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Und nochmal in Sachen Verwachsungsbauch. . . .

M5onxsti


Hallo Patrick,

für mich steht fest, dass ich nur noch bei einem manifesten Ileus, sprich dem eintretenden Notall, eine (lokale) Adhäsiolyse durchführen lassen würde. Laparoskopische Eingriffe sind bei mir schon seit Anfang 2004 nicht mehr möglich. Aufgrund von Organbeeinträchtigungen und tierischen Schmerzen hatte ich im Sept. 2004 eine ausgedehnte Adhäsiolyse (8-Stunden-OP mit erneutem Bauchschnitt vom Brust- bis zum Schambein). Der Eingriff war sehr unangenehm, und ich brauchte lange, um mich davon zu erholen. Schmerzfrei war ich leider nur 1,5 Monate. Dann kamen die Probleme erneuter Verwachsungen, die im Sommer 2005 mehrfach zum Subileus führten. Das ist kein Spaß.

Zunächst war ich zur Akupunktur, womit zumindest die verwachsungsbedingten Schmerzen in Schach gehalten wurden, die Subileus-Zustände konnten damit leider nicht verhindert werden. Seit Nov. 2005 bin ich bei einer Osteopathin - erfolgreich *juhuuuuu*. Seitdem hatte ich nur noch einmal einen Subileus, und an dem hatte ich selber schuld (das Falsche gegessen).

Ich weiß nicht, was Du Dir bei den von Dir beschriebenen, ja eher minimalen Beschwerden, von einer erneuten OP versprichst. Vielleicht ist dann Dein Problem an Punkt A erledigt, dafür taucht aber eines an Punkt B auf. Willst Du das? Leichtere Verwachsungsbeschwerden sollte man besser konservativ angehen.

Und noch eines: Du bist noch sehr jung. In Deinem Alter hatte ich übrigens noch keine einzige OP. Ab 30 ging's bei mir los, dann aber auch Schlag auf Schlag. Inzwischen bin ich 51 und kann meine OPs kaum mehr zählen (die am Bauch schon: 6 laparoskopische, 4 große Bauchschnitte, darunter dummerweise auch eine 4-Quadranten-Peritonitis). Die Tatsache, dass sich bei mir die Chirurgen (auch namhafte!!!) nur noch im "lebensbedrohlichen Notfall" an den Bauch wagen, sollte Dir doch sehr zu denken geben. Vergiss nicht, Du schreibst lediglich von einem unangenehmen Druck. Himmel, niemals ist dies ein Grund, sich operieren zu lassen!!!

Liebe Grüße

Angie

PEatricck99j999x9


Hallo ihr drei, vielen dank für die Ratschläge.

Dann kann ich jetzt nur noch hoffen, dass bei mir nicht das gleiche wie bei Night_wish und Alexandra passieren wird.

Monsti, dass du nun schon so viele Operationen durchmachen musstest tut mir leid, eine ganze Kettenreaktion. Das kann ich glauben, dass man einer 8 Stündigen OP lange Zeit braucht bis man wieder einigermassen genesen ist; ich konnte ja selbst bei meinem 11cm Schnitt fast 3 Monate lang nicht mehr gerade laufen, da der Schnitt noch lange weh tat..

Auch wenn das Risiko einer Verschlimmerung besteht, ich werde es trotzdem versuchen, zumal ja der Termin schon steht.

Night Wish, denkst du, sind bei dir durch die Bauchspiegelung Verwachsungen an Orten entstanden, wo vorher noch gar keine waren? Oder einfach di alten wieder und diese in grösserem Ausmasse?

Mal schauen wies bei mir wird..

Ptatr*ick9999}99


Aber ihr habt natürlich schon recht:

Eigentlich ist es wahnsinn, wegen leichten Beschwerden nochmals zu operieren.

Aber dennoch habe ich die Hoffnung auf ganze Beschwerdenfreie Zeit.

Hier noch einige Zitate aus der Studie, die mich positiv stimmen:

"Die mediane Nachbefragungszeit betrug 31,5 Monate nach OP (6,3 – 57,3 Monate). Die Befragung ergab, daß 63 % der Patienten nach der Operation beschwerdefrei waren, 26,4 % eine Beschwerdebesserung erfahren haben und 4,4 % die selben Beschwerden wie präoperativ beklagten. "

"Das laparoskopische Vorgehen der Adhäsiolyse zeigt gegenüber dem konventionellen den Vorteil, dass durch die genannte Therapie der Boden für neue Adhäsionen nicht oder nicht so ausgeprägt erneut bereitet wird. "

"Nach abdominaler Voroperation von Pavianen (Affen) führten sie im Intervall eine konventionelle oder minimal-invasive Adhäsiolyse durch. In der 14 Tage später durchgeführten Sektion fanden sie eine signifikante Verminderung neuerlicher Verwachsungen nach laparoskopischer Therapie "

Pxatrick>999999


PS: Ich habe meinen Chirurgen auch noch wegen einem Mittel gegen Verwachsungen gefragt. Da hat er gesagt, dass es das nicht gäbe,.. Aber er wisse, dass spülen nach der OP eine Verminderung bewirken könne..

M>ons3ti


Hallo Patrick,

neuerliche Verwachsungsbeschwerden machen sich frühestens ca. 5 Monate nach einer OP bemerkbar. Bis dahin haben sich nämlich die entstandenen Verklebungen zu bindegeweblichen Strunkturen entwickelt.

Meine Erfahrung: Chirurgen denen i.d.R. zu kurzfristig. Für sie ist der Fall normalerweise erledigt, wenn der Patient komplikationsfrei aus der stationären Obhut entlassen worden ist. Was danach geschieht, wissen die meisten nicht.

Da Du ja wild entschlossen bist, eine Adhäsiolyse durchführen zu lassen, kann ich Dir nur wünschen, dass das Übel nach einigen Monaten nicht zurückkommt. Meine persönliche Ansicht: In Deinem Fall ist eine Adhäsiolyse überflüssig.

Liebe Grüße

Angie

A2laeseia


Hallo Patrick,

das Spülen nach der OP ist eine Möglichkeit. Aber es gibt auch Chirurgen, die Adhesionsbarrieren verwenden, z.B. Spraygel oder eine Adept-Lösung.

Bei mir wurde bei meiner OP SprayGel verwendet. Nach meinem Secod-Look waren keine Verwachsungen mehr auf den Bildern zu sehen.

Während der Operation wurde das SprayGel von dem Operateur auf die Oberflächen mit dem höchsten Adhäsionsbildungsrisiko, also die Wundflächen, gesprüht. Damit soll ein erneutes Aneinanderkleben der Wundflächen vermieden werden. Das Mittel umschließt und schützt das Gewebe vor neuen Verwachsungen.

Wenn dann die inneren Wunden verheilt sind, bricht die Ummantelung auf und wird dann durch den Urin aus dem Körper ausgeschieden.

Ich denke auch, Du hast Dich jetzt entschieden und sollest Dich nicht unnötig verrückt machen.

Deshalb wünsche ich Dir viel Glück und dass die OP dazu beträgt, dass es Dir endlich wieder besser geht.

Auf jeden Fall wäre es ganz lieb von Dir, wenn Du hier im Forum weiter berichtest, wie es Dir nach dem Eingriff geht. Wir sind alle sehr gespannt. Denn gerade dieses Thema beschäftigt doch viele Patienten.

Alles Liebe und Gute und wieder einmal Daumen drücken!

x:) x:)

P=at5ricmk99|9999


Hallo Alesia

Ich bedanke mich sehr für deine aufbauende und positive Nachricht.

Mein Chirurg hat gesagt, es gäbe solche Mittel, aber keines dieser Mittel sei wirklich erfolgsversprechend. Daher ist er der Meinung, dass das Spülen das Beste sei.

Ich denke, bei diesem Thema scheiden sich die Meinungen vieler Chirurgen, da hat wohl jeder einbisschen eine andere Ansicht.

Aber ich vertraue "meinem Chirurgen", er ist glaube ich schon sehr gut, er hat jedenfalls auch den Zollikofer Preis ([[http://www.saltc.ch/info/med_de.html]]) gewonnen und scheint mir sehr kompetent zu sein.

Ich hoffe, dass das Resultat auch ohne solche Hilfsmittel Erfolg bringen wird.

So wie ich von deinem Beitrag entnehmen kann, bist du nun mehrheitlich Bridenfrei geworden. Es ist schön zu hören, dass es hier auch Leute gibt, die mit einer Ädhysiolyse zufrieden sind.

Ich werde aufjedenfall dann regelmässig Berichten, auch 5 Monate danach.

Ich wünsche dir eine gute Nacht und vielen Dank euch allen!

Patrick

x:)

ngighyt_Ywish


@Patrick

Durch diese letzte Bauchspiegelung habe ich jetzt Verwachsungen im kompletten Unterbauch, da auch linksseitig minimale Verwachsungen waren, die aber vorher keine Beschwerden machten. Wie gesagt, ich würde es nie im Leben wieder machen, da ich jetzt erhebliche Schmerzen auf der linken Seite habe, wo ich aber mit Leben kann und muß, deswegen kommt auch ein erneutes lösen für mich niiiieee wieder in Frage, ausser es gibt neue, ausgereifte OP-Verfahren mit sensationellen Erfolgen. Aber mir haben auch Chirurgen von einem erneuten lösen abgeraten und das heisst schon was, sie verdienen schließlich ihr Geld damit. Ein Chirurg hat mal zu mir gesagt, daß es Menschen gibt, die sich wohl tot operieren lassen wollen, daß hat mir gereicht. Erkundige dich auch mal nach den sogenannten Adhäsionsbarrieren. Trotzdem wünsche ich dir, daß es nicht schlimmer wird.

LG

SKch-aPu


Hallo Patrick,

meine Beschwerden äußern sich so: Stechen (wie Seitenstechen) nach dem Essen. Vermehrt Blähungen.

Am schlimmsten: starke Schmerzen nach jeglicher Bewegung, die die Beine betreffen (Verwachsungen rechts und links im Becken, vom Gefühl her Leiste bis zum Hüftknochen). Die Schmerzen sind brennend, beißend). Wenn ich mal zu viel gelaufen bin, z. B. Einkaufsbummel, fühlt sich das am nächsten Tag an, als sei ein LKW über meinen Bauch gerollt. Ruhiges Liegen bringt die Sache wieder in Ordnung. War schon 3x zur Verwachsungslösung. Je länger die Verwachsungen bleiben, je mehr habe ich das Gefühl, als schnüren sie meine Bewegungen immer mehr ein. Sollte vielleicht doch mal zu einem Schmerztherapeuten gehen. Denn die Geschichte macht mich so was von mürbe...

SchaPu

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