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Rat eines Proktologen zu proktolog. Erkrankungen

D-ominikv 198x5


re:

@ monsti:

vielen dank, die kann ich wirklich gebrauchen @:) !

@wert:

hier ein kleiner statusbericht über meine lage:

die beschriebene obstipation von gestern habe ich gut in den griff bekommen! ich bediente mich dem uralten hausmittelchen trockenpflaume aufgequollen in lauwarmem wasser. das hat die situation stark verbessert und mich erleichtert.

nach vollzug der künstlich provozierten diarrhoe blieb ein heftiges brennen am after zurück. blut war nur noch in sehr geringen mengen am toilettenpapier vorhanden. im abdomen selbst blieben flatuenzen zurück, vorallem sehr hartnäckig im linken oberen bauchbereich unter dem rippenbogen. diese beruhigen sich allmählich, aber der gesamte druck der letzten tage ist verflogen.

ich kann dir auch sagen, woher meine obstipation kommt: ich sitze täglich zwischen 9 und 10 stunden auf meinem bürostuhl und bewegung bekomme ich keine. wenn ich abends nachhause komme, dann fehlt mir jegliche motivation für einen spaziergang oder sport. von daher kann ich dem so nicht entgegenwirken. die blutungen waren eindeutig ein sigmatoides problem. ich hatte bei meinem bericht neulich vergessen zu erwähnen, dass ich im juli diesen jahres eine pflaumengroße, äußerliche perianalthrombose hatte, die ich allerdings nicht therapieren habe lassen können, da ich mich zu diesem zeitpunkt im urlaub auf gran canaria befand. über die tarife von operativen behandlungen im ausland muss ich dich ja wohl nicht aufklären.

was ich dir damit sagen will ist, dass ich nicht daran glaube, dass ich motilitätsstörungen habe. die allgemeine symptomatik deutet auf ein colon irritable hin, da die beschwerden insgesamt schon seit 4 jahren present sind und man somit eine maligne ursache ausschließen kann, vorallem nach all den untersuchungen, die abgelaufen sind. die blutungen als einziges indiz ohne indikation für ein colon irritable deuten eindeutig auf harmlose, ungewollte bewohner im enddarm hin.

meine einzige frage an dich:

meine koloskopie folgte 2 monate nach der perianalthrombose. kann es sein, dass zu diesem zeitpunkt nichts auffälliges mehr im enddarm zu sehen war?

mfg aus paderborn,

dominik

w0e:rt3x2


dominik

OK, mir gefällt allerdings der begriff des ibs nicht (irritable bowl syndrom), ist sehr schwammig und nichtssagend. Ich habe viele pat. mit typischen beschwerden (siehe Rom-Kriterien für ibs) untersucht und oftmals eine beckenbodeninsuffizienz als eigentllche ursache herausgefunden (mittels defäkogragie), das wurde dann operiert, anschliesssend war auch das colon irritable nicht mehr vorhanden !

Ich würde mich nicht mit dieser diagnose zufriedengeben - körperliche bewegung ist dennoch zu empfehlen.

Gruss

wert

D7omini)k 198x5


nabend

ja, wenn das immer so einfach wäre. bei einem 10 stündigen arbeitstag ist man fertig, aber das wirst du als chirurg ja auch sehr gut kennen.

ein weiteres indiz dafür, dass es sich bei mir um das reizdarmsyndrom handelt sind die umstände, die mich durch meine jugend begleitet haben. es gab ständigen familiären frust und ärger, das hat sich alles in meinem darm niedergeschlagen.

ich beobachte es doch heute noch: wenn es mir gut geht und ich ärger oder stress bekomme, dann schaltet sich sofort mein darm mit ein und dann krieg ich blähungen, darmkrämpfe, diarrhoe oder obstipation...

wenn du nicht an ein psychosomatisches problem glaubst, wieso gibt es dennoch immer diese psychischen anzeichen bei mir?

mfg aus paderborn,

dominik

D~ominAik 1^9x85


nachtrag:

zur beckenbodeninsuffizienz habe ich gerade mal ein bisschen recherchiert und dort steht: a) dass die krankheit überwiegend bei frauen auftritt und b) dass die meisten vorfälle bei patienten über dem 50. lebensjahr auftreten. für mich unwahrscheinlich!

ich bin 21 jahre alt und männlich.

mfg aus paderborn,

dominik

c2oIrdux2


Hallo Wert,

ich möchte dich noch einmal belästigen, da du jetzt bereits mehrfach die Beckenbodeninsuffizienz erwähntest und dass die durch eine Defäkographie diagnostiziert werden kann. Ich hatte bereits von meinen Probleme berichtet und auch davon, dass mein behandelnder Chirurg von einer erheblichen Bindegewebsschwäche als Ursache meiner Slow Transit Obstipation ausgeht. Die Defäkographie habe ich aus Schamgründen (aber sicher nicht leichtfertig!) nicht machen lassen, sonst sind alle erdenklichen Untersuchungen - teilweise mehrfach - gemacht worden und keiner macht mir Hoffnung auf Besserung. Könnte es denn sein, dass auch ich unter einer Beckenbodeninsuffizienz leide, die mit anderen Untersuchungen nicht erkannt worden ist und könnte man das irgendwie anders untersuchen? Übrigens habe ich drei Kinder geboren.

Viele Grüße und herzlichen Dank!

wwertx32


dominik und cordu

Ihr beide gehört in eine risikogruppe, durch eure angaben wird dies bestätigt.

Dominik, ich habe noch vor wenige wochen eine laparoskopische resektionspexie bei einem 22 jährigen gemacht, alter ist kein zwingender faktor.

Ich schwöre auf die defäkografie , schamgefühl braucht ihr nicht zu haben.

gruss

wert

cjordux2


Guten Morgen,

Wert, du hast sicher recht mit der Risikogruppe und dem Schamgefühl und so. Was würde es denn nützen, wenn ich eine diagnostizierte Beckenbodeninsuffizienz hätte. Wie kann man das therapieren, vor dem Hintergrund meines katastrophalen Bindegewebes? Ich habe auch nach den Geburten sehr fleißig meine Übungen gemacht, hab dafür sogar Kurse belegt und dennoch ist es so, dass zum Beispiel bei starkem Husten manchmal ein/zwei Tröpfchen "verloren gehen" |-o, ohne dass ich es verhindern kann. Und das, obwohl ich seit Jahren auch viel Jogge, was doch eigentlich auch gut sein soll.

@Dominik

Von diesen Altersangaben hab ich mich schon lange verabschiedet, das sind rein statistische Werte und ich hab für mich festgestellt, dass ich meistens außerhalb der Statistik liege ;-D.

Also, vor dieser Defäkographie hab ich echt Manchetten, ich hab sonst alles stillschweigend mitgemacht, aber da musste ich vor Scham heulen. Dieser Arzt und seine Assistentin fanden das vollkommen albern, haben mich dann zum Psychologen geschickt. (dabei mach ich seit zwei Jahren Therapie, weil ich selbst die Hoffnung hatte, es wäre ein rein psychisches Problem %-|)

Aber wenn ich vielleicht wüsste, dass es da noch eine ernsthafte Hoffnung auf Besserung gibt und ich vielleicht an einen menschlicheren Arzt gerate, könnte ich es mir nochmal überlegen!

Viele Grüße,

Dbomin7i'k 198x5


moin!

also nach all den untersuchungen, die ich hinter mir habe, würd ich diese defäkographie mit links nehmen. außerdem bin ich ein mensch, dem jegliches schamgefühl unbekannt ist ;-) .

aber abgesehen davon, habe ich mal wieder festgestellt, dass es überhaupt keinen sinn macht, wenn ich mit einem chirurgen über meine probleme spreche.

@ wert:

soll kein vorwurf an dich sein, aber in deiner welt hast du keine ahnung von meinen beschwerden, da du sie nur mit einem auge siehst.

@ cordu:

du wirst bestimmt eines tages den richtigen arzt finden, der dich von deinem leiden befreit. was ich an dir immer wieder bewundere ist, dass du trotz dem ganzen sch..., den du erlebt hast, immer noch auf der suche bist. ich hätte wahrscheinlich schon aufgegeben :-/

naja, wie dem auch sein, schönen tag zusammen!

mfg aus paderborn,

dominik

c+ordku2


@Dominik

danke für deine netten Worte, aber hab ich die Wahl? Aufgeben gilt nicht. Ich bin ein sehr lebensfroher Mensch, 32 Jhare alt mit drei Kindern, Mann und Job und mich packt oft die kalte Wut, dass die Sch*krankheiten mich nicht mein Leben leben lassen. Gerade hab ich die zweite Kieferknochen entzündung innerhalb von 6 Wochen, dazu eine Halsentzündung, Nebenhöhlenvereiterung etc. Bin mal wieder krank zuhause, kann nichtmal zum Arzt, weil ich mich so fühle, als würde ich auf halbem Weg zusammenbrechen und sterben.

Meine Hausärztin und ich sind uns inzwischen sicher, dass dieser furchtbare Darm der grund für meine vielen und immer sehr dramatisch verlaufenden Infektionskrankheiten ist, denn mein Blut gibt keinen Hinweis auf einen Immundefekt. Und da offensichtlich das alles miteinander zusammenhängt, MUSS ich eine Lösung finden, denn sonst verliert auch der fröhlichste Mensch irgendwann seinen Mut.

Dich versteh ich aber nicht so ganz. Der Vorschlag von Wert klingt doch ganz vernünftig, mal die Funktion zu untersuchen. Einerseits wehrst du dich sehr heftig gegen diese Überlegungen, andererseits hab ich schon auch den Eindruck, dass du noch auf der Suche nach einer Lösung bist. Oder ???

Wünsche einen angenehmen Tag!

{:( {:( {:(

D@omi?nikI 198x5


Dich versteh ich aber nicht so ganz. Der Vorschlag von Wert klingt doch ganz vernünftig, mal die Funktion zu untersuchen. Einerseits wehrst du dich sehr heftig gegen diese Überlegungen, andererseits hab ich schon auch den Eindruck, dass du noch auf der Suche nach einer Lösung bist.

jeder ist immer auf der suche nach einer möglichen lösung. ich denke aber nicht, dass meine an dieser stelle zu finden ist. davon bin ich sogar überzeugt. desweiteren und jetzt kommt der ausschlaggebende punkt, sind das alles so geschichten, die dann immer wieder auf irgendwelche eingriffe hinauslaufen usw., aber niemand von denen, die solche sachen hinter sich haben und die ich kenne, hatten wirklich etwas von solchen "therapierungen". die einen hatten gar nichts davon und bei anderen wurde es erst recht schlimmer durch solche eingriffe. von daher ist dies ein kapitel, das für mich nicht in frage kommt!

was ist mit dir? deine infektionskrankheiten, wie lange hast du diese schon?

mfg aus paderborn,

dominik

iInbrUeb


Blut im Stuhl nach Koloskopie

Hallo wert, ich hatte gestern eine Koloskopie, bei der zwei kleine Polypen (o,3 und o,5 cm) im Rektum entfernt wurden, Heute morgen hatte ich Blut im Stuhl, ist das normal, oder muss ich mir deswegen Sorgen machen?

DgominVik 19d8x5


@inreb:

nachblutungen nach entfernung von polypen sind normal. setze aber bitte telefonisch deinen behandelnden gastroenterologen in kenntnis.

ist bis auf die polypen bei dir etwas anderes herausgekommen?

mfg aus paderborn,

dominik

iInVbreb


Hallo Dominik, ich wurde eigentlich wegen immer wiederkehrenden, zum Teil starken Schmerzen im re. mittleren Bauch zur Koloskopie überwiesen, doch ausser den bd. Polypen im Rektum, die sicher mit den Schmerzen nichts zu tun haben wurde nichts gefunden. Es wurden noch Biopsien zum Ausschluss CED genommen, das Ergebnis steht noch aus.

Danke für deine Antwurt

Gruß ingrid

D1ominik "198x5


nichts zu danken!

willkommen im club. ich habe auch ständige krämpfe und schmerzen im unterbauch und bei mir konnte man auch nichts feststellen. ich hatte auch keine polypen.

hoffentlich schieben sie dich nicht auch so wie mich auf das abstellgleis "reizdarm" :-/.

mfg aus paderborn,

dominik

cMordux2


@Dominik

diese ganzen Infektionskrankheiten habe ich seit etwa drei Jahren (immer wiederkehrende eitrige Angina, Kehlkopfentzündungen, Kieferhöhlenentzündungen), aber auch früher hatte ich immer wieder merkwürdige Entzündungen. Z.B. wurde mir mit 16 mein Schleimbeutel am Großzehengrundgelenk operiert wegen chronischer Entzündung, daraufhin bekam ich eine Knochenentzündung, die mich fast meinen Zeh gekostet hätte. Nach zwei von drei Geburten bekam ich eine Gebärmutterentzündung (Kindbettfieber) mit Krankenhaus und Op und allem, was dazu gehört. Dabei hatte der Gyn bei der zweiten Geburt schon vorsorglich direkt eine Ausschabung gemacht, um eben dies zu verhindern!

Soviel also zu meiner bisherigen Krankengeschichte.

So eine Transitzeitmessung ist übrigens die harmlosteste Untersuchung überhaupt und führt noch lange nicht unters Messer! Überlegs dir!

Viele Grüße

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