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Ein Furz veränderte mein Leben

v=erzwQeifel2terstu\di20 hat die Diskussion gestartet


Es hört sich skurill an, es hört sich lustig an, es gibt schlimmeres, aber im Moment sehe ich keine positive Perspektive mehr für mein Leben. Ich bin 20jahre alt, männlich, habe in der ersten Hälfte des letzten Jahres mein Abi gemacht und studiere seit Oktober 2005 auf Lehramt, bzw. ich habe mich eingeschrieben und bin ein paar mal hingegangen.

Hallo erstmal!

Es fing alles so an:

Vor genau 2 Jahren saß ich nichtsahnend in meinem 12er Englisch LK, als ich Blähungen bekam und mich ohne es zu wollen "nonverbal äußerte”, ich habe versehentlich "gepupst” (in der Zeit hatte ich in Folge einer Akupunktur Behandlung gegen Neurodermitis meine Ernährung umgestellt, aber darum geht es wohl weniger). Alle haben es gehört, sich umgedreht und gelegen vor Lachen, diese typische Filmszene. Es war mir so schrecklich peinlich, ich konnte nicht glauben, was soeben passiert war. Ich habe es dann beschwichtigt und mitgelacht und gesagt, dass ich es nicht war.

Wie auch immer, von da an, änderte sich mein Verdauungsrhytmus langsam aber zunehmend, ich bekam vermehrt Blähungen, wobei ich vorher nie Probleme damit hatte. Ich musste auf einmal öfters auf Toilette als sonst. Mein Abi habe ich dann noch ganz gut überstanden, in dem ich manchmal aufgrund von Blähungen aus dem Unterricht mit der Ausrede "Mir sei schlecht” rausgegangen bin, ich morgens mehrmals auf Toilette war, und danach nicht mehr viel oder gar nichts in der Schule gegessen habe - aus Angst wieder Blähungen zu bekommen. Im Unterricht saß ich meistens unter Anspannung. Aber nicht nur im Unterricht...

Mittlerweile hatte sich dieses lästige Problem auf weitere Lebensbereiche ausgeweitet, insbesondere, wenn ich mich mit Freundinnen getroffen habe, Kino, Grillabende und solche Geschichten. Der Grund liegt auf der Hand, wenn ich mit meinen Freunden zusammen, war es auf deutsch gesagt scheiß egal, ob jemand "furzt oder nicht". Unter Kerlen macht man daraus kein großes Ding, ja es dient sogar eher zur Belustigung und meine Kollegen habe immer Winde von sich gelassen, wenn sie das menschliche Bedürfnis überkam. Ich hoffe ich stoße die weiblichen Leser nicht vom männlichen Geschlecht ab, aber das ist ja nichts neues ;-) Wie dem auch sei, seit meinem Vorfall in der Oberstufe, lag mein Fokus auf meinem Verdauungssystem, während ich mir vorher nie Gedanken darum gemacht habe, es ist ja schließlich ein autonomer Prozess.

Nun ja wie dem auch sei, habe ich dann mein Studium begonnen, und ich bin mit meinen beiden Schulfreundinnen zur Uni gefahren. In der völlig überfüllten Ubahn hatte ich den unbedingten Drang zur Toilette zu müssen, aber ich konnte da nicht weg, einmal waren da meine Freundinnen die mit mir gequatscht haben, auf der anderen Seite saß man fest. Ich erlebte auf einmal ein überwältigendes unbekanntes angstmachendes Gefühl im ganzen Körper, wo ich völlig erstarrte, mich verkrampfte, und dachte jeden Moment sei es zu spät. Später erfuhr ich, dass es sich um eine Angstattacke handelte.

Wo wir bei der psychischen Komponente wären: Ab einem bestimmten Alter in meiner Entwicklung ist mein Selbstbewusstsein gesunken, ich wurde immer unzufriedener mit mir und meinem Aussehen (alle sagen mir, ich sehe gut aus, das alte Lied... ), meinen Fähigkeiten und ich wollte einfach nicht auffallen, auf der anderen Seite hat es mein Leben aber auch nicht sonderlich eingeschränkt. Wo ich dann diese Blähungen im Unterricht hatte, bin ich im wahrsten Sinne des Wortes aufgefallen. Heute weiß ich, dass ich unter einer sozialen Phobie leide, die mit diesen körperlichen Symptomen, in meinem Fall Blähungen, Harn- oder Stuhldrang einhergeht. Mir wurde gesagt, dass ein selbstbewusster Mensch diese Blähungen im Unterricht locker gesehen hätte.

Auf jeden Fall haben sich die Angstattacken auf weitere Bereiche ausgeweitet, und mein Leben ist ziemlich eingeschränkt, außer wie gesagt, ich treffe mich mit männlichen Freunden und wir gehen nicht grad ins Kino oder Café. Ich habe Angstattacken in den Seminaren und Vorlesungen bekommen, und weiß einfach nicht, ob ich jemals das Studium wieder aufnehmen kann, ich liebe meine Fächer, aber diese ungünstige Wendung des Schicksals macht mir einen Strich durch die Rechnung. Richtig scheiße!!! Im Moment bin ich beurlaubt.

Ich werde bald eine Therapie mache, damit ich diese Angstattacken einigermaßen loswerde oder besser damit umgehen kann, aber ich bezweifle, dass sich dadurch mein alter gesunder Verdauungsrhytmus ohne Blähungen wieder einstellt, ich hatte wirklich vorher NIE Probleme damit. Mein Problem ist der Fokus auf meinem Verdauungstrakt. Wie geht es euch in diesem Forum, habt ihr ähnliche Erfahrungen, beobachtet ihr euren Verdauungstrakt in jeder Situation, wenn ihr euch außerhalb von zuhause aufhaltet, in der Uni, auf der Arbeit usw...

Körperliche Erkrankungen (Stuhlprobe, Koloskopie, Glutenunverträglichkeit) wurden übrigens ausgeschlossen, und mein Hausarzt ist sich sicher, dass es bei mir psychisch bedingt ist. (Meine Ernährung ist normal, aber selbst wenn ich mich vorbildlich ernähren würde, würde dieser Fokus auf meinem Darmtrakt in "brenzlichen" Situationen bleiben, und die Blähungen sowieso... ) Aber ich habe halt auch wie alle anderen Betroffen vermehrt Blähungen, quasi nach jedem Essen.

Die Diagnose Reizdarm passt sehr gut auf meine Beschwerden, mein Hausarzt sagte, diese Erkränkung sei psychisch bedingt und der Gastroenterologe legte mir nahe, dass ich unbewusst Luft schlucken würde (Aerophagie), und daher die Blähungen kämen, aber was soll man gegen das Luftschlucken schon machen...

Na ja es ist länger geworden, als ich wollte. An jeden der das hier gelesen hat, danke! Vielleicht habt ihr Tipps oder ähnliche Erfahrungen, die ihr mir berichten könnt! Ich würde mich wirklich freuen! Die Überschrift hört sich lustig an, aber ich leide wirklich sehr darunter und bin echt verzweifelt. Ich hätte so gerne eine Freundin, aber das Mädel was sich für mich interessiert hat, denkt ich würde mich wiederum nicht für sie interessieren. Sie will sich mit mir treffen, ein Horror für mich mit den Beschwerden. Wenn ich Alkohol getrunken habe, sind die Beschwerden und die Anspannung natürlich nicht da, aber das ist natürlich keine Lösung. Im Moment bin ich in homöopathischer Behandlung, aber die lenkt auch nicht meinen Fokus auf wichtigere Dinge des Lebens, als auf meinen Verdauungstrakt.

Shit happens!

Freue mich über jede Antwort, Alles Gute!

Antworten
Mbonstxi


Hallo verzweifelterstudi,

da kann man mal sehen, was so ein lautstarker Furzer in stiller Runde bei einem psychisch instabilen Menschen anstellen kann... Ich meine auch, dass Du ein psychisches Problem hast, dem Du auch unbedingt nachgehen solltest, ehe Du Dich vollends aus dem öffentlichen Leben zurückziehst bzw. sich die Ängste auch noch auf andere Bereiche des Alltags ausweiten.

Hast Du schon mal über eine Psychotherapie nachgedacht? Ich selbst habe mal über 3 Jahre ambulante Therapie plus 8 Wochen in einer psychosomatischen Klinik absolviert und bin dankbar für diese lehrreiche Zeit.

Liebe Grüße von Angie

hWelPlauuxu


Hallöchen,

also ich denke auch dass das bei dir mit der psyche zusammenhängt. bei mir ist das auch so ähnlich. wenn ich ganz nervös bin krieg ich tierisch bauchweh, fast so als könnte man meinen mir plattz gleich der darm, ich muss dann auch sofort ein klo aufsuchen, wenn ich dann natülich irgendwo in der s-bahn war hatte ich ein ziemlich dickes problem. du solltest auf jeden fall mal ne therapie anfange und dich auf keinfall davon abschrecken lassen. auch wenns geht nich so situationen vermeiden, das wird nur imma alles schlimmer. hab leider ne angststörung und weiß wie das is wenn man irgendwann nichts mehr auf die reihe kriegt, wenn sogar 15 minuten einkuafen zum problem wird.

grüßle

v!e9rzweifel*terstudxi20


@ Monsti

danke für deine antwort, ja eine therapie ist auf jeden fall nötig, und ich werde sie auch aufgrund meiner sozialen ängste - die körperlichen symptome sind ein teil davon - machen. meine befürchtung ist halt nur, dass ich diesen fokus vom darm nie mehr loswerde und das wäre sehr schlecht.

lg und alles gute!

ps: wieso warst du in therapie?

@ helau

dir auch danke. wenn ich mir deine antwort auf der zunge zergehen lasse, macht es mich betroffen, dass du es bei dir so schlimm ist. wie ist es gekommen? auch wegen dieser magen-darm geschichte und sozialen ängsten? welche psychotherapeutischen schritte bist du angegangen?

mir wurde gesagt, ich solle aktiv bleiben, wie jetzt auch wieder von dir, und ich gebe mir mühe. aber so sachen wie seminare und vorlesungen, und auch mit freundinnen in einem raum zu sein, sind wirklich undenkbar für mich, ich habe richtig angst davor. es ist einfach zum kotzen!!

lg und alles gute!

b8erlnie-aW74


Hallo Verzweifelter,

ich glaube nicht dass die Beschwerden psychisch bedingt sind. Allerdings glaube ich, dass deine körperlichen Beschwerden sich psychisch belasten. Eine Therapie kannst du ja trotzdem deswegen machen. Ein Hausarzt kann dir diesbezüglich auch gar keine Diagnose machen. Wenn du die Diagnose Reizdarm hast (hast du sie schon, oder ist das auch nur eine Vermutung?) ist Reizdarm auch nicht unbedngt psychisch bedingt.

Du hast auch Neurodermitis, eine Autoimmunerkrankung. Immunsystem finder sich im Darm... das hängt alles zusammen bei dir.

Deine Darmfora ist sicherlich nicht untersucht worden? Du kannst versuchen durch die Einnahme von Probiotika (Lactobazillus GG oder so) deine Darmflora ins Lost zu bekommen. Hast du viele Antibiotika genommen in deinem Leben? Konntest du einen Zusammenhang zw. Antibiotika und Verauungsbeschwerden feststellen?

Du kannst das ganze auch professionell angehen und dir deine Darmflora in einem Speziallabor untersuchen lassen, dann hast du wenigstens eine 100%ige Aussage wie es da ausschaut. "Schulmediziner" halten von solchen Untersuchungen aber nichts.

Tipp: Meide mal Bäckerhefe (Brot aus REINEM Natursauerteig OHNE Hefe bekommst du im Reformhaus) und Bierhefe (=Bier) und ja kein Hefeweizen... dann sag wie es dir geht?

LG Bernie

bLernlie-5a7S4


Noch was gefunden zum Thema Reizdarmsyndrom:

[[http://www.aerzteblatt.de/v4/archiv/artikel.asp?id=17032]]

Muonxsti


Hi verzweifelterstudi,

der Grund für meine Therapie war eine chronifizierte posttraumatische Belastungsstörung. Diese habe ich zwar immer noch, doch komme ich inzwischen gut damit klar.

Übrigens, etwas zum Aufheitern: Als ich mich vor ca. 25 Jahren entschied, mit meinem jetzigen Mann eine Partnerschaft einzugehen, fragte mich ein Mitkonkurrent völlig entrüstet, was ich denn ausgerechnet von deeeem wolle, wo der doch so viel, lautstark und geruchsintensiv rumfurze! ;-D

Liebe Grüße von Angie

hLell3auxuu


Hi=)

ähm ich hab das schon sehr lange, anfangs hatte ich nur ängste. ich hatte immer ungeklärt schmerzen im bauchbereich vor allem in der darmgegend. irgendwann hat mich das so beeinträchtigt, dass ich angst hatte unterwegs schmerzen zu bekommen, ich wurde so nervös, hatte mich kaum unter kontrolle.

irgendwann ja leider fing das mit dem durchfall an, ich dachte wirklich ich muss sterben... hab auch sehr sehr oft nen rückzieher gemacht. ich bin jetzt gut seit 2 jahren in therapie und war 4 monaten in einer psychosomatischen klinik. jedoch hab ich's bis heute noch nich in den griff bekommen, liegt aber nicht an der therapie sondern vollkommen an mir. ich bin nich bereit mir helfen zu lassen, auch wenn mir das nich ganz bewusst is.

im november war ich dann zu nichts mehr fähig. termine abgesagt, einkaufen war schon manchmal ne qual. bei mir kamen einfach immer mehr dinge zusammen die immer unangenehmer wurden. es is auf jeden fall wichtig, dass du so wenig wie möglich vermeidest und dir klarmachst das es die angst is. ich weß das is nich einfach, aber es wird dir nichts helfen wenn du nicht aktiv mitmachst.

ich wünsche dir wirklich dass das schnell wieder ein ende nimmt und du weiterhin unbeschwert deinen weg gehen kannst. ich wünsche keinem so etwas :-) ach so ja das mit deiner freundin versteh ich natürlich auch, ich z.b. kann schon gar keine beziheung meher eingehen, bin leider schon zu sehr mit mir beschäftigt. habe zwar jmd. gefunden, der sich sehr fü rmich interessiert, aber schon jetzt und obwohl wir noch nich mal am anfang stehn, kann ich mich kaum öffnen und die angst zieht mir immer nen strich durch die rechnung. weiß deine freundin von deinen problemen? wie geht sie damit um?

grüßle

heell}auuxu


oh nich freundin, freundinnen, gilt trotzdem noch dieselben fragen, wissen sie davon?

PuanikXelsxe


Hallo verzweifelterstudi20,

lese hier gerade eure beiträge. mir ging es auch genau so wie dir, ständig blähungen, durchfall und usw. eigentlich immer nach dem essen oder wenn ich unterwegs war. bei mir wurde festgestellt, dass ich unter laktoseintoleranz leide. leider sind die beschwerden nicht ganz weg, aber seitdem ich die milchprodukte weglasse, ist es mit den blähungen wesentlich besser geworden. lass doch dem arzt mal einen test machen, schaden kann es nicht. liebe grüße

panikelse

jqn


@verzweifelterstudi

In der Zeit hatte ich in Folge einer Akupunktur Behandlung gegen Neurodermitis meine Ernährung umgestellt, aber darum geht es wohl weniger

Was genau hast du da an deiner Ernährung geändert?

b/erli/ner18


Unglaublich...

Bei dir ist das mit der Psyche noch ein bisschen ausgeprägter, aber mit Angstattacken musste ich zwischendurch auch immer kämpfen. Bei mir sind es nicht nur Blähungen, sondern vor allem Geräusche. Und in einem Klassenraum mit 30 Leuten ist sowas bei einer Klausur sehr unpassend. Eine Freundin will ich gar nicht mehr... zu peinlich. Ins Kino geh ich nicht mehr... zu peinlich... Bei anderen zu Hause sitzen nur noch mit sehr lauter Musik. Immer dieses Ausreden "Zeig mal, was du für Musik hast... " Und dann renn ich immer aus dem Raum raus um mir angeblich die Bilder an der Wand anzugucken... In Wahrheit will nur die Luft aus meinem Darm raus.

Bei mir wurde jetzt Candica Albicans festgestellt. Ob das alleine an allem Schuld ist... keine Ahnung. Jedenfalls bin ich jetzt endlich in medizinischer Behandlung.

Hier mein Forenbeitrag: [[http://www.med1.de/Forum/Magen.und.Darm/155219/1/]]

a@ngelk0x502


bei mir is es genau das selbe...

hallo,

ich kann es kaum glauben. Ich habe das selbe Problem. Ich bekomme bauchschmerzen und muss ständig pupsen, wenn ich nervös werden. Es kann einfach so kommen... ob ich bei der arbeit bin oder einfach nur beim arzt im wartezimmer sitze. vorallem wenn ich selbst merke, dass ich mal nicht nervös bin geht es los. echt ätzend. als ich meinen freund kennengelernt habe war es schrecklich. ich musste alle 5 minuten aus dem zimmer, einfach weil ich bauchschmerzen hatte. total peinlich. und von prüfungen oder sonstigem brauch ich garnicht sprechen. der totale horror. aber ich hab das seitdem ich denken kann... manchmal is es besser, manchmal schlechter. Mir haben auch Johanniskraut- Tabletten geholfen. Ich danke aber, das war mehr der placebo effekt. bis jetzt war ich nicht in therapeutischer behandlung oder sonstigem. bis jetzt is mir auch noch keiner "rausgerutscht" oder so. aber ich habe immer panik, dass es passieren könnte und das macht es noch schlimmer...

was kennt ihr denn so für methoden? vielleicht homöopatisches?

gruß Angel

v6erzweifAeltersOtudxi20


hallo danke für deinen beitrag! hat leider etwas länger mit meiner antwort gedauert.

Hallo Verzweifelter,

ich glaube nicht dass die Beschwerden psychisch bedingt sind. Allerdings glaube ich, dass deine körperlichen Beschwerden sich psychisch belasten. Eine Therapie kannst du ja trotzdem deswegen machen. Ein Hausarzt kann dir diesbezüglich auch gar keine Diagnose machen. Wenn du die Diagnose Reizdarm hast (hast du sie schon, oder ist das auch nur eine Vermutung?) ist Reizdarm auch nicht unbedngt psychisch bedingt.

also es sieht folgendermaßen aus, ich habe die diagnose reizdarm nicht bekommen. bei mir wurde eine stuhlprobe auf "verstecktes blut und pilze" gemacht, alles in ordnung. bei der sich anschließenden darmspiegelung war auch alles okay. d.h. eine glutenunverträglichkeit wär damit auch schon ausgeschlossen, weil eine solche laut meines hausarztes sich im darm optisch bemerkbar gemacht hätte. allerdings wurde mir von dem gastroenterologen bei der kolospokie gesagt, dass meine blähungen infolge meiner anspannung durch unbewusstes luftschlucken verursacht würden, aerophagie nennt man das. schön und gut, allerdings wüsste ich nicht wie man das abstellen sollte, und ich halte auch von den so oft zitierten ratschlägen, gut kauen, sich nur aufs essen konzentrieren, nicht viel. ich konnte ja vor diesem vorfall in der oberstufe auch alles essen, ohne dass ich probleme mit blähungen oder stuhlunregelmäßigkeiten hatte. ich denke ich bin einfach viel zu sensibel geworden, und der darm reagiert darauf. mein hausarzt wies mich übrigens auch darauf hin, dass es für ihn die diagnose reizdarm nicht gibt, und es für ihn ein zum größten teils psychisch bedingtes symptom sei.

Deine Darmfora ist sicherlich nicht untersucht worden? Du kannst versuchen durch die Einnahme von Probiotika (Lactobazillus GG oder so) deine Darmflora ins Lost zu bekommen. Hast du viele Antibiotika genommen in deinem Leben? Konntest du einen Zusammenhang zw. Antibiotika und Verauungsbeschwerden feststellen?

die zahl der antibiotika in meinem leben kann ich wohl an einer hand abzählen, wenn überhaupt. ich bin seit meinen ersten lebensjahren regelmäßig in homöopathischer behandlung gewesen, und habe jetzt auch wieder ein mittel, eine spürbare besserung hat sich jedoch noch nicht wirklich eingestellt. also es gibt keinen zusammenhang zwischen antiobiotika und meinen verdauungsbeschwerden.

Du kannst das ganze auch professionell angehen und dir deine Darmflora in einem Speziallabor untersuchen lassen, dann hast du wenigstens eine 100%ige Aussage wie es da ausschaut. "Schulmediziner" halten von solchen Untersuchungen aber nichts.

ja das habe ich mir auch überlegt, und auf kurz oder lang halte ich diese subtilen tests auch für notwendig. ich denke das symptom blähungen, verdauungsbeschwerden ist zu komplex um es nur auf die psyche zu schieben. ich habe ja auch zuhause blähungen. aber was kann man schon gegen blähungen machen, ich will mich ja auch einigermaßen ausgewogen und gesund ernähren, und dazu gehören halt auch obst und gemüse. aber das sind dann wieder blähende speisen.. ein weiteres problem ist, dass diese labors rar sind oder? oder kann man diese subtile stuhldiagnostik ambulant in jeder stadt machen?

ich werde das mit der bäckerhefe mal ausprobieren, auch wenn ich jetzt schon weiß dass das nichts bringt. ich achte einfach viel zu sehr auf meinen magen-darm trakt und da ich ja eh unbewusst luft schlucke, bin ich quasi dazu verdammt.

es sind ja auch nicht nur blähungen, sondern auch harn- und stuhldrang, sobald ich einer angstmachenden situation ausgesetzt bin. auf der anderen seite, hatte ich früher einmal pro tag stuhlgang also regelmäßig, heute ist es 2-3mal täglich.

es ist alles so verzwickt, und ich bedauere es sehr, dass dies mein leben so eingeschränkt hat, und jetzt grad könnt ich schon wieder kotzen.

glg

vIer}zw=eifelt;erstIudiQ2x0


Hi verzweifelterstudi,

der Grund für meine Therapie war eine chronifizierte posttraumatische Belastungsstörung. Diese habe ich zwar immer noch, doch komme ich inzwischen gut damit klar.

Übrigens, etwas zum Aufheitern: Als ich mich vor ca. 25 Jahren entschied, mit meinem jetzigen Mann eine Partnerschaft einzugehen, fragte mich ein Mitkonkurrent völlig entrüstet, was ich denn ausgerechnet von deeeem wolle, wo der doch so viel, lautstark und geruchsintensiv rumfurze!

Liebe Grüße von

Angie

ja das ist ne erheiternde geschichte, ich fand blähungen vor diesem vorfall auch eher belustigend, da wusste ich aber noch nicht was es heißt seinen darm so zu beobachten und die blähungen waren dementsprechend aus dem fokus und einfach kaum da. hört sich blöd an :-D aber das warn dann meistens "leise winde", die man mal unbemerkt loswerden konnte. und das wollte ich da wohl auch im englisch lk, aber naja verkackt im wahrsten sinne des wortes, es war hörbar. hätte ich mal mehr selbstbewusstsein. ich beneide echt jeden, der ohne diese beschwerden frei und selbstbewusst durchs leben gehen kann!

liebe grüße

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