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Jucken am After

K~leiwne Liuebe85 hat die Diskussion gestartet


Seit einigen Tagen habe ich dieses unangenehme Jucken am After. Es ist sehr lästig und ich weiß nicht woher es kommt. Sind es Hemoriden? Und was sind Hemoriden überhaupt?

Was kann ich dagegen tun? Bitte um Hilfe.

Antworten
M/DS2x00


AW Hämorrhoiden

Hämorrhoiden

Dr. med. Katharina Larisch

Was sind Hämorrhoiden?

Hämorrhoiden sind krampfaderartige Erweiterung der Venen im Übergang vom Mastdarm zum Enddarm. Diese Region ist sehr gefäßreich. Die Gefäße unterstützen die Muskulatur, um einen sicheren Verschluss des Afters zu garantieren.

Hämorrhoiden sind eine relativ häufige Erkrankung. Laut Schätzungen leiden 50 Prozent der über 50-Jährigen an Hämorrhoiden.

In den Venen der Aftergegend können sich Blutgerinnsel oder Blutergüsse bilden. Diese werden im allgemeinen Sprachgebrauch manchmal als "äußere" Hämorrhoiden bezeichnet. Ärzte sprechen hierbei nicht von Hämorrhoiden, sondern von Perianalthrombosen.

Wie entstehen Hämorrhoiden?

Die Hauptursache ist chronische Verstopfung (Obstipation), wie sie oft durch unsere Essgewohnheiten mit ballaststoffarmer Ernährung verursacht wird. Mangelnde Flüssigkeitszufuhr, eine sitzende Tätigkeit, Übergewicht und zu wenig Bewegung unterstützen diese Darmträgheit zusätzlich. Oft besteht zusätzlich eine Bindegewebsschwäche mit einer gleichzeitigen Neigung zu Krampfadern. Durch die kleinen Stuhlmengen wird der Enddarm nur mäßig gefüllt und die Darmwand dabei nur wenig gedehnt. Die Neigung, intensiver zu pressen, wird dadurch verstärkt. Dies wiederum führt zu einer Erhöhung des Druckes in den Darmblutgefäße und damit zur Erweiterung der Blutgefäße. Auch die Einnahme von Abführmitteln verändert den normalen Stuhlreflex. Die Erkrankung ist in Entwicklungsländern mit ballaststoffreicher, pflanzlicher Nahrung sehr viel seltener anzutreffen.

Bei Schwangeren kommt es durch die hormonelle Umstellung zu einer Bindegewebsauflockerung. Zusätzlich ist der Druck im Bauchraum erhöht. Diese Faktoren führen dazu, dass viele Schwangere an Hämorrhoiden leiden.

Woran erkennt man Hämorrhoiden?

Obwohl viele Personen Hämorrhoiden haben, bestehen oft keine Beschwerden. Manchmal kommt es zu Afterjucken nach dem Stuhlgang. Das häufigste Symptom ist hellrotes Blut, dem Stuhl aufgelagert, auf dem Toilettenpapier oder in der Toilette. Weitere Symptome sind Brennen, Nässen, schleimige Ausscheidung, Stuhlschmieren und Schmerzen. Komplizierend können Entzündungen, Ekzeme oder Geschwürbildung hinzukommen.

Wenn Sie Blutbeimengungen im Stuhl bemerken, sollten Sie Ihren Arzt aufsuchen. Auch wenn die Blutungen meist durch Hämorrhoiden bedingt sind, können sie manchmal auch Symptome anderer Erkrankungen des Darmtraktes, einschließlich des Mastdarmkrebses sein und müssen deshalb abgeklärt werden.

Wie werden Hämorrhoiden diagnostiziert?

Eine gründliche Abklärung und Diagnosestellung durch einen Arzt ist in jedem Fall angezeigt, vor allem wenn sich Blutbeimengungen auf dem Stuhl befinden. Folgende Untersuchungen werden von Ihrem Arzt durchgeführt:

* Erhebung der Krankengeschichte (Fragen nach Beschwerden, Blutauflagerungen usw.)

* Tastbefund mit dem Finger (Rektal-Palpation) zur Feststellung der Muskelspannung des Schließmuskels und tastbarer Knoten

* Enddarmspiegelung (Rektoskopie): Inspektion des Analkanals und des unteren Mastdarmabschnitts mit einem kleinen Rohr

Wie werden Hämorrhoiden behandelt?

Die Basis ist eine ballaststoffreiche Ernährung mit einer ausreichenden Flüssigkeitszufuhr, um den Stuhl weicher zu machen. Die weitere Therapie von Hämorrhoiden ist abhängig von der Ausprägung der Erkrankung.

* Medikamente (Salben, Zäpfchen): Sie wirken je nach Inhaltsstoff entzündungshemmend, örtlich betäubend oder stimulieren das Immunsystem. Diese Mittel bekämpfen hauptsächlich die Symptome der Hämorrhoiden.

* Verödung (Sklerosierung): In mehreren Sitzungen werden Spritzen in die Hämorrhoiden verabreicht. Durch die eingebrachte spezielle Flüssigkeit kommt es zu einer Reizung mit einer nachfolgenden Vernarbung und Schrumpfung der Gefäße.

* Abbinden mit kleinen Gummiringen (Ligatur): Dabei wird das erweiterte Gefäß an der Basis umschlungen. Nach einigen Tagen stirbt das Gewebe ab und wird mitsamt Gummiring abgestoßen.

* Chirurgische Entfernung: Sie wird vor allem bei fortgeschrittenem Hämorrhoidalleiden angewendet.

Wie können Sie Hämorrhoiden vorbeugen?

Die wichtigste Maßnahme zur Vermeidung von Hämorrhoiden wie auch Voraussetzung jeder Therapie ist eine ballaststoffreiche Ernährung, um der chronischen Verstopfung vorzubeugen. Nehmen Sie dabei ausreichend Flüssigkeit zu sich, damit die Ballaststoffe quellen können (mind. 1,5-2,5 Liter).

* Vorbeugend wirken: Vollkornbrot, Müsli, Weizenkleie, Sesam, Haferflocken, Obst mit Schale und Gemüse u.ä.

* Vermeiden Sie: Weißbrot, Schokolade, Reis, Teigwaren, Kartoffeln, schwarzen Tee und Früchte ohne Schalen oder andere Nahrungsmittel, die zu Verstopfung führen.

* Bewegen Sie sich ausreichend. Nehmen Sie gegebenenfalls ab.

* Nehmen Sie sich Zeit beim Stuhlgang.

* Vermeiden Sie zu starkes Pressen.

* Abführmittel (auch so genannte natürliche oder pflanzliche Produkte) sind zu meiden.

* Haben Sie Beschwerden, so sprechen Sie mit Ihrem Arzt darüber. Hemmung und falsches Schamgefühl, über Ihre Probleme zu sprechen, verzögern den Beginn einer Behandlung und führen zu nicht notwendigen Komplikationen.

Prognose

Hämorrhoiden sind keine bedrohliche Erkrankung. Je früher die Therapie eingeleitet wird, desto einfacher sind Hämorrhoiden zu behandeln. Notwendig ist eine aktive Unterstützung der Therapie. Sie kann nur dann Erfolg versprechend sein, wenn Sie die Entstehung neuer Hämorrhoiden durch die oben genannten Maßnahmen vermeiden.

Quellen

Gesenhues, Ziesche: Allgemeinmedizin

Deutsches Ärzteblatt, Januar 2005

Produkte für Intimpflege und Hämorrhoiden finden sie unter [[http://www.nestderliebe.de]]

m!acrg


super !!!!

Super,

das war ausführlich!!!!!

Gruß

marg *:)

woilfri]ed19=42


Das Problem ist ja ausführlich und fachgenau erläutert worden,ich möchte jedoch auch einen Beitrag zu der Problematik abgeben.An mir selber habe ich feststellen müssen,dass falsche Ernährung,wenig Bewegung in jungen Jahren ich mich dann mit Hämorrhoiden herumplagen mußte und sie wurden in den letzten 20 Jahren 2x verödet,was keine Schmerzen verursachte.

Seit ca. einem halben Jahr habe ich wieder verstärkt Juckreiz in der Aftergegend und habe mich mit freiverkäuflichen Salben selber behandelt,was auch einige Wochen gut geholfen hat.Seit ca 6 Wochen wurde der Juckreiz immer stärker nach dem Stuhlgang und auch nachts mußte ich mich ständig in der Aftergegend kratzen.Ich habe daher hier im Forum einige Berichte gelesen von Leidensgenossen,die auch Vorschläge machten,die ihnen geholfen hatten.Einen Arzt habe ich mit Absicht nicht aufgesucht,möchte mich dazu nicht näher auslassen.

Ich habe seit einer Woche folgendes gemacht und bin meinen Juckreiz los.Ich zweifelte auch an,dass es bei mir ausschließlich Hämorrhoiden sind,denn als ich meinen Finger in den After einführte,spürte ich nie Knoten.Als erstes habe ich meine Hyghiene stark erweitert,nachdem Stuhlgang mit klaren Wasser und nur mit der Hand( wurde hier im Forum empfolen) gewaschen und dann mit Öko-Papier ohne Zusätze abgetrocknet.Dann habe ich mit Batrafen Lösung mein After und mit dem Finger eingeführt eingerieben.Batrafen ist ein Breitspektrum-Antimykotikum und wirkt pilzabtötend auf die meisten Haut-und Schleimhauterkrankungen.Und einmal habe ich auch noch dünn die Stellen mit Bepanthen einer Wund-und Heilsalbe eingerieben.

Ich hoffe,das der Erfolg anhält und ich keinen Arzt aufsuchen muß.

Wünsche anderen Leidensgenossen ebenfalls eine erfolgreiche Behandlung.

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