» »

Darmkrebs-OP: Komplikationen

ebmma_ tDjorsven hat die Diskussion gestartet


Hallo ihr lieben,

ich bin auf der Suche nach Hilfe, Erklärungen, irgendwas...

Mein Schwieger-Opa in spe hatte vergangene Woche (vor genau 7 Tagen) eine Darmkrebs-OP. Sah erst alles ganz normal und komplikationslos aus, aber nun...

Er war die ganze Zeit sehr schwach danach (aber er ist über 70, alle dachten, das sei "normal"), hatte Probleme beim Atmen und mit der Psyche. In den letzten Tagen ist ein stark aufgeblähter Bauch dazu gekommen, er musste Galle brechen und es ging ihm sehr schlecht.

Gestern musste man ihn notoperieren - hat irgendwas mit "Fäulnis" zu tun - aber ich hab's gerade am Telefon nicht richtig verstanden! Wohl wegen dem Blähbauch. Dann hat man ihn ins künstliche Koma gelegt und heute versucht, ihn wieder "hochzuholen". Aber er hat immense Probleme mit der Atmung, man möchte ihn nochmal ins künstliche Koma legen, wenn es bis morgen nicht besser ist.

So, mein Freund weiß noch von nichts, ich mach mir große Sorgen. Leider konnte mir gerade keiner genau erklären, was los ist, aber ich möchte meinem Schatz natürlich auch Antworten geben können, wenn er nachher nach Hause kommt.

Kennt jemand von euch ähnliche Komplikationen?! Gestreut hatte der Tumor nicht (keine Metastasen). Kennt jemand von euch ähnliches und kann mir sagen, wie die Chancen so stehen (hoffentlich gut!!!)?!

Bitte HILFE!

Danke euch,

Emma

Antworten
L@achYmöwye


Ach Emma, ich würde Dir so gerne helfen. Genaues sagen kann man da auch nicht. Aber wenn der Mann Galle erbrochen hat, oder war es Stuhl? DAnn ist schon was nicht in Ordnung. Eine mögliche Komplikation nach so einer OP könnte eine Bauchfellentzündung sein, die mit Antibiotika in den Griff zu bekommen ist. Vielleicht hat Dein Schwiegeropa ja auch noch andere Vorerkrankungen, die sich nicht besonders günstig auf seinen jetzigen Zustand auswirken. Was genau er hat kann Dir aber nur der Arzt erklären, da gehören viele Sachen dazu. Frag doch morgen einfach mal nach dem Zustand, Du kannst es ja auch mit Deinem Freund zusammen machen. Leider kann ich nicht mehr dazu sagen.

Ich wünsche Euch alles Gute und Deinem Schwiegeropa gute Besserung. :)*

P(eterfr:ancxe


hallo Emma,

zuerst einmal kann ich nur über allgemeine Komplikationen nach solchen OP erwähnen.

Als erstes ist das Alter deines S.Papas zu beachten!

Man muss wissen das bei einer solchen Operation es zu einer allgemeinen Muskelerschlaffung kommt, diese Wird durch die Narkose hervorgerufen und ist beabsichtigt. Das tumorös veranderte Damstück wurde entfernt und die beiden verbliebenen Darmenden wieder zusammen genäht. Diese Nahtstelle(Anastomose) ist sehr empfindlich und deshalb wird auch in der ersten Tage nach OP ein betimmter Kostplan eingehalten.

Da dein SPapa Galle erbrochen hat kann es sein das der Darm noch nicht wieder in gang gekommen ist,dies kann nach jeder Darm OP passieren dafür werden dann entsprechende Medikamente gegeben. Die zweite OP war bestimmt notwendig da sich möglicherweise die Nahtstelle etwas geöffnet hat.Zusätzlich zu der fehlenden Darmtätigkeit ist das alles eine enorme Belastung für den Kreislauf.

Die Probleme mit der Atmung kommen daher das Patienten nach Bauch OP nicht richtig atmen weil sie möglicherweise Schmerzen haben dadurch kann es wiederum zu einer Lungenentzündung kommen weil die Lunge nicht richtig belüftet wird.

Da man ihn ins künstliche Koma versetzt hat liegt er auf der Intensivstation und du kannst sicher sein dort wird alle nur erdenkliche unternommen um deinem SPapa zu helfen.

Die aufgetretenen Komplikationen können auch bei jedem anderen Patienten vorkommen und sind zwar nicht die Regel aber kommen eben vor. da er momentan beatmet wird kannst du sicher sein das auch bezüglich der Lunge alles getan wurde was möglich ist. Nun ist es an Euch ihn trotzdem zu besuchen und vertrauen und warten.

bestehen noch weitere Fragen auch über direkte mail

Alles Gute und nicht dem Mut verlieren!

Grüße

eMmma dtj<orvxen


Danke ihr beiden!

Die Nahtstelle soll absolut ok sein, aber es hat sich wohl anderswo in der Darmwand ein "Loch" gebildet, was erhebliche Komplikationen verursacht. Im Moment ist sein Bauch auch noch geöffnet, was auch noch einige Tage so bleiben soll, um zu verhindern, dass der Bauch wieder so aufbläht!

Wir werden nun einfach abwarten (müssen) und hoffen, dass es ihm bald besser geht!

LG, Emma

MAo{nsti


Hallo Emma,

das klingt nach einer postoperativen Peritonitis. Leider hatte ich sowas auch schon und wäre dabei fast über den Jordan gegangen, da sie erst entdeckt wurde, als ich bereits eine Sepsis hatte.

Deinem Schwiegerpapa in spe wünsche ich alles erdenklich Gute.

Liebe Grüße

Angie

eEmm+a tjo0rvxen


Huhu,

danke für Deine Antwort.

Was genau heißt das " postoperative Peritonitis"? Was kann / muss man da machen?!

LG, Emma

eUmma tpjorvxen


Hallo Monsti,

danke nochmal für den Hinweis. Hab jetzt einiges gelesen und ich denke, Du hast Recht mit Deiner Vermutung - jedenfalls nach allem, was ich jetzt "weiß".

Bin sehr erschrocken, denn das klingt alls ja schon sehr dramatisch, oder?! Ich werde mich nachher mal schlau machen, wie genau er behandelt wird... Hab hab jetzt noch größere Sorge als eh schon!

Ist zwar "nur" mein Schwiegeropa und damit habe ich ja gar keinen Zugriff auf Ärzte und kann mich auch schlecht "einmischen" (zumal als medizinischer Laie), aber vielleicht erzählt mir meine Schwiedermama ja was mehr als jetzt, wenn sie denn Bescheid weiß.

LG, Emma

P;etlerfJraxnce


Hallo Emma,

Monsti liegt glaube ich schon richtig mit ihrer Vermutung,jedoch kann man solche Zustände in den Griff bekommen, auch wenn das alles sich sehr dramatisch anhört und auch aussieht. Das es ein absolut ernst zu nehmender Zustand ist steht außer Frage.

da du schreibst dein SPapa hat noch irgendwo anders ein "Loch" gehabt spricht für die enorme Belastung die auf die Darmwänden einwirkt. Das man die OP Wunde offen gelassen hat ist nicht schlecht das ist eine Druckentlastung.

Das du dir Sorgen machst kann man verstehen doch nun kann man nur warten.

Grüße

esmma ztjorxven


Ok, danke fürs Mutmachen.

Gerade dieses Warten müssen ist schrecklich. Würd viel lieber was tun können, deshalb auch meine vielen Fragen... Wenn ich schon nicht helfen kann, kann ich mich wenigstens informieren!

Danke euch allen.

LG, Emma

e@mma tjo"rxven


Update

Da ihr mir hier so nett geholfen habt, wollte ich euch mal einen kurzen Zwischenstand von meinem SchwiegerOpa geben.

Er liegt derzeit - wieder - im künstlichen Koma. Man hatte den Bauch vergangenes Wochenende verschlossen, musste es wieder aufmachen und hat ihn nach der OP vergangenen Samstag wieder ins künstliche Koma gelegt. Nun wird er laufen operiert, um einen "Schwamm" (?) zu wechseln...

Der Zustand ist wohl recht ernst - meine Schwiegermama weint am Telefon, offenbar versteht sie nun, dass doch nicht "alles normal" ist, wie sie uns vor dem letzten Wochenende immer noch erzählt hat. Sie hat da sehr viel verdrängt, glaube ich, schließlich ist es ihr Papa und immer der starke Mann in der Familie - und nun kann er sich kaum rühren :°( Außerdem wollte sie uns nicht belasten.

Mein Freund hat ihn vergangenes Wochenende besucht, da konnte er sogar ein paar Worte mit ihm wechseln - allerdings ist der Opa sehr schwach. Mein Freund war sehr erschüttert hinterher, es sieht ja doch alles sehr dramatisch aus. Der Arzt sagte, er habe Herzprobleme (deshalb wohl das künstliche Koma). Zudem ist jetzt der Krebsbefund da: Es ist bösartig, aber hat noch nicht gestreut. Chemo wird nun nicht gegeben (erstmal), weil er ohnehin so schwach ist. Ist das richtig so?!

Wir wissen nicht, wie es nun weitergeht. Es bleibt weiter nur warten. Ist es normal, dass sich diese Sache so lange hinzieht, ohne dass sich was verbessert?! Ich meine, irgendwann muss es doch mal wieder bergauf gehen, oder?!

LG, Emma

M6onsCti


Hallo Emma,

leider geht sowas nicht so schnell, wie man's gerne hätte. Nach meiner Peritonitis lag ich noch ca. 6 Wochen in der Klinik und wurde dann (mit noch offenem Bauch) in die häusliche Pflege entlassen, wo mich dann ein mobiler Pflegedienst versorgte. Bis ich wieder halbwegs fit war, verging ca. ein Vierteljahr. Bis ich mein altes Gewicht (unterstützt durch tägliche parenterale Zusatzernährung) wieder hatte, vergingen ca. 10 Monate.

Vergiss bitte nicht: Eine Peritonitis ist eine lebensbedrohliche Erkrankung, von sowas erholt man sich nicht so flott wie von einem Schnupfen.

Liebe Grüße

Angie

eWmma t7jorxven


Hallo Monsti,

danke für Deine Antwort.

Vergiss bitte nicht: Eine Peritonitis ist eine lebensbedrohliche Erkrankung, von sowas erholt man sich nicht so flott wie von einem Schnupfen.

Das hab ich auch nicht gedacht. Es ist nur so ein sehr mulmiges Gefühl, wenn es über zwei Wochen nach der OP noch immer nicht (etwas) besser wird, sondern eher das Gegenteil. Ich meine: Man hofft jeden Tag auf ein klein wenig Besserung, aber es tut sich nichts... Oder es gibt neue Hiobsbotschaften :-/

Meine größte Angst ist einfach, dass die Ärzte nicht "richtig" handeln, weißt Du?! z.B. machen sie erst den Bauch wieder zu, gleich drauf wieder auf... Sie holen ihn aus dem künstlichen Koma und legen ihn kurz darauf wieder ins k. Koma... Es ist so ein ewiges Auf und Ab und wirkt manchmal so wenig "durchdacht", so wenig "kontrolliert". Mir ist ja klar, dass es sich nicht wirklich kontrollieren lässt...

Ich bin im normalen Leben ein echter "Kontrollfreak" und dieses zum Nichtstun verdammt sein ohne auch nur im geringsten Maße Kontrolle über die Situation zu haben, dass macht mir Angst!

LG, Emma

PLet}er&francxe


Hallo Emma,

in der Medizin und gerade in der Chirurgie ist sehr vieles oft nicht planbar.Bei deomen SPapa liegt eine ernste Krankheit zu Grunde und die für den Laien unsinnige auf und zu MACHEREI des Bauches hat schon seinen Sinn der Schwamm den du erwähnst saugt die infizierte Flüssigkeit im Bauchraum auf und muss daher von zeit zu Zeit gewechselt werden,dies ist notwendig und eine durchaus übliche Behandlungsweise.

Der Chirurg muss sehr oft operativ eingreifen da sich der Zustand eines Patienten innerhalb wenigen Stunden dramatisch verändern kannt. Alleine die tatsache das dein SPapa Intensiv medizinisch bereut wird bürgt eigentlich für beste Pflege.

Alles Gute

eOmma t8jorxven


Hallo Peter,

danke für Deine Antwort. Ok, also sind die ständigen OPs normal. Das ist schonmal gut zu wissen und beruhigt mich ein wenig - so gut das eben geht in so einer Situation.

Hätte nie gedacht, wie "ausgeliefert" man sich als Angehöriger eines Patienten fühlen kann :-/

LG, Emma

MGo-nstxi


Hallo Emma,

der Wechsel des Schwamms ist keine wirkliche OP. Aber wegen der Sterilität macht man das im OP und oft auch unter einer kurzen Vollnarkose, weil's eine ziemlich schmerzhafte Angelegenheit ist.

Liebe Grüße

Angie

Wollen Sie selber etwas dazu schreiben?

Dann melden Sie sich an bzw. lassen Sie sich jetzt registrieren, das ist kostenlos und innerhalb weniger Minuten erledigt. Interessant sind sicher auch die übrigen Diskussionen des Forums Magen und Darm oder aber Sie besuchen eines der anderen Unterforen:

Ernährung · Übergewicht · Unter­gewicht · Zahnmedizin


Nicht angemeldet: Anmelden | Registrieren | Zugangsdaten vergessen? | Hilfe

Startseite | Impressum | Nutzungsbedingungen | Netiquette | Datenschutz | Mobile Ansicht   © med1 Online Service GmbH