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Divertikulitis

CUlaudEsixa


Diätmaus, sorry, da widerspreche ich dir in ein paar Punkten.

1. Ernährungsfehler können ein Punkt in einer langen Ursachenkette sein.

2. Ballaststoffe, kommt drauf an, welche. Weiche wie Haferflocken, ja, Körner ein eindeutiges Nein!

3. Das Alter hat inzwischen auch nicht mehr unbedingt damit zu tun, es erkranken immer mehr unter 40 Jahren.

Eine eindeutige Nahrungsempfehlung gibt es nicht, ich kopiere mal aus einem anderen Faden, wie es mir erging:

Ich hab mir lange einen Kopf gemacht, warum gerade ich, die Ärzte sind da schnell fertig, sagen dir, dass du selber Schuld bist, weil du immer viel zu fett und vitaminlos gegessen hast...

Blödsinn, ich hab mich schon immer relativ ausgewogen ernährt, war total verunsichert nach der Diagnosestellung, wusste nicht mehr was ich essen sollte.

Ich fragte den ersten Arzt:

"Viel Körner, Gemüse, Salat, Ballaststoffe und fleischlos"

Ich fragte den zweiten Arzt:

"Auf keinen Fall Körner, essen Sie lieber Fleisch"

Ich fragte den dritten Arzt:

"Auf keinen Fall Salat, der schadet Ihnen, keine Fruchtsäfte, kein Wein. Keine Milchprodukte"

Ich fragte den vierten Arzt:

"Es gibt keine eindeutigen Richtlinien, probieren Sie es selber aus!"

Mein letzter Arzt nun beschwor mich, mein Vegerariertum aufzugeben, wieder Fleisch zu essen (kein Schweinefleisch allerdings) und keine Nüsse und Körner.

Und wegen der Divertikel keine langfaserigen Gemüse und Früchte.

Und dann soll echt die Ernährung Schuld sein, wenn die Ärzte nicht mal einig sind, was man nun denn essen soll und was nicht

Kann ich irgendwie nicht mehr glauben, ich glaub eher, die wissen das selber nicht...

Meine eigene Vermutung: Es ist eine Mischung aus hastiger Ernährung, Verstopfung (weil man aus Zeitmangel nicht richtig aufs Klo geht), Stress und allgemein ungesunder Lebensweise. Zu wenig trinken und dann tatsächlich nicht ausgewogen genug ernähren kommen sicher hinzu.

Weils aber dann eigentlich jeder haben müsste, muss es auch eine vom Körper abhängige Ursache haben (wie z.B. Bindegewebsschwäche)

DUytmQaus


Warum erkranken denn immer mehr unter 40 Jahren? Na warum wohl. Viele junge leute stehen bei MC. Donald.

Die richtige ernährung spielt eine große Rolle, und deswegen sagte ich das es die Hauptursache ist. Es gibt aber auch andere. Stimmt. Und die Ärzte sind keine Ernährungsberater, deswegen haben sie auch oft keine Ahnung. warum arbeiten denn im Krankenhaus Diätassistentin wie ich eine bin. Wüßten die Ärzte die Diättherapien bei den Erkrankungen bräuchten sie uns ja nicht.

Das ist nun mal die Tätigkeit einer DA. Der arzt stellt keine Diättherapien auf und auch keine Nährwertberechnungen.

Und die Diättherapi die ich erwähnte ist korrekt. Deswegen sagte ich auch LVK. Das heißt weglassen der Unverträglichkeiten. Also wenn einer keine Gurken zb. verträgt, sollte re diese weglasse. Unverträglichkeiten hat jeder andere. Deswegen austesten.

D|omixnik x1985


@diätmaus

ich gebe dir in punkto "mc donald's" recht. sicherlich trägt das vielerlei dazu bei, dass immer jüngere patienten durchaus schwere erkrankungen erleiden, wie bspw. leberschäden, nierenschäden, magen-darm-leiden...

muss man sich ja nur mal die amis anschauen: jeder zweite ist viel zu fett und die kinder natürlich auch. neueste amerikanische studien sagen, dass mittlerweile jedes fünfte elternpaar höchstwahrscheinlich seine kinder überleben wird, weil die kinder einen frühen tod aufgrund chronischer falschernährung und den damit verbundenen komplikationen sterben werden. wenn ihr mich fragt, müsste man sowieso diese fast-food-ketten gesetzlich verbieten!

ABER:

wenn deine theorie so stimmen würde, wie sie klingt, dann würde es ja bedeuten, dass alle möglichen erkrankungen dadurch vermeidbar wären, bzw. nicht eintreffen würden,wenn sich die leute ihr leben lang an einen bestimmten plan bei der ernährung halten würden. das klingt für mich ein bissl arg weit her geholt! hast ja gelesen, was claudsia schrieb: die ärzte wissen doch selber nicht, WELCHES essen für dich das richtige ist. man kann da nur spekulieren und spekulationen helfen niemandem weiter! von daher kann ich deine theorie nicht so stehen lassen.

gerade auf dem gebiet der divertikel sind diese meist ein angeborenes phänomen im gastrointestinaltrakt und das liegt bestimmt nicht daran, weil die mutter in der schwangerschaft ungesund gegessen hat (mal überspitzt ausgedrückt).

sicherlich sind vielerlei dinge ernährungsbedingt, aber wie claudsia auch richtig sagte, ist eine falsche ernährung so gut wie niemals die EINZIGE ursache für eine erkrankung! das spielen viele faktoren mit und die ernährung ist nur ein glied in der kette. willst du sagen, dass ein darmkrebspatient nur das karzinom bekommen hat, weil er sich in seinem leben falsch ernährt hat? und dann eine strenge diät und das karzinom ist weg? nee, schön wärs, wirklich!

mfg aus paderborn,

dominik

DGizätmaxus


Es stimmt die Ernährung ist nicht immer die Hauptursache für Erkrankungen, aber sie spielt eine sehr große Rolle. Auch die Vererbung spielt eine erhebliche Rolle.

Doch es ist wahr. Mit einer ausgewogenen Ernährung kann man zb das Magenkarzinom um 40 % mindern. (durch Obst und Gemüse) Also ich meine das so, das es gar nicht entsteht. Es gibt auch noch andere Beispiele.

DUomiynikF 198x5


!

Mit einer ausgewogenen Ernährung kann man zb das Magenkarzinom um 40 % mindern.

du meinst, man kann es vielleicht VORBEUGEN!

wenn es schon da ist, kann man mit ernährung nichts drehen. welche konsequenzen das mit sich zieht muss ich ja wohl nicht nennen.

ein magenkarzinom muss so schnell wie möglich operativ entfernt werden und meist verliert der patient dabei teile des magens oder den gesamten magen. das zauberwort dabei ist die früherkennung. je früher man es entdeckt, desto höher sind die heilungschancen. das ist ja bei jedem karzinom so.

gerade im gastrointestinaltrakt sind karzinome die heimtückischste erkrankung, die es gibt. sie bleiben meist lange zeit unentdeckt und machen keinerlei beschwerden, bis sie schließlich zu worte kommen und dann ist es vielmals schon zu spät. sollte das karzinom inoperabel sein aufgrund von metastasenbildung, stirbt der patient in der regel sehr bald daran und über ernährung muss er sich in solch einem spätstadium dann keine gedanken mehr machen!

wie gesagt: ernährung kann sowas vielleicht VORBEUGEN, aber NICHT HEILEN! es gibt wissenschaftliche studien, aus denen hervorgeht, dass beispielsweise tomaten eine krebsverhindernde wirkung haben sollen, sowie curry, curcuma und zimt. aber: das ist dann alles PROPHYLAXE und wenn der super-gau schon da ist, dann kannst du kiloweise von diesen dingen essen, aber gesund wirst du davon dann sicher nicht mehr!

mfg aus paderborn,

dominik

DriätkmLaus


Genau ich meine die Prophylaxe :)^

DCominik\ 1x985


okay!

das wollte ich nur sicherstellen :)^

mfg aus paderborn,

dominik

D/iätmxaus


Sorry, da hab ich mich oben etwas falsch ausgedrückt. ;-D

CylaudIsia


Warum erkranken denn immer mehr unter 40 Jahren? Na warum wohl. Viele junge leute stehen bei MC. Donald.

Durch solche Aussagen machst du dich ganz schön unglaubwürdig.

Zu meiner Zeit gab es mc Donalds gar nicht, als ich öfter mal reinging war ich schon weit über 20 und ich habe mich bestimmt nicht davon ernährt.

Die Leute, die heute um die 40 sind, kannst du damit also nicht meinen...

Es ist ein leichtes zu sagen, die Ernährung ist schuld. Und wenn man dann fragt, was bitte soll man denn essen, dann kommen lauter gegenteilige Informationen.

Aber ich will dich nicht angreifen, mir kommt nur die Galle hoch, wenn ich das höre, hab ich einfach zu oft, und mir kam es immer so vor, dass keiner eigentlich genau wusste, was Sache ist.

Und weil ich zufällig ziemlich genau weiß, dass es bei mir höchstens 10 % in der Ursachenkette ausmacht, dass ich mich nicht ausgewogen genug ernährt habe. (wobei jeden Tag Salat, Gemüse oder Obst war bei mir immer dabei, vielleicht etwas zu viel Schokolade...)

Mich würde nun ernsthaft interessieren, was du empfiehlst, ich bin nämlich grade mal wieder bei null und würde gerne meine Ernährung wieder umstellen in einem neuen hoffnungsvollen Versuch, diesmal das Richtige zu tun und ein paar Beschwerden wegzukriegen.

Also wenn du mir mein "Gift und Gallespucken" verzeihen könntest ;-) und mir einfach mal (kurz) aufschreiben könntest, was man nach einer Sigmaresektion mit bestehenden Divertikeln und einem reinoperierten Blindsack konkret essen sollte.

Also Körner nicht, ist klar, zur Zeit esse ich Yoghurt mit Haferflocken und Milchzucker (Tipp von meinem Doc) am Morgen, denkst du, das ist das Richtige?

(Milchzucker um zu regulieren, dass ich keine Verstopfung kriege)

Ich war bis vor kurzem vegetarisch, aber soll das nicht mehr.

Mir gehts übrigens relativ schlecht, mit ständiger Müdigkeit, Dauerschmerz im Bauch, Koliken und Übelkeitsgefühl

Ich wäre dir wirklich dankbar, diätmaus!

@:)

D>iätmxaus


Ich meine damit, das die Leute sich heutzutage falsch ernähren. Mit einer ausgewogenen Ernährung ließen sich so manche Erkrankungen vermeiden.

Wie ich schon mal gesagt hab, wissen die Ärzte auf dem Bereich ernährung selten bescheid, deswegen gibt es in den Krankenhäusern und Arztpraxen die Diätassistentin, die mit den Ärzten zusammenarbeit. Sie erstellt Kostpläne, Nährwertberechnungen, Diättherapien,....

Und das ist meine Aufgabe. Und ich rede aus Erfahrung das die Patienten immer jünger werden, halt wegen der falschenErnährung und anderen falschen Lebensweisen.

DNiätXmoauxs


Ich rate zuerst zu einem Kostaufbau. Der sieht so aus, das du erstmal ein paar Teetage einlegst. Vielleicht etwas mit Traubenzucker oder auch Salz anreichern. So dann legt man Schleimtage ein. Zb. Reisschleim, Hafer wirkt abführend. Dann macht man mit Brei weiter. zb. Grießbrei. Das kann alles wie gesagt mit Energie angereichert werden. Auf alle Fälle sollte es Ballaststofffrei sein -> d.h. bis 10g/d . Bis die Entzundung weg ist, sollte man sich nach der LVK ernähren, d.h. was du nicht verträgst, solltest du meiden. Bei den meisten ist es Gurke, Tomate, Paprika, Alkohol sowieso, Pfeffer,......!

Die Ballaststoffe sollten erst gesteigert werden, wenn die Entzündung weg ist. Langsam steigern. Wie gesagt, ist das die Diättherapie bei Divertikulitis. Die Diättherapie bei Divertikulose sieht ganz anders aus. Ach und die Mahlzeiten auf 5-6 am Tag verteilen. Wenn du noch fragen hast, dann frag ruhig.

C)lau0d@sia


meine leichten Divertikulitisschübe hab ich eigentlich immer gut im Griff, weil ich da sofort mit Essen aufhöre.

Und mein Kostaufbau sieht schon so ähnlich aus wie du schreibst...

Ja, ich meinte Divertikulose.

Was empfiehlst du da im Allgemeinen?

D<i`ätmaxus


Also auf alle Fälle sehr viel Ballaststoffe. So ca. 50-60g/d. Dazu reichlich trinken.

DhiBätkmauxs


Sorry war noch net fertig. Also viel dazu trinken. Das regt die Darmperistaltik an, und es kann nicht zu Verstopfungen kommen.

Über den Tag verteilt 5-6 Mahlzeiten. Und eine Vollkost ist erlaubt, das heißt du mußt auf nix verzichten.

CrlaqudsiJa


So ca. 50-60g/d.

Und was heißt das konkret? Was für Ballaststoffe? Und wieviel sind das?

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