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Gallenrückfluss

i+karnus128 hat die Diskussion gestartet


An alle,

ich habe seit längerem Probleme mit Sodbrennen.

Nachdem die herkömmlichen Medikamente wie PPI bei mir nicht viel bewirkt haben (Talcit o.ä. ein wenig), habe ich gelesen, daß rückfliessende Gallenflüssigkeit genauso aggressiv ist wie die Magensäure nur daß die PPI hier nicht helfen.

Kann mir jemand in Stuttgart und Umgebung einen Arzt empfehlen, welcher sich auf dieses Gebiet spezialisiert hat?

Vielen DanK!

Antworten
jxn


> Nachdem die herkömmlichen Medikamente wie PPI bei mir

> nicht viel bewirkt haben (Talcit o.ä. ein wenig),

Können Sie auf Dauer auch nicht, weil sie nur die Symptomatik bekämpfen. Dein Sodbrennen hat aber Ursachen und die mußt du beseitigen.

> habe ich gelesen, daß rückfliessende Gallenflüssigkeit genauso

> aggressiv ist wie die Magensäure nur daß die PPI hier nicht

> helfen.

Das ist aber sehr unwahrscheinlich, weil dann sowohl Magenausgang als auch Mageneingang funktionell gestört sein müssen. Der Gallensaft wird ja erst im Duodenum abgegeben und müßte sich dann gegen die Flußrichtung der Nahrung nach oben kämpfen...

Selbst wenn das so wäre, wären Medikamente keine Lösung, denn die Ursache wäre dann ja erst einmal die funktionelle Störung - die auch wieder Ursachen hat.

Es gibt zwei Punkte, an denen ich an deiner Stelle ansetzen würde: Die Ernährung und die Lebensumstände.

iNka`rus1x28


Re Gallenrückfluß

Jn

Bei einer früheren Untersuchung wurde eine Zwerchfellhernie (Zwerchfellbruch)diagnostiziert.

Behandlungsempfehlung Omeprazol 20.

Dies allein hatte aber nichts bewirkt. Erst mit zusätzlich Maaloxan bzw Talcid geringfügige Besserung.

Später wurde mir Nexium verschrieben - ohne zusätzlich Maaloxan etc.

Nachdem eine geringe Dosis keine Änderung brachte, wurde die Dosis erhöht auf 80mg/Tag mit dem Ergebnis, daß ich starke Blähungen bekam und auch ein starkes Brennen im Hals.

Daher nehme ich zur Zeit nur Talcid.

Daher auch die Vermutung, ob nicht auch die Galle an der entzündeten Speiseröhre zumindest beteiligt sein kann.

Außerdem habe ich seit einer Woche die Ernährung umgestellt.

Weniger Zucker, weniger Fett - generell weniger.

jfn


@ikarus

> Bei einer früheren Untersuchung wurde eine Zwerchfellhernie

> (Zwerchfellbruch) diagnostiziert.

Ja, das findet man gerne bei diesen Beschwerden.. ;-) Wie mir ein befreudeter Arzt erklärte, sind diese Veränderungen aber eher selten Ursache der Beschwerden. Da du daran aber außer durch eine OP sowieso nichts ändern kannst, würde ich es erst einmal auf anderen Wegen versuchen, auf denen du selbst aktiv werden kannst.

> Nachdem eine geringe Dosis keine Änderung brachte, wurde

> die Dosis erhöht auf 80mg/Tag mit dem Ergebnis, daß ich starke

> Blähungen bekam und auch ein starkes Brennen im Hals.

Wundert mich nicht wirklich. Diese Medikamente haben zur Folge, daß der Magen als Gegenregulation die Säureproduktion erhöht. Sie wirken nur, solange man sie nimmt aber eigentlich verschlimmern sie das Problem. Ich kenne das aus eigener Erfahrung, ich hatte früher regelmäßig Sodbrennen und einiges an Maaloxan genommen.

> Daher auch die Vermutung, ob nicht auch die Galle an der

> entzündeten Speiseröhre zumindest beteiligt sein kann.

Wie gesagt, das halte ich eher für unwahrscheinlich. Ich würde zunächst einmal die offensichtlichen Verdächtigen abstellen.

> Außerdem habe ich seit einer Woche die Ernährung umgestellt.

> Weniger Zucker, weniger Fett - generell weniger.

Weniger ist nicht unbedingt gut - vom Zucker mal abgesehen. Den Fabrikzucker und Produkte, die ihn enthalten, würde ich in der Tat strikt meiden, ebenso Produkte aus Auszugsmehl. Speziell der Fabrikzucker lockt Säure ohne sie binden zu können. Wichtig wäre, diese Produkte durch Vollkornprodukte zu ersetzen und vor allem für einen relativ hohen Frischkostanteil in der Ernährung zu sorgen.

Parallel würde ich mir mal intensiv Gedanken über die persönlichen Lebensumstände machen: Probleme oder Streß in Beruf, Familie, Beziehung, usw. Magenprobleme haben in erster Linie hier ihre Ursache.

Ich habe vor acht Jahren meine Ernährung auf eine Vollwertkost umgestellt und seitdem kein einziges Mal mehr Sodbrennen gehabt. Vorher mindestens dreimal die Woche...

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