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Psychosomatische Magenbeschwerden und Anti-Depressiva?

RJapblady


@dominik

ja seh ich genauso, war bei einem Psychologen/Psychiater da war das genauso. Frage "wie geht es ihnen" und je nachdem gleich noch andre Tabletten aufgeschrieben oder nach 2 Minutern Gespräch wieder fertig gewesen! Hat nicht mal gefragt wie dsa mit der Übelkeit is usw... weiß nicht, aber Leute mit Tablette vollstopfen is doch echt nicht der Sinn der Sache. Jetz bin ich bei einem Psychotherapeuten, der halt nur so Therapiesitzungen macht. Da hab ich jedes mal meine 45-50 Minuten Gespräch, das is gut und der meint auch, dass jetz bei mir z.B. nicht unbedingt Tabletten notwendig seien. Glaub da hab ich echt nen guten Fang gemacht. Hm wo der Unterschied is, ich weiß jetz nur den Unterschied zu nem Psychologen/Psychiater und ne Pyschotherapeuten, also so weit ich weiß, macht der Therapeut nur Therapiestunden, da gibts kein Wartezimmer oder sonst was, sondern du hast deinen festen Termin und triffst auch auf keine andren Patienten... Bei dem Psychologen/Psychiater dagegen is das Wartezimmer immer total voll und ich finde das schon immer sehr extrem, weil da halt doch Leute drin sind, die offensichtlich ein Problem haben, ich krieg da immer voll die Krise da bei dem :-)

MeonxiM


Psychiater= Mediziner, der sich auf Psychiatrie spezialisiert hat, dh auch die neurologischen Zusammenhänge kennt, und es deswegen (leider) meistens von der medizinisch-medikamentösen Schiene sieht, und weniger die psychologischen Zusammenhänge.

Psychologe= hat Psychologie studiert, daher eher keine neurologischen Zusammenhänge, sondern die Herangehensweise ist eben eher psycho-therapeutisch, er darf auch keine Medikation aufschreiben, ist ja kein Arzt.

Psychotherapeuten sind auch Psychologen.

Diese zwei Gruppen müßten auch viel mehr Hand in Hand arbeiten, denn Krankheiten wie Depressionen oder Schizophrenie sind häufig organisch, sie werden durch Neurotransmittermängel im Gehirn ausgelöst. Allerdings bringt es nichts, dass nur mit Psychopharmaka abzustellen, man muss den Patienten auch seelisch wieder ins Gleichgewicht bringen. Leider sind aber viele Psychiater hier mit dem Rezeptblock schneller, auch viele Hausärzte verschreiben Psychopharmaka, für mich ein Unding, da sie dafür nicht ausgebildet sind! Es ist echt unglaublich in der Apotheke zu stehen, und mitansehen zu müssen, wieviele und welche Ärzte Psychopharmaka aufschreiben, man bekommt wirklich den Eindruck, das da wahllos verschrieben wird. Und auf Nachfrage, ob der Herr Doktor noch irgendwas dazu gesagt hat, wird meistens der Kopf geschüttelt!

Warum das Wartezimmer beim Psychiater voller ist: hier zahlt die Krankenkasse! Der Psychologe muss in den meisten Fällen selbst bezahlt werden.

McoUnsxti


Hallo Dominik,

merkwürdige Ärzte, die Du da kennst ...

Also:

Ein Psychater ist ein Facharzt für Psychiatrie/Nervenheilkunde, wobei er nebenbei auch noch eine Zusatzausbildung als Psychotherapeut haben kann.

Ein Psychologe hat Psychologie studiert, ist damit aber noch lange nicht Psychotherapeut oder gar Psychater.

Ein Psychotherapeut (in D seit 1999, in A seit 1990 geschützte Berufsbezeichnung) hat u.a. Psychologie studiert und anschließend die Ausbildung zum Psychotherapeuten (3-5 Jahre) absolviert und mit einer staatlichen Prüfung abgeschlossen.

Schneesturmgrüßle von

Angie

DNominSik' `19C85


hello again!

@ MoniM:

danke für deine ausführliche erläuterung. und schon wieder was dazu gelernt ;-D . bisher war das für mich alles der gleiche abwasch. naja, für mich steht fest, dass diese personen mich nicht zu gesicht bekommen werden, egal welcher von denen. psychopharmaka würd ich eh niemals fressen und die beste therapeutin der welt habe ich zuhause: meine verlobte! @:) @:) @:)

@ raplady:

ich denke, dass der gesprächstherapeut wirklich für dich eine bereicherung darstellt. du hast schon recht: 45-50 minuten gespräch sind keine selbstverständlichkeit und die bringt selten einer aus dieser fraktion mit. wenn du das gefühl hast, dass seine worte dich weiterbringen, dann bist du dort wohl in besten händen!

insgesamt müsste man dieses system irgendwie mal umkrempeln und gerade was so tranquilizer und keulen angeht, sollte man mal eine gescheite gesetzliche festlegung auf den tisch bringen, in der genau festgelegt wird, welche personen mit welchen beschwerden zu welcher zeit und unter welchen umständen welches präparat bekommen dürfen. es ist echt unglaublich, dass jeder kasper so ohne weiteres jedem irgendwelche keulen wie insidon verpassen darf, ohne dass irgendwelche genaueren analysen vorhergehen. vorallem schluckt man doch als gutgläubiger patient ziemlich schnell alles mögliche, ohne zu wissen, dass das vielleicht doch nicht so gesund ist :-/. naja, scheiß gesundheitssystem! >:(

mfg aus paderborn,

dominik

D~omini7k w198x5


hallo angie

naja, ich bin in bester gesellschaft was diese "komischen ärzte" angeht. ich meine, sowas hör ich hier fast täglich. und das muss man nicht mal auf die psychische schiene begrenzen. auch die "ärzte", die einem patienten mit magenbeschwerden sofort aus dem blauen vom himmel den verdacht auf gastritis auferlegen, ohnedass sie vorher vielleicht mal ne untersuchung anstellen und gleich ihren PPI aus der schublade zaubern, gehören in diese spezialkathegorie. den fall gibts hier JEDEN tag!!!

ich frag mich echt, was es bedeutet, "arzt" zu sein :-/

heißt das, dass man den patienten 2 minuten duldet und ihm dann gleich irgendwelche bunten pillen mit gibt oder verschreibt, damit er schnell wieder verschwindet und gleich der nächste dran sein kann ??? den eindruck habe ich nämlich schon länger. das steht bei allen möglichen doktorchen auf der tagesordnung, die ich so in den letzten monaten bis jahren konsultiert habe.

du kommst termingenau zum arzt. dann darfst du erstmal gemütlich 2 stunden platz nehmen. dann kommst du vielleicht mal dran, um den "arzt" für 2 minuten zu sehen. dann gehst du mit einem zettelchen für die apotheke wieder nach hause. toll! sehr geil! wenn es das ist, was es bedeutet, ein "arzt" zu sein, dann mache ich morgen ne privatklinik auf >:( !

mfg aus paderborn,

dominik

A ussixe74


Hallo Zusammen,

Sorry aber ihr hilft mit euren Randgesprächen der guten Nightwish nicht wirklich weiter. Ihr könnt euch ja PN´s gegenseitig schicken und euch darüber belehren über was auch immer ihr wollt aber bitte spamt nicht ihren Thread zu. ;-D (Nicht bös gemeint aber ihr seid total ab von der Spur)

@ Nightwish and BackToTopic

Bei einem Reizmagen gleich mit schweren Geschützen aufzufahren halte ich nicht für sinnvoll. (Habe sellbst Reizmagen)

Hast du an deinen Lebensgewohnheiten schon mal etwas geändert?

Gruß

Aussie

D}omin"ik 19x85


@aussie

ja, du hast recht. aber man driftet zusammenhängend mit den diversen umständen immer mal schnell von der spur ab |-o

mfg aus paderborn,

dominik

edlizax82


@ angie

also, ich geb nur ganz kurz noch was dazu. du hast völlig recht und ich finde das völlig in ordnung, wenn man bei völliger auswegslosigkeit therapie+ antidepressiva nimmt. vielleicht, ich will es nicht hoffen, passiert mir das auch einmal. und es ist bei der schwere deiner probleme völlig angemessen. ich wollte hier keinen was vorschreiben. hab mich glaub ich falsch ausgedrückt. finde nur den mißbrauch bei "depressiven verstimmungen" falsch, so wie das in den USA oft geschiet.

LG *:)

MIonstxi


Hallo eliza,

gegen Missbrauch bin ich auch, aber eben nicht nur bezüglich Psychopharmaka. Nicht wenige Leute pfeifen sich allabendlich ihre Schlaftablette ein, weil sie der Ansicht sind, ohne das Zeug nicht schlafen zu können. Ebenso greifen viele Leute schon beim kleinsten Kopfschmerz zu irgendwelchen Schmerzmitteln. Viele Patienten sind nach dem Arztbesuch nur dann zufrieden, wenn sie ein Rezept in der Hand halten.

Weil dem so ist, werden z.B. in Krankenhäusern nicht selten Placebos gegeben.

Nichtsdestotrotz können Psychopharmaka auch bei nicht eindeutig psychischen Erkrankungen gute Dienste leisten (z.B. bei psychosomatischen Beschwerden oder bei Fibromyalgie). Deshalb hatte ich eingangs geschrieben: Möglich, dass ein solches Mittel auch gegen Reizdarmbeschwerden hilft. Wenn die Magenbeschwerden eine psychische Ursache haben, ist dies sogar sehr wahrscheinlich. Ich will night_wishs Arzt deshalb nicht gleich eine voreilige Verschreibungspraxis unterstellen (zumal die Budgets mittlereile ja sehr begrenzt sind).

Liebe Grüße von

Angie

R1apladxy


anscheinden bin ich an einen wirklch guten Arzt geraten. Ich muss weder dafür Zahlen dass ich zwischen 40 und 50min. mit dem quatschen kann, noch sonst was. Muss dazu sagen, hab ne super spitzen hausärztin, was ich früher auch nicht hatte....

D<ominiSk 19x85


nabend zusammen!

@ monsti:

der placebo-effekt ist wirklich ein interessantes phänomen bei dieser geschichte. was ich aber nicht verstehe ist, dass wenn bei einem patienten dieser effekt nachgewiesen wurde, aufgrunddessen, dass er durch placebo-gabe einen fortschritt macht, ihm dass nicht gesagt wird und die ärzte weiterhin so tun, als ob sie ihm medikamente geben würden. das klingt für mich so ein bisschen nach versuchskaninchen, wenn du mich fragst. ich finde, man hat als patient das anrecht zu erfahren, dass man mit einem placebo behandelt wurde. schädlich sind die dinger ja nicht, da sie keinerlei wirkstoffe beinhalten, aber dennoch sollte man dann wissen, dass man sich die ganzen beschwerden nur eingebildet hat, wie ich finde.

@ raplady:

naja, du hast wirklich ein gutes los gezogen. ich hab mir inzwischen zwei hausärzte verscherzt, aber die beiden waren auch wirklich nicht das gelbe vom ei. der eine wollte mich zu gar keiner untersuchung schicken und belächelte meine beschwerden bloß und der andere hatte gleich immer einen block in der hand und verschrieb bei jedem schnupfen antibiotika. wirklich nichts wünschenswertes! mein jetziger hausarzt geht so. zumindest lässt der mit sich reden und er interessiert sich auch für seine patienten. dennoch bin ich nicht ganz zufrieden mit ihm, weil er schnell dazu neigt, einen immer gleich auf die psycho-schiene zu stellen, wenn ihm nichts mehr einfällt. von daher gehe ich zu ihm auch nur, wenn ich wirklich beschwerden habe und inzwischen tu ich das eigentlich auch nicht mehr, da ich selber sehe, wie stark meine beschwerden von meiner psyche abhängig sind.

mfg aus paderborn,

dominik

R2aplaxdy


hm ja das mit den Ärzten is so ne SAche, wobei es mich schon nervt, immer diese Medikamenten-fans. Es kommt doch viel billiger mal ne gescheite untersuchung zu veranlassen und den Grund zu finden oder eben nicht, also tausend sachen zu verschreiben, die eh nix bringen und dann müssen wir drauf zahlen weil die kassen kein geld mehr haben. Kein wunder

nTigYhtZ_wisxh


Hallo zusammen,

ich habe eure Beiträge mit Interesse gelesen, aber das ganze Palaber um Antidepressiva und was man nehmen und nicht nehmen soll, hat mir leider absolut nicht weitergeholfen. Ich selbst bin durch dieses Medikament erst wieder ein richtiger Mensch geworden, natürlich in Verbindung mit dem richtigen Arzt und der richtigen Therapie. Für mich gab es mit diesen massiven Magenproblemen keinen anderen Aussweg mehr, da ich dadurch schlimme Depressionen bekommen habe.Leider kann ich mein jetztiges Medikament nicht mehr weiternehmen aufgrund der Nebenwirkungen. Ich habe es jetzt ausschleichen lassen und werde in absehbarer Zeit wieder zu meinem Psychiater gehen. @dominik: Ich kann aber Deine Einwände bezügl. Antidepressiva voll verstehen, eben wegen Deinem Vater, denn auch ich habe Insidon von meinem dahmaligen HA bekommen, als ich den Termin dann beim Psychiater hatte, hat der die Hände über dem Kopf zusammengeschlagen, da dieses Medikament heute fast gar nicht mehr verschrieben wird, deswegen kann ich auch jedem nur raten, den Weg zum Facharzt zu gehen. Denn die Antidepressiva der neuen Generation sind wirklich gut. Ich möchte mich nochmal für eure Beiträge bedanken. Euch allen ein schönes WE.

LG

M#ons0txi


Hallo Dominik,

zu Placebos sollte man eigentlich einen eigenen Thread eröffnen, weil dies nun wirklich nicht mehr hierher gehört. Vielleicht interessiert Dich (oder auch andere) die folgende Diskussion, an der ich mich ebenfalls beteiligt hatte: [[http://www.patientenfragen.net/showthread.php?t=853&highlight=Placebos]]

Liebe Grüße von

Angie

M3onsxti


Hallo night_wish,

es ist auch tatsächlich sehr schwierig bis unmöglich, Dir in der gegebenen Situation etwas zu raten. Erfahrungen, die andere gemacht haben, müssen nicht zwangläufig für Dich gelten.

Ich nehme wie gesagt Seroxat und bin damit u.a. (als angenehmer Nebeneffekt) auch meine psychisch bedingten Magenbeschwerden losgeworden. Ich vertrage das Mittel vollkommen nebenwirkungsfrei, kenne aber andere, die damit überhaupt nicht klargekommen sind. Deshalb hatte ich eingangs geschrieben, dass man mitunter einiges durchprobieren muss, bis es passt.

Auch Dir ein schönes Wochenende und liebe Grüße!

Angie

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