» »

Blähungen, schaumiger Stuhl, Schwierigkeiten beim Stuhlgang,

Iestri|enfxan hat die Diskussion gestartet


Hallo,

ich hab mal wieder eine Frage an Euch. Ich hatte doch vor einem Jahr eine totale Kolektomie, einige von Euch werden sich bestimmt noch erinnern können. Soweit, so gut. Ich habe seitdem mehrmals täglich sehr weichen, eher breiigen Stuhlgang. Der meistens mit vielen Luftblasen, also so schaumig ist. Ich leide auch an Blähungen, hängt das zusammen? Ist dieser schaumig breiige Stuhlgang normal nach einer Kolektomie?

Außerdem habe ich seit 3 Wochen das Problem, dass ich nicht mehr richtig Stuhlablassen kann. Ich verspüre eigentlich keinen richtigen Stuhldrang mehr, wenn ich dann zum wasserlassen auf der Toilette sitze, dann kommt meist Stuhl raus, aber nur wenig, beim abputzen merke ich dann aber, dass im Enddarm noch Stuhl ist, der sich dann durch manuelles öffnen des Afters und durch starkes Pressen noch entleeren lässt. Es ist aber sehr unangenehm und wird schön langsam schmerzhaft. Außerdem verspüre ich am After ganz winzig kleine Knötchen, könnten dies Hämmorhoiden sein? Warum lässt sich der Stuhl nicht richtig entleeren obwohl er eh so breiig ist?

Kennt das jemand von Euch?

Liebe Grüße

Istrienfan

Antworten
cWord5u2


Hallo Istrienfan!

Schön, von dir zu hören.

Das mit den Blähungen und dem schaumigen Stuhl passt schon zusammen, das heißt, dass die Luft nicht entweichen kann, da sie in Blasen festgehalten wird. Bei diesewr Problematik helfen sogenannte Entschäumer gut wie z.B. Imogas, Lefax etc. Musst du ausprobieren, was dir besser hilft. Zu den anderen Schwierigkeiten kann ich dir nicht viel sagen, da ich immer noch MIT meinem verfluchten Dickdarm unterwegs bin.

Allerdings frage ich mich, ob du nicht versuchen könntest, die Konsistenz deines Stuhl so zu verändern, dass er etwas geformter, also etwas fester wird, dann ist vielleicht auch das Rausdrücken wieder leichter und das Gefühl für den Drang wieder stärker ??? Ich könnte mir vorstellen, dass dir dabei die Flosamenschalen helfen könnten, bin mir aber auch nicht sicher!

Ich wünsche dir alles Gute und dass du die Probleme in den Griff bekommst!

Liebe Grüße,

IBrisA1968


Hallo Bettina

Wie du ja weisst, liegt meine Kolektomie jetzt ca. 1/2 Jahr zurück.

Deine "Beschwerden" hatte ich von Anfang an.

D.h. ich habe mehrmals täglich weichen breiigen schaumigen Stuhlgang.

Bei mir ist es aber bereits seit der OP so, dass ich sogut wie "nie" den Drang des Stuhlgangs verspüre, sondern dass j e d e s m a l beim Wasserlassen etwas weicher Stuhl mit rauskommt. Ich hab auch immer das Gefühl, dass im Enddarm noch ein Rest drinnenbleibt, und obwohl der Stuhl ja breiig ist, dieser aber auch mit Pressen nicht rausgeht.

Nun, das ist zwar etwas "nervig" und manchmal auch schmerzhaft (durch das ständige Nachdrücken und ständige "Abwischen") aber mittlerweile hab ich mich daran gewöhnt und ich dachte, das sei nach einer Kolektomie ganz normal. Schließlich kenne ich es nicht anders. Nachgefragt hab ich diesbezüglich noch nicht beim Arzt.

Diese kleinen Knötchen, wie du sie beschreibst, kenn ich leider nur zugut :-(. Es sieht sehr "unappetitlich" aus; bei mir sieht es aus wie kleine Hautläppchen-/knötchen. Meine Ärztin sagte mir, dass seien Marisken, wo ich mir jetzt aber noch keine Gedanken drum machen müsse. Innerlich hab ich auch Hämorrhiden, welche natürlich auch schmerzhaft sein können. Aber was genauso schmerzt, das weiss ich nicht. Ich hab, wenns zu weh tut, eine Art "Betäubungscreme" gekriegt.

Du siehst, wir haben anscheinend dieselben "Wehwehchen" nach der OP. Leider kann ich dir nicht sagen, was man dagegen tun könnte.

Aber ich kann nur von mir sprechen, wenn ich sage, mit diesen "Folgen" kann ich sehr gut leben. Denn lieber mit diesen kleinen Folgen lernen, umzugehen, als weiter durch "die Hölle zu gehen", die wir ja wahrlich hatten, als wir noch den Dickdarm hatten.

Ich hoffe nur für uns, dass auf lange Sicht gesehen, auch alles so bleibt, wie bisher.

Du, ich wünsche dir alles Gute und Liebe und mach dir nicht zuviel Gedanken.

Liebe Grüsse

Iris

Ivstrienxfan


Hallo

Hallo ihr Beiden,

schon mal vielen lieben Dank für eure Antworten. Iris, dir muß ich mit deinen letzten Sätzen vollkommen recht geben. Auch wenn ich wüßte, was nach der OP auf mich zukommt, würde ich es wieder machen. Es ist absolut kein Vergleich. Es ist nur so, dass man bei manchen Wehwechen einfach mal nachfragt, vielleicht gibt es doch Linderung oder Hilfe. So wie damals mit der Chiron Creme, dass war echt ein spitzen Tip. Vielleicht kann noch jemand was dazu schreiben und wenn nicht sieht es wirklich so aus, als ob es bei Kolektomie Patienten so normal ist und man nichts dagegen machen könnte. Ich hab mir jetzt Entschäumer gekauft, werde mal ausprobieren. Sie haben mir vor einiger Zeit sehr stark geholfen, nur auf Dauer einnehmen wird einfach zu teuer und die Krankenkasse zahlt sie leider nicht.

Liebe Grüße

Istrienfan

I0ris1x968


Übrigens

Übrigens...

Die Konsistenz des Stuhls kann ich leider auch nicht beeinflussen.

Ich muss immer sehr auf meine Ernährung achten, dass der Stuhl breiig bleibt, weil er nur so letztendlich bei mir rausgeht.

Ich habe schon oft gemerkt, wenn ich z. B. kein Gemüse oder Obst esse, oder mal mehr Schokolade, Nudeln, Kartoffeln, dass ich dann am nächsten Tag keinen Stuhlgang habe. Er wird dann also nicht fester oder geformter, sondern er bleibt dann wieder aus.

Umgekehrt ist es allerdings bei mir so, dass der Stuhl öfters - ernährungsbedingt - noch dünnflüssiger wird, was dann auch wieder schmerzhafter ist, weil der Stuhl dann sehr aggressiv ist.

Wie dem auch sei...wie gesagt...ich versuche, mir nicht allzuviele Gedanken zu machen und bin nachwievor glücklich, diesen Schritt gemacht zu haben.

LG

Iris

I#stri>enfaxn


Zu Iris Beitrag

Iris, ich kann dir in deinem letzten Beitrag nur vollkommen zustimmen. Genauso ist es bei mir auch. Mein Arzt hätte mir auch schon Lopedium usw. aufgeschrieben, aber dann geht wieder gar kein Stuhl ab und das mit der Ernährung ist bei mir genauso wie bei dir.

Ach noch was. Ich nehme seit der OP ständig an Gewicht zu. Muß im moment sehr stark aufpassen das es nicht zuviel wird. Ist das bei euch auch so?

IWris1{96x8


@ Bettina

Das mit dem Gewicht trifft leider auf mich auch zu.

Ich hab nach der OP einige Kilos abgenommen, worüber ich natürlich sehr glücklich war. Ich hab dann auch mein Gewicht eine Zeitlang gehalten. Doch dann schlug es ins Gegenteil um. Auch ich nehme kontinuierlich zu, obwohl ich behaupte, dass ich sehr wenig ess. Ich hab jetzt wieder mein Gewicht, das ich vor der OP hatte und ich versuche krampfhaft, wenigstens das jetzt zu halten und nicht noch mehr zuzunehmen.

Ob das an der Kolektomie liegt, auf den GEdanken bin ich noch gar nicht gekommen. Aber wenn du jetzt auch davon berichtest, dann wird wohl schon ein Zusammenhang bestehen, nur welcher?

Denn man müsste doch meinen, jetzt wo wir täglich Stuhlgang haben, müsste sich das mit dem Gewicht auch regeln. Vor der Op, wo wir tage-bzw. wochenlang nicht am Klo waren, ist es ja kein Wunder, dass man mehr Gewicht hat, aber jetzt?

Vielleicht liegt es irgendwie am Stoffwechsel, dass der jetzt nicht mehr richtig arbeitet??!!

Imstri>en~faxn


Hallo Iris

Also bei mir ist es genauso wie bei dir. Vor der OP war das Gewicht je nach Stuhlgang immer ein bis zwei Kilo mehr, also nach dem Entleeren wieder etwas leichter. Nach der OP habe ich dann 5 Kilo abgenommen und diese dann auch einige Zeit gehalten. Aber auf einmal habe ich 6 Kilo zugenommen, seitdem achte ich noch viel mehr auf meine Ernährung, obwohl ich mich sowieso gesund ernährt habe und garnicht so viel gegessen habe. Im Restaurant reicht mir z.B. ein Kinderteller vollkommen. Das komische ist, obwohl ich jetzt auch noch täglich Joggen gehe, ich nehme einfach nicht ab, im Gegenteil, wenn ich mal ein paar Tage nicht so aufpasse, wie z.B. Weihnachten oder Silvester sind gleich nochmal ein Kilo mehr drauf. Es ist komisch.

Gruß Istrienfan

M!oUnstxi


Hallo Bettina und Iris,

schön, von Euch beiden mal wieder zu lesen! *:)

Schaumigen Stuhl habe ich auch, vor allem, wenn ich zu schnell gegessen oder etwas kohlensäurehaltiges getrunken habe. Natürlich hängt das direkt mit den Blähungen zusammen. Dagegen hilft: sehr langsam essen, ausgiebig kauen, beim essen nicht reden, vor und nach dem Essen trinken, aber nicht während dem essen, blähende Speisen und kohlensäurehaltige Getränke meiden.

So langsam bin ich richtig froh, dass ich seit der totalen Kolektomie ein Ileostoma habe, denn all diese Probleme habe ich nicht (außer 1-3x in der Nacht aufstehen zwecks Leerung und Entlüftung des Beutels). Daran habe ich mich nach 3 Jahren aber so gewöhnt, dass ich mich an diese Klogänge morgens nicht mehr erinnern kann (mein Mann verrät's mir dann immer ;-) ).

Was ich im Gegensatz zu Euch leider nicht schaffe, ist die Gewichtszunahme. Wie macht Ihr das? ???

Liebe Grüße von

Angie

I&ris>19x68


*Angie

Danke für deine Tipps bezüglich Essen :-)

Tja wie gesagt, was die Gewichtszunahme betrifft, da sind war auch ratlos :-(

Ansonsten können wir nur hoffen, dass alles einigermaßen so bleibt. Denn auf langjährige Erfahrungsberichte können wir ja leider nicht zurückgreifen.

Wenn mich immer jemand fragt, wies mir jetzt geht, sag ich, "sehr gut". Was die Zukunft bringt, das weiss ich leider nicht.

Aber man soll ja positiv denken.

Liebe Grüsse

Iris

Iqstrzienfaxn


Genau so ist es

Genauso wie Iris geschrieben hat ist es, wir wissen selber nicht, warum wir zunehmen. Ich esse lieber mehrmals täglich und dafür weniger und bin immer die letzte die am Tisch fertig mit essen ist. Gut reden tu ich unterm essen schon sehr viel.

Auf die Frage, wie es mir jetzt nach der OP geht, weiß ich oft auch nicht wirklich eine Antwort die es treffend aussagen würde. Es geht mir zwar besser als vorher, aber es geht mir nicht so gut, wie jemandem der wirklich absolut gut geht. Ich vergleiche es immer mit vor der OP und dann sage ich auch immer super gut, obwohl es oft nicht so ist, aber man lernt zu leben mit der Situation zufrieden zu sein und zu leben, wie es eben ist und dann sagt man halt, es geht super gut, weil man noch an vorher denkt.

War kompliziert, aber ich glaube die Betroffenen werdens verstehen.

Was ich noch fragen wollte, ich habe schon gehört, dass manche nach so einer OP um Prozente eingereicht haben, also einen Behinderten Ausweis beantragt und bekommen haben, weiß da von euch jemand was genaueres?

Gruß und erstmal gute Nacht. Ich melde mich erst morgen wieder, bin mal wieder sehr müde und geh jetzt ins Bett.

Istrienfan

IKrisZ196x8


@Bettina

Mir wurde auch von Bekannten angeraten, um Prozente einzureichen....

Ich habe dann meine Hausärztin darauf angesprochen und sie hat gemeint, dass bringt nichts, ich würde also keine Prozente erhalten.

Grund sei, dass ich durch die OP ja keine Verschlechterung meines Gesundheitszustandes erreicht habe, sondern eine Verbesserung. Tja,....

Solltest du Bettina doch um Prozente einreichen und Erfolg haben, wäre es schön, wenn du mir das mitteilen würdest.

LG

Iris

IMstlri3en}fan


Zu Prozente

Mir wurde auch von einer Bekannten geraten um Prozente einzureichen. Sie hat Morbus Crohn und ihr wurden 30cm Dickdarm rausoperiert. Daraufhin hat sie um Prozente eingereicht und gleich 40% bekommen. Ich weiß jetzt nur nicht ob das wegen Morbus Crohn geht oder wegen der 30cm Dickdarmentfernung. Vielleicht kennt sich jemand im Forum damit besser aus und könnte uns weiterhelfen.

Liebe Grüße

Istrienfan

d{anaalb{ertinxe


Hallo Bettina!

Vielleicht erinnerst Du Dich ja noch an mich.

Ich habe zwar (leider) immer noch keine OP gehabt, aber ich habe wegen verschiedenen Sachen einen Schwerbehindertenausweis beantragt. Er wurde auch genehmigt, und zwar mit 60%, was für "chronisch krank" steht. Ich habe es u.a. bekommen wegen einer "Darmparese". Aber sehr viel nützt mir das ganze nicht, denn es bringt nur geringe Vorteile bei der Versicherung z.B.

Aber andere Vorteile wie Nutzen der Behindertenparkplätze oder Eintrittsvergünstigungen bekommt man nur unter ganz bestimmten Vorraussetzungen. Und mit einem Grad unter 50% hat man echt nur sehr, sehr geringe Vorteile, glaube ich.

Bestimmt hat Deine Freundin den AUsweis bekommen wegen ihrer Krankheit, nicht wegen der OP.

Aber wenn Du es versuchen willst, kannst Du DIch ja beim zuständigen Senat für Gesundheit und Soziales erkundigen.

Liebe Grüße,

Andrea

IhstrIienfLaxn


Hallo

Hallo und danke für den Tip. Hast du vielleicht auch eine Adresse.

Ja ich weiß, dass man erst ab 50% so richtig an Vorteile kommen kann (z.B. Unkündbar im Job) aber wenn ich jetzt schon ein Recht auf 40% habe, möchte ich sie nicht verschenken. Man weiß ja nie, was meine Erkrankung noch alles so mit sich bringt und vorallem über möglich Spätfolgen ist auch noch nicht so viel bekannt. Nicht das ich dann im Alter irgendwann doch sage, Mensch hätte ich doch damals reagiert.

Gruß

Bettina

Wollen Sie selber etwas dazu schreiben?

Dann melden Sie sich an bzw. lassen Sie sich jetzt registrieren, das ist kostenlos und innerhalb weniger Minuten erledigt. Interessant sind sicher auch die übrigen Diskussionen des Forums Magen und Darm oder aber Sie besuchen eines der anderen Unterforen:

Ernährung · Übergewicht · Unter­gewicht · Zahnmedizin


Nicht angemeldet: Anmelden | Registrieren | Zugangsdaten vergessen? | Hilfe

Startseite | Impressum | Nutzungsbedingungen | Netiquette | Datenschutz | Mobile Ansicht   © med1 Online Service GmbH