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Erfahrungen mit virtueller Coloskopie?

mnisys-marpxle hat die Diskussion gestartet


Ich möchte gerne eine Darmspiegelung durchführen lassen, die letzte ist schon über 10 Jahre her. Damals sagte mir der Arzt bereits, dass ich einen sehr engen und verschlungenen Darm hätte und er teilweise nicht durchgekommen sei.

Nun gibt es auch die Möglichkeit einer virtuellen Coloskopie. Da ich privat versichert bin, wären die Kosten nicht das Problem.

Hat schon jemand Erfahrung damit gemacht? Ich bin sehr unschlüssig, welche Art von Darmspiegelung ich nun machen lassen soll.

Antworten
Moo;nUstxi


Hallo miss-marple,

eine virtuelle Koloskopie ist nur dann möglich, wenn der Darm gut durchlässig ist. Bei einem engen und verschlungenen Darm, der für ein normales Koloskop nicht durchlässig ist, wird kein verantwortungsvoller Arzt eine virtuelle Koloskopie vorschlagen. Die Gefahr, dass das winzige Teil stecken bleibt, ist zwar gering, aber auch nicht von der Hand zu weisen.

Liebe Grüße Angie

m(iss-miarxple


Da hast Du sicher was falsch verstanden. Bei einer virtuellen Koloskopie wird gar nichts in den Darm geschoben, das wird mittels CT oder Kernspint gemacht. Das wäre ja das angenehmere an der Sache, dass eben nichts den Darm verletzen kann.

Mqonxsti


Hi Miss-Marple,

die virtuelle Koloskopie (aber auch Untersuchung des Dünndarms) kenne ich so, dass man eine Kapsel mit integrierter Kamera schluckt, die nach soundso vielen Stunden regelmäßig Bilder liefert. Nun weiß ich erst recht nicht, was Du meinst, weil ich ansonsten nur die Irrigoskopie kenne, d.h. das Doppelkontraströntgen nach Kontrastmitteleinlauf. Vielleicht sind wir hier in Tirol ja hinter'm Mond ... ;-D

Liebe Grüße

Angie

Aglesixa


Hallo,

ich kenne auch nur die virtuelle Koloskopie aus eigener Erfahrung in Form einer Computertomographie, die als Ergebnis 3D-Bilder lieferte. Ich bekam lediglich ein Kontrastmittel gespritzt und dann ging es in die Röhre. Im Gegensatz zur konventionellen Koloskopie müssen keine Instrumente eingeführt werden und die Darmspiegelung wird mittels Bild gebender Verfahren am Computer simuliert. Die Untersuchung kann auch in Form einer Kernspintomographie durchgeführt werden.

Bei mir gab es damals auch Probleme bei der Darmspiegelung, da man mit dem Endoskop nicht durchkam. Bei der virtuellen Koloskopie spielt das dann keine Rolle mehr.

Bei mir konnten durch diese Unterschung weder Verwachsungen noch die bei einer Defäkographie diagnostizierte Enterozele festgestellt werden.

Hier noch ein Link

[[http://www.diagnoseklinik-muenchen.de/diagnostik/virtuelle-koloskopie.html]]

Viele Grüße

m8issI-ma*rple


Danke Alesia, dann könntest Du dieses Verfahren empfehlen? Das mit dem Kontrastmittel ist mir allerdings neu, ich dachte, es wird nur Luft in den Darm gepumpt.

A*l esia


Hallo Miss-Marple,

die Frage ist nicht so einfach zu beantworten. Wie schon gesagt, mir hat diese Untersuchung nicht viel gebracht. Was festgestellt wurde, wußte ich in etwa schon von meiner konventionellen Koloskopie. Ich habe sehr interessante Bilder von Darm und auch der Wirbelsäule, die jeden Arzt begeistert haben. Aber leider nicht sehr aussagekräftig, was meine eigentlichen Beschwerden angeht.

Beruhigend war, dass keine tumorartigen Veränderungen oder Stenosen festgestellt wurden. Auch Polypen wurden ausgeschlossen sowie Entzündungen im Darm.

Man stellte auch noch eine erhebliche Spondylose sowie Knochenspangen in der Lendenwirbelsäule fest. Allerdings habe ich bis heute noch keine Beschwerden in dieser Hinsicht.

Ich habe diese Untersuchung vor allen Dingen deshalb machen lassen, weil kurz zuvor meine Schwester völlig unerwartet im Alter von 50 Jahren an Magen/Darmkrebs innerhalb kurzer Zeit gestorben war und ich schon seit vielen Jahren ständige Bauchschmerzen und -krämpfe habe.

So war doch etwas beruhigt, als ich aus der Diagnoseklinik in München wieder zurückam. Aber für mich ging die Suche weiter nach der Ursache meiner Beschwerden.

Vor der Untersuchung bekam ich eine intravenöse Kontrastmittelgabe in den Arm mit unmittelbar anschließendem hochauflösenden axialen Spiralscan über das gesamte Abdomen in Bauch- und Rückenlage (Text aus meinem Befundbericht). Zuvor wurde mir etwas Luft in den Dickdarm gepumpt.

Obwohl diese Untersuchung eigentlich sehr schonend ist, hatte ich noch einige Tage sehr starke Schmerzen und Krämpfe im Bauchbereich. Aber ich denke, das liegt einfach an meiner gesamten Problematik und kann nicht speziell auf die Koloskopie zurückgeführt werden.

Fazit: Für mich war es eine recht teure Angelegenheit, aber wenn es Deine private Versicherung bezahlt, würde ich eine eine solche Untersuchung in Deinem Fall schon in Erwägung ziehen. Allerdings würde ich mich vorher noch einmal genau informieren, um eine gute Klinik zu finden.

Alles Gute und viele Grüße

AFusIsie)74


Virtuelle Koloskopie

Ich habe vor ein paar Wochen mal einen Bericht darüber gesehen und da wurde zwar gesagt das es eine einfach Sache sei aber leider niemals mit einer herkömmlichen Koloskopie zu vergleichen sei. Bei der virtuellen Koloskopie ist nicht so eine hohe Genauigkeit gegeben wie bei der normalen.

Sicher keine schlechte Sache aber selbst wenn bei einer virtuellen Koloskopie nichts gefunden wird muss dies nicht zwangsläufig heißen das da auch nichts ist.

Gruß

Aussie

MBofnstxi


Stimmt, weder ist sie so genau, noch ist es möglich, während der Untersuchung Gewebeproben zu entnehmen und/oder Polypen zu entfernen. Wenn der Dickdarm aufgrund besonderer Länge bzw. extremen Schleifen für ein Koloskop unpassierbar ist, bleibt einem nur die virtuelle Koloskopie. Andernfalls würde ich persönlich stets die konventionelle Darmspiegelung vorziehen.

Tourn,swchughmaus


Also ich hatte schon eine "normale" Darmspiegelung,und fands eigentlich nicht weiter schlimm.Aber bevor ich als Kassenpatientin,viel dazuzahlen müsste,würd ichs nochmal auf die herkömmliche Weise machen lassen.

s;im0ca


@alesia

Wie lange hat die gesamte untersuchung gedauert? Und wie wurde die luft in den darm gegeben, ich stell mir das schrecklich schmerzend vor. Was ist eigentlich, wenn dir dann sofort wieder raus möchte? Muss man vorher auch abführen?

Sorry die vielen fragen.

Lg simca

R*oseFofJ6er;icho


Was mich schon lange bei der virtuellen Koloskopie interessiert:

Wenn man diese Kapsel schluckt, kann man die wie eine Tablette mit Wasser schlucken oder muss die ohne alles runter?

maisss-maxrplxe


Danke für Eure Antworten. Meine Ärztin hat mir jetzt von der virtuellen Koloskopie abgeraten, denn wenn etwas sein sollte, z.B. Polypen, dann muss man die ganze Abfühprozedur nochmal machen. Außerdem kann man eben kein Gewebe entnehmen. Ich habe jetzt am 24.09. einen Termin für eine "normale" Darmspiegelung und hoffe nur, dass es bei meinem engen und verschlungenen Darm auch gut geht. Ich darf gar nicht an diesen Abführtag denken!

mOiss-mjarpxle


Da die letzte endoskopische Darmspiegelung auch wieder abgebrochen werden mußte, weil ich erstens nicht ganz leer war und zweitens der Darm sehr verschlungen ist habe ich nun heute eine virtuelle Darmspiegelung mittels CT durchführen lassen und möchte kurz davon berichten. Ich bin mit dem eigenen Auto hingefahren, ca. 1 Stunde Fahrzeit, was trotz 40 Stunden Nüchternheit gut ging. Ich kam sofort dran, hatte nicht mal mehr Zeit, auf die Toilette zu gehen. Aber da ich ja Imodium genommen hatte, hat der Durchfall schlagartig aufgehört. Ich habe dem Arzt gesagt, dass noch etwas Flocken im Stuhl sind, aber er meinte, durch das Kontrastmittel könnte man das gut unterscheiden. Dann gings auf die Liege vor dem CT-Gerät. Ich bekam zuerst eine Buscopanspritze zur Darmberuhigung, dann ein Kontrastmittel eingespritzt und dann wurde Luft in den Darm geblasen. Das war etwas unangenehm, aber es ging nur soweit, bis ich "aua" gesagt habe. Dann wurde ich in die Röhre geschoben, zuerst in Bauchlage und nach ca. 20 Sekunden nochmal in Rückenlage. Das Ganze war in ein paar Minuten vorbei und ich konnte mich wieder anziehen. Wirklich alles ohne Probleme. Dann hat mir der Arzt gleich die Bilder gezeigt und war sehr zufrieden und hat außer einigen Divertikeln aufs Erste nichts feststellen können. Natürlich muss er die Bilder noch genauer analysieren, das dauert dann ein paar Wochen. Was toll ist, man kann halt alle anderen Organe auch sehen, Niere, Lunge, Magen, Galle, Leber, Bauchspeicheldrüse, sogar die Hüftknochen und die Ledenwirbelsäule. Das ist natürlich bei der normalen Darmspiegelung nicht möglich. Und die Stuhlreste haben nicht gestört, weil die durch das Kontrastmittel eingefärbt werden und somit gut zu unterscheiden sind. Und ich konnte anschließend sofort heimfahren, da ich ja keine Schlafspritze bekommen habe. Wenn die Abführerei nicht wäre, würde ich das jederzeit wieder machen. Allerdings wird es von der Kasse nur bei bestimmten Voraussetzungen bezahlt.

Jedenfalls bin ich froh, dass vorerst nichts rausgekommen ist. Was Schlimmes hätte er auf jeden Fall gesehen und die kleineren Details erfahre ich halt dann ein bischen später.

Für mich war es jedenfalls besser, als die mit dem Schlauch und der Schlafspritze. Bin unabhängig und brauche niemand der mich hin- und herfährt und man kann viel mehr Organe beurteilen.

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