Divertikelentzündung

Seit 4 Tagen weiß ich, daß ich eine Divertikelentzündung habe. Zum erstenmal von sowas gehört.

Die Blutwerte sind noch im Grenzbereich. Nehme seit Samstag Antibiotika - Cibrobeta 500 - Die Schmerzen sind jedoch noch immer da, zwar etwas schwächer, aber trotzdem.

Ich trinke Pfefferminz- Kmille- und Fencheltee.

Meine Ärztin sagt: Viel Kartoffelbrei, Suppen usw., eben leichte Kost.

Darf ich auch Joghurt, Griespudding usw. essen ??? ?

Bin Neuling diesbezüglich.

Wer kann mir Ratschläge geben, evtl. auch mit Umschlägen auf den Unterbauch - warm oder kalt - ??? ???

Wäre sehr dankbar für Vorschläge

C\orneuliadormothexa

Willkommen im Club

Hallo Corneliadorothea,

leider weiß ich aus eigener leidvoller Erfahrung, wie schmerzhaft eine Divertikulitis ist. Ich habe mich in dieser Zeit immer von Weckchen ernährt, was mir gut bekommen ist. Bei ausschließlichen Milchprodukten wäre ich vorsichtig, da sie den Darm belasten können. Die sind nach überstandener Entzündung zum Aufbau der Darmflora zu empfehlen. Apfelmus ist mir auch gut bekommen.

Auf keinen Fall darfst du warne Umschläge machen, dies würde die Entzündung nur fördern. Am besten sind Eispacks, die du in ein Geschirrtuch gewickelt, auf die schmerzende Stelle legst.

Wenn du hier im Forum das Stichwort Divertikel oder Sigmaresektion eingibst, wirst du sehen, dass viele Leute unter diesem Problem zu leiden haben. In der Regel ist es so, dass die Entzündungen in immer kürzeren Abständen wiederkehren und irgendwann eine OP ansteht.

Bei mir trat die erste Entzündung März 2000 auf und im November 2005 bin ich operiert worden. Die Jahre dazwischen waren ein ständiges banges Warten auf die nächste Entzündung. Ich möchte dir keine Angst machen und es kann ja sein, dass es bei dir bei der einen Entzündung bleibt, aber falls der nächste schub kommt, warte nicht zu lange mit der OP.

Gute Besserung wünscht dir

S;cullxy

Ernährung bei Divertikulitis

Hallo Cornelia dorothea!

Auch meine Geschichte findest du hier im Forum unter diversen Beiträgen. Du solltest auf keinen Fall Salat oder faserreiche Kost (Spargel) essen,auch alle Arten von Nüssen und Kernen ,Müsli Vollkornbrot etc. musst du meiden,denn diese Körner setzen sich in den Divertikeln fest.Das Wichtigste ist ,die Verdauung in Schach zu halten, ich hatte immer furchtbare Verstopfung bei einem Schub, obwohl ich einen ständigen Drang hatte.Auch ich habe mich nach 4 Schüben vor 11 Wochen operieren lassen (Mit Minimalschnitt) und rate dir im Wiederholungsfalle nicht zu warten ,bis du als Notfall auf dem OP Tisch landest.Vor allem wenn du über 50 bist ,ist es sehr wahrscheinlich,dass du bei jedem psychischen Stress (vor allem vor oder auf Reisen) wieder erkrankst, und das kann im Ausland sehr unangenehm sein.Hast du schon eine Darmspiegelung machen lassen ? Ist auf jeden Fall nach Abklingen der Entzündung notwendig.Gute Besserung Hannele

hHann}e-le

Brei und nochmals Brei

Hat bei mir jedenfalls gut geholfen. Habe auch Grießbrei und sogar Pellkartoffeln mit Quark gegessen.

Neben Antibiotikum hat mir meine Ärztin auch Claversal verschrieben. Nach einer Woche war der Spuk vorbei.

Die letzte Entzündung (ich hatte letztes Jahr drei , zwei mal harmlos, die letzte schwer) ist bei mir nun 5 Monate her. Seitdem lebe ich mit 1 x Claversal täglich (ist eigentlich für Morbus Crohn- und Colitis Ulcerosa-Patienten, hat aber auch bei Divertikelträgern positive Wirkung), viel Wasser, Bewegung und natürlich Vollwertkost (ggf. mit Flosa oder Mucofalk dem Darm bei der Verdauung helfen).

Ob ich damit um die OP herum komme? Ich weiss es nicht. Aber ich will es zumindest erst mal so versuchen. Sollte wieder eine schwere Entzündung kommen, wird es aber wohl keine Alternative geben.

S=uns4hinxe36

Re Sunshine

Es ist wirklich ein Frage , die jeder Einzelne für sich entscheiden muss,ob es ihm lieber ist, auf Dauer Medikamente zu nehmen und damit das Risiko einzugehen, dass manche Antibiotika wirkungslos werden oder nach einer Op völlig ohne Medikamente mit normaler Verdauung weiterleben zu können. Sowohl Scully als auch ich haben die OP mit Minimalschnitt wunderbar verkraftet und können wieder alles essen ohne Probleme ,Ich habe nur rd. 1 Woche Schmerzmittel genommen im Krankenhaus und seitdem kein einziges Medikament! Da ich Allergikerin bin,vertrage ich viele Antibiotika nicht mehr und muss sehr aufpassen,dass in einem Notfall noch genügend Ausweichmittel zur Verfügung stehen.

h[annRe-le

@hanne-le

Hast ja recht...

Und wenn man mir garantieren könnte, dass es so gut wie bei Dir und Scully verläuft, würde ich die OP sofort machen.

Ich habe allerdings auch schon einige Berichte von Leuten gelesen, die nach der OP ziemliche Probleme hatten, teilweise über Monate und Jahre.

Und da bei mir der Leidensdruck noch nicht soooo groß ist (seit 5 Monaten außer einem gelegentlichen minimalen Drücken oder Ziepen gar nichts), lasse ich es erst mal lieber. Meine Ärztin hat gemeint, im Moment läge die Entscheidung absolut bei mir. Sie könnte zwar einer OP zustimmen, aber sie kann es auch verantworten, wenn ich zunächst, wie viele andere ihrer Patienten auch, mit Claversal lebe. Es gibt einige Studien, dass die Rückfallquote mit Claversal deutlich niedriger ist als ohne.

Ob es so toll ist ist, ein Medikament auf Dauer zu nehmen... darüber kann man natürlich streiten. Ich habe mich jedenfalls erst mal dafür entschieden. Betonung auf erst mal ... sollte es zu Nebenwirkungen oder neuen Entzündungsschüben kommen, ist die OP halt leider wirklich die einzige Alternative.

SCunshixne36

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