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Nach Darm-Op, wann kann man wieder normal essen?

G2abyx56 hat die Diskussion gestartet


Hallo,

Anfang Dezember 07 wurde ich am Dickdarm operiert, zuvor lag ich schon 14 Tage in der Klinik wegen akuter Diverkulitis. Durchfälle waren an der Tagesordnung, ich reagierte sogar auf jedlich Flüssigkeit, ob per Infusion oder getrunken. Da die Gefahr eines Durchbruches bestand, riet man mir zur OP. Am 03.12. war es dann soweit, per Schlüssellochtechnik. 40 cm Darm wurde entfernt und zwar durch die Blinddarmnarbe. Dies hatte zur Folge, dass es hier zu einem Abszess kam, der mir dann auch noch entfernt wurde. Die Wunde sollte nun von innen her zuheilen. Hinzu kam dann noch der Noro-Virus und so kam es, dass ich in meinem 5 1/2 wöchigen Klinikaufenthalt so gut wie nichts zu essen bekam, außer Joghurt, Zwieback, Brühe und Haferschleim. Erst 2 Tage vor meiner Entlassung bekam ich Schonkost. Auf meine Frage, was ich zu Hause essen sollte, hieß es, das müsste ich selbst ausprobieren, auf blähendes Essen sollte ich vorerst verzichten. Jetzt bin ich 5 Wochen zu Hause, die Wunde ist langsam verheilt und ich warte auf meinen REHA - Termin, aber mit dem Essen klappt es immer noch nicht. Egal was ich esse, es bereitet mir Probleme, Durchfall, Bauchschmerzen, Blähungen, das ist an der Tagesordnung. Wenn ich den Arzt frage, sagt er, es braucht alles seine Zeit. Vielleicht könnt ihr mir ja aus Erfahrung sagen, wie lange das noch gehen wird und was ich alles essen kann?

Ich danke euch schon mal im voraus!

Antworten
h^anneele25x5


Re Gaby

Hallo Gaby!

Ich bin 56 und hatte vor 2 Jahren nach mehreren Divertikulitisschüben eine Sigmaresektion.Mit wurde im Krankenhaus ein Zettel mitgegeben, dass ich 3 Monate auf alles Blähende (Hülsenfrüchte, Kohl)) Salat,Obst,Spargel ,Körnerbrot verzichten solle. Danach hat sich der Darm reguliert.Ich habe viel Gemüse , Kartoffeln, FLeisch und Joghurt gegessen.Damit der Stuhl weich bleibt, esse ich seitdem jeden Tag 250 g Naturjoghurt mit Tiefkühlhimbeeren oder anderem Obst ,das hilft der Darmflora.Ansonsten musst du ausprobieren was du verträgst,Salat ging erst mal gar nicht bei mir.Jetzt nach 2 Jahren sind alle Narben verheilt und ich kann alles wieder essen ,es sei denn, ich reagiere allergisch, da hat sich nichts geändert.Du musst viel Wasser trinken damit der Stuhl weich bleibt.Ansonsten habe Geduld, ich hatte zwischendurch auch einen Reizdarm mit Schleim im Stuhl, aber da ich nach einer Darmspiegelung wusste, dass nicht Neues entstanden ist, gingen die Beschwerden wieder weg.Seit einem halben Jahr bin ich völlig Beschwerdefrei.

LG von Hannele

dee Sä/ch$sin


Hallo,

ich hatte am 7. September eine Sigmaresektion - auch wegen Divertikulitis u. wegen einem zu langem Darm. Der Chefarzt meinte auf meine Frage hin (kurz vor der Entlassung), ich könnte ALLES wieder essen. Die operierende Ärztin revidierte es dann u. meinte, nichts blähendes, nichts stopfendes u. keine Schokolade. Ich habe mich daran gehalten, doch ich hatte auch lange Bauchschmerzen. Auch jetzt, nachdem ich das Medi Duspatal abgesetzt hatte (seit heute nehme ich es wieder), wurden meine Bauchschmerzen wieder stärker. Allerdings muss ich sagen, dass ich seit ca. 4 Wochen so gut wie alles wieder esse. Doch nicht alles verträgt mein Darm. Das muss du wirklich ausprobieren. Aber es ist bei dir jetzt einfach auch noch zu früh, um eine sichere Prognose zu stellen. Jeder Mensch reagiert anders. Ich würde an deiner Stelle jetzt erst einmal darauf achten, dass es nicht blähend u. nicht stopfend ist. Ballaststoffe würde ich die nächsten 6 - 8 Wochen noch meiden, denn das kann der Darm nicht so gut verabeiten. Ansonsten musst du sehr viel Geduld haben. Ich hatte - wie gesagt - auch sehr lange Bauchkrämpfe. Der Arzt meinte, bis sich der Darm an die Umstellung gewöhnt hat, dauert es ungefähr 1/4 Jahr...

Alles Gute wünsche ich dir!

LG!

Britta *:)

M0on"stxi


Hallo Gaby,

nach meiner totalen Dickdarmentfernung mit Ileostomie und allerlei bösen Komplikationen hieß es nach zwei Monaten Klinik im Winter/Frühling 2004: Faserreiche Kost und kohlensäurehaltige Getränke möglichst weglassen, bei frischem Obst vorsichtig sein und ansonsten ausprobieren.

Rein theoretisch kannst Du nach so einer verhältnismäßig kleinen Darm-OP wieder alles essen, wonach Dir gelüstet. Trotzdem empfehle ich Dir das, was ich damals gemacht hatte: Führe ein Ernährungstagebuch! Dazu besorgte ich mir ein kleines Vokabelheftchen und notierte in der linken Spalte meine Nahrungstest, rechts mit einem Kürzel (+ = okay, - = Mist), wie mir das Aufgenommene bekommen war. Dies machte ich ca. 5 Monate lang und wusste am Ende recht genau, was bei mir geht bzw. nicht geht. Manches, was damals unverträglich war, geht inzwischen vollkommen problemlos. Man muss leider viel Geduld aufbringen. Bei mir dauerte es ca. 1,5 Jahre, bis ich das Gefühl einer Stablität hatte.

Liebe Grüße

Angie

GSa2by546


Hallo Hannele, Britta -de Sächsin und Angie -Monsti.

Danke an euch, für die rasche Reaktion.

Das mit dem Aufschreiben ist eine gute Idee, das werde ich machen. Das mit der Rohkost habe ich schon schmerzlich erfahren, dass ich das noch nicht vertrage, kommt so wieder raus, wie es rein kam und mit heftigen Krämpfen. Blattsalat vertrage ich, auch mal einen Apfel, aber mehr an frischem Obst oder Gemüse geht nicht. Den Versuch, geschrotetes Brot zu essen, habe ich ganz schnell bereut. Vielleicht hilft ja die REHA weiter, ich hoffe, dass ich da wieder aufgebaut werde, denn ich nehme immer mehr ab, habe jetzt 11 kg verloren. Zudem kommt, dass ich kaum Appetit habe und wenn ich esse, dann nicht sehr viel. Das Trinken ist mein großes Problem, denn ich komme gerade mal auf 1 bis 1 1/2 Liter am Tag.

Gruß

Gaby

Maonstxi


Hi Gaby,

das Trinken ist aber wirklich extrem wichtig. Bitte stell' Dir überall, wo Du Dich aufhältst, ein Glas Wasser hin - am besten stilles Wasser bzw. Leitungswasser. Davon schluckweise trinken.

Beim Essen solltest Du derzeit vielleicht von den traditionellen drei großen Mahlzeiten Abschied nehmen und lieber ca. fünf kleine Mahlzeiten zu Dir nehmen.

Liebe Grüße

Angie

G2abyN5x6


Re Monsti

Hallo Angie,

danke, ich versuche es mit dem Trinken und das mit den Mahlzeiten.

Da hattest du ja ganz schön was hinter dir, bist du berufstätig?

Wenn ja, was hat damals dein Arbeitgeber gemeint?

Bei mir, wird jetzt schon gefragt, wann ich denn wieder soweit wäre zu arbeiten.

Durch ständigen Durchfall fühle ich mich so schlapp, nachts schlafe ich nur in Etappen, weil ich immer raus muss. Ich bin mal gespannt, wann das aufhört.

Liebe Grüße

Gaby

M(onsxti


Hallo Gaby,

ich war stets beruflich selbständig, musste aber schon im Sommer 1999 krankheitsbedingt aufgeben. Seit 2000 kümmere ich mich um unser Haus (inkl. der darin integrierten Ferienwohnung) und den Garten. Das reicht mir. Insofern kann ich Dir bedauerlicherweise keinen sinnvollen Tipp geben ...

Liebe Grüße und gute Nacht

Angie

d~e DSäc7hsixn


Ja Gabi, die Anregung von Angie ist wirklich gut! Wenn du dir überall ein Glas Wasser hinstellst, trinkst du auch automatisch mehr!

Oje Rohkostsalat - da muss du wirklich jetzt noch sehr vorsichtig sein... Ich vertrage das ja jetzt oft noch nicht so richtig. Bei mir hat heute schon 1/2 Liter Möhrensaft durchgehauen... %-| Finde das auch eine gute Idee mit dem Essenstagebuch - werde das auch für mich in Angriff nehmen. Denn ich merke oft, mein Bauch zickt plötzlich rum, weiß aber nicht von was... %-| Alles vertrage ich nämlich auch noch nicht. Besser ist gedünstetes Gemüse, aber selbst dafür finde ich es jetzt noch zu früh - vor allen Dingen blähendes Gemüse. Ich habe lange Zeit selbst gedünstetes Gemüse noch nicht vertragen... Kopf hoch! Das wird schon - man muss nur halt schon ein wenig Geduld aufbringen u. nachsichtig mit sich sein. Die Geduld hatte ich übrigens auch nicht... ;-) Einen Tag fühlte ich mich, als könnte ich Bäume ausreißen u. dann fühlte ich mich wieder grottenschlecht... Alles braucht seine Zeit.

LG!

Britta @:)

G7abay5x6


@deSächsin

Hallo Britta ,

danke für deine Antwort. Auch ich habe festgestellt, dass ich gekochtes Obst oder Gemüse besser vertrage. Das mit der Geduld, das ist so eine Sache, die habe ich auch nicht. Die Durchfälle und die Krämpfe belasten mich schon sehr, denn ich nehme überhaupt nicht zu, im Gegenteil, eher ab. Ich bin jetzt seit 15. November außer Gefecht, aber es will einfach noch nicht. Die Kollegen und mein Chef nerven mich, wann ich denn wieder soweit wäre, zu arbeiten, sie haben einfach kein Verständnis.

Bei mir ist es ähnlich, an einem Tag fühlt man sich super und man denkt, endlich geht es aufwärts, dann am nächsten, bringt man überhaupt nichts zustande. Manchmal habe ich das Gefühl, dass der Darm nicht richtig arbeitet, da zwickt und schmerzt es, da wo die Naht anscheinend ist. Ist das normal?

Wünsche dir ein schönes Wochenende

Liebe Grüße

Gaby *:)

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