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Ernährung nach einer assistierten Sigmaresektion

S1onnGensc-hePin2x7


Hallo Angie,

würdest du mir denn im Falle eines Falles zu so einer OP raten?

Im Krankenhaus haben die mir gesagt, dass durch die große OP auch genau das Gegenteil eintreten kann. Sie hatten mal ne Patientin, die 2 Jahre lang nach der OP total zurfrieden war. Danach entwickelte sich das schwere Problem, dass sie an Durchfall litt und die Ärzte mussten zusehen, wie sie denn Stuhlgang wieder verdicken konnten.

b~eutelMtie!rx666


Hallo Sonnenschein

Ich hoffe dass es Dir bald wieder besser geht. Zu Deinem Krankheitsbild kann ich aus meiner Erfahrung nur so viel beitragen:

Bei mir wurde der Dickdarm wegen einer Colitis Ulcerosa komplett entfernt. Da dann das Wasser nicht mehr entzogen wird habe ich quasi Dauerdurchfall... das kann ich bedingt mit Medikamenten steuern. Trotzdem geht es mir gut, ich Arbeite normal und lebe auch weitgehend normal, nur dass ich wesentlich mehr auf die Toilette gehen muss als 'normale' Menschen. Da bei Dir aber anscheinend ein Teil des Dickdarms bleibt denke ich dass Dich diese Probleme wesentlich weniger betreffen sollten.

Wegen dem Essen muss ich mich meinen Vorrednern anschliessen, ich denke Du musst das ausprobieren. Ich selber esse heute wieder alles was mir schmeckt, trinke auch Alkohl im Mass (manchmal auch mehr als eins ;-D ).

Wegen dem Opium:

Ich glaube das ist quatsch, ich kenne das nur umgekehrt. Mir wurde gesagt wenn ich den Durchfall absolut nicht in den Griff kriege wäre das mit Opium möglich, habe ich aber zum glück nicht gebraucht. Bringt ja auch nichts wenn Du zwar Deine Darm / Bauchbeschwerden in den Griff bekommst aber zu beduselt bist dass Du das auch nur noch merkst. Aber wie gesagt, ich habe es nicht selber probiert.

Schöne Grüsse aus der Schweiz

Hanspeter ;-D ;-D

b9eAutelXtie(r666


Hmmm

Die beiden Smilies am Ende sind irgendwie reingerutscht, na ja, was solls.

Mtonstxi


Hallo Sonnenschein,

Deine Frage ist schwierig zu beantworten. Es kommt auf den Leidensdruck an, natürlich hängt's auch von den medizinischen Befunden ab. Ich hatte früher ohne Abführmittel allenfalls 1-2x im Monat Stuhlgang, mit täglichen Abführmitteln auch nur max. 1x die Woche. Meine Kolontransitzeit betrug über 150 Stunden. Damit war ich klar eine OP-Kandidatin.

Zunächst wurde bei mir die o.g. subtotale Kolektomie durchgeführt. Man sagte mir, dass ich künftig häufige und eher weiche Stuhlgänge haben würde. Für mich war diese Aussage nur ein Lichtblick!

Leider ging bei mir die damalige OP in die Hose. Ich bekam eine Bauchfellentzündung und nachfolgend auch noch eine allgemeine Blutvergiftung. Deshalb wurde ich schließlich auch meinen Rest-Dickdarm los und bekam ein endständiges Ileostoma (künstlicher Dünndarmausgang) für immer.

Nichtsdestotrotz geht es mir heute besser als früher: Ich habe keine ständigen Perianalthrombosen, keine Hämorrhoiden Grad III und auch keinen Siebenmonatsbauch mehr. Auch ist meine über 30 Jahre andauernde chronisch-eitrige, 2x operierte und 'zigfach punktierte Nebenhöhlenvereiterung verschwunden ... naja, dafür habe ich seit den OPs aber andere Probleme. Ich bin quasi vom Regen in die Traufe gekommen, wobei mir alles in allem die Traufe lieber ist.

Liebe Grüße aus Tirol

Angie

S&onneEnscqhein27


Hallo Angie,

dass hört sich ja nicht gut an mit den ganzen Komplikationen. Da kann ich ja nur den Hut vor dir ziehen, dass du immer noch so einen Frohsinn hast.

Bei mir wurde im Vorfeld auch eine Transitzeitbestimmung durchgeführt. Nach etw. mehr als 10 Tagen wurde diese Untersuchung dann aber abgebrochen, denn zu keinem Zeitpunkt fand eine Stuhlentleerung statt. Ich hatte ziemliche Schmerzen und sollte wieder meine Abführmittel einnehmen.

Mir wollte man auch von Anfang an 60-70cm des Dickdarms entfernen. Aber die Ärzte wollten dann doch erst den Zwischenschritt machen.

Momentan habe ich das Gefühl, dass der Darm wieder massiv träger wird als in der Zeit des Krankenhauses. Verliere einfach zu schnell die Geduld. Der Griff zu Abführmitteln nähert sich auch. Leider.

Ein wenig Angst habe ich schon, nochmals unters Messer zu müssen. Aber auch wenn die Ärzte gesagt haben, dass durch die größere OP öfter Stuhlgang eintreten kann, kann ich besser damit leben, als Tage lang nicht auf dei Toilette zu können.

Man kommt sich zur Zeit vor wie eine tickende Zeitbombe :-(

MXonxsti


Hallo Sonnenschein,

eine Entfernung von 60-70 cm Dickdarm wird bei einer ausgeprägten Slow-Transit-Obstipation wahrscheinlich wenig bringen. So wurde es mir damals von mehreren Chirurgen gesagt. Das Problem ist nicht selten ein nervales, d.h. die Dickdarmnerven funktionieren nicht ordnungsgemäß. Dies ist auch der Grund, warum irgendwann auch keine Abführmittel mehr wirken.

Mich wundert übrigens die Dauer Deiner Colon-Transitzeit-Untersuchung. I.d.R. schluckt man 6 Tage lang täglich eine Kapsel mit jeweils 10 röntgendichten Markern, d.h. insgesamt 60 Marker. Diese Marker haben für jeden Tag eine andere Form (Sternchen, Kreis, Viereck, Stäbchen, Ring und Dreieck). Am 7. oder 8. Tag erfolgt eine Abdomen-Leeraufnahme, worauf die Verteilung und Anzahl der verbliebenen Marker gezählt wird; multipliziert mit dem Faktor 2,5 ergibt sich die Transitzeit in Stunden.

Liebe Grüße

Angie

M<onsxti


Sorry, Sonnenschein: Die Anzahl der gefundenen Marker wird mit 2,4 multipliziert.

Hier mal ausführliche Informationen zur chronischen Obstipation: [[http://www.enddarm-zentrum.de/publikationen/Obstipation06-02.pdf]]

In diesem Artikel habe ich eben auch gelesen, dass es auch längerfristige Kolontransitzeituntersuchungen gibt. Man lernt nie aus ... ;-)

Sjonnenscxhei#n2x7


Hallo Angie,

ich hatte mich auch so ein wenig durch den Link gearbeitet. Es gibt zwar verschiedene Arten der Transitzeitbestimmung, aber ich lese aus dem Artikel, dass es auch immer vom Bundesland oder ähnliches ankommt. Nicht in jedem wird es gleich praktiziert.

Hast du Erfahrungswerte bezüglich folgenden Behandlungen:

Ich muss 3x tägl. einen Beutel Movicol nehmen und zusätzlich 2x tägl. Bifiteral. Somit habe ich morgens und abends zwei verschiedene Mittel.

Sollte man zwische den beiden Beuteln etwas Zeitabstand haben und kann man die gleichzeitig einnehmen?

Auf welche Weise ist es wirkungsvoller?

Liebe Grüße

Sonnenschein

M`onLsxti


Hallo Sonnenschein,

diese Medikation hatte ich im letzten Jahr vor den OPs auch: Brachte bei mir gar nichts. Ich hatte trotzdem nur ca. 2x im Monat Stuhlgang, und da auch nur jeweils 2-3 steinharte Hasenmurmeln. Ich hatte Movicol abends genommen, das andere irgendwann während des Tages ... genau weiß ich es auch nimmer, ist ja schon 3-4 Jahre her. Ich bin froh, dass dieser Alptraum vorbei ist!!!

Liebe Grüße

Angie

S5onneAnsch|eiUn27


Ich kann dieses Movicol, Bifiteral und ähnliches auch nicht mehr sehen. Alleine der Gedanke daran erweckt eine tierische Übelkeit.

Kann mir nicht jemand noch einen Tipp oder einen Rat geben, was es für andere Mittel gibt, die den Stuhl weich lassen?

M`oknsti


Hallo Sonnenschein,

wenn Deinem Problem eine organische Ursache zugrunde liegt, kannst Du mit irgendwelchen Mitteln oder einer bestimmten Lebensweise leider gar nichts erreichen.

Vor meinen Darm-OPs bekam ich eine Woche lang außer klaren Brühen nichts zu essen, ansonsten würgte ich täglich 3 l KleanPrep in mich rein. Bis bei mir das Zeug ein wenig zu wirken begann, vergingen über 3 Tage, nach 7 Tagen war mein Darm immer noch nicht leer, so dass man überlegte, ob man am Folgetag überhaupt operieren sollte. KleanPrep schlägt bei "normalen" Menschen innerhalb weniger Stunden so durch, dass man kaum mehr vom WC runterkommt. Nach ca. 10 Stunden sollte der Darm eigentlich komplett entleert sein.

Sonnige Wochenendgrüße aus Tirol

Angie

vjifAzacxk


Wegen dem Opium:

Ich glaube das ist quatsch, ich kenne das nur umgekehrt. Mir wurde gesagt wenn ich den Durchfall absolut nicht in den Griff kriege wäre das mit Opium möglich, habe ich aber zum glück nicht gebraucht. Bringt ja auch nichts wenn Du zwar Deine Darm / Bauchbeschwerden in den Griff bekommst aber zu beduselt bist dass Du das auch nur noch merkst. Aber wie gesagt, ich habe es nicht selber probiert.

Wenn man etwas nicht kennt, ist es dann die logische Folge, dies abzulehnen? Daraus ergibt sich dann auch die Bemerkung:: beduselt. Dies tritt gar nicht auf...

Das Opium bringt die Darmfunktion wieder in die Gänge. Anwendung bei

paralytischer Atonie der Gedärme oder Blase, auch nach Laparatomien. Bei kolikartigen Schmerzen und seltenen Stühlen aus harten schwarzen Bällen

Ein erfahrener Homöopath wird dies zu bedenken wissen und gegebenenfalls zur Anwendung verschreiben....

Soweit zum Quatsch. Ich sehe immer zu, wo ich Hilfe finden kann, die funktioniert. Ich lehne es auch geistig ab, mich an einer "Hilfe" von Monsti als Expertin zu orientieren, die einen amputierten Darm als Folge ihrer leider bedauernswerten Krankheit hat. Das ist schließlich nicht mein Ziel, und meine Gedanken drehen sich einzig um einen funktionierenden Darm - und wie komme ich dahin? Mein inneres Bild ist auf funktionierende Normale geeicht, auch wenn es mir zugegebener Maßen in manchen Situation schwer fällt, dies umzusetzen.

Vor 3 Wochen hatte ich eine Hernien-Operation. Da war die Darmfunktion wieder auf Null, was aber rein funktionell nach einer Narkose auftreten kann. Nach 3 Tagen mit Movicol und einer einzigen Gabe Opium C200 war dies aber wieder kuriert...

Ich habe inzwischen bis zu 3 x täglich Stuhlgang ohne jegliche Medikamente.

Vifzack

MFonsRtxi


Hi zusammen,

es gibt Opium-Tinktur, die bei Durchfällen gegeben wird und die Peristaltik dämpft. Mit homöopathischem Opium hingegen erreicht man genau das Gegenteil: Die Peristaltik wird angeregt.

LG Angie

SbonnWenscYheinx27


Hallo zusammen,

also sollte ich mir mal einen Arzt suchen, der Opium verschreibt?

Ist die Chance, dass der Darm wieder mehr in Gang kommt realistisch und auf jeden Fall auszuprobieren?

Habe immer ein ungutes Gefühl, wenn ich mich in die Hände eines neues Arztes begeben muss.

Meine Internisten, die mich mit dem Darm behandelt hat, hat auch viele Fehler gemacht, so dass ich zum Schluss ihrer Praxis fern geblieben bin.

M/oKnstxi


Hallo Sonnenschein,

probieren würde ich's auf jeden Fall, wobei Du dafür unbedingt einen in Homöopathie erfahrenen Arzt oder aber einen guten (!!!) Heilpraktiker suchen solltest.

Liebe Grüße

Angie

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