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Zu wenig Darmbakterien -> ständige Verdauungsprobleme

b_auHchge)fuehgl hat die Diskussion gestartet


Hallo!

Ich habe seit ca. 1 Jahr ziemliche Schwierigkeiten mit dem Stuhlgang, meist flüssig bis weich, zu Beginn konnte man teilweise sogar noch erkennen, was ich gegessen habe (z.B. Mais, Pilze, Tomatenschalen). Teilweise war die ganze Aktion auch mit Bauchkrämpfen und Bähungen verbunden. Der Impuls, aufs Klo zu müssen, ließ sich z.T. nicht mehr unterdrücken, so dass der Befehl ans Gehirn immer mit "SOFORT" und drei Ausfrufezeichen verbunden war = Rennen!!! Mit der Folge, dass ich mich nur noch aus dem Haus wage, wenn ich weiß, wo die nächste Toilette zu finden ist, längere Autofahrten oder Stadtbummel sind eine Qual, weil der Kopf natürlich auch verrückt spielt.

Der Arzt diagnostizierte zu wenig Darmbakterien (1% von dem, was eigentlich da sein sollte). Ich nehme Symbioflor und inzwischen Mutaflor, jedoch stellt sich nicht unbedingt eine dauerhafte Besserung ein. Inzwischen ist es manchmal ganz o.k. und normal (sowohl von der Häufigkeit als auch von der Konsistenz), dazwischen aber dann wieder flüssiger Durchfall und weicher Stuhl wie früher, so dass ich mich weiterhin nicht auf die Körpersignale verlassen kann.

Ich bin wirklich verzweifelt, hat jemand einen Tipp, z.B. Ernährungstechnisch noch was zu machen (ernähre mich weitgehend gesund, aber mit den normalen "Ausrutschern", die eben lecker schmecken) oder andere Mittel ??? Bin für jede Hilfe dankbar!

Antworten
j n


> Der Arzt diagnostizierte zu wenig Darmbakterien (1% von dem,

> was eigentlich da sein sollte).

Nunja, dann wäre ja die nächste interessant Frage, *warum* du zu wenig Darmbakterien hast. Das hätte der Arzt doch eigentlich weiter klären müssen. Das einzige, was mit einfällt, was die Bakterienflora unterdrücken kann, ist eine vorangegangene Behandlung mit Antibiotika.

Möglicherweise waren aber auch einfach nur deshalb zu wenig Bakterien vorhanden, weil sich bei hohen Passagegeschwindigkeiten die Darmflora gar nicht aufbauen kann. Womit wiederum zu klären wäre, warum dein Darm die Nahrung so schnell wieder loswerden möchte. Dafür kann es natürlich etliche Ursachen geben - von Streß über Giftstoffe bis hin zu Infektionen und Darmerkrankungen.

> Ernährungstechnisch noch was zu machen (ernähre mich

> weitgehend gesund, aber mit den normalen "Ausrutschern",

Wie sieht denn das in der Praxis aus? Was ist denn das Gesunde und was sind die Ausrutscher?

b>aukchQgefuxehl


Der Arzt tippte auch auf Antibiotika als Ursache, kann es aber auch nicht näher eingrenzen. Die Stuhlprobe hat wohl auch keine Anzeichen auf andere Darmerkrankungen gegeben.

Zur Ernährung : meist Vollkornprodukte (vor allem bei Brot, Reis und Nudeln) und viel Obst und Gemüse, oft auch vegetarisch, da mein Freund Vegetarier ist, aber eben zwischendurch auch mal Pizza oder Döner...

Ich war im Internet schon auf der Suche nach einem gezielten Ernährungsplan, mit dem man die Darmflora aufbauen kann, bin aber leider nicht fündig geworden. Da mir auch der Name für das Problem fehlt, gestaltet sich die Schlagwortsuche natuerlich ziemlich schwierig.

Wie ist es mit probiotischen Lebensmitteln, bin da eigentlich eher misstrauisch, da ist gelesen habe, dass es auch Studien gibt, die den Effekt auf die "heimischen" Bakterien als negativ einstuft (Verdrängung). Hat da jemand Erfahrungswerte?

jxn


> Zur Ernährung: meist Vollkornprodukte (vor allem bei Brot, Reis

> und Nudeln)

Ah, das ist ein Hinweis. Es gibt eine bekannte Unverträglichkeitsreaktion: Fabrikzucker in jeder Form macht Vollkornprodukte unverträglich. Das führt dann zu Verdauungsstörungen und Blähungen.

Normalerweise tritt das nur bei echten Vollkornprodukten auf, aber möglicherweise ist dein Vollkornbrot ja ein solches. Bei empfindlichen Personen tritt das aber auch schon bei den Vollkornimitaten auf, die man im Supermarkt oder bei den meisten Bäckern bekommt.

(Bei echtem Vollkornbrot wird das Getreide voher frisch gemahlen und vollständig verwendet. Ansonsten müssen lediglich 30% Vollkornanteil enthalten sein und selbst der darf vorbehandelt und konserviert sein)

> und viel Obst und Gemüse, oft auch vegetarisch, da mein

> Freund Vegetarier ist,

Grüße ihn mal unbekannterweise so von Veggie zu Veggie.. :-)

Untersuche bitte mal das, was du ißt auf versteckten Fabrikzucker und meide die Produkte, die ihn enthalten. Fabrikzucker sind alle fabrikatorisch hergestellten Zuckerarten, auch vermeintlich gesunde Alternativen wie Dicksäfte, Ahornsirup, Ursüße, Rohzucker, Rapadura, usw. Aber auch Maltose, Dextrose, Lactose, Fructose, Melasse, Glukosesirup um nur ein paar zu nennen.

Unproblematisch sind die Zuckerarten, die sich im natürlichen Verbund befinden, also im Obst bspw.

> Wie ist es mit probiotischen Lebensmitteln, bin da eigentlich

> eher misstrauisch, da ist gelesen habe, dass es auch Studien

> gibt, die den Effekt auf die "heimischen" Bakterien als negativ

> einstuft (Verdrängung).

Taugen nichts, der Effekt ist bestenfalls vorhanden, solange man sie einnimmt und es kann zu nachhaltigen Schädigungen der Darmflora kommen, wie aus einem Papier von Nestle hervorgeht.

bmauc\hgefYuehxl


Hallo!

Erst mal vielen Dank, jn, für die nette Unterstützung! Bin schon dabei, über meine Ernährung mal Buch zu führen (da ich ein paar Nahrungsmittel schon als Auslöser für den "Supergau" identifizieren konnte) und werde auf den Zucker aufpassen. Schade ums Vollkornbrot (eigentlich ein gutes von netten Bäcker), auf Weißbrot will ich aber auch nicht so gerne umsteigen - Vorschäge für Alternativen?

Bin jedenfalls froh, meine Ansicht über probiotische Lebensmittel bestätigt zu bekommen und werde sie weiterhin meiden.

Gruß zurück vom Vegetarier *:)

bCerniex-a74


JN meint, dass man Vollkornbrot mit Zucker nicht verträgt.

Vollkornbrot selbst ist schon o.K. Leider gibt es kaum Quellen wo man "richtiges" Vollkornbrot bekommt. In Österreich in den Supermärkten bekomme ich kein richtiges Vollkornbrot. Dort sind sie oft mit Zucker dunkel gefärbt (ist dioch irr oder?).

Reformhaus, Bäcker oder Selberbacken.

Vollkonmehl kann man sehr fein mahlen, dann sieht das Brot auch aus wie normales Brot und ist auch gut verdaulich.

Es gibt auch natürliche probiotische Lebensmittel z.B. Sauerkraut. (Da zahlt man nicht den "Marketingaufschlag") Wenn du nach dem Genuss von Sauerkraut Blähungen bekommst, heisst ds keinefalls dass das Sauerkraut "schuld" ist, sondern deine Verdauung stellt sich um, Darmbakterien besiedeln sich neu.

Im Nachhinen betrachtet wäre es vielleicht bei dir natürlich besser gewesen, wenn du die Antibiotika nicht genommen hättest. Mit Antibiotikern unbedingt verantwortungsvoll umgehen, sie haben dich mehr Nebenwirkungen wie wir meinen. Sie sollten für den "Notfall" vorbehalten sein.

...solltest du damit deine Beschwerden nicht loswerden, denke bitte auch an den Darmpilz "candida albicans", davon findest du auch eine Menge Beiträge hier im Forum.

O9ne-jway w5ind


Ich würde an deiner Stelle beim Hautarzt einmal einen Allergietest machen lassen-heutzutage sind mindestens 20% der Bevölkerung gegen irgend etwas allergisch(hohe Dunkelziffer!). In Frage kommt sicher Mehl, Zucker, Milchzucker(Lactose), Nüsse, Roggen u.v.m.

Ansonsten: Darmspiegelung,um alle Eventualitäten aus dem Wege zu räumen!

Noch ein "banaler" Tipp:Probiotische Joghurts etc.-hat angeblich schon vielen Betroffenen geholfen. Allerdings solltest du dafür etwas Geduld mitbringen-ein positiver Effekt stellt sich-wenn überhaupt-erst nach 3-4 Wochen ein!

mfg

MTonxiM


Hier mal eine Seite zum Theme darmflora Zusammensetzung. Was Darmsanierung angeht, kann man dir hier helfen: [[http://www.bestdoc.org/forum]]. Ist eine Seite für Intoleranzen, unter dem Fructoseforum in der erweiterten Suche den Begriff "Darmsanierung" eingeben und du müßtest genug Tipps finden. Als Fructoseintoleranter muss man den Darm meist auch sanieren. Antibiotika oral (sprich: zum Schlucken) würde ich erst mal nimmer nehmen, wenn dann lass dir beim Arzt Injektionen geben. Pickst zwar, aber der Darm wird nicht in Mitleidenschaft gezogen.

M*oniM


Hab den Link vergessen reinzusetzen, also Darmflora: [[http://www.intestinal.de/html/bakterien_im_darm.html]]

T!aaaz


Hat jetzt irgendwas geholfen? Ist ja schon was her.

Ich glaube ich leider an selbiger krankheit.

Vor 7 - 8 Jahren ca. aufeinmal musste ich auf toilette, bam. ich dachte wow aber dann wieder ruhe.

ein paar wochen später das gleiche, auf dem weg zur schule. Dann war wieder alles gut.

Irgendwann hatte ich verstopfung nix ging mehr - spital - abführmittel, alles wieder tutti.

und irgendwann bekam ich blähungen, ich wollte sterben. schmerzen vom feinsten.

Von arzt hin und her, der eine kam mit: trinken sie orangensaft! der andere: mit lefax.

Hin und her symbio flor 2 bekommen. hilft soweit, dass ich zwei mal am tag essen kann.

alles andere katastrophe. mein magen bestimmt mein leben. blähungen schmerzen etc immer wieder da, allerdings 80% weniger als vorher. bin kerngesund :-D allerdings n paar zuviele candida albicans und keinerlei colibakterien.

warum das so ist, keine ahnung. die meisten ärzte sagen eh reizdarm obwohl ich nicht mal ne darmspiegelung hatte. allerdings mach ich die morgen :-D magenspiegelung bis auf keine baks unauffälig ;-)

Weiter im programm, lactoseintoleranz festgestellt, bezweifel ich allerdings, da ich mit den medis (colibakterien - symbioflor2) soviel milch trinken kann wie ich will :-D

Symbioflor2 sollte ja eigentlich die colis wieder ansiedeln allerdings nach den 6-7 ist da nichts passiert.

also stellt man sich die frage warum nicht. da es aber 1500 ("400") stk gibt etwas schwierig sich alles durchzulesen.

mirkobiologie oha war noch nie mein thema. aber ich lese fleißig. falls jmd von euch n tipp hat, her damit :D

psyche eigentlich ausgeschlossen, because symptome und als es anfing ging es mir 1a, neue freundin und money on mass :-D bin jetzt mitte 20, langsam wirds zeit zu leben auch wenn IS (72Jungfrauen) verlockend klingt :-D Wer keinen humor hat ist selbst schuld wenn es ihm nicht gut geht, falls sich hier jmd aufregen mag :D

In dem sinne Astaaaaa

F7rogegyanon0ym


Das hört sich nach einem Ungleichgewicht der Darmflora an. Es sind zu wenig probiotische Bakterien im Darm angesiedelt. Ursache kann eine Campylobacter-Infektion, eine Antibiotika-Einnahme oder lang andauernder Stress sein. Ich habe jahrelang unter den beschriebenen Symptomen gelitten.

Für eine langfristige Besserung hilft nur eine bis zu 12 Wochen lange Kur mit probiotischen Bakterien-Präparaten, z. B. Mutaflor oder Kijimea. Diese funktioniert aber nur dann nachhaltig, wenn auf bestimmte Lebensmittel verzichtet wird, die die Vermehrung von schädlichen Coli-Bakterien begünstigen.

Diese Lebensmittel gilt es unbedingt zu meiden:

Zucker (alle Produkte mit hohem Zuckeranteil, wie z. B. Säfte, Limonaden, Schokolade, andere Süssigkeiten, Ketchup, Müsli, usw.), Weissmehl-Produkte (Weissbrot, Brötchen, Baguette, Kaffeestückchen, Fabrikkuchen), Kaffee, Alkohol, Erdnüsse, Getränke mit Kohlensäure.

Ich empfehle besonders:

Bananen, anderes Obst, Kartoffeln, Roggen- oder Vollkonbrot vom Biobäcker- selbst den Biobäcker-Kuchen habe ich währed der Therapie vertragen.

Das wird schon wieder, wenn man die genannten Lebensmittel streng meidet und probiotische Bakterien lange genug zuführt. Wer nicht auf Zucker, Kaffee & Co. verzichten kann, der hat noch keinen hohen Leidensdruck!

Viel Erfolg!

Froggyanonym

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