Gymnastik?

Achja, im Augenblick reicht es mir. Darf kaum was essen (Beratung durch Oecotrophologin), habe durch die hohe Stuhlfrequenz eine schmerzende und blutenden Analfissur (bisher erfolglose Behandlung durch den Proktologen) und fühl mich einfach nur mies (Akupunkturbehandlung durch einen supernetten Allgemeinmediziner).

Jetzt stehen noch ein weiterer Atemtest (Gastroenterologe) und eine Kapselendoskopie des Dünndarm (KH) an. Achja, zu einer Magenspiegelung wurde auch noch geraten.

Zum Glück bin ich selbständig, so dass ich meine Arbeitstermine um meine Arzttermine herum gruppieren kann ;-)

LG

Antworten
A7leasxia


Hallo Schimmelreiterin,

bei mir wurde diese Diagnose 1999 auch schon gestellt, nachdem ich schon einige Jahre an ähnlichen Beschwerden litt.

Hast Du auch Schmerzen ? Dies kam bei mir noch erschwerend hinzu.

Aber das ist eine größere Geschichte, da bei mir noch andere Darmbeschwerden vorlagen und daher war eine Bauch-OP unumgänglich.

Wie Du hatte ich auch Hämmorhoiden, Analfissur, meist eine Folge des zu harten Stuhlganges. Aber Verstopfung hatte ich auch nicht, nur portionsweise Entleerung.

Ich denke, die "gruselige Untersuchung", Defäkographie, musst du schon über Dich ergehen lassen. Denn nur so kann man die Stuhlentleerungsstörung tatsächlich feststellen und vor allen Dingen, wo der Stuhl "hängen bleibt". Aber das kann Dein Arzt Dir noch einmal genau erklären.

Du bekommst Kontrastmittel, welches dann wie auf der Toilette herausgepresst wird. Dies geschieht in verschiedenen Stellungen immer nach Anleitung des Radiologen. Und dann kannst Du evtl. selbst bei einem mordernen Gerät auf dem Monitor sehen, wie Dein Stuhlverhalten ist. Letztes Jahr hatte das Krankenhaus ein solches Gerät, wo ich alles selbst auf dem Monitor sehen konnte. Fand ich trotz allem sehr faszinierend und die ganze Untersuchung war auch wesentlich einfacher und vor allen Dingen angenehmer wie beim alten Gerät.

Deshalb mein Rat, frage mal, ob das Gerät so etwas hergibt.

Zuvor muss natürlich Dein Darm komplett entleert werden wie bei einer Darmspiegelung.

Ich kann mir nach Deinen Aussagen sehr gut vorstellen, dass bei Dir eine solche Ausstülpung, auch Rektozele genannt, vorliegt.

Auf jeden Fall muss da erst alles abgeklärt werden und erfordert leider, wie Du ja selbst schon schreibst eine Menge an Voruntersuchungen.

Sieh Dir bitte mal den beliegenden Link an, falls Du nicht schon kennst und google mal unter Rektozele.

[[http://www.prosper-hospital.de/medizin/koloproktologie/spektrum_beckenboden.htm]]

Ich wünsche Dir alles Gute und wenn Du noch Fragen hast, kannst du mich gerne jederzeit ansprechen.

Viele liebe Grüße

Gisela

Stch1immelereiterxin


Hallo Gisela,

schön, dass Du Dich gemeldet hast.

Den link kannte ich schon, ist sehr informativ. Mein Gastroenterologe hatte mich auch auf die neuere Methode der Defäkographie (dynamische MRT?) hingewiesen. Das KH, das die Kapselendoskopie machen wird, hat so ein Gerät aber nicht, also werde ich dazu woanders hingehen. Es ist nett zu sehen, wie ein Arzt rumeiert, wenn er merkt, dass die Patientin etwas will, was das KH so nicht hat.

Schmerzen habe ich auch, im ganzen Bauchraum, bis zum Rücken. Der Proktologe schiebt diese Schmerzen auf die Analfissur.

Ich werde dieses Mal nicht den Fehler machen, meine Probleme von "unten nach oben" abzuarbeiten. Nach der Hämo-OP ging/ geht es mir schlechter als je zuvor. Es ist ein Kreislauf: Nahrungsmittelunverträglichkeiten und überaktiver Dünndarm, dadurch (auch) bedingt hohe Stuhlfrequenz, dadurch Hämos und Fissur :-(

Erst wenn der DÜnndarm und evtl. auch der Magen untersucht wurden, werde ich eine Defäkographie durchführen lassen. Was nützt mir die Diagnose und evtl. OP, wenn danach alles wieder von vorn losgeht, weil noch andere Probleme vorliegen?

Es bleibt die Frage: gibt es Alternativen zur OP?

LG

ACl6eYsia


Hallo Schimmelreiterin,

ich denke auch, dass die Analfissur ein Folge unserer ganzen Magen- oder auch Darmprobleme ist. Das hat mir auch mein Internist nach der letzten Ultraschalluntersuchung ganz deutlich klar gemacht.

Solange die Verdauung nicht richtig funktioniert, wirst Du genau wie ich immer wieder solche Probleme haben.

Ich hatte jeweils 2 Hämmorhoiden- u. Analfissuren-OP's.

Die letzte OP jetzt im Oktober war vermutich von der Methode her die einfachste und wurde zusammen mit einer gaslosen Bauchspiegelung durchgeführt. Zuvor hatte ich nach den OP's so wie Du eigentlich nur mehr Probleme und nun keinerlei Schmerzen und Beschwerden nach dem Eingriff und das ist auch so geblieben.

Die Bauchspiegelung war nötig, da ich unmittelbar nach meiner großen OP vor 6 Jahren, wo auch die Rektozele beseitigt wurde, starke Schmerzen und dann auch immer wieder die gleichen Probleme mit der Verdauung hatte, unvollständige Entleerung, Schmerzen Krämpfe usw. und es wurde mittels Defäkographie eine neue Aussackung festgestellt: dieses Mal eine Enterozele. Außerdem wurde mir immer wieder gesagt, dass ich sehr viele Verwachsungen hätte. Leider war das durch keine der vielen Untersuchungen zweifelsfrei festzustellen.

So konnte mir niemand genau sagen, woher die ständigen Schmerzen sofort nach der OP kamen.

Durch die Verwachsungslösung und vor allen Dingen die Benutzung eines speziellen Sprays zur Vermeidung neuer Verwachsungen (die ja leider nach jeder OP wieder innerhalb kurzer Zeit entstehen und bei vielen Patienten schwere Probleme so wie bei mir die ständigen Schmerzen verursachen können) sind jetzt hoffentlich auch meine jahrelangen Beschwerden weg. Zumindest bin ich im Moment schmerzfrei.

Die Verdauung muss sich noch langsam wieder einspielen und die Nachwehen der OP gehen auch langsam weg. Mittels Lactulose versuche ich das jetzt in den Griff zu bekommen.

Wie Du schon sagtest, es fängt oben an, deshalb hoffe ich, wenn meine Verdauung wieder richtig funktioniert und vor allen Dingen der Stuhl wieder eine richtige Konsistenz hat, dass ich mich erst eimal von all diesen Beschwerden verabschieden kann.

Mit dem Magen hatte ich eigenlich nie größere Probleme. Bei einer Spiegelung wurde lediglich eine "diskrete Gastrits" festgestellt, nicht behandlungsbedürftig.

Eine Dünndarmuntersuchung wurde bei mir nie gemacht, offensichtlich war das nicht nötig. Aber ansonsten habe ich in den ganzen Jahren wohl alles untersuchen lassen und an Möglichkeiten und Therapien ausprobiert, was möglich war.

Alternativen zu einer OP kann ich mir nach meinen eigenen Erfahrungen deshalb eigentlich nicht vorstellen.

ich habe noch einen Link betr. Vergleich dyn. MRT und Defäkographie gefunden.

[[http://www.thieme.de/abstracts/roefo/abstracts2002/daten/vo43_4.html]]

Ich hatte eine Woche vor meiner Bauchspiegelung noch eine spezielle MRT mit einem speziellen Gerät im Rahmen einer Studie machen lassen (ob dynamisch, kann ich nicht sagen).

Das Ergebnis brachte m.E. nicht viel; Verdacht auf Briden und Verwachsungen, kein Rede von einer Aussackung.

Erst der Blick in den Bauchraum schaffte dann Klarheit und die OP hoffentlich auch dauerhaft Abhilfe !

Ich wünsche Dir viel Erfolg und alles Gute weiterhin.

Wäre schön, wenn Du weiter berichtest.

Viele liebe Grüße

Gisela

ARleHsixa


Hallo Schimmelreiterin,

hier noch ein Beitrag aus dem Forum zu diesem Thema:

(evtl. hast Du ihn ja schon gelesen)

[[http://www.med1.de/Forum/Magen.und.Darm/166589/]]

Viele Grüße

Gisela

SschiGmmeGlre[iterxin


Danke! Die Beiträge hab ich gesucht, aber nicht mehr gefunden.

LG

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