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Ernährung nach einer assistierten Sigmaresektion

SXonnenVschexin27 hat die Diskussion gestartet


Hallo,

ich bin neu hier und hoffe, es gibt welche, die mir helfen können.

War jetzt 3,5 Wochen im Krankenhaus. Mit wurde ein Teil des Dickdarms entfernt.

Ich leide unter einer Slow-Transit-Obstipation. Die nächsten 2-3 Monate sind für mich die wichtigsten. Sollte sich der Darm nicht wieder selbst regenerieren und tätig werden, liege ich in einem 1/2 Jahr wieder im OP, dann wird mir fast der komplette Dickdarm entfernt.

Seitdem ich zu Hause bin, leide ich permanent an Bauchkrämpfen. Egal was ich esse. Wer kann mir Tipps geben, welche Nahrung am besten ist und welche ich lieber meiden soll.

Wenn ihr noch mehr Angaben benötigt, bitte schreiben.

Hoffe auf eure Hilfe.

Viele Grüße

Sonnenschein27 *:)

Antworten
vtif)zacxk


Ich würde zu einem Homöopathen raten.

Ich hatte auch eine Sigmaresektion (2005) und der Darm tat sich anfangs schwer, wieder in Gang zu kommen. Dann folgte 2006 ein Darmverschluß. Inzwischen esse ich alles wieder, habe bis zu 3 x täglich Stuhlgang. Bei mir war es Opium, was den Darm wieder zum Arbeiten brachte. Aber das muß ein Homöopath feststellen, welches Mittel bei Dir wirksam wäre.

vifzack

M1onosti


Hallo Sonnenschein,

leider benötigt man nach einem solchen Eingriff etwas Geduld. Ganz wichtig ist es, langsam zu essen und jede Nahrung seeeehr intensiv zu kauen. Außerdem würde ich lieber 5 kleine Mahlzeiten als 3 große zu mir nehmen. Im Augenblick wäre ich auch vorsichtig mit frischem Obst und Gemüse.

Gute Besserung und liebe Grüße

Angie

P[eter#frMance


hallo Alle betroffenen,

kenne das Problem auch sehr gut selbst 2004 Sigmaresektion.

Vifzak hat geschrieben Opium hätte geholfen,achtung normalerweise wird Opium bei Durchfällen gegeben die nicht zu beherrschen sind.

In der Anfangsphase nach Sigma OP sollte man eigentlich Darmunterstützende Mittel nehmen (Movicol) die Menge muss jeder selbst ausprobieren.Mir hat man einen vorsichtigen Kostaufbau empfohlen mit darmanregenden Mitteln.Habe die Erfahrung gemacht je geschmeidiger der Stuhl desto weniger Schmerzen.

Auch Monsti´s Rat mehrere Mahlzeiten zu nehmen ist echt gut.

Sehr oft können auch zu viel Milchprodukte die geschilderten beschwerden auslösen. Aber immer gilt unbedingt den Hausarzt konsultieren und über den eigenen Zustand informieren.

Alles Gute

S=onnvenscDhDein2x7


Hallo zusammen,

danke erstmal für eure Antworten.

Hatte schon ein wenig Sorge, dass sich keiner meldet.

Ich habe die OP sehr schwer verkraftet; viele Komplikationen von Intensivstation, postoperative Komplikationen wie Abzess am Kreuzbein und an der Öffnung des Beutels für Wundwasser, was aus dem Bauch tritt. Habe zum Schluss 6 Infusionen täglich bekommen mit Schmerzmittel und Breitband-Antibiotika. Zum Schluss war ich sogar soweit, dass ich Morphium kriegen musste.

Schon im Krankenhaus habe ich Mittel bekommen, die den Stuhlgang weich lassen sollen.

Verordnet wurde mir nun, dass ich 3x täglich einen Beutel Movicol und Bifiteral zu mir nehmen soll. Dies geht über 6 Wochen, danach soll ich es langsam absetzen.

Ich esse nur in kleinen Mengen, da mehr auch gar nicht geht. Es herrscht sehr schnell eine Sättigung, da ich 1,5 Wochen lang gar nichts essen durfte. Auch das lange intensive kauen mache ich.

Momentan habe ich eigentlich noch gar nicht so die richtigen Nahrungsmittel gefunden, die ich vertrage. Die Bauchkrämpfe treten immer wieder auf.

Ist es ratsam, sich eine Kost anzueignen, die von der Grundsubstanz schon weich bis flüssig ist (sprich z.B. Kartoffelbrei, Suppen etc.)?

Grüße

Sonnenschein

P?etemrfranxce


Hallo Sonnenschein,

ich glaube es ist nicht schlecht wenn man langsam die Kost aufbaut bis hin zu einer normalen ausgewogenen Kost,das ganze über einen zeitraum von3-6 Wochen.

Kann dich gut verstehen wegen der postoperativeb Komplikationen habe auch 10 Tage auf Intensiv gelegen, paralytischer Ileus, Kreislauf usw. Hatte einen Periduralkatheter liegen doch trotzdem hätte ich auf dies Erfahrung verzichten können.

Alles Gute dir und wenn du es langsam angehen lässt kommt das alles wieder in Ordnung,Heute kann ich wieder fast alles essen nur nicht zu viel Kohl und Rohkost.

Gute Besserung

S onnensRchexin27


Hallo Peterfrance,

du hast was von Aufbaukost geschrieben.

Als ich aus dem Krankenhaus entlassen wurde hieß es, ich könnte alles essen, sollte nur am Anfang auf schwere Kost verzichten.

Was hast du denn in den ersten Wochen für Essen zu dir genommen? Kannst du mir nicht einen kleinen Essensplan geben?

Ist so schwierig, wenn man nicht weiß was gut und schlecht ist. Vor allem wenn Ärzte was anderes sagen.

Freue mich auf deine Antwort.

v|ifzaxck


Vifzak hat geschrieben Opium hätte geholfen, achtung normalerweise wird Opium bei Durchfällen gegeben die nicht zu beherrschen sind

Zitat E. A. Farrington, Homöopathische Arzneilehre:

Opium heilt Verstopfungen und zwar solche mit Trägheit des Rectums und des ganzen Intestinaltrakts und somit, wo gar keine Neigung zum Stuhl vorhanden ist. Daher sind die Därme mit Fäces vollgepackt, besondere Merkmale sind kleine harte trockene Kugeln, Atonie des Darmes...

Opium wird aber tatsächlich auch bei Cholera infantum angewendet

Wie ich schon schrieb, ein erfahrener Homöopath wird da schon weiter helfen können...

crocus

SQonneZnschGeinx27


Kann man denn auch Opium nehmen, damit der Stuhl weich bleibt?

Oder geht dies nur unter bestimmten Voraussetzungen?

Wann darf man es nicht anwenden?

vRifzzaxck


Hallo, mit dem Essen ist es so eine Sache. Da mußt Du schon selbst ein wenig experimentieren. Anfangs vertrug ich frisches Obst nicht, aber als Kompott gekocht vertrug ich es. Gemüse: anfangs nur Karotten mit Kartoffelbrei (alles selbst zubereitet), dann habe ich immer ein Teil mehr dazugegeben, worauf ich auch Appetit hatte. Natürlich blähende Dinge gemieden: Knobi. Zwiebeln, Kohl etc.

Ich habe oft Eintöpfe gekocht, die ich dann anfangs pürriert habe, da Fleisch zu pürrieren etwas schwierig ist, habe ich Bio-Babynahrung-Gläschen Rindfleisch oder Pute dazugegeben. Nach 6 Wochen konnte ich die Konsistenz der Nahrung gröber werden lassen. Besonders gut vertragen habe ich auch Zucchini.

Aber das ist so individuell, probier es einfach aus. Milch konnte ich schlecht vertragen, Sauerprodukte gingen aber gut. Kefir, Joghurt waren o.k.

Brot: Feinbrot, anfangs ausschließlich

Heute kann ich fast alles wieder essen...

Alles Gute

Vifzack

v/ifza[ck


Habe gerade noch mal gelesen, dass Du Movicol und Bifiteral einnimmst. Bifiteral hatte man mir anfangs auch gegeben, davon hatte ich furchtbarste Blähungskoliken, das Zeugs konnte ich gar nicht vertragen, während Movicol eher problemlos war, flutschig ohne Krämpfe. Versuch mal rauszubekommen, ob es Dir ohne Bifiteral besser geht.

Vifzack

vDifzjacxk


Ich würde Dir wirklich raten, Dich einem versierten homöopathischen Arzt anzuvertrauen...

Vifzack

MTonstxi


Hallo Sonnenschein,

ich habe überhaupt keinen Dickdarm mehr und über viele Monate ein Ernährungstagebuch geführt, um meiner Verdauungsprobleme Herr zu werden. Dies über einige Zeit zu führen, würde ich Dir auch empfehlen.

Pürierte Kost ist für mich Schwachsinn, außer bei langfaserigen Nahrungsmitteln wie Spargel, grüne Bohnen, Rhabarber u.ä. Alles andere wird bei mir im Mund püriert, indem ich es sehr gründlich kaue. Zudem ist es für die Gesunderhaltung der Zähne nicht unwichtig, grobe Nahrung zu sich zu nehmen.

Liebe Grüße

Angie

S.onne'nschexin27


Ich bin's mal wieder.....

Habe noch eine Frage an die, die eine Resektion des Darms schon hinter sich haben.

Wenn sich durch die "kleine OP" (Entfernung eines Teilstückes) an der Darmtätigkeit nichts verändern würde, wären die Chancen mit einer "großen OP" (Entfernung von 60-70cm Darm) besser, dass man wieder mehr an Lebensqualität gewinnt?

M1on?sxti


Normalerweise macht man in solch einem Fall eine sog. subtotale Dickdarmresektion, d.h. Dir würden noch 20-30 cm Dickdarm (plus die ca. 20 cm Rektum) bleiben.

LG Angie

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