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Rat eines Proktologen zu proktolog. Erkrankungen

tpitax


Eine colontransitzeit bestimmung wurde bisher nicht gemacht.

Bin mir auch nicht sicher,ob das in Frage kommt,da ich tägl. bis jeden 2.Tag Verdauung habe von normaler Konsistenz.

Mais (der ja größtenteils unverdaut ausgeschieden wird)ist nach 1-2 Tagen wieder draußen.

Wenn ich viel liege,bin ich relativ beschwerdefrei-aber das ist narürlich kein Zustand auf Dauer.

c*ordux2


Hallo Wert,

bin gerade auf diesen Thread gestoßen. Ich leide unter Slow Transit Obstipation, hatt ein Colon elongatum / Megacolon, Darm wurde um 70 cm gekürzt, dabei auch viele Verwachsungen gelöst (Bauch bereits mehrfach voroperiert: Blinddarm, epigastrische Hernie). Als Ursache wird eine erhebliche Bindegewebsschwäche genannt. Der DArm transportiert einfach nicht vorwärts, sondern weitet sich immer mehr, besonders im Bereich linke Flexur, was häufig auch zu erheblichen Schmerzen führt. Durch die Operation habe ich immerhin mit Hilfe von Abführmitteln Stuhlgang, nehme tägl. Movicol, Mukofalk und Laxoberal, aufgrund der Schmerzen häufig auch Buscopan. Da ich aber erst (???) 32 bin und eigentlich mit Job und drei Kindern ein sehr "bewegtes" Leben führe, wäre ich sehr froh, wenn es irgendeine Möglichkeit gäbe, meine gesundheitliche Situation noch ein wenig zu verbessern!! Kennst du vielleicht noch Möglichkeiten ???

Vielen Dank schon mal im Voraus für deine Aufmerksamkeit!

Viele Grüße an alle!

wQertq3x2


titatü

ein slow transit schliesst eine regelmässige stuhlentleerung nicht aus ! Vergleiche einen Autobahntunnel mit vollgestopften autos und schritttempo, da kommen am enderen Ende auch immer fahrzeuge heraus. Wenn man nun am Ausgang des Tunnels steht, so kann man anhand der herausfahrenden Autos nicht auf den Verkehr / Stausituation im Tunnel schliessen - entschuldige bitte dieses einfache beispiel, aber hier liegt ein häufiges missverständnis vor.

Das entscheidende ist: Trotz normaler Stuhlfrequenz und Konsistenz kann der Darm doch derart langsam fördern, dass o.g. Beschwerden auftreten.

Bei normaler Frequenz und Konsisitenz OHNE Bauchbeschwerden halte ich die slow transit constipation eher für unwahrscheinlich.

Denke doch mal über eine Transitzeitbestimmung nach.

Gruss

Wert

w/er.t3x2


Cordu

Ich vermute du leidest an einer angeborenen Darmfunktionsstörung - liegt in der Darmhistologie eine Hypo- oder Agaglionose vor ? (Mangel an Nervenzell) ?, Wurde eine subtotale colektomie durchgeführt (Versuche ich auch bei diesen patienten).

Falls dieser nervenzellmangel vorliegt, so wird auch der Restdarm nicht richtig transportieren - so leid mir das auch tut - viele landen dann oftmals bei einer totalen Dickdarmentfernung mit ilioanalem Pouch.

Wichtig ist noch,das eine passagehindernis im rahmen einer beckenbodeninsuff. ausgeschlossen wird (innerrer REktumprolaps, Cul de sac etc.), hier hilft die defäkografie (falls du einen arzt hast, der die bilder interpretieren kann).

guss

wert

tcitat ü


Während dem Stuhlgang hab ich keine Probleme.Es ist,als wenn es sich im Laufe des Tages auf Höhe des rechten Beckenknochens staut und erst im liegen mit trinken (so ca. 1-2 Std.)langsam wieder auflöst.Die Stelle fühlt sich dann recht dick und fest an-später,wenn 's soweit durch ist, dann wieder weich.

Ich werd den Gastro morgen mal drauf ansprechen auf die constipation.Kann die sich denn nur an einer Stelle befinden und hat sitzen darauf einfluß?Falsch ausgedrückt:jedes anwinkeln des rechten Beines,denn Fahrrad fahren ist fast noch schlimmer.

Vielleicht kann der Gastro mal alle Unterlagen aus dem KH anfordern.Kann doch nicht sein,das mir dort gesagt wird,ich hätte an der Stelle eine abklingende Entzündung und im Bericht taucht das nicht auf (vermutlich weil 2 Wochen zuvor bei der Kolo mit Proben nichts rauskam)

cAordxu2


Hallo Wert,

nein, keine subtotale Kolektomie. Mein CHirurg meinte, er würde das nur ungern tun, da die Erfolgsaussichten relativ gering seien und das doch ein erheblicher Eigriff sei,und ich hatte auch große Angst davor und wollte deshalb lieber die kleinere Variante mit nur 70 cm raus. Eine aganglionose wurde vorher ausgeschlossen, auch eine Vielzahl anderer Erkrankungen, nur bei der Defäkographie hab ich gestreikt, da ich in dem Krankenhaus (war ein anderes als wo ich nachher operiert wurde) sehr unwürdig behandelt wurde und meine Nerven dann nicht mehr mitgemacht haben. Der operierende Chirurg meinte, nachdem er meinen Darm gesehen und in der hand hatte, ist ihm klar, dass er mit so einem schlechten Gewebe in der Darmwand nicht gut transportieren KANN, dennoch soll ich mit dem jetzigen Zustand auf Dauer leben.

Jetzt will mein Arzt mich nicht mehr operieren, da ich erstens zu Verwachsungen neige und er zweitens noch weniger Chancen auf Besserung sieht. Ich wäre inzwischen bereit dazu, aber jetzt finde ich wohl keinen Arzt mehr, da ich MIT Abführmitteln tatsächlich Stuhlgang habe. Ich weiß mir keinen Rat mehr!:°(

cRorEdux2


Achso -

was mir natürlich auch noch Sorgen macht dabei ist, dass ich immer öfter die Dosis erhöhen muss (ist ja bekannt von Abführmitteln, deshalb soll man sie ja im Normalfall NICHT dauernd nehmen). Wo soll das denn hinführen ???

wYerxt32


cordu

Ich glaube, die sog. kleine Variante ist das Problem, da ist einfach noch zuviel funktionsgestörter Darm in situ, der Transport kann nur mit Dosiseskalation von Laxantien halbwegs hergestellt werden, was wiederum den Darm weiterhihn schädigt (sog. circulus vitiosus).

ich persönlich favorisiere eine subtotale colektomie in einer speziellen Technik (hemikolektomie rechts, hemikolektomie links, transversorektostomie), übrig bleibt nur relativ wenig vom colon transversum, funktionelle habe ich relativ gute ergebnisse, leider sind aber nicht alle patienten zufrieden.

Ultima ratio ist weiterhin die stomaanlage, ja nach leidensdruck.

Gruss

Wert

wmerXtX32


titatü

Es können durchaus nur funktionsgestörte Darmsegmente vorliegen, diese kann man im rahmen einer transituntersuchung indentifizieren.

ist bei dir eine innere hernie mittels MRT ausgeschlossen worden (Obturatorhernie ?), auch dieses seltene krankheitsbild kann mal solche beschwerden verursachen.

Gruss

Wert

e li;za8x2


hallo wert, auch in bin sehr froh darüber, dass du dein wissen kostenlos zur verfügung stellst.

ich habe ein etwas atypische frage. vor vier monaten hatte ich eine laparoskopische appendektomie. seitdem ist mein bauch- penetrant- stark aufgebläht, er hat an umfang seitdem leicht zugenommen. keine hose passt mehr, sieht aus wie im 7.monat. könnte das von der laparoskopie sein? mein chirug meinte, er hätte auch schon von fällen gehört, wusste aber nicht was dagegen zu tun sei.

während der laparoskopie hatte man wohl einzelnen entzündliche darmabschnitte gesehen. nun frage ich mich, kann man das überhaupt mit der kamera sehen? kann die denn in den darm reinleuchten? könnte der bauch davon so dick sein?

viele liebe grüße, eliza

H]eiVdi5


Haemorrhiden (Analthrombose?) nach der Schwangerschaft ?

Hallo an alle,

ich habe ein mir neues Problem, sehe aber, dass ich da wohl nicht alleine bin!

Habe ganz ploetzlich - mein Baby ist 4 Monate - eine Schwellung am After, also auesserlich, bekommen, Denke, das ist wohl eine Analthrombose (oder ?). Jedenfalls kein Bluten, kein fieses Jucken und auch keine zu heftigen Schmerzen, bloss diese Schwellung (Ringfoermig, so 5 mm hoch). Wird etwas schlimmer tags und besser (nachts), aber ist jetzt konstant da seit 4 Tagen. Insgesamt neige ich zu schweren Beinen und Krampfadern (familiaer bedingt).

Meine Hausaerztin hat (weil ich stille nichts haerteres), mir Zinksalbe empfohlen (telefonisch).

Bitte um Eure Ideen fuer weitere sinnvolle, gerne alternative Behandlungsmethoden und Hilfe bei weiterem Vorgehen! Kalte oder warme Sitzbaeder? Mit was? Wie lange darf das so bleiben? Wann sollte ich zu was fuer einem Arzt damit gehen? Kommt das vom Baby? Geht das wieder weg

PS

Ich bin sportlich, essen jeden Tag mein Muesli und trinke auch viel Wasser...

PPS

Wir haben Darmkrebs in der Familie. Natuerlich habe ich Schiss, dass das irgendwie damit zusammenhaengen koennte...

DANKE

Heidi

Heidi5

H,eiEdix5


PS

Ja, ich finde es auch toll, hier einen Spezialisten zu treffen!

vielen Dank fuer die Beantwortung meiner wohl doch etwas banalen Frage im Vergleich zu vielen anderen....

(Mein Beitrag eben war zu schnell weggeschickt...)

Heidi

IPriws19x68


Hallo wert32, hallo cordu

Cordu, wir kennen uns ja bereits....

Dir wert32 kann ich nur zustimmen.

Bei mir wurde - nach jahrelangen Qualen- letztendlich Slowtransitobstipation diagnostiziert, bedingt durch die Störung der Nervenzellen.

Ich konnte die letzten vier Jahre nur mit Hilfe hoher Dosen von Dulcolax abführen (ohne ging überhaupt nichts mehr) und zum Ende hin wirkten sogar diese Laxantien immer schlechter mit immer gravierenden Nebenwirkungen.

Aber zum Glück hab ich doch noch einen sehr erfahrenen Chirurgen gefunden, der mich vor 3 Monaten operiert hat:

Jedoch keine subtotale Kolektomie (eben die Gefahr, dass dieser Eingriff letztendlich nichts bewirkt), sondern bei mir wurde eine laparoskopische Colektomie mit End-zu-End-Ileorektostomie über eine Pfannenstiellaparotomie vorgenommen (also komplette Dickdarmentfernung).

Und obwohl dies natürlich ein sehr großer Eingriff war, bin ich überglücklich, diesen gemacht zu haben. Ich habe jetzt täglich mehrmals Stuhlgang, brauche bezüglich Ernährung auf nichts zu achten und ich kann ein ganz normales Leben führen.

Deshalb würde ich jedem raten, diesen Eingriff machen zu lassen. Und es ist - wie in meinem Fall - nicht immer ein ileoanaler Pouch nötig.

Mein Chirurg hat mir auch erklärt, dass zwar mein restlicher Mastdarm auch von der Störung der Nervenzellen befallen ist, aber dass dadurch, dass ja vom Dünndarm her alles sehr aggressiv "durchrauschen" würde, gerade deshalb der Mastdarm sozusagen "als Puffer" wirkt, so dass ich nicht mit permanenten dünnflüssigen Stühlen leben muss. Ich weiss zwar nicht, was die Zukunft bringt, aber ich hoffe, dass alles so bleibt, wie bisher.

Deshalb wie gesagt, ich möchte allen Betroffenen Mut machen, es gibt eine Lösung für dieses Problem.

Dir Cordu wünsche ich weiterhin alles Liebe und Gute....gib die Hoffnung bitte nicht auf.

Liebe Grüsse

Iris

c8ordux2


liebe Iris, danke für deine guten Wünsche. Es ist schon toll, ich hab dich hier im Forum kennengelernt als du echt total verzweifelt warst und fast die Hoffnung aufgegeben hattest und jetzt geht es dir so gut! Ich freu mich für dich. Aber bei dir gab es wenigstens schließlich und endlich eine eindeutige Diagnose bezüglich der Ganglien, das ist bei mir ja nicht so. Und genau deshalb hätte ich auch bei einer Kolektomie Angst vor Dauerdurchfällen. Ich will ja auch nicht vom Regen in die Traufe.

Viele liebe Grüße

@ wert

dir auch nochmals vielen Dank für deine Mühe, find ich echt klasse :)^ :)^ :)^

t?itxatü


Hallo wert

Den Gedanken mit der inneren Hernie hatte ich auch schon-MRT wurde aber bisher nicht gemacht.Würde man die da sicher finden?

Danke für deine Mühe!

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