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Narkose bei Blinddarm-OP, Maske oder Spritze?

C<an]tz hat die Diskussion gestartet


Hallo!

Nach einigen Blinddarm-Reizungen muß ich mir nun doch meinen Blinddarm herausnehmen lassen. Ist ja eigentlich nur ein Routine-Eingriff, aber ich hab da ziemliche Angst. Vor allem macht mir die Narkose Angst, denn ich hatte noch nie eine.

Eine Freundin hat vor einigen Jahren mal eine Narkose mittels Maske bekommen und fand das recht angenehm. Mein Arzt sagte mir jedoch, daß solche Narkosen gar nicht mehr gemacht würden, sondern man etwas gespritzt bekommt und dann sofort weg wäre.

Irgendwie ist mir das unheimlich, ich glaube, mir würde das mit der Maske eher zusagen.

Wäre toll, wenn ihr mir eure Erfahrungen schreiben würdet, sowohl über die Maskennarkose als auch über die Spritzen-Variante.

Liebe Grüsse, Iris

Antworten
F;lor]ianBJlxn25


Also es stimmt, dass heutzutage eher nur Spritzen verabreicht werden. Es danach bekommst du ne Maske bzw. Tubus, aber da merkst du ja eh nichts weil du schläfst.

Also ich finde das mit der Spritze angenehmer, weil du dann nicht diesen ekligen Geruch hast. Manchmal riecht der nämlich so etwas süßlich und das ist nicht so schön.

Bei der Spritze schläfst du einfach ein, das ist gar nicht schlimm, ich fand es sogar fast angenehm bei meiner letzten OP (Mandeln). Da bekam ich erst so eine andere Spritze wo man noch wach ist, aber total gelöst und etwas schwindelig. Hat mir eher gute Laune gemacht. Das war bei der OP Vorbereitung und dann kamm die richtige Spritze. Aber echt harmlos, mach dir da mal keine Sorgen.

M|onRstxi


Hallo Iris,

mach Dir mal um die Narkose keinen Kopf. Ich hatte schon unzählige Narkosen, angefangen von Kurznarkosen bis hin zu 10-Stunden-Narkosen, und ich fand keine einzige schlimm. Sei froh, wenn Du blinddarmmäßig anschließend endlich Ruhe hast.

Vergiss eine Maskennarkose! Ich hatte vor über 20 Jahren mal eine, und die war bei weitem die unangenehmste (Übelkeit, Erbrechen). Das wird heute eigentlich nicht mehr gemacht. Normalerweise kriegst Du einen Venenzugang. Irgendwann legt Dir jemand eine Maske unter die Nase und erklärt Dir, das sei nur Luft. Ehe Du drüber nachdenken kannst, bist Du auch schon im Land der Träume.

Wenn Du aufwachst, fragst Du Dich, wann es endlich mal losgeht. Dann sagt Dir jemand, dass alles schon vorbei ist. Also keine Panik, das ist wirklich unnötig!!!

Alles Gute und liebe Grüße!

Angie

BMond/-Gixrl


Hey

Also ich hatte erst 6 OPs und ALLE wurden durch eine Spritze eingeleitet....die erste war 1992, die letzte 2004...also ich glaub auch, dass die maskennarkosen nur noch sehr selten gemacht werden!

Und NArkosen sind überhaupt nicht schlimm..ich empfand GEPLANTE Narkosen sogar als sehr angenehm(so fern man dieses wort in dem zusammenhang nehmen kann... ;-) )....aber ich hoffe du verstehst was ich damit sagen will....von diesen 6 ops waren 3 geplant und diese narkosen waren echt spitze...sie waren nicht unangenehm und mir ging es danach auch sehr gut...zwar schläfrig aber ok....aber die ungeplanten narkosen waren die hölle...also die eine auf jeden fall, da bekam ich auch so narkosemittel gespritzt und plötzlich dachte ich ich sterbe, diese mittel verursachte ein Kälte/Frostgefühl in den adern ich merkte wie das mittel durch meine adern floss und immer näher ans herz kam.....und dann war ich auch schon weg....war seltsames gefühl...aber ansonsten sind narkosen wirklich KEIN Grund angst vor einer op zu haben!

Viel glück, wann ist denn die op??

Falls du noch fragen hast, zur op oder zur narkose, frag mich...ich hab meinem blinddarm auch nicht mehr=)

Lg

Michi

lxarla162


Es wäre mir auch nicht bekannt wo zur Einleitung noch Maskennarkosen gemacht würden. Eigentlich ist es Standard dass man per Injektionsnarkotikum eingeleitet wird, danach wird die Narkose entweder intravenös fortgeführt oder aber es wird dann erst auf eine Narkosegas umgestiegen (aber dann schläft der Patient eben schon).

Also entweder ist es bei deiner Freundin schon lange her oder sie hat gemeint ihr wurde mit der Sauerstoff zuführenden Maske, die jeder vor und bei der Einleitung vorgehalten bekommt, Narkosegas zugeführt (ist aber wie gesagt heute nur noch reiner Sauerstoff und hat mir der Narkose selbst nichts zu tun).

Ich würde mir an deiner Stelle mal keine Gedanken umd die Narkose machen. Der Anaesthesist wird schon die richtige Narkosefortführung nach der Einleitung für dich nehmen (je nachdem was operiert wird, wie lange der Eingriff dauert etc.), schließlich ist das sein Beruf, er kennt sich bestens damit aus uhd macht tagtäglich nicht anderes!

Versuch doch es von der "interessanten" Seite zu sehen was da alles passiert, viel wirst du eh nicht mitbekommen (halt nur die paar Minuten vor der Einleitung und eh du dich versiehst bist du schon im Reich der Träume! :-)

C7a|ntz


@ Bond-girl

Hallo Michi,

danke für deinen Bericht. Trotz allem macht mir die Narkose mehr Angst als die eigentliche OP. Ist schon komisch, oder? Bei der OP kann wahrscheinlich mehr passieren als bei der Narkose.

Meine Freundin hat vor drei Jahren ihre Narkose bekommen, bei einer Nasenpolypen-OP. Sie sagt, sie hätte keine Medikamente gespritzt bekommen, sondern die Narkose mittels Maske gekriegt. Allerdings hat sie auch eine Spritzen-Phobie, vielleicht haben sie deshalb die Maske genommen. Sie hatte auch Angst und empfand das trotzdem als recht angenehm. Außerdem hat sie etwas vor der OP bekommen, sie nannte das die LMAA-Tablette. Hast du sowas auch bekommen?

Aber wenn ich das recht verstanden habe, bekommt man trotzdem eine Maske vor das Gesicht. Wie war das bei dir? Muß ich mich vor der Narkose eigentlich noch umkleiden oder so?

Irgendwie ist das ganze schon etwas spannend, aber die Angst überwiegt noch. Mein Termin ist am 15.12.. Einen Tag vorher gehe ich ins KH.

Iris

B=ond-G$irxl


Hallo Iris!

Wie alt bist du denn??

Diese LMAA-Tablette ist eine Beruhigungstablette(Leck - mich - am . arsch... ;-) ). die bekommst du noch auf deinem zimmer, damit du nicht mehr so unruhig/aufgeregt bist!

Zwar hat sie bei mir nicht gewirkt, aber egal....

Vorher ziehst du dich auf deinem zimmer noch um, also eine netzunterhose(ganz sexy ;-D), ein OP.Hemd, das hinten gebunden wird und so thrombosestrümpfe(hängt vom alter ab, hatte ich noch nie, weder bei geplanten noch bei notops)....siehst zwar etwas komisch aus, aber das ist ja egal, is ja kein laufsteg! =)

Also ich wünsch dir alles erdenklich gute....meld dich dann auch nochmal danach, damit wir wissen, wie es dir so erging!

Ach nochwas, wir der blinddarm dir laparoskopisch entfernt(also mittels bauchspiegelung kein großer schnitt) ??? ?

Das wurde nämlich bei einer freundin von mir gemacht und die war am 2. tag nach der op wieder daheim und eine woche später gings ihr wieder gut=) Das is doch was, oder??

lg

Michi

lwar,a1x62


Meine Freundin hat vor drei Jahren ihre Narkose bekommen, bei einer Nasenpolypen-OP. Sie sagt, sie hätte keine Medikamente gespritzt bekommen, sondern die Narkose mittels Maske gekriegt. Allerdings hat sie auch eine Spritzen-Phobie, vielleicht haben sie deshalb die Maske genommen. Sie hatte auch Angst und empfand das trotzdem als recht angenehm. vor der OP bekommen, sie nannte das die LMAA-Tablette.

Sicher dass sich deine Freundin da richtig dran erinnert und nicht was durcheinander bringt, ich denke nämlich schon. Oft passiert vor und während der Op-Vorbereitung und Einleitung der Narkose so viel, dass der (ohnehin aufgeregte) Patient gar nicht alles so schnell aufnehmen und einordnen kann.

Jeder kriegt eigentlich in der Einleitungsphase eine Braunüle, also einen venösen Zugang gelegt. Darüber werden dann die Narkosemittel und Muskelralaxantien verabreicht, Volumen gegeben (also Flüssigkeit für den Körper) und was essentiell wichtig ist: so hat man während der Op immer schon einen venösen Zugang zum Körper. Falls eben doch mal eine Notsituation auftreten würde wäre es fatal wenn dann erst eine Braunüle gelegt werden müsste. Deshalb passiert das vor jeder Op (wird bei deiner Freundin nicht anders gewesen sein, aber durch die Aufregung, Beruhigungstablette und alles andere neigt man zu Gedächtnislücken)!

Bei meiner Weisheitszähne-Op vor einigen Jahren hätte ich auch schwören können dass ich aufgrund der Maske vor meiner Nase eingeschlafen bin, war aber natürlich nicht so. Den Sauerstoff kriegt jeder vorgehalten damit die Lunge vor dem Intubieren mit Sauerstoff aufgesättigt wird. Dann und schon dabei kriegt man dann das Narkotikum durch die Braunüle gespritzt (pikt also nicht nochmal), dann schläft man tief und fest ein. Erst dann wird langsam Intubiert (Beatmungsschlauch in die Luftröhre) und im Falle einer Gasnarkose dann das Gas an den Tubus angeschlossen, bzw. bei einer intravenös weitergeführeten Narkose das Mittel eben weiter über die Vene verabreicht.

Irgendwie ist das ganze schon etwas spannend, aber die Angst überwiegt noch.

Das ist doch gut dass du es von der spannenden Seite siehst! Sicher wird die Nervosität nicht ganz weggehen, aber nicht nur mit Angst darauf zu blicken ist doch das positivste was du machen kannst. Ich hatte damals auch Angst und dennnoch fand ich es irgendwie irre spannend im Op-Einleitungsraum. Auch wenn ich damals nicht so viel mitbekommen habe (passiert eben wie gesagt so viel auf einmal: Ekg anlegen, Blutdruckmanschette, Braunüle, Maske und schon gehts in den Tiefschlaf).

Ich wünsche dir auf jeden Fall alles Gute, vor der Narkose brauchst du echt keine Angst haben. Komischerweise steht die aber bei fast allen Leuten bei den Op-Ängsten an oberster Stelle.

MpopnsFti


Hi Cantz,

Du erzählst von einer Nasenpolypen-OP - eine solche ginge auch ambulant mit lokaler Betäubung. Eine Blinddarm-OP ist da schon etwas anderes.

Aber auch eine Blinddarm-OP ohne Durchbruch ist dank der minimalinvasiven Methode heute kein Akt mehr. Hier in Tirol wird man am 3. postoperativen Tag wieder entlassen. Die Fäden zieht dann meistens der Hausarzt.

Und vor der Narkose musst Du wirklich keine Angst haben. Ehe Du Dich umguckst, schläfst Du schon, wenn Du aufwachst, fragst Du Dich, wann es denn losgeht. Dabei ist alles schon passiert. Aber vergiss die Maske, die gab's mal vor 30 Jahren oder so *gg*.

Liebe Grüße von

Angie

vQerenaalein


Hallo!

Ich hatte vor 3 Wochen meine erste Vollnarkose (überhaupt das erste Mal im Krankenhaus). Am Anfang hatte ich auch total Angst. Aber wenn du mal ins Krankenhaus kommst, werden allgemeine Untersuchungen wie Blutabnehmen, EKG, .. gemacht. Dabei hat mir die Ärztin auch gleich so einen Schlauch im Arm gelassen (sorry, ich weiß da den Fachausdruck nicht), jedenfalls ist das das, wo du dann die Infusionen (falls nötig) reinbekommst...

Vor der OP bekam ich eine Infusion mit einem Liter Flüssigkeit, eine Beruhigungstablette hab ich nicht bekommen, aber ich denke doch, dass in der Infusion was drin war ;-) danach wurde ich in den OP gebracht, dann hab ich gleich durch diesen Schlauch in der Hand die Spritze für die Vollnarkose bekommen, aber da haben mich die Leute im OP so abgelenkt dass das eher witzig als alles andere war :-D und man kann gar nicht so schnell schauen, schläft man schon... danach merkst du erst wieder was, wenn du wach wirst und bist halt total müde und kaputt...

Mfonsxti


Hi Verenalein,

was da im Arm steckt, nennt man "Venflow", das ist eine superdünne, in der Vene liegende Kunststoffkanüle. Viele trauen sich nicht, den Arm zu bewegen, weil sie meinen, sie hätten da eine Nadel drin. ;-D

Liebe Grüße von

Angie

lwairax162


was da im Arm steckt, nennt man "Venflow"

...oder auch Braunüle, je nach Krankenhaus und Herstellerbezug. :-)

v<er]enaHleixn


@ Monsti

Danke, genau das Wort hat mir gefehlt :D

Also die Hand konnte ich damit gut bewegen, das war gar kein Problem... habs aber auch nicht direkt in der Armbeuge gehabt sondern ein bisschen unterhalb.

MKonnsStxi


Hi Verenalein,

auch in der Armbeuge wäre der Venflow kein Problem gewesen. So ein Ding tut wirklich nicht weh, außer die Vene entzündet sich.

@ lara:

Braunüle stimmt natürlich auch, dann gibt es noch den "Butterfly", die fixe Nadel in der Vene für Kurzinfusionen, das ist dann tatsächlich eine Nadel.

Für den mehrfachen Gebrauch wird aber gängigerweise "Venflow" (peripher) oder Cava (zentralvenös) benutzt. So kenne ich es jedenfalls. Bin multi-i.v.-erprobt, habe seit 1,5 Jahren einen Port-a-cath, der auch täglich in Betrieb ist.

Grüßle von

Angie

CEan%tz


Bin ihn los!

Hallo Ihr Lieben,

bin den Blinddarm nun endlich los. Meine OP verlief auch sehr gut (wurde laparoskopisch gemacht). Ich erzähl dann mal kurz, wie es war:

Der OP-Termin war für halb elf angesetzt, um halb acht bekam ich von der Schwester die LMAA-Tropfen. Ich sollte mich dann umziehen (OP-Hemd und eine Netzunterhose). Als es dann zum OP ging, taten die Tropfen wohl schon ihre Wirkung, jedenfalls fand ich das alles total lustig und war nicht ängstlich. Die Narkose selbst ging dann recht fix, ich hatte mir das alles irgend wie länger vorgestellt. EKG und die anderen Schläuche und Kabel waren schnell dran und dann sagte der Narkosearzt zu mir, ich sollte mal die Farben des Regenbogens nennen. Gelb, Grün, Bla.... und dann war ich weg. Ich hab noch schemenhaft mitgekriegt, wie mir jemand irgendwas übers Gesicht hielt.

Das nächste Bild war dann eine Schwester in Grün ohne Mundschutz, die mich aufforderte, doch mal meinen Namen zu sagen. Ich hab mich gewundert, warum sie plötzlich keinen Mundschutz mehr umhatte, denn eben war sie ja noch vermummt. Da dämmerte mir langsam, daß wohl alles vorbei sein mußte.

Die Angst vorher war also wirklich nicht notwendig und eine Narkose tut auch gar nicht weh ;-)

Gruß, Iris

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