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Narbenbruch: Kann ich echt nichts tun?

zruogiwuxgi hat die Diskussion gestartet


Hallo, ich bin 23 Jahre, männlich und hab eine Frage an alle Fachleute unter euch. Ich hatte letzte Jahr einen Blinddarmbruch im Februar. Das Problem war nur, das ich ins Krankenhaus wegen starken Schmerzen kam und dort dieser zuerst nicht erkannt wurde. Nach Hause geschickt, und dann 9 Tage später, kurz vorm sterben, hatte ich dann eine Notoperation. Da der Blinddarm schon ebenso lange gebrochen war, hat sich in meinem ganzen Magen Eiter ausgebreitet und die INnereien wurden irgendwie verschoben, auf jeden Fall, gabs 2 Wochen später noch eine Operation wegen einem Darmverschluss und ich war nach 4 Wochen aus dem Krankenhaus mit einer 15 cm großen Narbe am Bauch.

Nach 3 Monaten begann ich wieder mit Sport, war auch wieder total gut in Form, hab die 12 Kilo die ich im Krankenhaus verlor (konnte nichts essen) wieder draufgepackt, und alles war in Butter. Leider hatte ich dann circa 6 Monaten einen Narbenbruch, der mir zwar nicht wehtat, aber es hieß, das dieser behandelt werden muss. So wurde ich nun nochmal operiert, die ganze Narbe wurder ausgeschnitten, und ich bekam eine neue, diesmal auch wieder im Februar. Da der Darm sich irgendwie mit der Bauchwand verpappt hat, war das dann doch wieder ein größerer Eingriff.

Jetzt sind genau 2 Monate vergangen, ich darf noch nichts schweres heben, aber ich war nun auch schon schwimmen.

Ich hab am unteren Anfang der Narbe, da wo der Bruch zuletzt war, eine kleine Beule, deswegen bin ich nochmals zum Chirurgen.

Dieser meinte, das Bindegewebe ist dort so dünn, das deswegen kein Netz eingesetzt werden konnte, da das sehr gefährlich wäre, und bei mir die Chance recht groß ist, das ich immer wieder Brüche bekommen könnte, ohne was dagegen tun zu können.

Er hat auch gemeint, ich kann jetzt wieder mit Basketball beginnen, sowie in einem Monat mit Fitness usw. da, dies keinen Einfluss auf einen erneuten Bruch hätte.

Ich hab jetzt natürlich bedenken, wieder einen Narbenbruch zu bekommen, und wollte wissen, ob eure Erfahrung sich mit der INfo des Chirurgen deckt, das ich wirklich wieder alles tun kann, und selbst wenn mal wieder eine Operation von Nöten ist, ob es da nicht irgendwie eine Möglichkeit gibt, die an der unteren Stelle der Narbe so schwache Bauchdecke zu stärken??

MfG

Zugiwugi @:)

Antworten
MXonzstxi


Hi zugi,

dass meine Bauchnarbe gut 30 cm lang ist, hatte ich Dir, glaube ich, schon mal geschrieben. Außerdem habe ich einen künstlichen Dünndarmausgang (Ileostoma). Beides sind sog. "Sollbruchstellen". Will ich also keinen erneuten Bruch riskieren, muss ich halt danach leben. Bei bestimmten Tätigkeiten (z.B. Schnee schaufeln, Gieskannen schleppen, im Garten graben oder Kisten schleppen) lege ich mir vorher eine elastische Bauchbinde um, die per Klettband zu verschließen ist. Damit verteile ich den Druck besser. Bisher hatte ich keine erneute Hernie *toitoitoi*. Vielleicht ist so eine Bauchbinde für Dich ja auch eine Möglichkeit.

Liebe Grüße von

Angie

zbugiwu5gi


vielen Dank Angie, wie alt bist du denn?

Ich bin noch recht jung, und mein Körper sollte eben solche Op´s gut verkraften, nichtdestotrotz ist mein Bindegewebe wie geschrieben sehr dünn, aber der Arzt meint, ich werd in einem Monat wieder alles machen können. Klingt das nach einem gescheiten Tipp?? Wie kam es zu deinem künstlichen Dünndarmausgang? Was hattest du für einen Eingriff?

M:onstai


Hallo zugiwugi,

ich bin 50 Jahre jung. ;-D

Die Neigung zu Hernien ist aber nicht unbedingt vom Alter abhängig, sondern vor allem vom individuellen Bindegewebe, von der Länge der Narbe und der Art der späteren Belastungen.

Zu meinem künstlichen Darmausgang kam ich vor gut 2 Jahren infolge einer postoperativen Bauchfellentzündung/Sepsis. Es musste mir bei der folgenden Not-OP der gesamte Dickdarm und ein Stück des Dünndarms entfernt werden. Seitdem gehöre ich zur "Bauchkacker-Fraktion". 8-)

Gefährlich sind vor allem ruckartige Belastungen der Bauchdecke. Es kann schon nach einem banalen Husten- oder Niesanfall zu einem Narbenbruch kommen - leider. Ruckartiges Anheben von schweren Gegenständen sollte man unbedingt sein lassen. Alles andere kannst Du eigentlich tun, vor allem, wenn sich die anfällige Stelle sehr weit unten am Bauch befindet. Die Gegend um den Bauchnabel herum ist da anfälliger.

Fröhliches Sporteln wünscht Dir

Angie *:)

zbugiw;ugi


Das ist das Problem, ich mach soviel Sport, der Arzt hat zu mir gesagt ich werd nach dem dritten Monat wieder alles machen können, und wenn die Beule größer wird, soll mich das nicht beunruhigen. Der Tipp an sich beunruhigt mich aber, wenn ich nächsten Monat wieder Fitness mache, das das meinen Zustand nicht verschlechtern soll wundert mich schon. Glaubst du ihm das? ???

Selbst wenn ich einen Bruch habe, kann ich damit ja leben, aber ich will nicht, das ich da was verschleppe, und dann mir der Darm kaputt geht, oder ähnliches.

MSonstxi


Hallo zugi,

Du hast ja geschrieben, dass die heikle Stelle ziemlich weit unten am Bauch ist. Da sind die Belastungen - egal, was Du tust - wesentlich geringer als im Bereich des Bauchnabels bis hoch zum Brustbein. Außerdem befinden sich dort vor allem Deine Unterleibsorgane und weniger der Darm. Ich würde mir jetzt keinen unnötigen Kopf machen. Wenn Du gerne Sport treibst, so tu es bitte. Allerdings solltest Du nach OPs und längerer Pause vorsichtig beginnen und langsam steigern, so dass Du nach 2-3 Wochen wieder Deine ehemalige Leistung bringen kannst. Von 0 auf 100 ist ganz schlecht - nicht nur nach OPs.

Viel Spaß und liebe Grüße!

Angie

zPugitwugxi


Hi Monsti, danke für deine nette Hilfe! Ich hab das mal anhand einer Zeichnung online gestellt. Die Stelle mit der Beule ist auch gekennzeichnet. Es wundert mich eben sehr, dass er gesagt hat ich kann Sport machen, ohne das das einen Einfluss auf meine Bruchbildung hat, dem trau ich nicht so ganz. Und er meinte ja auch, selbst wenn die Beule größer werden sollte, kann ich das ignorieren, ich will eben nicht da was schleifen lassen, und dann wirklich richtige Probleme mit dem Darm bekommen. Merkt man es sofort wenn sich der Darm einzwickt, ich meine, hat man da dann starke Schmerzen, oder könnte es auch sein, das ich das gar nicht merke, und dadurch dann in richtige Schwierigkeiten komme?

Wenn ich sofort anhand des Schmerzens die Sache erkenne und mich dann theoretisch operieren lassen kann ist das ja in Ordnung, aber diese Ungewissheit belastet mich.

Wisst Ihr ob es sehr unwahrscheinlich ist, das bei einer sehr schwachen Bauchdecke an einer Stelle, diese nicht vielleicht ein Leben lang hält, trotz eines aktiven Lebensstils?

Dankesehr @:)

M]on>sti


Hi zugi,

wenn Du jetzt auch noch verrätst, wo man Deine Online-Zeichnung findet, wäre dies grandios. ;-D

Ich sage nochmals: Bitte mach Dir nicht zuviele Sorgen, aber gehe Deine sportlichen Aktivitäten langsam an und steigere kontinuierlich. Die alte Leistungsfähigkeit kommt relativ schnell zurück, wirst Du selbst merken.

Wenn ein Darmstück in der Hernie eingeklemmt ist, wirst Du das schnell und vor allem oberdeutlich merken. Dann kommt die Sch*** nämlich oben raus. Dazu höllisches Bauchweh. Wenn das passiert, gehst Du eh sofort und ganz bereitwillig ins nächste KH. Ich hab' diesen Mist schon hinter mir. Aber an so einen Notfall solltest Du jetzt bitte nicht denken, denn der passiert echt selten.

Liebe Grüße von

Angie

z0ugi0w=ugi


[[http://img103.imageshack.us/my.php?image=narbenbruch9bs.jpg]] dankesehr! wenn ich diese schmerzen hätte, wärs dann schon zu spät, wie ist das bei dir passiert, hat man das nicht rechtzeitig gemerkt?

MUon&stxi


Hallo zugiwugi,

bei einer kleinen Beule in dem von Dir eingezeichneten Bereich solltest Du Dir keine übergroßen Sorgen machen. Die Belastungen auf die Bauchdecke sind an dieser Stelle nicht sehr groß.

Als ich mir den Bruch nach einem Hustenanfall geholt hatte, merkte ich es sofort, sowohl im Bauch (kurzer reißender Schmerz) wie auch am Bauch (deutliche Beule). Ich wusste auch sofort, dass dies eine Hernie ist. War ärgerlich, aber für mich nicht sonderlich beunruhigend, außerdem wurde ich wenige Wochen später ja eh erneut operiert.

Liebe Grüße von

Angie

zyugViwugi


Was ist eine postoperative Bauchfellentzündung? Ist das sowas wie Krebs? Danke für deine nette Hilfe soweit :-)

M}onstwi


Hallo Zugiwugi,

wenn Du einen Blinddarmdurchbruch und Eiteransammlungen in der freien Bauchhöhle hattest, war das ebenfalls eine Bauchfellentzündung - wahrscheinlich aber keine diffuse, d.h. 4-Quadranten-Peritonitis, sondern eine lokale. Reicht aber auch schon ...

Zur postoperativen Bauchfellentzündung siehe u.a. hier (falls es Dich interessiert):

[[http://www.praxisklinik-sauerlach.de/texte/peritonitis.pdf]]

Liebe Grüße von

Angie

zqugiawugi


da die das eiter rausgesaugt haben, muss ich ja wohl nicht mit sowas rechnen, wie ist das bei dir passiert? soll ich irgendwelche vorsichtsmaßnahmen treffen, wenn du schon sagst das bei einer lokalen auch was passieren kann? wie hast du die bekommen?

M)on#stxi


Hallo zugiwugi,

keine Angst! Eine Bauchfellentzündung ist eine akute Geschichte, und man bekommt sie i.d.R. nicht einfach so. Es müssen Keime aus dem Darm in die freie Bauchhöhle gelangen. Dies passiert z.B. bei einem Blinddarmdurchbruch. Sie kann aber auch nach einer Darm-OP entstehen, wenn die Darmnaht nicht hält. Das ist bei mir nach einer subtotalen Dickdarmentfernung passiert.

Liebe Grüße von

Angie

zju*giwuxgi


Ich hatte ja vor einem Jahr, eben diesen Blinddarmbruch und es war im ganzen Körper Eiter, ist da die Gefahr halbwegs gebannt, nach dieser Zeit? Warum wurde dein Dickdarm entfernt, was hattest du?

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