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Was ist "weicher Stuhl", was ist "Durchfall"?

o,ut5-sidxe-x


Was ist Sorbit intolleranz? Wo kommt den Sorbitol vor? Hab´s bestimmt schon mal im Chemieunterricht gehört |-o aber das ist doch schon soooo lange her. |-o

Antibiotika hab ich nur 1x genommen; etwa vor 5 Jahren (angeblich ne Nierenbeckenentzündung, hab aber nix davon gemerkt).

Zu Fruktose: Die kommt ja in allen möglichen Obstsorten vor und auch in Karotten glaub ich. Eigentlich kann ich hiermit sowieso vergessen irgendwann mal wieder Obst zu essen, oder?! Heute hab ich ne halbe Nektarine gegessen und sofort Unwohlsein, erhöhte Magensäureproduktion, Aufstoßen, ... %-| Da hab ich mich endlich mal wieder getraut was obstiges (außer Bananen) zu essen und dann wird man damit schon wieder betraft (obwohl ich vorher Iberogast genommen habe).

Kann man eigentlich Fruktose mit Glukose gleichsetzen? Haushaltszucker ist doch auch nicht gleich Haushaltszucker: weißer Zucker ist doch bestimmt auch anders als brauner Zucker (von der Herstellung her).

Naja... danke für die Infos. Frage mich blos, was der Auslöser gewesen sein könnte. Früher hab ich ja auch Obst essen können. Hmm... muss ich mal überlegen.

M]onsxti


@out-side-x

Wo Fructose vorkommt, kannst Du Dir doch mühelos ergooglen. Bei einer Fructose-Intoleranz kannst Du Bananen übrigens bedenkenlos essen, diese enthalten bekanntermaßen wenig Fructose.

LG Angie

o}ut-"sidex-x


Fructose weiß ich ja; Sorbit wollt ich wissen, aber: guck bei wiki nach. ;-)

MSoniM


Also, Sorbit ist ein Zuckeralkohol, er kommt in vielen Früchten- und einigen Gemüsesorten vor. Einen hohen Sorbitgehalt findet man in neueren Apfelzüchtungen, zB dem Granny Smith.

Eine Sorbitintoleranz ähnelt demnach er Fructoseintoleranz, die Aufnahme im Darm erfolgt über denselben Transporter (dem GLUT5 einem Glucose/Fructose Symporter). Der Transporter ist aber auf Glucose und Fructose spezialisiert, deswegen ist die Sorbitaufnahme nicht besonders gut. Kann der Transporter Sorbit gar nicht mehr in den Körper transportieren, hat man Blähungen, Bauchschmerzen uä.

Bei einer Fructoseintoleranz geht die Transporthemmung noch eine Stufe weiter hier kann dann weder Fructose, noch Sorbit in den Körper aufgenommen werden und verbleibt im Darm. Ergo: Bauchschmerzen, Blähungen Durchfall usw. Ich muss auch betonen, dass die Symptome sehr individuell sind, Durchfall hatte ich zB noch nie nach zuviel Fructose.

Auch Xylit (in Wrigleys Extra) blockiert den GLUT5, hat auch eine Fructoseähnliche Struktur. man muss tierisch aufpassen, Fertiggerichte gehen fast gar nicht mehr, da die Industrie fast überall Sorbit reinhaut.

Viele Ärzte und Ernährungsberater vertreten auch die These, das man einfach immer Glucose dazu essen soll, diese verbessert die Fructose Aufnahme, dass hlift aber leider nur sehr wenigen. Und da Haushaltszucker (=Saccharose) ein Disaccharid (Zweifachzucker) aus Glucose und Fructose ist, meinen auch viele, dass man Zucker bei FI verträgt, stimmt aber leider auch nicht bei jedem (bei mir zB nicht)

@Monsti Die Verträglichkeiten sind sehr unterschiedlich, pauschal kann man bei einer FI gar nix sagen. Ich zB vertrage 1/2 Banane, kenne aber auch welche, die sie gar nicht essen können. Sie enthält zwar mehr Glucose als Fructose, der Gesamtgehalt ist aber trotzdem ziemlich hoch, außerdem enthält sie auch noch Saccharose.

Chemisch gesehen unterscheiden sich weißer und brauner Zucker nicht, der weiße ist nur gereinigt. Rohrzucker wiederum enthält noch Glucose und Fructose (zusätzlich zur Saccharose), der Fructoseanteil ist aber höher als der Glucoseanteil, geht also bei FI auch nicht.

Wenn du mehr wissen willst, kannst du ja mal in das Fructoseintoleranzforum unter [[http://www.bestdoc.org/forum]] reinsehen, da sind viele Betroffene die sich ganz toll auskennen.

Moni

MKonixM


Und, ja von vielen Obst und Gemüsesorten muss man sich verabschieden!

Himbeeren vertrage ich ganz toll, Ananas geht ein bisschen (nur frisch), Banane eine halbe, Nektarinen vertrage ich auch (aber nur eine).

Tomatensoße geht gar nicht mehr, genauso wie Zwiebeln und Knoblauch :°(

Aber man gewöhnt sich dran!

o~ut-s8iwde-xx


Das ist aber sooo schade: manchmal würde ich einfach gerne in nen Apfel beißen. Aber die Angst, dass ich später Magenschmerzen habe und erhöhte Magensäure und evlt. auch saures Aufstoßen (nennt man das so ???), ist größer. Blähungen (sofern es "nur" Blähungen mit Pupsdrang ist) kann man ja noch aushalten; aber wenn´s dann in Richtung Bauchkrämpfe geht... %-| Die Angst davor ist einfach größer, als dass ich einfach mal wieder was obstiges esse. Hab´s ja gestern versucht mit ner halben Nektarine, aber :(v.

Manche Homöopathen sind ja der Meinung, dass es an gespritzt oder ungespritzt liegt. Bestimmt ist mit eine Ursache, aber ich bin eher der Meinung, dass es an den ursprünglichen Inhaltsstoffen liegt.

Wenn in Bananen doch ein so hoher Glucoseanteil ist, dann frage ich mich, warum ich Bananen vertrage?! Liegt es dann bei mir eher an der Fruchtsäure oder ist das im Prinzip dasselbe?

Was mir noch aufgefallen ist: Pfefferminztee tut meinem Magen wohl auch nicht so gut. Diesen "Konsum" hab ich jetzt erst mal eingestellt. Bis ich vor ein paar Tagen gelesen habe, dass Pfefferminztee nicht gut für den Magen ist, war ich der entgegengesetzten Meinung (dass er gut ist). Naja... das hat hier in dem Thread nichts zu suchen, unterstreicht aber mal wieder: Alles was man gerne mag, sollte man nicht essen (oder so ähnlich).

oSut-isidex-x


Zu Sorbit: in wiki stand nur, dass es in Süßstoff enthalten sein kann bzw. ist. Da ich den Zucker nicht vertrage bin ich auf Süßstoff umgestiegen. Damit habe ich allerdings keine Probleme.

Bei Zwiebeln und Knoblauch allerdings treten die Probleme mit Blähungen auf; aber es kommt auch irgendwie darauf an, wie sie zubereitet wurden. Geht vielleicht bei einer bestimmten Zubereitungsart das Sorbit verloren?! Kann ich mir zwar nicht so richtig vorstellen, aber kann ja sein. Tomaten sollte ich auch nicht zu viele essen; eben wegen der Säure (oder so).

Und immer noch frage ich mich was der Auslöser für meine Unverträglichkeiten gewesen sein könnte.

o"ut-lsVidex-x


Hab die Link-Texte mal ein wenig überflogen. Ich kann mir aber nicht vorstellen, dass ich am Tag 20g Süßstoff aufnehme, wenn ich diesen nur zum Süßen meines Kaffees/Tees verwende. Sonst trinke ich Wasser. In dem link steht ja, dass es bei Verzehr von über 20g/Tag Sorbit zu Durchfall, etc. kommen kann. Na sagen wir mal: ich würde an einem "krassen" Tag 25-30 Süßstoffpillen nehmen (wirklich extremer Tag; da muss ich schon viel Kaffee und Tee trinken ;-)), dann würde ich zwischen 100 und 120 mg aufnehmen... das kann dann ja wohl kaum meinen weichen Stuhl erklären. :-/

MUonixM


Ist in deinem Süßstoff überhaupt Sorbit?

Chemisch gesehen unterscheidet man nämlich Süßstoffe: Stoffe die zwar süß schmecken, aber keine Zuckerstruktur haben (Aspartam, Saccharin (nicht mit Sacaharose verwechseln)usw) und Zuckerausstauschstoffe (=Sorbit, Mannit, Inulin, Xylit), die haben eine Zuckerstruktur und sind für Diabetiker gedacht, die Haushaltszucker und va Glukose nicht vertragen. Bei FI ist es gerade umgekehrt, wir vertragen Glukose (=Traubenzucker), Zuckeraustauschstoffe sind für uns schlecht, da sie quasi wie ein falsches Puzzleteil unseren geschädigten GLUT5 Transporter verstopfen.

Zwiebeln enthalten Inulin, ein Mehrfachfructosemolekül, das zersetzt sich im Darm zu Fructose und macht die Probleme. Wenn sie stark verkocht sind, wird es aber besser, weiß nicht wieso.

Sorry, wenn das falsch angekommen ist, aber Glukose darf man als FIler essen, deswegen ist die Banane auch relativ verträglich. Einige sind halt bloß sehr empfindlich im Därmchen.

Hast du schonmal einen Intoleranz-Atemtest gemacht?

Würde ich bei deinen Beschwerden auf jedenfall machen!

Fructose und all die anderen für FIler schädlichen Zuckerstoffe sind in so vielen Sachen (auch oft in Brot), da brauchst du dich nicht wundern, wenn dein Stuhl immer sehr dünn ist. Als FIler muss man immer genau wissen, was man gerade ist, im Supermarkt schaue ich jede Zutatenliste an und ich kenne alle für mich verträglichen Obst- und Gemüsesorten.

Ich würde mir auch keine Gedanken machen, woher du das hast, sondern mich darum kümmern, ob du es hast. Leider ist die Wissenschaft hier erst am Anfang, es ist noch nicht klar, was eine Intoleranz zum Ausbruch bringt.

Pfefferminztee ist aufgrund seiner ätherischen Öle tatsächlich nicht gut geeignet bei empfindlichen Magen. Er wirkt zwar entblähend (=im Darm), die äth. Öle können aber den Magen reizen

MvoniGM


Wenn du wirlich FI hast solltest du Tomaten va nicht essen, weil sie sehr Fructosehaltig sind, die Säure ist da das kleinere Übel

M2onniM


Bin im Ernährungsforum auf deine Frage nach den Kosten gestoßen.

Also, zunächst mal kannst du dich nicht durch einen Bluttest auf Intoleranzen testen lassen. Bluttests machen meist nur Aussagen über allergische Reaktionen, eine Intoleranz ist aber keine Allergie sondern eine Resorptionsstörung im Darm. Deswegen wird das ganze auch über einen Atemtest gemacht, denn bei der Vergärung von Zuckern entsteht Wasserstoff, diesen atmet man ab. Kann dein Darm die Laktose/Fruktose nicht aufnehmen, bleibt sie im Darm drinnen und Bakterien vergären sie, dh der Wasserstoff-Anteil im Atem steigt. Ist auch völlig unbedenklich, du musst nur ein Glas Laktose-/bzw Fructoselösung schlucken und dann in ein Röhrchen pusten, 4 mal in 90 Minuten. Da ich ja fructoseintolerant bin, habe ich Bauchgrummeln und Bauchschmerzen auf die Fructoselösung bekommen, aber man ist dann einfach dankbar, wenn man weiß: Das ist es jetzt!

Diese Atemtests müssen absolut kostenfrei sein, jeder Arzt der was anderes behauptet, hat keine Ahnung. Ich hab den Test bei einem Gastroenterologen gemacht, die kennen sich meist noch am Besten damit aus. Mein Hausarzt hatte jedenfalls keine Ahnung von FI, genauso wie die 4 Hausärzte, 3 Internisten und 4 Frauenärzte die ich davor um Rat gefragt hatte.

o=ut-kside-xx


Mein Hausarzt hatte jedenfalls keine Ahnung von FI, genauso wie die 4 Hausärzte, 3 Internisten und 4 Frauenärzte die ich davor um Rat gefragt hatte.

:-o :-o :-o Über den Atemtest muss ich mal nachdenken. Ich will nicht als Simulant oder Hypochonder dastehen, wenn der Test negativ ist. Meine HA testet mit einem Bioresonanzgerät; aber ich weiß nicht, ob das nur Allergien erkennt oder auch Unverträglichkeiten. Irgendwann hab ich bei ihr mal Milch testen lassen, daher weiß ich, dass ich die nicht vertrage. Milchprodukte wie Joghurt, Käse, etc. soll ich aber angeblich vertragen. Keine Ahnung... ich bin manchmal sehr hin-und-her gerissen, da es mir z. Z. (seit etwa 1 Woche) vom Bauch her wieder besser geht. Das "einzige" was ich z. Z. habe ist der weiche Stuhl (ich würde sagen so zwischen 3 und 5x am Tag; also nicht so schlimm, wie andere). Manchmal "zwickt" es zwar an manchen Bauchstellen, aber das ist nicht sooo tragisch.

Manchmal kommt mir meine HA aber auch ein wenig hmm... nachlässig vor. Ich weiß nicht, ob das jetzt der richtige Begriff ist und ich will ihr damit auch nichts Böses. Sie ist wirklich eine gute Ärztin, sehr fürsorglich und bedacht. Aber manchmal fühle ich mich nicht so ganz ernst genommen. Sonst tut sie aber (fast) alles für ihre Patienten.

Ich bin wirklich hin-und-her gerissen. Wenn ich z. B. einen Apfel esse (abgesehen von meinen Magen"antworten") bekomme ich kurz darauf "grummeln" und Blähungen. Das würde für eine FI sprechen. Dann würde ich aber auch keine Zuckeraustauschstoffe (wie den Süßstoff vertragen). Aber da bekomme ich kein "Grummeln"; vielleicht liegt´s aber auch ander Menge.

Ach... keine Ahnung... muss mir mal eine Vergleichsliste machen, wo welche Stoffe drinnen sind und was ich meiner Meinung nach wo (Magen oder Darm) nicht vertrage.

o7ut-sitde-xx


Also die drei :-o waren für deine vielen Ärzte vor dem Gastroenteorologen. ;-)

MFoqnxiM


Jaja, bin auch immer wieder erschüttert wenn ich an meinen Ärzte Marathon denke!!

Ist schwierig, verstehe deine Angst mit der Hypochondergeschichte, war bei mir auch so. Ich denke, das Risiko muss man eingehen, schließlich sind diese Leute ja Ärzte geworden, um herauszufinden, was Menschen fehlt, und da kann dann schon auch mal ein Test zuviel dabei sein. Und ganz ehrlich, ein Arzt der seine Patienten als Hypochonder darstellt, ist keinen Pfifferling wert.

Soweit ich richtig informiert bin, solltest du mit einer LI auch keinen Joghurt essen, hier ist der Lactosegehalt zu hoch. Nur Hartkäse (Emmentaler usw) wird von den meisten gut vertragen, ist aber auch sehr individuell.

Ich habe immer den Eindruck, Ärzte werden dann etwas nachlässig, wenn sie ans Ende ihres Lateins kommen. naja, dann muss man ihnen halt selbst auf die Sprünge helfen ;-D

Wenn du FI und SI ausschließen kannst, wäre auch schon toll, dann wüßtest du zumindest, dass du weiterhin sorglos essen kannst, und es woandersher kommen muss. Wobei die Sache mit deinem häufigen und dünnen Stuhl mich immernoch bestätigt, wie gesagt, die Symptome sind selten eindeutig.

Rede halt mal mit deiner Ärztin!

Was die Sache mit der LI angeht, da kann ich dir als große Hilfe wirklich das Forum unter [[http://www.libase.de]] oder eben das unter [[http://www.bestdoc.org/forum]] empfehlen, da sind einfach Leute drinnen, die selber seit Jahren mit diesen Intoleranzen leben, und sich mittlerweile ganz toll auskennen. Viele von uns wurden von Ärzten und Ernährungsberatern auch falsch beraten, weil diese sich häufig nur am Rande damit auskennen.

Da helfen einem Betroffene oft mehr weiter!

LG und Kopf hoch, Moni

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