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Nochmal 'ne Frage zu Verwachsungen

M`ellIimaus


Ich lese es auch nicht, bringt eh nichts. Denn wenn ich es nehmen muss, dann muss ich es nehmen. Und was bringt es mir wenn man weiß was man alles davon bekommen kann??

M7onxsti


Da habt Ihr zwei Recht,

zumal in den Beipackzetteln alles, wirklich alles aufgeführt werden muss, was jemals unter der Anwendung der jeweiligen Medikamente aufgetreten ist. Ähnlich ist's bei den OP- und Narkosevorgesprächen und -aufklärungsbroschüren. All die Informationen dienen nicht nur der Aufklärung des Patienten, sondern auch (und vor allem) der Absicherung von Herstellern, Ärzten, Krankenhäusern ...

Nochmals zu Verwachsungen und deren Ausmaß: Neben dem Umfang von chirurgischen Eingriffen und/oder Entzündungen bzw. bestimmten Medikamenten (z.B. Cortison) ist es auch Veranlagungssache. Wer eine schlechte Heilhaut hat, die zu unschöner Narbenbildung neigt, muss nach einem Abdominaleingriff eher mit stärkeren Verwachsungen rechnen als jemand, dessen oberflächliche Wunden fast narbenlos verheilen.

Die sog. "Adhäsionsbarrieren" sind allesamt noch in der Erprobung. Ihre Effizienz ist derzeit noch sehr umstritten. Eingesetzt werden sie offenbar eh nur bei laparoskopischen OPs, die beim schweren Verwachsungsbauch nicht mehr möglich sind.

Indikationen für eine Adhäsiolyse sollten eigentlich nur ein Ileus (Notfallindikation), häufige Subileuszustände, andere Beeinträchtigungen von Organfunktionen bzw. extreme, den normalen Alltag unmöglich machende Dauerschmerzen sein.

Liebe Grüße aus dem Tiroler Sauwetter

Angie

csoLrYdxu2


Da stimme ich Angie voll zu.

Und was Patrick so erzählt, da wundert es mich, dass er überhaupt einen Arzt gefunden hat, der eine Adhäsiolyse vornimmt, bei so geringgradigen Beschwerden!

Ich sitze hier grade und überlege, der wievielte Subileus mich gerade wohl quält, in diesem Jahr waren es sicher bereits 7 oder 8, dazwischen 3 große Ops. Leider ist der Dünndarm wiedermal fast zu, vermutet werden massive Verwachsungen, die bei den letzten Ops schon zu größten Schwierigkeiten geführt haben. Aber der Doc sagt, dass bei einem so massiven Verwachsungsbauch auch sämtliche Diagnoseverfahren versagen.

Ich habe seit einem Jahr nicht mehr richtig essen können, jetzt bin ich wiedermal bei rein flüssiger Ernährung angekommen, dazu jede Menge Buscopan plus, im Notfall (wie Donnerstag) im KH per Infusion mit starken Schmerzmitteln.

Und selbst in diesem Fall überlegen die Ärzte hin und her, ob sie eine Adhäsiolyse riskieren können! Und ich weiß auch nicht, ob ICH das Risiko eingehen kann!

Vielleicht kann mir ja jemand hier dazu was sagen ???

Viele Grüße

M?onstxi


Hallo Cordu,

ähnliche Gedanken gingen mir gestern den guten halben Tag durch den Kopf. Morgens höre nämlich mein Stoma mal wieder auf zu liefern. Schon gegen 9.30 Uhr bekam ich Bauchkrämpfe, wenig später kam Übelkeit hinzu. Natürlich aß ich nix mehr, trank aber viiiiiel Wasser. Außer dreimal erbrechen (zum Glück normales Erbrechen) war aber nix. Ich machte mich dann mittags auf die Socken und lief mit irren Schmerzen und im Schneckentempo so ca. 45 min. lang durch die Gegend, gleichzeitig meine bekannte "Stauecke" massierend. Als ich wieder zu Hause war, packte ich angesichts meines immer noch leeren Beutels und der nach wie vor bestehenden Darmkrämpfe schon mein Notfalltäschchen, dachte mir aber, es wäre vielleicht gut, es nochmals mit einem heißen Vollbad plus Massage zu versuchen. Das endlich wirkte Wunder, juhuuuuuu! Innerhalb einer Stunde musste ich an die 10x das WC aufsuchen, um den Stomabeutel zu entleeren. Danach ging's mir endlich wieder gut. Notfalltäschchen wieder ausgepackt und gleich etwas gegessen ... ;-D

Mir wurde schon vor zwei Jahren gesagt, dass ich beim nächsten Bauchschnitt (Laparoskopien gehen bei mir eh schon lange nicht mehr) ganz sicher ein ordentliches Stück Dünndarm verliere, weil dieser mit der gesamten Bauchwand verwachsen sind. Was das bedeuten würde, wissen wir beide. Also versuche ich, jede weitere Bauch-OP möglichst zu umschiffen bzw. soweit wie nur möglich hinauszuzögern.

Bei Dir scheinen es ja nicht nur stenosebedingte Passagestörungen zu sein, sondern auch eine allgemeine Passageverzögerung durch Dein schwaches Bindegewebe. Mein Tipp: Versuche mal alle Vor- und Nachteile einer Adhäsiolyse zu notieren. Nimm Dir ein Din-A4-Blatt, ziehe in der Mitte einen senkrechten Strich, schreibe links "Pro Adhäsiolyse", rechts "kontra Adhäsiolyse". Dann notierst Du in der jeweiligen Spalte alles, was Dir zu diesem Thema einfällt. Du wirst bemerken, dass mit den Tagen eine Spalte klar umfangreicher sein wird als die andere. Diese Liste nimmst Du dann zum nächsten Arztgespräch mit und diskutierst sie mit ihm durch.

Liebe Grüße

Angie

P5a{triKck79999x99


Hallo Cordu

ähm.. mein Chirurg war wohl der Auffassung, dass er meine Beschwerden mit eine Adhäsiolyse verbessern kann, ich glaube nicht dass er das ganze nur des Geldes wegen gemacht hat.

Ich bin perfektionist und wenn etwas Beschwerden macht, macht mich dies verrückt! Ich bin eigentlich ein glücklicher Mensch, aber diese Sache macht mir schon immer wieder zu schaffen, ich hoffe wirklich, dass ich komplett beschwerdenfrei sein werde irgendwann und nicht immer den Bauch im Kopf haben muss.

Am Bein hatte ich ein Muskelhernie, das hat mir auch lange Zeit Beschwerden gemacht, aber dies ist durch die OP vor 2 Monaten zum glück jetzt wieder gut (mein Chirurg schnitt am Oberschenkel Haut weg und nähte es am Unterschenkel wieder an). Ich habe vor der OP auch schon damit gerechnet, dass es nie mehr ganz gut wird und ich nie mehr richtig Sport machen kann, aber seit 2 Tagen arbeite ich wieder als Elektromonteur und das Bein hält diese doch starken Belastungen problemlos und schmerzfrei durch.

hmmm, Cordu, so gern ich etwas sagen würde zu der Adhäsiolyse, kann aber nichts sagen, denn ich bin irgendwie geteilter Meinung ob es wirklich etwas gebracht hat. Aber sicher ist, dass es NICHT schlimmer wurde, sondern eher besser. Hmm, wenn du ein Stoma gehabt hast und so, kann man denn bei dir überhaupt noch mit der Kamera?

Bauchschnitt scheint mir schon nicht so ideal zu sein für eine Adhäsiolyse.

Morgen gehe ich wegen Impfungen zum Arzt, ich frage meine Ärtzin dann wegen einer Bauchspiegelung. Ich wäre einverstanden nochmals eine Bauchspiegelung zu machen, ich will einfach Klarheit. Nach einer Bauchspiegelung könnte ich genaueres sagen; ob die Verwachsungen im gleichen Ausmasse wie vor der Adhäsiolyse wieder da sind!!

Und dass ich mir das alles nur einbilde kann man also nicht sagen, ich bin kein Hypochner oder wie das heisst. Und zudem hat man ja bei der letzen Adhäsiolyse gesehen, dass ich sehr ausgeprägte Verwachsungen Grad 1 - 3 hatte.

Gruss

P+atrfick9Q999g99


Auch leichte Beschwerden sind Beschwerden..und sind SEHR mühsam, wenn man in der freien Marktwirtschaft noch konkurrenzfähig sein will.

M|onstxi


Stimmt, Patrick,

auch leichte Beschwerden sind Beschwerden. Aber mit leichten Beschwerden kann man mühelos arbeiten gehen. Leichte Beschwerden haben unzählige Arbeitnehmer, sei es eine problematische Wirbelsäule, seien es Probleme mit den Augen oder dem Gehör, der Galle, dem Herzen, der Lunge ... was auch immer. Sei doch froh, dass Du nur leichte Beschwerden hast und kümmere Dich nicht weiter darum. Nach allem, was ich bisher von Dir gelesen habe, bist Du normal leistungsfähig. Sei froh!

Bei schweren Verwachsungsbäuchen ist i.d.R. nichts anderes als ein großer Bauchschnitt mehr möglich. Da wägt man schon sauber ab, man selbst und verantwortungsvolle Chirurgen genauso. Ich sage es noch einmal: Du hattest/hast keinen Verwachsungsbauch, sondern einzelne Verwachsungen, die nahezu jeder Mensch nach einem chirurgischen Eingriff im Bauchraum hat. Beim einen machen die entstehenden Briden Beschwerden, beim anderen nicht oder nur wenig. Letztere Gruppe ist die Mehrheit, zu der wahrscheinlich Du auch gehörst. Nichts für ungut.

Liebe Grüße

Angie

P\atrickW99999x9


Hallo Angie

Ja, sonst bin ich sehr gesund, habe kein einziges leiden, ansonsten wäre ich top fit!

Ja, mit einem Bauchschnitt würde ich das ganze auch genau abwägen, ich kann einfach sagen, dass bei meinem Bauchschnitt sich eine solche Dünndarmschline wie hier oben und unten links [[http://www.subway.250x.com/blinddarm/Bild1.JPG]] gebildet hatte.

und sich entlang der ganzen Schnittes ein solcher Strang wie unten rechts gebildet hatten: [[http://www.subway.250x.com/blinddarm/Bild3.JPG]]

Mit einem Bauchschnitt sind neue Verwachsungen aufjedenfall vorprogrammiert, denke ich jetzt mal. Und der Bauchschnitt selber schmerzst ja extrem anfangs, ich möchte nicht nochmals einen Bauchschnitt ertragen müssen, ich konnte ja kaum noch aufrecht laufen.

Hmm, Angi, na gut, also meine Geschichte war im Gegensatz zu deiner Bauchfellentzündung ganz klar harmlos, aber schon auch nicht ohne, hatte ja auch einen ziemlich grossen Abszess und so. Ich hatte etwa einen halben Liter Eiter in meinem Bauch drin (also im Abszess drin).

LG

Patrick

P`atriCck99x9999


PS: Mein Bauchschnitt ist jetzt wieder super, der schmerzst überhaupt nicht mehr, also die Narbe. Finde die Narbe mittlerweilen sogar noch schön, wie ein Tatoo, so um den Bauchnabel rum.

c+ordhu2


Hallo Ihr,

danke für eure Antworten. AAngie, die Idee mit der Pro/Contra-Liste ist gut, werd ich gleich mal starten. Auch bei mir ist eine laparoskopische Op nicht mehr möglich und der Dünni ist stellenweise mit der Bauchdecke verwachsen. Deshalb ist eine neuerliche Op nicht so ganz ohne. Aber der zustand wie jetzt, mit fast täglichen stundenlangen Schmerzen, die so massiv sind, dass ich einfach nur liegen KANN (und damit nicht mehr leistungsfähig bin und auch nicht mehr ausreichend für meine Kinder da sein kann!) und nur Flüssignahrung setzt mir auch sehr zu und wenn es überhaupt keine Hoffnung gibt, dass das ohne Op nochmal besser wird, würde ich VIELLEICHT einer erneuten Op doch zustimmen. :-/

Morgen hab ich Termin beim Prof, werd mal hören, was der meint.

Viele Grüße,

M6ellim1aus


@ Monsti

Lass gut sein, mache Menschen lassen sich so oft operiern bis sie wirklich Beschwerden haben.

Wenn er will soll er, ich binjedoch der Meinung ein vernünftiger Arzt wird das nicht machen. Bei uns im KH würde jedenfalls keiner wegen einem knacksen die Lap machen.

Wenn ich bedenke wieviel meiner Kollegen mit Schmerzen zur Arbeit kommen oder ich auch nun mal immer wieder Probleme mit dem Magen habe. Mein Gott das geht vorbei. Ich freu mich jedenfalls das ich nichts tragischeres habe. Warum an etwas rumschneiden was dadurch eh nicht besser wird?

@ Cordu

Ja frag morgen mal deinen Prof. Bei dir muss ja echt mal was passieren. Du hast ja gar keine Lebensqualitöt mehr. Kannst du deinem Beruf als Lehrerin überhaupt momentan nachgehen oder bist due wieder krank geschrieben?

PMa=trick9x99999


hi Cordu

Das ist gut, schaust du das mal mit ihm an.

Kannst du für mich auch noch etwas fragen? Frag ihn doch, was er von Adhäsionsprohylaxe wie z.B. Spraygel und Folien hält.

Was ist denn das für ein Chirurg ? Viszeralchirurgie?

Frag ihn doch auch noch, ob man bei dir wirklich nicht mehr Laparoskopisch operieren kann ?? Man könnte es doch vielleicht zumindest versuchen und dann auf Bauchschnitt umsteigen? Was er davon hält.

Lieber Gruss

Patrick

c8orsdux2


Hallo Mellimaus

Diese Woche habe ich zum Glück Ferien, letzte Woche habe ich mich einen Tag krank gemeldet. Aber ich find es soooo ärgerlich, dass ich nicht richtig arbeitsfähig bin! Ich mache meine Arbeit gerne und vor den Sommerferien habe ich ja schon wegen der ganzen Sache 12 Wochen gefehlt und letztes Jahr auch und davor auch! Mir ist das vor den Kollegen todpeinlich und ich finde es für mich und für meine Schüler eine echt besch****** Situation. ABER: noch schlimmer ist es mit meinen eigenen Kindern! Für die ist diese ganze Krankengeschichte nicht nur doof und lästig, sondern echt existenziell bedrohlich und macht ihnen furchtbare Angst. Im April wussten sie nicht, ob ich überhaupt überleben werde. Und wenn ich denen jetzt sage, ich muss doch wieder operiert werden, drehen die glaub ich durch. Das ist einer der wichtigsten Gründe für mich, die GEGEN eine Op sprechen. Aber du hast schon recht, ich empfinde e sauch so, dass ich nur noch herzlich wenig Lebensqualität habe. :°(

@Patrick

Ich werd ihn mal fragen nach der Prophylaxe. Nach Laparoskopie brauch ich nicht mehr fragen, das hat er mir schon bei der Rückverlegung des Stomas erklärt, dass diese Technik bei mir nicht mehr in Frage kommt.

Viele Grüße,

M7ell\ixmaus


Oh man Cordu, du machst echt was mit. Aber du bist so tapfer. Ich hätte ahrscheinlich shcon lange aufgegeben ....

Ich wäre an diener Selle wohl auch sehr vorsichtig mit einer erneuten OP, denn man muss sich ja immer fragen was so alles passieren kann und dann wieder ein großer Bauchschnitt und evtl einen großen Teil des Dünndarms weg. Nee das kann doch nicht sein. Und das wo du noch so jung bist.

Lass dich da mal gut beraten und dann mach nichts was du nicht auch wirklich willst

Fühl dich gedrückt :°_, du bist sooooo tapfer

c(ordxu2


Danke,

für deine tröstenden Worte!

Ich bin nicht im eigentlichen Sinne tapfer, ich jammere viel und bin oft ziemlich mutlos. Ich hab nur keine Wahl. Ich kann nicht "aufgeben", was auch immer das heißen würde, denn zumindest mal für meine Kinder muss ich noch lange zeit da sein, da bin ich nunmal einfach nicht zu ersetzen. Und wenn ich die Angst in deren Gesichtern sehe, ist es auch wieder leicht, die Mutige zu sein und Optimismus zu vertreten, auch wenn ich das selber häufig nicht so empfinde und selber erhebliche Zweifel habe, ob ich jemals wieder so fit werde, dass ich ein halbwegs normales Leben führen kann.

Mein Arzt im KH ist zum Glück nicht so ein Metzger-Chirurg, der auf teufel komm raus operieren will. Er ist sehr bedacht und überlegt sich das auch dreimal, ob er eine Op bei mir riskiert oder nicht. Insofern vertrau ich auch auf sein Urteil. Aber ich hoffe doch inständig, dass er morgen vielleicht noch eine andere Idee hat! :-/

Viele Grüße

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