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Darmentfernung (slow transit): Keine Alternative?

dEe Säxchsin


Es sollte heißen: Protonenpumpenindikatoren...

pgelztiefr8x6


hallo gabi,

ich verfolge deine geschichte schon länger und bin wirklich erschüttert, welche ausmaße solch eine motilitätsstörung, die bei dir durch die desmose bedingt ist, annehmen kann.

ich selbst habe eine motilitätsstörung neuronalen ursprungs, die nervenzellen sind nicht richtig ausgebildet bzw. angelegt oder nicht bzw. in zu geringer anzahl vorhanden. daneben konnte in den biopsien partiell eine leicht-mittelgradige desmose festgestellt werden, allerdings ist die nervenstörung eindeutig die dominante ursache der probleme. über die suche nach dem begriff der desmose bin ich dann erstmals auf deine beiträge aufmerksam geworden.

nun schreibe ich dier hier in dem thread (sorry cordu an der stelle!), weil du erwähnst, dass du nach deiner subtotalen kolektomie, bei der dein dickdarm wohl auf 20cm länge (exclusiv oder inclusiv des rektums?) gekürzt worden ist, schließlich total kolektomiert worden bist.

mir wurde im nov. 2007 zwei drittel meines colons entfernt. da jedoch bald dieselben probleme auftraten (neben der extremen verstopfung vor allem massive spasmen im darm) und sich der darm wieder erweitert hatte, bin ich nun vor knapp 3 wochen erneut operiert worden. nun besitze ich noch einen 20cm langen restdarm plus rektum.

vor der op hieß es, dass es gerade in der anfangszeit zu sehr häufigen und flüssig/breiigen stuhlgängen kommen könnte und auch längerfristig sei es durchaus möglich, dann unter durchfällen bzw. sehr häufigem stuhlgang zu leiden.

selbst bei den von meinem chirurgen zuvor operierten patienten mit einer art von motilitätsstörungen, war dies mehr oder weniger der fall, bis sich die darmfunktion einpendelte.

tja..und bei mir? geht nach wie vor nichts. mit ausnahme einiger tage im kh, wobei ich hier auch bereits zwei einläufe bekam, merke ich die verkürzung auf 20cm nicht so, als dass ich nun auf normalem wege stuhlgang hätte bzw. entleeren könnte. nach wie vor habe ich starke spasmen im colon und rektum und reagiere auf essen mit starken krämpfen, weshalb ich große probleme mit dem essen habe.

mir ist es ein rätsel, wie man mit 20cm immer noch einläufe benötigt. das schlimme ist aber, dass selbst diese so gut wie nicht funktionieren, da meine massiven spasmen selbst die vollständige entleerung der einlaufflüssigkeit verhindern.

wie wirkte sich denn bei dir die verkürzung auf 20cm kurzfristig und längerfristig aus? das würde mich sehr interessieren, auch wenn ich weiß, dass bei dir eine andere ursache der motilitätsstörung vorliegt.

dann noch etwas: wie sieht das bei dir mit der blase aus? hast du da auch entleerungsprobleme? habe einmal gelesen, dass desmose auf alle hohlorgane mit glatter muskulatur gehen kann?

bei mir selbst kontrahiert mein blasenmuskel nicht mehr, man nimmt an, dass es auch an der nervalen unterversorgung liegt, aber es wurden noch nie gewebsproben entnommen, da das viel zu aufwändig wäre.

liebe grüße

sarah

dne Säc$hsixn


Hallo Cordu,

ich kann jetzt nicht so viel zu deinem Krankheitsbild sagen, dazu kenne ich mich zu wenig aus damit. Aber du sollst wissen: Wenn du jemanden zum Reden brauchst: Ich bin für dich da!@:) @:) @:)

Naja, bisheriger Befund: Magen und Dünndarm sehen gut aus, besser als erwartet. Dickie ist grotesk dilatiert und scheint sich auch wieder zu verlängern!!! >:( Es ist doch echt das allerletzte! Jedenfalls meinte der Doc, er sähe keinen Grund für eine Op, da nirgends eine Verengung oder Behinderung zu erkennen ist. Witzig, danach hatten wir ja auch gar nicht gesucht. Es wäre sogar eine echte Freude gewesen, wenn es einen mechanischen Grund dafür gegeben hätte, dass der Dickie nix mehr macht!

Das dein Magen u. Dünndarm gut aussehen, ist zwar schön, es nützt dir ja aber gar nichts! Dir geht es trotzdem sehr schlecht u. du brauchst Hilfe! Der Arzt wird sich wegen OP wohl bedeckt halten, da es wohl schon ein großes Risiko ist, dich zu operieren. Aber was bleibt dir für eine Alternative? So kann es ja auf Dauer auch nicht weitergehen! Besprich mit deinem Arzt nochmal alles in Ruhe u. vll. ist es wirklich gar nicht schlecht, wenn du die Ärzte von Gabi mal konsultierst. Vll. haben sie doch noch neue Ideen, die dir weiterhelfen können! Ich drücke dir die Daumen! :)^ :)^ :)^ :)^ :)^ :)^

LG!

Britta *:)

d^e Säc>hsixn


Hallo Pelztier,

ich kann jetzt zwar nicht so direkt mitreden hier, da meine OP gegen eure klein war, aber eines ist bei mir ähnlich:

vor der op hieß es, dass es gerade in der anfangszeit zu sehr häufigen und flüssig/breiigen stuhlgängen kommen könnte und auch längerfristig sei es durchaus möglich, dann unter durchfällen bzw. sehr häufigem stuhlgang zu leiden.

selbst bei den von meinem chirurgen zuvor operierten patienten mit einer art von motilitätsstörungen, war dies mehr oder weniger der fall, bis sich die darmfunktion einpendelte.

tja..und bei mir? geht nach wie vor nichts. mit ausnahme einiger tage im kh, wobei ich hier auch bereits zwei einläufe bekam, merke ich die verkürzung auf 20cm nicht so, als dass ich nun auf normalem wege stuhlgang hätte bzw. entleeren könnte. nach wie vor habe ich starke spasmen im colon und rektum und reagiere auf essen mit starken krämpfen, weshalb ich große probleme mit dem essen habe.

Ich habe zwar nur eine Sigmaresektion hinter mir, aber mit dem Stuhlgang habe ich seitdem fast noch mehr Probleme wie vorher. War er vorher weich (zwar portionsweise u. ging trotzdem extrem schwer raus), so ist er jetzt hart u. ich habe totale Mühe, es rauszubekommen. Direkt nach der OP ging es bei mir auch erstmal recht flott u. dann ging gar nichts mehr... Ich bekam dann Laxoberal (weiß jetzt gar nicht richtig, ob der Name so stimmt... :-/ ) u. trotzdem ging nichts - nur das ich von dem Mittel übelste Schweißausbrüche, totale Kreislaufprobleme, Bauchschmerzen u. Übelkeit bekam... Ich hatte noch Monate Probleme, den Stuhl rauszubekommen, aber ständig diesen Stuhldrang... Irgendwann ging es dann zwar besser, aber ich habe nach wie vor Probleme, es rauszubekommen. Aber ich kann wenigstens... ;-) Ich dachte eigentlich auch, dass der Stuhl nach einer Kürzung des Darmes weicher wird u. der Chirurg meinte auch zu mir, dass es dann schneller geht u. öfter. Aber bei mir definitiv auch nicht. Gut, ich bin allerdings noch besser dran als du: Ich kann - wenn auch unter großer Mühe... :-/

LG!

Britta @:)

pWelztixer86


hallo britta,

danke für deine antwort. trotzdem glaube ich, dass ich mich mit dir nicht vergleichen kann, da m.e. doch recht unterschiedliche situationen bei uns vorliegen. jedenfalls so weit ich das beurteilen kann anhand deiner beschreibungen. andernfalls sorry!

so wie ich dich bisher verstanden habe, wurde bei dir nur eine sigmaresektion bei ansonstem völlig unberührtem colon durchgeführt, nicht wahr?

demnach ließen sich deine probleme m.e. recht einfach erklären. viele patienten leiden nach einer sigmaresektion an verstopfung oder einer portionsweisen stuhlentleerung, da das sigma die funktion der stuhlportionierung hat. fällt es weg, muss de restdarm diese mehr oder minder übernehmen - das klappt mal mehr, mal weniger gut. und das ist unabhängig von einer möglichen bewegungsstörung so.

außerdem meinte ich einmal gelesen zu haben, dass du vor der op nicht zu verstopfung geneigt hättest.

nichts für ungut, aber ich glaube, dass dein fall komplett anders gelagert ist.

ich jedoch habe nur noch insg. 20!!!!cm restdarm....und jeder andere hätte zumindest so kurz nach der op durchfälle oder sehr häufige stuhlgänge. zudem habe ich nach wie vor die präoperativen spastiksymptomatik im restcolon und rektum.

liebe grüße,

sarah

dSe Sä{chxsin


Hallo Sarah,

nein, ist schon in Ordnung! Natürlich sind meine Probleme mit euren in keinster Weise vergleichbar! Ich schrieb ja schon, dass meine OP gegen eure recht klein ist u. ich da nicht wirklich mitreden kann, dazu kenne ich mich auch viel zu wenig aus. Doch da sich mein Stuhlverhalten nach der OP verändert hat, wollte ich dir nur ein bisschen Mut machen! Ich wusste nicht, dass du vorher auch schon Verstopfung hattest, sorry! :)*

Lass dich mal ganz dolle drücken! :°_ :°_ :°_ :°_ :°_ :°_ Das hört sich echt schlimm an bei dir!

Ich werde mich jetzt hier auch der Stimme enthalten. Bin eh' nur hier reingekommen, da ich die Geschichte von Cordu kenne.

LG!@:)

Britta

pSelzt/ier8x6


hallo britta,

nein, so war es nicht gemeint! bitte schreibe weiter! war ja nett von dir, mir mut machen zu wollen. @:)

weißt du, man reagiert schnell empfindlich, wenn man es gewohnt ist, sich immer jahrelang vor ärzten für seine beschwerden rechtfertigen zu müssen und angst haben muss, als junges mädchen in die essstörungs/psychische ecke geschoben zu werden und damit die probleme bagatellisiert werden.

deshalb versuchte ich, meine darmsituation so kurz wie möglich prägnant darzustellen.

bei mir ist es gesichert, dass ich unter einer sehr ausgeprägten nervenstörung im gesamten colon bzw. partiell einer leichten-mitleren desmose leide, die bei mir die motilitätsstörung verursachen!

noch einmal sorry!@:)

lg

sarah

dae 2Säcxhsin


Huhu Sarah,

nein, ich habe es auch nicht falsch verstanden u. bin dir auch nicht böse. ;-) Aber ich kann ja hier wirklich nicht so viel beitragen, denn gegen euch geht's mir doch gut! Ich habe - wie gesagt - nur hier in den Faden reingeschaut, weil Cordu als letztes geschrieben hatte. Hatte den Faden vorher schon gesehen, aber mich da schon rausgehalten, da ich vom Titel her schon wusste, dass ich nicht mitreden kann. Mit Stimme enthalten meinte ich jetzt auch, dass ich zu euren komplexen Krankheitsbildern nichts mehr sagen werde. Kenne mich ja auch zu wenig aus. Ich kann euch nur Trost spenden u. Mut zusprechen, die Hoffnung auf Besserung nicht aufzugeben! :)* :)* :)* :)* :)* Würde euch echt gerne helfen, wenn ich könnte.

Liebe Grüße u. gib' die Hoffnung nicht auf!@:)

Britta

dCe pS<äCc.hsin


PS.: Ich habe eine Motilitätsstörung im Magen - bei Darm weiß ich es nicht... :-/ Der Gastroenterologe vermutet beim Darm aber auch noch zusätzlich eine Funktions- u. Bewegungsstörung... Aber solange es mir halbwegs gut geht, lasse ich nicht wieder an mir rumschnippeln - zumal diese Funktions- u. Bewegungsstörung lt. Arzt sowieso nicht wegoperiert werden kann...

weißt du, man reagiert schnell empfindlich, wenn man es gewohnt ist, sich immer jahrelang vor ärzten für seine beschwerden rechtfertigen zu müssen und angst haben muss, als junges mädchen in die essstörungs/psychische ecke geschoben zu werden und damit die probleme bagatellisiert werden.

Das mit den Ärzten kenne ich - auch wenn ich nicht diese massiven Schmerzen habe, wie ihr. Aber ich habe ja auch schon seit meiner Kindheit immer wiederkehrende Bauch- u. Magenschmerzen. Die Ärzte nahmen mich als Kind gar nicht richtig ernst. Untersuchungen wurden keine in der Beziehung gemacht. So konnten die Bauchschmerzen nie abgeklärt werden - damals. Die Ärzte waren nur schnell mit dem "Messer" u. wollten mir den Blinddarm rausnehmen... Zu dem Zwecke sollte ich auch erstmal ein paar Tage zur Beobachtung ins KH u. musste mir vorher noch anhören: "Aber wehe, es ist nichts mit dem Blinddarm!" Dabei hatte ich nie Schmerzen rechts... %-| Meine Mutter hat mich dann unverzüglich gleich wieder mit nach Hause genommen. Meinen Blinddarm habe ich dann übrigens erst im letzten Jahr (im "stolzen Alter" von 38 Jahren) bei der Sigma-Resektion hergeben müssen... ;-) So viel zu Ärzten. Auf die Psychoschiene wird man sowieso schnell geschoben, wenn Beschwerden augenscheinlich unerklärlich sind.

LG!

Britta

c}or1du2


Hallo Sarah,

auch ich habe nur noch 15 cm Dickdarm plus rektum und auch bei mir war es sehr erstaunlich, dass nach der Op niemals irgendsowas wie Durchfall oder beschleunigte Entleerung oder so gewesen wäre. Da hatten sich auch alle gewundert. Aber zunächst sah der restdickdarm noch normal aus. Ich hatte ja auch extra das Stoma, damit der Restdarm Zeit hatte, nach der Perforation und Ileus sich wieder auf "Normalgröße" zurechtzuschrumpfen. Ich war einige Monate sehr zufrieden mit meiner Verdauung, die ungefähr so war wie bei "normalen" Menschen, halt einmal am Tag oder alle zwei Tage. Erst in den letzten Monaten wurde es wieder immer beschwerlicher. Dazu kommt die Dilatation des Magens (die auf dem letzten MRT mal nicht so ausgeprägt war :)^) sowie die immer wiederkehrenden Subileus-Zustände im Dünndarm, die sich auch jedesmal sehr schön per US dokumentieren lassen (Dilatierte Dünndarmschlingen mit Flüssigkeitspegel), aber für die nie eine Ursache gefunden wurde.

Was mir fehlt, ist eine DIAGNOSE!!! :°(

Hätte ich z.B. wie du vor der Op gewusst, dass die Ganglien nicht i.O. sind, hätte ich wohl direkt auf eine Komplettentfernung gedrängt. Mich wundert, das man bei dir noch 20 cm übrig gelassen hat ??? Warten die auf Spontanheilung?

Welche Optionen hat man dir denn genannt, wie es weitergehen kann?

Bei mir ist inzwischen auch wieder der Zustand, dass hochdosierte Abführmittel plus Klistiere etc. bei fast nur flüssiger Nahrung nur manchmal funktionieren und dann nur mit schrecklich schmerzhaften Krämpfen. Habe auch drei Tage gebraucht, um dieses dusselige Kontrastmitel vom MRT wieder rauszubringen. %-| Und morgens komme ich inzwischen nur noch selten ohne vorherige Einnahme von Novalgin überhaupt aus dem Bett.

Würde mich interessieren, was du noch so für Optionen hast!

Liebe Grüße,

Cordu

plelz`titer86


hallo cordu,

nun ja, vor der ersten op im november 2007 hatte ich auch keine gesicherte diagnose. nach jahrelangen fehldiagnosen (u.a. magersucht, reizdarm...) geriet ich durch zufall an einen der wenigen spezialisten in deutschland, die sich mit darmmotilitätsstörungen auskennen. eigentlich sollte damals nur eine rektoskopie gemacht werden, doch nach der schilderung meiner gesamtsymptomatik wurde der verdacht auf eine neurogen bedingte darmmotilitätstörung geäußert. die dann veranlassten untersuchungen (colon-kontrasteinlauf und defäkographie) erhärteten zwar den verdacht, die endgültige bestätigung der diagnose lieferte aber erst die biopsie der resektate. in dieser ersten op wurde mein stark verlängerter, verschlingelte und tw. erweiterte dickdarm um zwei drittel verkürzt.

meine chirurgen meinten, dass die chancen ganz gut stünden, dass diese op mir zumindest soweit helfen würde, als dass ich dann zur stuhlentleerung irrigieren könnte. das sei nämlich besser als der zustand mit dauerdurchfällen, der sich bei zu großer verkürzung des darms ergeben kann und oftmals auch ergibt.

den zuvor operierten fällen hätte diese op sogar zu einer weitgehend normalen stuhlentleerung verholfen.

es sollte sich aber herausstellen, dass ich- wie sie dann selbst feststellen mussten - wohl ein besonders schwerer fall bin. denn nur ein paar wochen nach der op begannen erst schleichend, dann zunehmend rascher die probleme wieder zuzunehmen. alles begann schließlich wieder von neuem, keine einläufe/klysmen sowie abführmittel halfen mehr und die spasmen und krämpfe waren wieder extrem. wobei die im rektum und die entleerungsstörung auch sofort nach der op existent waren, während die krämpfe im übrigen colon mit dem zunehmend mangelnden transport zunahmen.

im april bestätigte sich dann meine vermutung, als das colon-ke und die defäkographie wiederholt wurden. es zeigte sich, dass sich der dickdarm wieder erweitert hatte. (ich schrieb in dem thread 2 seiten zuvor davon, du erinnerst dich vielleicht).

zunächst wollte mein betreuender art den dickdarm bis auf das rektum entfernen, aber solch eine ileorektale anastomose birgt eine zu große gefahr, dass dann die problematik von agressiven dauerdurchfällen auftritt.

es ist klar, dass mein gesamter darm nicht richtig arbeiten kann, aber der spezialist meinte dennoch auf basis seiner erfahrungen mit patienten, die an einer colonmotilitätsstörung litten (wobei hier wohl verschiedene ursachen jeweils vorlagen), dass eine erneute verkürzung auf 20 cm (was also einer subtotalen kolektomie entspricht) die strecke so verkürzen würde, dass trotzdem ein adäquater transport und eine entleerung gegeben sind. bisher war diese op immer erfolgreich, auch wenn manchmal noch konservativ weiterbehandelt werden musste. wobei immer das problem von durchfällen dann im raum stand. aus diesem grund haben sie mir die 20 cm belassen, weil sie die erfahrung gemacht haben, bei dass bei unterschreitung der 20cm dieser punkt sehr schnell erreicht wird. noch vor der op war das ihre größte sorge und jeder hätte ja auch zumindest sehr häufigen stuhlgang so kurz nach der op.

wie sie nun selbst zugeben müssen, haben sie bisher noch nie so einen fall wie mich gehabt und dementsprechend gibt es auch keinerlei erfahrungswerte mehr, die in dieser sache sowieso nur sehr spärlich und so gut wie nicht vorhanden sind.

ich selbst hatte vor der op starke bedenken und diese auch geäußert, weil ich eben auch eine massive entleerungsstörung habe. mittlerweile habe ich ein recht gutes bauch/körpergefühl und mir konnten die zweifel nicht vollkommen genommen werden, weil ich einfach dafür zu extreme erfahrungen vor allem in den letzten drei jahren gemacht hatte. wenn ich die jm. außenstehenden erzählen würde, der würde mich der lüge bezichtigen.

hinzu kommt, dass sich intraoperativ die erweiterung am übergang zum dünndarm und nicht wie zuvor angenommen am übergang zum mastdarm zeigte. die letztere variante hätte nach ansicht des chirurgen meine spastik- und entleerungssymptomatik des rektums erklärt. und deshalb gingen sie davon aus, dass rektum um 5 cm zu verkürzen. aber das ist jetzt nicht passiert.

mein körpergefühl sagte mir bereits zwei tage nach dieser op vor drei wochen, dass sich nichts groß ändern wird. allenfalls wird sich die stuhlkonsistenz etwas verändern, nicht aber die spastik und entleerungsstörung im rektum und die krämpfe im restcolon.

ich weiß nicht, welche optionen ich noch habe. fühle mich total hilflos und der ganzen sache ausgeliefert. ich muss nun die obligatorischen 6 monate wartezeit nach einer op abwarten, bevor sich chirurgisch überhaupt etwas tun kann, sollte es keine andere alternative mehr geben. diese aussicht macht mich ziemlich fertig. denn ich habe keine große hoffnung mehr, auch wenn mein chirurg meint, dass er noch einige einfälle hat und einiges ausprobieren möchte.

aber er möchte jetzt auch einige untersuchungen in andere richtungen haben, um alle anderen erklärungen für meine beschwerden ausschließen zu können.

meine docs befinden sich eben auch in einer echten zwickmühle: wenn sie wüssten, dass mir eine gewöhnliche stomaanlage nach hartmann (also mit belassung eines rektumstumpfes) zu 100prozent helfen würde, würden sie diese op sofort durchführen. doch aufgrund meiner spastik/rektumproblematik kann nicht ausgeschlossen werden, dass selbst dieser stumpf starke probleme bereiten könnte.

deshalb wäre die endlösung nur der radikalschritt endständiges ileostoma und rektumamputation.

und genau diese mussten sie noch nie bei einem jungen mädchen durchführen bzw. bei einem patienten mit motilitätsstörung. normalerweise wird diese op schweren krebsfällen vorbehalten. da ist also ein echtes rechtfertigungsproblem, zumal es auch eine große kontroverse über die chirurg. therapie bei motilitätsstörungen in deutschland gibt und sie auch von anderen ärzten angegeriffen werden.

mittlerweile bin ich mir auch nicht mehr sicher, ob mein dünndarm so ok. ist. es gibt einige auffälligkeiten. denn ich habe immer noch probleme beim essen, mit der übelkeit etc, obwohl laut meines chirurgen der rückstau des colons in den dünndarm bei 20cm keine rolle mehr spielen dürfte. aber bei mir scheint alles anders zu sein ???

ich selbst würde meinen dickdarm mittlerweile am liebsten komplett abgeben.

sorry, dass es jetzt so lang geworden ist.... |-o

lg @:)

sarah

c]orRdu2


Liebe Sarah,

ich weiß genau, wie du dich fühlst. Alles was du schreibst, könnte exakt so von mir stammen! Auch die Überlegungen zum Verbleib eines Restes Dickdarm liefen bei mir genau so ab. Nur dass ich halt nach der subtotalen eine Woche später einen paralytischen Ileus nach Verdrehung an zwei Stellen des Darmes hatte und im Zuge der Not-Op bereits in den Genuss kam, zwei Monate ein Stoma auszuprobieren. Und durch diese Geschichte (mit Peritonitis und allem, was dazugehört) sind eben auch die Verwachsungen in meinem Bauch ein echtes Problem für jede weitere Op, vor allem weil der Dünni an einigen Stellen mit der Bauchdecke wohl verwachsen ist.

Wir können uns nur gegenseitig unterstützen, Mut zusprechen und Erfahrungen austauschen! Dafür ist das Forum wirklich klasse!

Ich werde auf jeden Fall berichten, was mein Doc übernächste Woche zu meinem Op-Wunsch sagt!!!

Kopf hoch und ganz liebe Grüße,

Cordu

dCe r%chxsin


Hallo,

ich schicke euch Allen nochmal ein paar Krafsternchen! :)* :)* :)* :)* :)* :)* :)* :)* :)* :)* :)* :)* :)* :)* :)* :)* :)* :)*

Es wäre so schön, wenn es für euch eine akzeptable Lösung gäbe mit weniger Schmerzen u. besserer Funktion des Darmes! Gebt nicht auf! :°_ :°_ :°_

LG!

Britta

cUorpdxu2


Danke dir, Britta,

du bist echt immer sehr lieb!!!

Auch dir wünsche ich, dass du irgendwann mal richtig gesund und symptomfrei bist! Am Besten ohne weitere Ops!!! :)*

Liebe grüße,

Cordu

dLe SHächsxin


Am Besten ohne weitere Ops!!! :)*

Ja Cordu - das hoffe ich auch! Leider wird es sich ja ohne OP's auch bei mir nicht vermeiden lassen, habe wieder stärkere Beschwerden mit dem Magen... %-| Trotz PPI u. Vagantin kommt mir jetzt sehr oft der Magensaft hoch u. öfter wieder Sodbrennen. Dabei war das Vagantin echt ein Hoffnungsschimmer für mich, da es mir damit ein ganzes Weilchen besser ging! :°( Bauchschmerzen habe ich leider auch jeden Morgen... Aber das ist wenigstens nicht den ganzen Tag so! OP würde ich so gerne so weit wie möglich hinausschieben, zumal ich ja nicht weiß, ob es mir hinterher besser geht... Nachdem, was ich hier alles schon von der Fundoplication gelesen habe...

Na ja, ich will aber nicht jammern, ihr habt jeden Tag extreme Schmerzen - da bin ich gut dran!

LG!

Britta

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