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Reizdarm als mögliche Ursache von Sigmastenose?

hjasLhimaxnn hat die Diskussion gestartet


Hallo, ich weis nicht was ich jetzt machen soll?

Bei mir wurde vor 2 Wochen bei einer Koloskopie eine Sigmastenose festgestellt. Weil mit dem Koloskop kein Durchkommen war wurde ein Kontrastmitteleinlauf durchgeführt.

Ergebniss 7 cm langer fadenförmig stenosierender Bereich im Sigma der nach Lufteinblasung maximal 8 mm geweitet werden konnte.

Der gesamte Dickdarm ist voller Divertikel.

Eine Entzündung der Divertikel wurde zwischen 2 Koloskopien mit Antibiotika behandelt.

Nun habe ich 2 Meinungen bezüglich der Ursache der Stenose.

1. Vernarbung infolge vorheriger mehrfach abgelaufener Divertikelentzündungen

2. Spastischer Kolon im Rahmen eines Reizdarmgeschehnisses

Der eine Arzt empfiehlt eine Operation mit Enfernung der Engstelle der andere verschreibt krampflösende und schmerzlindernde Medikamente und empfiehlt eine Psychotherapie.

Im Beipackzettel des Präparates steht man soll es bei einer mechanischen Verengung des Magen-Darm-Traktes nicht einnehmen.

Ich habe Angst das die Divertikel bzw. der Darm platzt weil die Engstelle doch sehr lang ist und nur noch einen geringen Durchmesser hat.

Keiner der 3 beteiligten Ärzte (Allgemeinmediziner, Gastroenterologe, Nuklearmediziner) schreibt mir eine Krankenhauseinweisung.

Meine Frage: Wie gross ist die Wahrscheinlichkeit das sich durch eine Behandlung mit dem krampflösenden Medikament der Darm wieder weitet?

Ich habe im Internet (Pub Med, Medline) keinen Hinweis gefunden das ein Reizdarm mit einer Sigmastenose einhergehen kann.

Dort findet man nur Vernarbungen nach Divertikelentzündungen oder Krebs als Ursache. Krebs wurde ausgeschlossen.

Antworten
brernie-xa74


Bzgl. Reizdarm surf dich mal durch:

[[http://www.med1.de/Forum/Magen.und.Darm/228639/]]

[[http://www.med1.de/Forum/Magen.und.Darm/231076/1/]]

[[http://www.reiz-darm-syndrom.de/reizdarm/]]

Ist die Diagnose Reizdarm tatsächlich gestellt worden? Wenn ja wie? Aktiv oder mittels Ausschlussdiagnostik? Welche Beschwerden hast du?

h*as{himEa0nn


bernie-a74

hallo bernie-a74, nein die Diagnose Reizdarm wurde nicht gestellt. Es handelt sich lediglich um eine Verdachtsdiagnose meines Hausarztes. Inzwischen habe ich mit dem Gastroenterologen gesprochen und dieser verneint die Diagnose Reizdarm wegen meiner Vorgeschichte mit den entzündeten Divertikeln und den Ergebnissen der Koloskopie bzw. der Röntgen-Kontrastmittel-Untersuchung.

Ich habe eine Einweisung in Krankenhaus inzwischen. Am Montag werde ich operiert. Bei 8 mm Darmdurchmesser nach Lufteinblasung besteht einfach ein zu grosses Risiko eines Darmverschlusses.

Wäre zu schön gewesen ein sichen Buscopan und schon ist der Darm wieder weit.

:-(

hEasMhimanxn


Korrektur

"bischen Buscopan" sollte das heissen

M=on&sti


Hallo hashimann,

wollte Dir eigentlich schon früher antworten, weil mir die Sache mit dem Reizdarm etwas bömisch vorkam. Ich glaube eher, dass bei Dir ein mechanisches Problem vorliegt, und natürlich drücke ich Dir für die bevorstehende OP ganz fest die Daumen!

Liebe Grüße von

Angie

h3asQhvimbann


OP war erfolgreich

nach 7 Jahren Durchfall habe ich nun endlich wieder normalen Stuhlgang.

Allerdings war die entzündliche Erkrankung schon so weit fortgeschritten das der gesamte linke Dickdarm entfernt werden musste.

Ich kann wirklich nur jeden warnen sich von Ärzten nicht ohne vorherige gründlichen Untersuchung, insbesondere der Durchführung einer Koloskopie, mit einer Psychodiagnose abspeisen zu lassen.

Bei einer richtigen Interpretation der Blutwerte (erhöhte weisse Blutkörperchen, erhöhtes C-reaktives-Protein, beschleunigte Blutsenkung), einer Berücksichtigung der Symptome (fühlbare Walze im linken Unterbauch, Beschwerden beim Wasserlassen die an eine Harnwegsinfektion erinnern, Rückenschmerzen in der Nierengegend, ständige Bindehautentzündung, Durchfall bzw. erhöhte Stuhlfrequenz mit Schleimbeimengung, kolikartige Bauchschmerzen, Gefühl der unvollkommenden Stuhlentleerung nach dem Toilettengang) bzw. der rechtzeitigen Durchführung einer Koloskopie und entsprechender Behandlung mit Antibiotika, wäre mir diese Operation erspart geblieben.

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