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Darmstenose

S&il02x04 hat die Diskussion gestartet


Hallo,

ich bin ziemlich verzweifelt. Mein Lebensgefährte wurde gestern früh mit dem Rettungswagen ins Krankenhaus gebracht, weil er seit Tagen Übelkeit und Erbrechen und schließlich extreme Bauchschmerzen hatte.

Symptome, dass etwas mit seinem Magen-/Darmtrakt nicht stimmte, waren schon seit etwa 8 Wochen vorhanden, wurden jedoch anfangs als Lebensmittelvergiftung und später als Magen-Darm-Infekt vom Hausarzt und auch einem Notarzt abgetan.

Meinem Lebensgefährten wurden über Wochen Zäpfchen, Tropfen und Tabletten gegen Übelkeit und Schmerzmitteln verabreicht, die nichts halfen. Nun ist am Wochenende die Situation eskaliert und im Krankenhaus wurde eine Darmstenose diagnostiziert. Leider liegt er immer noch dort und wartet auf die OP, während ihm gestern nachmittag eine Magensonde gelegt, durch die auch massiv Stuhl abgeht, den er ausserdem aber auch noch erbricht. Er bekommt Schmerzmittel über Infusion, weil er es sonst nicht aushalten würde.

Ich habe solche grosse Angst, dass die Ursache hierfür Darmkrebs ist.

Wer hat Erfahrung und kann mir antworten?

Antworten
DqominYik3 1985


guten morgen!

was wurde denn sonst an untersuchungen im vorfeld bei deinem lebensgefährten durchgeführt? ich kann mir denken, dass er schon zuvor probleme mit dem darm gehabt hat. war er denn vorher schon einmal bei der darmspiegelung? falls ja, sind dabei polypen festgestellt worden? darmstenosen müssen ganz und gar nicht unbedingt durch darmkrebs enstehen. dafür gibt es viele verschiedene ursachen und eine stenose kommt auch nicht so aus heiterem himmel.

erkläre bitte mal ein bisschen genauer, ob vorher schon untersuchungen bei deinem lebensgefährten angestellt worden sind und wenn ja, dann erzähle, was dabei herausgekommen ist.

mfg aus paderborn,

dominik

DEomin'i`k R1985


achso:

und wie alt ist dein lebensgefährte eigentlich?

mfg aus paderborn,

dominik

S>ilx0204


Hallo Dominik!

Nein, es wurden vorher keinerlei Untersuchungen gemacht.

Er hat - bis eben vor 8 Wochen - nie Probleme mit dem Darm oder Magen gehabt, war nie im Krankenhaus etc.

Erst im Zeitraum der letzten 8 Wochen haben sich die o.g. Probleme nach und nach, ich würde fast sagen, schleichend eingestellt und zwischendurch ging es ihm immer wieder gut, so dass er selbst an einen abklingenden Magen-Darm-Infekt geglaubt hat.

Er hatte wohl innerhalb der letzten Wochen eher mit Verstopfung denn mit Durchfall zu tun.

Ich habe eben im Krankenhaus angerufen. Er hat sich die ganze Nacht - trotz Magensonde - übergeben und sie wollen vor der OP ein CT machen.

Ich mache mir sehr grosse Sorgen und werde gegen 10 Uhr in die Klinik fahren.

S*ilT020%4


Nochmal an Dominik

Er ist im Mai 48 Jahre alt geworden.

D1omiynik x1985


ein ct ist genau das richtige jetzt in dieser situation. auf diese art und weise kann man auch eindeutig erkennen, an welcher stelle im darm die stenose vorliegt. dann kann man anschließend bei der op auch zielgenau diese stelle eröffnen. fest steht auch, dass es eine vorgeschichte im darm gegeben haben muss. dein lebensgefährte hatte nur eben keine probleme gespürt und dann kam aus heiterem himmel die stenose, die an sich keine eigenständige krankheit ist, sondern ein symptom einer erkrankung des darms. fahr du erstmal um 10 in ruhe zu ihm ins krankenhaus und warte ab, was bei dem ct rauskommt. da kann man dann auch meistens erkennen, ob es sich nun tatsächlich um einen tumor handelt, oder eine andere ursache der fall ist. aber bitte bleib du selber erst einmal ruhig und warte ab, was die untersuchungen bringen!

mfg aus paderborn,

dominik

Scil02x04


Danke!

Danke, Dominik.

Es hat zumindest gut getan, sich mit jemandem auszutauschen.

Ich bin die ganze Nacht durch die Wohnung getigert und war allein mit meinen Gedanken und Ängsten.

Ich habe allerdings Angst vor einer möglicherweise "schlimmen" Diagnose, da ich die ganze Nacht bereits Internetseiten durchforstet habe und immer wieder rauskam, dass Darmkrebs eine der Ursachen für die Stenose sein kann.

Aber die Hauptsache ist, und da hast Du recht, dass jetzt etwas unternommen wird.

So gehe ich einen Schritt nach dem anderen.

Wenn ich von den Ziffern hinter Deinem Namen von Deinem Geburtsjahr ausgehen soll, so beeindrucken mich Deine tröstenden Worte um so mehr.

Ich habe eine Tochter, die drei Jahre älter ist als Du. Sie hätte es nicht einfühlsamer formulieren können!

Vielen Dank und Dir alles Gute!

D9omin(ik b198x5


keine ursache!

dafür bin ich hier. ich habe in meinem jungen leben auch schon eine ganze menge mit meinem darm durchmachen müssen und von daher weiß ich, was da alles für ängste dahinter stecken können.

ich weiß auch, wie sich die angehörigen um einen sorgen bei der ganzen sache und von daher möchte ich dir mut machen und auch vielleicht ein bisschen kraft geben. es ist noch lange nicht zuende, vorallem wenn man noch nicht einmal weiß, was die untersuchungen bringen.

wenn du möchtest, dann schreib mal, was beim ct herausgekommen ist.

alles gute für dich und deinen lebensgefährten!

mfg aus paderborn,

dominik

DZominPik 11985


nachtrag

und bitte google im internet nicht allzu viel nach möglichen ursachen. diese datenbank spuckt bei jedem kleinsten symptom die schrecklichsten dinge aus. davon rate ich hier generell den leuten immer ab. ich selber habe damals auch nicht anders gemacht und naja, ich habe dann festgestellt, wie verrückt man sich dabei macht und dass das alles im prinzip gar nicht nötig war. das nur so am rande!

mfg aus paderborn,

dominik

SWilj0204


Hallo Dominik

Die OP läuft seit 4 Stunden und man hat mir gesagt, dass sie bis zu 10 Stunden dauern könne.

Das CT hat man dann doch nicht mehr gemacht sondern sich gleich zu einer Laparoskopie zu Beginn der OP entschlossen, um dann entsprechend dem Ergebnis weiter fortzuschreiten.

Ich sitze hier natürlich auf heissen Kohlen und warte auf den Anruf aus dem OP. Auf Station sagte man mir auch, dass die OP noch im Gange sei, einer der Ärzte mich auf jeden Fall anrufen würde.

Wenn er operiert ist, fahre ich hin und bleibe erst mal bei ihm. Wahrscheinlich kommt er erst einmal auf die Intensivstation, so der Arzt heute morgen zu mir. Eine Idee, was die Ursache sein könnte, hatte er da noch nicht.

Melde mich, wenn nicht heute, dann die nächsten Tage noch einmal hier zurück, um Dir den Ausgang der OP mitzuteilen.

Lieben Gruß

Sil

D*omini k 1x985


alles klar!

dann wird es wohl ein dringender fall gewesen sein. 10 stunden dauer? wow, das ist wirklich lange. aber die wissen schon, was sie machen! wenn ich irgendwas für dich tun kann, dann lass es mich wissen. halt mich auf dem laufenden!

mfg aus paderborn,

dominik

M5onst:i


Hallo Sil,

wenn sie diese OP laparoskopisch machen, sind bis zu 10 Stunden durchaus möglich. Laparoskopische OPs dauern teilweise doppelt so lang wie solche mit konventionellem Bauchschnitt. Falls bei Deinem Partner ein (temporärer) künstlicher Darmausgang notwendig werden sollte, helfe ich Dir gerne weiter. So einen habe ich nämlich auch, allerdings einen auf Dauer. Vorerst bleibt mir aber nur, Deinem Lebensgefährten ganz fest die Daumen zu drücken, dass die OP optimal verläuft/verlaufen ist.

Liebe Grüße von

Angie

A`lex1H0094x001


Auch von mir alles Gute für die OP und die weitere Genesung!

Mit liebem Gruß

Alexandra

Slil0d20x4


Es ist Darmkrebs!

Sie haben ihm einen bösartigen Tumor entfernt, der im absteigenden Schenkel des Dickdarms saß.

Der Tumor selbst war zwar relativ klein, aber sehr agressiv und hatte schon etwas gestreut, so dass sie ein größeres Darmstück entfernen mußten.

Inwieweit die Lymhe betroffen sind, zeigt sich in 4-5 Tagen, wenn das Biopsie-Ergebnis vorliegt. Dann entscheidet sich, ob mein Lebensgefährte Chemotherapie braucht oder nicht.

Sie haben ihm den Anus Praeter gelegt und einen Zugang zur parenteralen Ernährung. Er liegt jetzt auf der Intensivstation.

Ich war gestern nach der OP bei ihm und auch dabei, als eine Ärztin es ihm gesagt hat. Das machen sie heute so lieblos und sachlich, ich war darüber etwas geschockt!

Mich hatten sie vorher schon, noch aus dem OP, angerufen und mir die ganze Wahrheit, soweit bislang bekannt, mitgeteilt. Ich wollte ihm eigentlich noch Zeit geben, sich von der Narkose zu erholen. Dennoch, er hat es gefasst aufgenommen, sagte, er hätte sich schon so etwas gedacht!

Soweit der Stand der Dinge! Ich muss jetzt Kraft nehmen, damit wir da zusammen durch gehen!

Sil

DRomin ik 1x985


guten morgen!

naja, das wichtigste ist, dass man den tumor entdeckt und entfernt hat. das ist schon einmal sehr viel wert!

dass die lieben herrschaften in weiß heutzutage wirklich sehr nüchtern reagieren und einem die diagnose sehr nüchtern an den kopf knallen, musste ich auch schon feststellen. als ein nachbar von mir vor 2 jahren an bauchspeicheldrüsenkrebs erkrankte, da hat ihm das der stationsarzt innerhalb von 3 minuten erklärt, nach denen er sofort wieder das zimmer verließ....

aber das tut jetzt auch nichts zur sache! jetzt können wir erst einmal nur hoffen, dass der krebs bei deinem lebensgefährten keine metastasen geworfen hat und keine chemo nötig ist....

alles gute!

mfg aus paderborn,

dominik

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