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Nochmal 'ne Frage zu Verwachsungen

Pratri'ckG999999


PS: nach meiner Laparotomie ging es mir natürlich auch extrem schlecht, ich möchte nicht wissen wie es dir nach einer 8 Stündigen Adhäsiolyse gegangen ist, das muss sicher der reinste Horror gewesen sein. Ich erbrach nach meiner Laparotomie ständig, der Darm arbeitete nicht mehr und ich hatte komische Anfälle (unkontrollierte Bewegungen, Zittern und so), so etwas hatte ich noch nie. Grössere Eingriffe, obwohl meiner im Vergleich zu deinen OPs natürlich klein war, sind wirklich schlimm...

P&atri@ck999x999


Ja stimmt, ist eine gewagte Aussage, Vollnarkose ist nichts schlimmes.

Wenn man als Notfall im Spital landet und dann noch eine Vollnarkose über sich ergehen lassen muss, ist das ganz schön heftig. Ich ging davon aus, wenn man gesund, jung ist, dann sollte es kein Problem sein.

Ich weiss auch nicht, wie ich eine zweite Vollnarkose bei meiner Laparotomie damals vertragen hätte, ich war wirklich am "Anschlag", zum Glück musste der Bauch nicht nochmals geöffnet werden, ich weiss nicht wie ich das damals überstanden hätte.

M}onsxti


Eben, was sind 1,5 Stunden Vollnarkose gegen die Narkose bei einer 8-Stunden-OP bzw. bei tagelangem künstlichem Tiefschlaf (was ja nichts anders als eine Narkose ist)? Oder mehrere große Bauch-OPs innerhalb weniger Tage, von denen jede länger als 4 Stunden dauert? Wir reden, glaube ich, aneinander vorbei. Du hast einen Blinddarmdurchbruch hinter Dir, mehr nicht. Du kannst unmöglich mitreden, sorry, wenn ich das so hart sage.

Wie Mellimaus schreibt: Du bist jung und hast nix Besonderes - sprich: Du bist gesund und leistungsfähig. Aber wehe dem, Du landest nach mehreren, eigentlich unnötigen Wunsch-Laparoskopien mit einer wirklich schweren Geschichte auf dem OP-Tisch. Da freut sich doch der Operateur schier unbändig ... :=o

Grüßle und gute Nacht

Angie

c%ord7u2


Ich hatte im April eine subtotale Kolektomie mit schweren Verwachsungen, die Op hat 4,5 Stunden gebraucht (offen). Die Narkose hatte ich ganz gut vertragen. Dann aber kriegte ich wenige Tage später einen Ileus, mit Durchbruch und Peritonitis, Not-Op mehrere Stunden mit Anlage eines Ileostomas, nach der Narkose war mein Darm komplett gelähmt, ich kotzte Scheiße (sorry, aber eine nettere Beschreibung würde der Sache nicht gerecht!) und hatte durch die Narkose und die Peritonitits mehrere Tage einen völlig ausgeflippten Puls, den sie nicht zur Ruhe kriegten, ich war drei Tage Gast auf der Intensiv, hatte innerhalb von 10 Tagen 10 kg!! verloren und war tatsächlich dem Tod näher als dem Leben.

Wer sich ohne zwingende Notwendigkeit mehrmal operieren lässt (und auch noch am Bauch!!) ist entweder nicht sehr klug oder glaubt, er wäre unsterblich!

P'atrYick~9&99999


Ja das ist unbestritten, so etwas wie du habe ich bei weitem nicht mitgemacht, hatte ja auch nie eine Bauchfellentzündung und mehrere GROSSE Operationen nacheinander. Ich war ja auch nie auf der Intensivstation.

Aber dennnoch weiss ich, wie es einem gehen kann wenn einem am Darm rumgedrückt wird, .. und wenn der Darm danach seinen Dienst verweigert.

Du hattest mehrere Tage künstlichen Tiefschlaf? uff.. !

CKhrisxPL


@Monsti

Wie ich schon erwähnte ist mir sicher bewusst das jede OP im Bauchraum Verwachsungen mit sich bringen. Allerdings war meine These auch das jüngere Menschen eher zur ersten OP neigen als ältere, weil sie sich mit dem Schmerz nicht abfinden wollen. Das haben ältere Menschen wohl voraus. Dann muss man die Situation abwiegen und entscheiden, allerdings bin ich immer der Meinung, man sollte das keinem grundsätzlich ausreden.

Im übrigen können überall Verwachsungen auftreten, wo per OP eingegriffen wurde, der Bauchraum stellt da nur das größte Problem da, weil es dort extrem viel Platz gibt für die Verwachsungen. Aber auch sonst gibt es bei Eingriffen an Armen, Beinen und Oberschenkel Verwachsungen, starke Narbenbildung ist nicht anderes. Deswegen wird ja stark auf Klemmen gesetzt damit glatte Narben entstehen. Es ist nicht selten da Patienten deswegen wieder auf gemacht werden müssen. Nur so nebenbei.

Ich erwähnte auch, das wenn jemand gegen Wirkstoffe einer Narkose Allergien entwickelt, eine Narkose extrem ungeeignet ist, und bei einigen OP's kann ich mir auch gut vorstellen, das eine Narkose sich schlecht verträgt. Eine Narkose über 50 ist immer ein Risiko, aber das ist kein Geheimnis oder eine Neuheit. Patienten bis Mitte 40 haben in der Regel - insofern sie nicht unter Allergien gegen bestimmte Wirksoffe leiden - keine Probleme mit Narkosen. Das wird in manchen anderen Ländern noch extremer betrieben als in Deutschland oder dem gesamten Europa.

Chris

MUonsstxi


Hallo Chris,

Dass Narkosen mit 50 schlechter vertragen werden als mit 30 oder 40, ist schlicht ein Märchen.

Zu Verwachsungen im Bauchraum: Sie heißen nicht ohne Grund "Bauchfellverwachsungen". Bekanntermaßen gibt es das Bauchfell nur im Bauch. Narbenbildungen andernorts sind also keinesfalls mit Adhäsionen im Abdomen vergleichbar.

Auch ich habe (neben der riesigen Bauchnarbe) etliche periphere Narben. Von diesen macht aber keine einzige solche Probleme, die mit Bauchfellverwachsungen vergleichbar wären.


LG Angie

Pkaztrick`9999D99


Am besten nehmt ihr mal einen Meter und schaut wie viel 5mm sind.

Wenn man nur im Bauch drin schaut, braucht man gerade mal einen 5mm Trokar, wenn man noch etwas operieren will, dann braucht es halt noch grössere Trokare, dann ist es wieder etwas anderes.

Der kleine 5mm Trokar gibt sicher keine Verwachsungen und wenn dann eine minimal kleine..

Und eine Vollnarkose ist für ein gesunder Mensch überhaupt kein Problem.

MYons~ti


Wir verdammen eine Laporoskopie keineswegs

Sofern es sich um einen notwendigen Eingriff handelt und eine Laparoskopie überhaupt noch möglich ist, ist sie ein Segen. Aber so zu tun, als wäre alles ganz harmlos und ohne Risiken während und nach der OP, ist einfach nur naiv.

Vor meiner ersten großen OP im Jänner 2004 hatte ich fünf Laparoskopien, allerdings jedes Mal auch mit notwendigen Eingriffen. Dank dieser Laparoskopien hatte ich sehr wohl bereits ausgeprägte Verwachsungen.

Im übrigen musst Du uns nicht darüber aufklären, mit welchen Instrumenten bei minimalinvasiven Eingriffen gearbeitet wird. Ebenso ist es überflüssig, und zu erklären, wieviel 5 mm sind.

In diesem Thread (siehe Eingangsposting von Cordu) geht es auch nicht um irgendwelche Mini-Problemchen, sondern um Bauchfellverwachsungen, die bei weitem nicht nur wegen Dauerschmerzen sehr alltagseinschränkend sind und auch nur noch offen operiert werden können (wenn überhaupt). Solche Verwachsungen hast Du ganz klar nicht und auch nie gehabt, da Du ja sogar noch Sport treiben konntest/kannst.


Schönen Abend noch Angie

A,lex-1070|94x001


Angie

Danke, Du sprichst/schreibst mir aus der Seele. Werd mich ab jetzt wieder raushalten. Ist glaub ich für mich besser :-)

Lieber Gruß an alle Verwachsungsgeplagten nicht aufgeben, Kopf hoch :-)

Alexandra

M_onstxi


Hallo Alex,

es wäre furchtbar schade, würdest Du Dich künftig raushalten.
Dies ist der Thread von und für Menschen, die einen schweren und nicht mehr so einfach oder gar nicht mehr operativ korrigierbaren Verwachsungsbauch haben. Dazu gehörst Du genauso wie ich. Also, bitte ziehe Dich nicht zurück! Wir profitieren von den Erfahrungen von Leidensgenoss (inn) en!!! Ich jedenfalls würde mich sehr freuen, wenn Du hier auch weiterhin schreibst.

Liebe Grüße und gute Nacht! Angie

c!ordPu22


Bitte nicht aufgeben!

Liebe Alex und liebe Angie,

ich weiß, dass ihr wisst wovon ich rede und dies ist im weitesten Sinne "mein" Thread und deshalb nehme ich mir das Recht heraus, euch um weitere Unterstützung zu bitten!

Ein letztes Wort zu Patrick, obwohl ich lange keine Lust dazu hatte: obwohl der Trokar nur 5 mm Durchmesser hat, wird er nicht einfach nur ins Peritoneum gestossen und gut ist. Die Bauchdeckke wird durch das Einleiten vob Gas angehoben, damit der Trokar UND DIE ANDEREN EINGEBRACHTWN INSTRUMENTE innerhalb des Bauchraumes bewegt werden können. Auch dadurch wird sehr erheblich im Bauchraum manipuliert und bei bereits bestehenden einzelnen Verwachsungen werden diese beeinflusst und eventuell gelöst/beschädigt. Es ist ein EINGRIFF in den Bauchraum und kein Sonntagsnachmittagsspaziergang. Dennoch ist es eine im Vergleich zu einer Laparotomie sehr schonende Vorgehensweise. Aber für ein Zwicken im Bauch würde ich es dennoch nicht riskieren!

Und zum Alter: ich bin 33, zum Zeitpunkt meiner ersten Bauch-Op war ich 10. Dennoch waren die Vollnarkosen nie ein Zuckerschlecken und haben meinen Körper zumindest für einen kurzen Zeitraum erheblich belastet, von den letzten habe ich bereits genauer berichtet. Mach mit deinem Bauch, was du willst, aber spar dir fahrlässige Ratschläge, die aus Unwissenheit erwachsen!

Kurz zu mir, mir geht es weiterhin beschissen, kann keine fetse Nahrung zu mir nehmen, das letzte MRT hat einen dilatierten atonen Magen hervorgebracht aber keine mechanische Passagebehinderung. Weiß nicht, wie es bei mir weitergehen soll.

Viele Grüße,

MNonstxi


Hallo Cordu,


Mir tut es schrecklich leid, dass es Dir nach den bisherigen Versuchen immer noch so mies geht. Wenn ich Dir doch nur irgendwie helfen könnte!

Eine Lösung wäre (zumindest zwischenzeitlich) die parenterale Ernährung über einen Port. Dazu hast Du ja schon im Stoma-Forum gelesen. Nachteil: Diese Ernährungsform geht mit der Zeit auf die Leber. Eine Dauerlösung ist's also sicher nicht. Vorteil: Du könntest die Infusion nur über Nacht laufen lassen und könntest sicher sein, alle benötigten Nährstoffe zu erhalten. Eine parenterale Ernährung umgeht den Magen 100%ig, Du müsstest folglich nicht mit ernährungsbedingten Problemen rechnen.

Wie gesagt: Es wäre eine eher kurz- bis mittelfristige Lösung (z.B. 1-2 Jahre), in der man Zeit hätte, nach sinnvollen Alternativen zu suchen.

Leider fällt mir zu Deinem Fall momentan keine andere Lösung ein.

Ein Port ist echt nix Wildes. Er wird unter örtlicher Betäubung unter dem Schlüsselbein implantiert (25-30 Minuten mit allem Drum und Dran). Die Handhabung wird Dir beigebracht, so dass Du unabhängig wärst. Nur der allwöchentlich nötige Nadelwechsel muss durch einen Arzt erfolgen. Ich hatte so ein Ding über 2,5 Jahre lang.

Liebe Grüße und gute Nacht

Angie

s'andy9k8


Liebe Cordu!

Ganz dicke Knuddler von mir!:°_ :°_ :°_ :°_ :°_ :°_ :°_ :°_ :°_ :°_ :°_ :°_

Es tut mir sehr leid, dass es dir immer noch so schlecht geht. Wenn ich könnte, würde ich dir sehr gerne helfen. Ich wünsche dir weiterhin ganz viele Kraft u. dass du nicht den Mut verlierst!:)* :)* :)* :)* :)* @:)

LG!

Britta

c+ordxu2



Apropos Port: das klingt total schlimm! Ich will sowas nicht. Ich will doch arbeiten können und irgendwann will ich auch mal wieder essen können und einfach mal schmerzfrei sein! :°( Jetzt mit diesen MCP-Tropfen kann ich immerhin Suppen oder mal ein Toast essen, wenn ich die Tropfen vorher nehme. Leider gehen die mächtig auf den Kreislauf und Auto fahren darf ich damit auch nicht, deshalb sind die eben auch nicht wirklich eine Lösung. Gestern mittag ging es mir in der Schule wieder total schlecht, ein Kollege war so nett, mich nach Hause zu fahren. Als ich in die Küche ging, um meine Schmerzmedis zu nehmen, merkte ich, wie mir schwarz vor den Augen wurde. Ich habe mich sicherheitshalber einfach auf den Küchenboden gelegt und bin dort 20 Minuten liegen geblieben. Hab mich gefühlt wie Karl Arsch! Sowas jämmerliches!

Montag hab ich nochmal Termin beim Internisten, werd ihn mal fragen wegen dieser viszeralen Myopathie (siehe Stoma-Forum :-D) und mal hören, was er zu meinem Zustand zu sagen hat. Ob er regelmäßig einen Tropf anhängen will oder was auch immer.

Übrigens hab ich im rechten Unterbauch plötzlich eine tiefe Delle unterhalb einer der Drainagenarben. Ist das jetzt auch von den Verwachsungen? Ich seh echt so langsam aus wie ein gekochtes Ei, dass man ein paarmal auf den Boden geworfen hat! ;-D

Viele Grüße,

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