» »

Brauche dringend Hilfe für bevorstehende Kolektomie

MOonsxti


Hallo cidalia,

ja, der Dickdarm ist ein sehr wichtiges Organ, das immensen Einfluss auf das Immunsystem hat. Absolut richtig!

Dazu eine Anmerkung von mir: Mein seit Geburt an nicht richtig funktionierender Dickdarm hatte bei mir vor vor über 30 Jahren für eine chronisch-eitrige Pansinusitis gesorgt, die über die Jahrzehnte ein echt unangenehmer Zeitgenosse war. Es wurde ständig mit Antibiotika behandelt, ich machte eine Amalgamsanierung, ich wurde unzählige Male punktiert und 2x operiert. Es besserte sich nichts.

Kaum war mein Dickdarm weg, verschwand dieses Problem. Seit Anfang 2004 hatte ich genau zwei Erkältungen (beide 2004, jeweils nach weiteren großen OPs), aber die waren so banal, wie es eigentlich sein sollte, nämlich mit oder ohne Arzt innerhalb 1 Woche weg (nicht wie früher 2-3 Monate, inkl. Lungen- und Nierenentzündungen).

Ich kann nur sagen, dass es mir heute - trotz misslungener OP und bleibendem künstlichen Dünndarmausgang und sehr problematischem Verwachsungsbauch - besser geht als all die Jahre zuvor.

Grüßle von

Angie

VReilchPenblxau


cidalia

hab dir jetzt auf deine mailbox geschrieben.

Mnonsotxi


Hallo Istrienfan,

ich verstehe Dich vollkommen. Auch ich hatte vorher wirklich alles durch, bis ich mich schließlich für die OP entschieden hatte. Der Prozess zog sich über ca. 5 Jahre hin ... kannst Dir also vorstellen, dass ich es mir nicht leicht gemacht hatte.

Wenn Du magst, schreib mir per PN. Ich hätte Dir da noch einiges zu sagen, was Dir vielleicht hilft. Falls Du Dich nicht meldest: Viel Glück, möge die OP besser laufen als bei mir. Vielleicht schaust Du auch mal bei [[http://www.morbus-hirschsprung.de]] rein, die Webmasterin selbst (Schmitti) hat so eine OP hinter sich (ging gut!!!).

Liebe Grüße von

Angie

IPstri<enfxan


ANGIE

Hallo Angie,

danke für deine Information. Ich glaube, nur wer es selbst mitbekommt wie ich leide (ich bin aber wirklich nicht empfindlich) oder wer es am eigenen Leib durchmachen muß, weiß was es bedeutet. Ich komme mir immer vor wie Schwanger und Drillinge strampeln lebhaft in meinen Bauch.

Bei mir wird die OP nun an der UNI Regensburg durchgeführt (ist im vergleich zu den anderen Kliniken "nur" ca. 1 1/2 Std. von mir zu Hause entfernt) und außerdem ist dort ein Artz der diese Operation schon des öfteren, auch an jüngeren Menschen durchgeführt hat.

Die OP wird per Schlüssellockverfahren, also Laparoskopisch durchgeführt, somit sollten sich die Risiken und die Erholungsphase verkürzen. Ich hoffe ich gehöre nicht zu den Pechvögeln. Aber ein Restrisiko bleibt, dass weiß ich. Aber dann dürfte ich ja auch nicht in ein Auto steigen, wieviele Menschen verunglücken täglich im Straßenverkehrt.

Das mit den 7 Tagen abführen dürfte bei mir nicht der Fall sein, ich muß am 16.01.06 in die Klinik und werde am 17.01.06 operiert und vorher sind mir keine weiteren Maßnahmen mitgeteilt worden. Wie hat sich eigentlich dein Eßverhalten verändert? Wie ist deine Stuhlhäufigkeit jetzt pro Tag? und wie ist die Stuhlkonsistenz? Bist du jetzt noch irgendwie bei irgendwas eingeschränkt? Hast du das Gewicht nach der OP wieder nach oben bekommen oder ist die Tendenz eher noch fallend? Ich habe jetzt totales Normalgewicht also eine ganz normale Figur und fühle mich vom Gewicht her so wie ich bin genau richtig. Schön jemanden gefunden zu haben, der mich versteht und mir meine eigentlichen Fragen hilft zu beantworten. Danke schon mal obwohl ich auf dein Angebot für weitere Fragen gerne zurückgreifen.

Bettina

Iastr<ienfan


Angie

Hallo Angie ich melde mich gerne bei dir per PN. Was ich aber gleich noch loswerden möchte, ich hatte 2001 eine Pansinusitis OP. Ich hatte eine chronische Pansinusitis über Jahre die schließlich auch operativ behoben werden mußte. Jahrelang Kopfschmerzen, druck auf den Augen usw. und seit der OP war alles wie im Flug weg. Nach dem Krankenhausaufenthalt war ich ein neuer Mensch. Also das nur mal so ausdrücklich geschrieben, damit auch alle OP Gegener sehen, eine OP kann auch sehr viel helfen. Aber das du das auch hattest! Ist es Zufall, ist es ein Wunder oder hängt es irgendwie zusammen? Gerade weil ich bei dieser OP damals wahnsinnige Angst vor der Narkose hatte und mich auch noch vor dem Einschlafen ziemlich gewehrt hatte, habe ich jetzt noch mehr Angst vor der OP.

Gruß Bettina

MToEns2ti


Hallo Bettina,

sicher bin ich nicht der Maßstab, denn bei mir ist echt viel schief gegangen. Schon vor der OP war ich mit 48 kg (168 cm groß) deutlich untergewichtig - war ich leider immer. Nach der 2. OP wog ich nur noch 38 kg, war Haut und Knochen und konnte nur noch mit fremder Hilfe überhaupt auf den Beinen stehen. Aber das ist nicht die Regel. Immerhin hatte ich zwei große OPs (aufgeschnitten vom Scham- bis zum Brustbein) innerhalb von 5 Tagen - plus der schweren Infektionen. Das steckt keiner gut weg. Ich gehöre zu den 20%, die das überlebt hat.

Wenn es bei Dir tatsächlich laparoskopisch gemacht werden kann, so bist Du bereits am Folgetag wieder so fit, dass Du ohne fremde Hilfe spazieren gehen kannst. Am 8.-10. wirst Du - sofern nix Dramatisches passiert - entlassen. Danach brauchst Du noch 4-8 Wochen, bis Du wieder richtig fit bist.

Deine Frage zum Essen: Da kann ich nicht mitreden, weil ich seit damals ja einen künstlichen Dünndarmausgang habe. Mir fehlen ca. 3 m Darm (der gesamte Dickdarm und ca. 40 cm des Dünndarms). Damit habe ich eine Fettverwertungsstörung. Ich benötige tägliche Infusionen, die ich mir über meinen Port-a-cath selbst verabreiche. Dies ist aber nicht mit einer gelungenen subtotalen Dickdarmresektion zu vergleichen. Normalerweise solltest Du nach dem Kostaufbau im KH sehr bald wieder ganz normal essen können.

Bitte erzähle, wie es Dir ergangen ist. Interessiert mich sehr!

Großes Daumendrücken und liebe Grüße von

Angie

I|striEenfan


Cidalia

Danke ist wahrscheinlich auch sehr lieb gemeint, aber nach Jahrelangen Untersuchungen, Stuhluntersuchungen, Blutuntersuchungen, da im Blut ja auch Entzündungen oder z.B. auch eine Schilddrüsenfehlfunktion (die ja auch an Verstopfung Schuld haben kann) festgestellt werden kann ist man es irgendwann einfach nur noch leid immer wieder und immer wieder enttäuscht worden zu sein. Die Kosten für die ganzen Fahrten oder auch für Untersuchungen die die Krankenkassen nicht übernommen haben, sind schon enorm. Wenn ich jetzt das noch ausprobiere und wieder nichts rauskommt, kommt jemand wieder mit einem anderen Rat, dann probieren ich den wieder aus und so geht es dann mein ganzes Leben immer weiter bis ich vor Schmerzen mal ganz verrück geworden bin. Über das mit den Pflaumen kann ich nur noch lachen. Mit solchen Ratschlägen hat meine Oma vor vielen vielen Jahren auch schon mal angefangen und der Bekannte gab mir diesen Ratschlag, der Freund diesen und so ging es immer dahin und ich probierte jeden Ratschlag, jeden Tip und alles auch und klammerte mich an den letzten Strohalm und hoffte das nun dies oder später das, dass mal irgendwann irgendwas hilft. Ja noch zu deiner Frage, mir wurde der Darm mit Hydrotherapie gespült. Ich habe auch mal wochenlang zu Hause täglich einen hochangesetzten Einlauf machen müssen. Es hat auch nichts gebracht. Der Darm wurde auch schon des öfteren mit Fleet gespült und anschließend Heilfasten gemacht. Ich weiß es ist nur gemeint, aber die OP ist der letzte Ausweg. Wenn die auch nichts hilft, muß ich eben so weiterleben. Schlimmer kann es ja fast nicht mehr werden. Verrückt werde ich jetzt schon fast.

c3id*alixa


Monsti

wurde bei dir der ganze dickdarm entfernt? also zu 100 % und bei Istrienfad 80 %?

Mwonsxti


Ja, Cidalia, bei mir ist der gesamte Dickdarm weg, dazu auch noch ca. 40-50 cm vom Dünndarm. Aber nur, weil bei mir die subtotale Kolektomie damals in die Hose ging. Hätte alles geklappt wie geplant, würde ich heute mein Leben mit ca. 25 cm Dickdarm und normalem Ausgang genießen. Sollte aber nicht sein ...

Liebe Grüße von

Angie

I=striCenf*an


Hallo nochmal, Angie hat mir schon ziemlich weitergeholfen. Gibt es vielleicht nicht doch noch jemanden der Erfahrungen über diese OP hat?

Ach nochwas. Habe auch in anderen Themen nachgelesen und obwohl die OP schon so nahe steht noch einiges ausprobiert. Meine Erfahrungen dazu. Also auf den Pflaumensaft wurde mir richtig schlecht (kann aber auch von meiner Allergie kommen, bin allergisch auf Kernobst daher vorsicht mit Pflaumensaft bei Allergikern) ich habe auch das mit dem Gastrovegetalin gelesen und jetzt übers Wochenende ausprobiert. Bei mir hat es leider auch nichts gebracht. Aber wahrscheinlich auch logisch, mein Dickdarm arbeitet nicht aber ich dachte es ist pflanzlich schaden kann es ja nicht und es sollte ja auch gut für die Nerven sein, da es aus Melissenextrakt ist.

Liebe Grüße und vielleicht meldet sich ja noch jemand

Bettina

MVonsZtxi


Hallo Bettina,

vielleicht hilft Dir auch folgender Link: [[http://www.morbus-hirschsprung.de]]

Dort ist zwar nicht viel los, aber Du kannst einiges zur OP lesen.

Bald ist es ja soweit, ich drück Dir ganz fest die Daumen! Und melde Dich, wenn Du wieder zu Hause bist!

Liebe Grüße von

Angie

cgorxdu2


Hallo Istrienfan

hatte vorher noch keine Zeit mich zumelden. Vielleicht hast du aber schon irgendwo anders von mir was gelesen. Also bei mir wurden 70 cm Dickdarm laparoskopisch entfernt wegen Slow Transit Obstipation bei Megacolon/Dolichocolon. Mein Dickdarm war auch über 2 Meter lang und zu weit. Wieso, das weiß keiner so recht. Deine Erfahrungen bisher teile ich weitgehend, vielleicht war es bei mir nicht ganz so schlimm, vor allem, weil ich mich bereits nach einem halben Jahr für die Op entschieden hatte. Ich bin einfach nicht gut, so fürchterliche Zustände lange zu ertragen und ich hatte bis dahin auch schon einiges ausprobiert.

Also ich musste am Tag vorher mit dem Fleet abführen (%-| eklig!). Die Op hat dann vier Stunden gedauert, da ich auch erhebliche Verwachsungen hatte. Danach war ich zwei Tage auf Intensiv, bekam Schmerzmittel durch einen Rückenmarkskatheder (wurde während der Narkose gelegt) und hatte noch diverse andere Schläuche etc. Dann war ich noch 8 Tage auf Normalstation. Essen durfte ich in der Zeit nichts außer klarer Brühe und Joghurt (nach ein paar Tagen).

Ich hab 8 Wochen gebraucht, um halbwegs fit wieder zu sein, hatte da allerdings auch heftige Gallenprobleme wegen Steinen (bin seit November auch die Galle los).

Mein Darm arbeitet immer noch nicht so, wie er soll, aber immerhin hab ich leidlich Verdauung mit Hilfe von Movicol und Flohsamen, was vor der Op auch gar nicht wirkte (eben so wie du auch beschrieben hast).

Ich glaub, es wäre auch bei mir besser gewesen, mehr vom Darm wegzunehmen, dann wäre jetzt vielleicht wirklich alles gut. Aber so kann ich auch erstmal leben. :-/

Ich wünsche dir für die Op alles Gute und wenn du noch Fragen hast, nur zu! Bestimmt geht es dir danach besser.

Liebe Grüße

Iustri2enfxan


Hallo Cordu 2

Vielen lieben dank für deine "Bericht". Es hört sich für mich schon so an, als ob du die Entscheidung nicht bereut hättest, oder? Das ist für mich schon mal sehr positiv. Hat das Schläucheziehen eigentlich weh getan? Waren die Schmerzen nach der OP einigermaßen erträglich und wie war es als du aus der Narkose aufgewacht bist? Toll endlich jemanden gefunden zu haben der mir meine Fragen beantworten kann. Wie hat sich eigentlich dein Körpergewicht verändert? Kannst du jetzt wieder alles essen?

Hops das waren jetzt aber viele Fragen, aber es stimmt man fühlt sich halt dann irgendwie besser.

Mit Fleet abführen mußte ich vor der Darmspiegelung auch, war nicht gerade sehr schön, vorallem weil mich solche Mittel eher quälen. Es dauert viel länger bis die Wirkung eintritt und mir ist dabei immer sehr stark übel.

Würde mich sehr über Antworten von dir freuen und erstmal nochmals vielen vielen dank das du dich gemeldet hast.

Liebe Grüße

Bettina

c&ordux2


Hallo Bettina,

ich antworte dir gerne auf alle Fragen, muss nur jetzt erstmal den Kindergeburtstag meines Sohnes abwickeln (:-D) der ist 5 geworden und macht eine Party. Danach schreib ich ausführlich! (ungefähr um 19 Uhr)

Bis dann

ImstriVencfan


Danke Cordu

Danke Cordu, überhaupt kein Problem, es freut mich überhaupt jemanden gefunden zu haben der eine "normale" OP hinter sich hat. Angie hat zwar auch vieles geschrieben, hatte aber viele Komplikationen und würde auch gerne mal eine "Geschichte" ohne Komplikationen wissen. Wäre noch schön wenn du mir zu den ersten Fragen noch folgenende Fragen beantworten könntest: Muß eine Intensivstation nachher immer sein und vor allem so lange ? Hast du die Zeit auf der Intensivstation bewußt mitbekommen oder schläft man die erste Zeit sehr sehr viel. Muß dieser Schmerzkatether immer sein?

Vielen vielen lieben dank. Deinem Sohn noch alles liebe zu Geburtstag. Und wenn du noch so einen kleinen Sohn hast, dann dürftest du die OP ja auch noch relativ Jung bekommen haben.

Liebe Grüße

Bettina

Wollen Sie selber etwas dazu schreiben?

Dann melden Sie sich an bzw. lassen Sie sich jetzt registrieren, das ist kostenlos und innerhalb weniger Minuten erledigt. Interessant sind sicher auch die übrigen Diskussionen des Forums Magen und Darm oder aber Sie besuchen eines der anderen Unterforen:

Ernährung · Übergewicht · Unter­gewicht · Zahnmedizin


Nicht angemeldet: Anmelden | Registrieren | Zugangsdaten vergessen? | Hilfe

Startseite | Impressum | Nutzungsbedingungen | Netiquette | Datenschutz | Mobile Ansicht   © med1 Online Service GmbH