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Schmerz in der rechten Seite, verschwindet durch wärme! ? ! ?

MiarcoKPxolo81 hat die Diskussion gestartet


Hi,

hoffe das mir jemand endlich helfen kann. Hab seit Jahren ein immer wiederkehrendes Problem: bekomme öffters Schmerzen in der rechten Seite (Darmgegend). Hab Ultraschall hinter mir. Befund: Luft im Darm. Mein Hausarzt meinte das die Schmerzen evtl. dadurch kommen das die dort angesammelte Luft den Darm auseinander drückt und das die Schmerzen verursacht. Das mekrwürdige ist das die Luft sich anscheinend nicht im ganzen Darm verteilt, sondern halt nur auf der rechten Seite bleibt. Wie ist sowas möglich? Sobald sich die Luft da angesammelt hat, bekomme ich arge Schmerzen in der Seite! Hab früher Iberogast benutzt, was ganz gut geholfen hat. Musste aber nach einiger Zeit die Dosierung steigern. Hab vor kurzem durch Zufall herausgefunden das wenn ich einen sehr warmen Tee trinke die Schmerzen auch verschwinden. Magen Darm Tees helfen auch sehr gut. Nachdem die Schmerzen verschwunden sind, muss ich immer pupsen! Mir ist auch aufgefallen das Kälte das ganze verschlimmert z. B. in Form von kalten Getränken. Hinzuzufügen wäre auch das mein After juckt. weiß auch nicht woher das kommt. Hab im Forum gelesen das beides zusammenhängen kann. Das wäre dann ein Darmpilz, oder so. Stimmt das? Hoffe das mir jemand helfen kann...

LG

Antworten
Mconsxti


Hi,

wenn Dir Wärme gut tut, kannst zu wenigstens ziemlich sicher sein, dass Du keine Entzündung hast. Warum sich Gase in bestimmten Ecken des Darms sammeln, kann Dir hier sicher niemand sagen. Nicht nur der Dünndarm ist sehr verschlungen, ein Dickdarm kann dies auch sein. Da sammelt es sich halt in bestimmten Schlingen. Je weniger man sich körperlich betätigt, desto heftiger machen sich solche angestauten Winde bemerkbar. Ist zwar unangenehm, aber ganz sicher nix Schlimmes.

Bezüglich des juckenden Afters kann ich Dir nur empfehlen, zum Arzt zu gehen. Dort kann man u.a. haben: Hämorrhoiden, Fissuren, Pilzbefall, ein Ekzem, mangelnde Hygiene oder Wurmbefall. All dies kann mehr oder weniger stark jucken.

LG Angie

M"arcoRPolo8x1


Danke für deinen Post. Das komische ist halt das Kälte die Schmerzen stark verschlimmrt. Hab auch was von Reizdarm hier gelesen, aber wenn ih den hätte würde der doch nicht auf Kälte reagieren, oder? Wie gesagt, musste auch nach einiger Zeit die Iberogast Dosierung deutlich über der Packungsbeilagenempfehlung ansetzen bzw. 2 bis 3 mal wiederholen bis die Schmerzen weg waren. Mache mir da schon Gedanken drüber. In den letzten Jahren kam das einmal im Jahr vor, weiß nicht wie lange, und war dann wieder weg. Und jetzt ist es halt schon seit über 5 Monaten da, und wird nicht wirklich besser. War beim Hausarzt, aber der meinte nur das wenn es nicht besser wird ich eine Darmspiegelung machen sollte. Hab bischen Bammel davor und hab auch bei vielen gelesen das bei den ganzen Spiegelungen nichts wirklich gefunden wurde und deshalb das als letzte Option behalten wollte. Hab was von einem Pilz Test für zuhause aus der Apotheke gelesen. Macht das Sinn?

LG Markus

miiniaenawn?axs


Schmerzen auf der rechten Seite spricht für den Darm. Unsere Tochter hatte anfangs auch "Blinddarmbeschwerden". Allerdings wurde es mit Wärme schlimmer, was auf Entzündung hindeutete.

Ich würde eine Coloskopie machen lassen. Unsere Tochter hat sie vor kurzem machen lassen. Auch sie hatte Angst davor. Sie bekam eine Art Vorstufe der Narkose und wurde dabei ärztlich überwacht.

Sie konnte sich danach an nichts mehr erinnern und war froh, dass es ihr so gut ging. Würde ich eine Coloskopie machen lassen müssen, dann auch nur mit dieser Art von Narkose. Frage unbedingt vorher nach. Denn die meisten Ärzte lehnen den Zeitaufwand dazu ab! Es heißt dann immer, man müsse die Schmerzen bei der Spiegelung spüren! Meiner Meinung nach sind diese Patienten nur schneller abgefertigt im Praxisalltag.

Sei froh, wenn bei der Coloskopie nichts gefunden wird. Dann weißt Du 100%ig, dass Du nichts hast. Wichtig ist aber die komplette Spiegelung des Darms, deswegen auch gleich die Coloskopie. Oft sind Entzündungen im Dünndarm und dann bringt es nicht viel, wenn nur ein Teil gespiegelt wurde.

Alles Gute - Martina

M+omnsxti


Hallo Martina,

eine Coloskopie ist eine Spiegelung des Dickdarms. Der Dünndarm wird bei nicht untersucht (max. die ersten paar Zentimeter von über 4 m).

Zur Sedierung bei der Coloskopie bekommt man i.d.R. Dormicum und ein Schmerzmittel infundiert. Dies ist in Deutschland und Österreich Standard. Die meisten Patienten meinen zwar, während der Untersuchung geschlafen zu haben, dies ist aber nicht der Fall. Während der Untersuchung ist man trotz Dormicum sehr wohl in der Lage, auf Schmerzreize zu reagieren, was auch wichtig ist. Nur hinterher kann man sich halt meist an nichts mehr erinnern, weil Dormicum eine Amnesie verursacht. Mit oder ohne Sedierung dauert eine Darmspiegelung ca. 15-30 min - von Zeitersparnis aufgrund vermiedener Sedierung kann also keine Rede sein. Außerdem kenne ich keinen einzigen Arzt, der bei einer Darmspiegelung keine Sedierung anbietet.

Bei oben geschilderten Fall halte ich persönlich eine Koloskopie aber für übertrieben, weil aller Wahrscheinlichkeit nach eh nix rauskommt. Angst muss man vor dieser Untersuchung aber wirklich nicht haben. Unangenehm ist für viele nur das vorherige Abführen mit mehr oder weniger grausig schmeckendem Zeug.

Liebe Grüße

Angie

m`inia0nanaxs


@ Angie

Hallo Angie,

bei meiner Tochter wurde zum Glück der erste Teil des Dünndarms mit untersucht. Denn sie hat nun Morbus Crohn.

Das mit der Sedierung stimmt. Das hat mir vor der Untersuchung der anwesende Anästhesist erklärt. Ich wollte nur nicht so genau darauf eingehen. Sonst bekommen andere noch mehr Angst davor.

Ich war im Wartezimmer und habe meine Tochter gehört. Sie konnte sich aber danach nicht daran erinnern. Bei ihr hat die Untersuchung 45 Minuten gedauert. Es war bei ihr nicht so einfach lt. der erfahrenen Ärztin. Ich habe diese Untersuchung allerdings privat bezahlt, da sie bei der Privatärztin innerhalb 1 Woche einen Termin bekam und bei den anderen Ärzten als Kassenpatientin 6 Wochen warten sollte - trotz Angabe von Schmerzen!

Was ihr sehr unangenehm war, war das Glaubersalz vorher. Das Mittel am Tag der Untersuchung und einen Tag vorher hieß Moviprep und schmeckte sehr süß nach Zitrone. War ihr zwar zu süß, sie würde es aber jederzeit wieder trinken. Die normalen Mittel müssen so wie das Glaubersalz schmecken.

Vielleicht liegt es daran, dass wir in einer Kleinstadt wohnen, aber die Ärzte hier bei uns haben alle die Sedierung abgelehnt! Auch im Kollegenkreis haben alle keine Sedierung erhalten und die Schmerzen bei vollem Bewusstsein mitbekommen! Das wollte ich ihr unbedingt ersparen.

Kennst Du Dich etwas aus? Ich suche noch Rat wegen Morbus Crohn. Ein gutes Forum hat unsere Tochter bereits gefunden. Sie fühlt sich ziemlich allein gelassen mit der Diagnose. Bekam Prospekte und das war es. Sie soll nun Kortison etc. nehmen. Ich würde gerne wissen, ob das bei ihr notwendig ist. Lt. dem Forum gibt es viele, die wesentlich schlimmer erkrankt sind und da sehe ich den Vorteil von dem Kortisoneinsatz ein. Sie nimmt es nun zwar...aber auf lange Sicht ist das nicht das Wahre. Sie ist ja noch jung. Der Hausarzt meinte ebenfalls, sie soll es erst mit Ernährungsumstellung probieren.

Liebe Grüße

Martina

MNonstxi


Hallo Martina,

mit Morbus Crohn kenne ich mich ein wenig aus, aber nicht, weil ich selbst betroffen bin, sondern weil in meinem Stamm-Forum [[http://www.stoma-forum.de]] sehr viele von MC betroffen sind. Auch kenne ich MC-Kranke in meinem Freundeskreis und konnte solche während meiner Reha kennenlernen.

MC verläuft total unterschiedlich. Im Stoma-Forum sind primär Leute aktiv, die sehr schwere Verläufe haben (sonst wäre ja auch kein künstlicher Darmausgang notwendig ...). In leichteren Fällen genügen im Schub Cortison und eine angepasste Ernährung. Ist die Erkrankung damit nicht in den Griff zu bekommen, finden derzeit noch sog. "Basismedikamente" Anwendung, die auch z.B. bei Rheumatoider Arthritis eingesetzt werden: Imurek, MTX oder TNF-alpha-Blocker. All diese Mittel wirken unmittelbar auf das Immunsystem.

Eine sehr enge Freundin von mir (37 Jahre alt) hat schon seit ca. 15 Jahren MC. Sie bekommt Imurek und nimmt während eines Schubs zusätzlich Cortison. Den letzten hatte sie meines Wissens im April/Mai vergangenen Jahres. Bisher wurde bei ihr lediglich eine Fistel-OP notwendig. Sie hat also noch ihren gesamten Darm. Bei ihr sitzt der Crohn genau am Übergang Dünn-/Dickdarm mit Schwerpunkt auf ca. 25 cm des aufsteigenden Dickdarms. Zum Glück hatte er sich bisher noch nicht ausgeweitet, wurde in den Jahren auch nicht schlimmer.

Leider gibt es auch ganz andere Fälle, die nach etlichen OPs schließlich im Kurzdarmsyndrom (mit oder ohne Stoma) enden. Hier kenne ich eine Frau (Anfang 60), der aufgrund des Crohns nur noch ca. 100 cm Dünndarm verblieben sind. Sie hatte schon lange keine Schübe mehr, ist aber klapperdürr, muss schwer beim Essen aufpassen und benötigt permanent darmlähmende und stuhleindickende Medikamente.

Anderen musste der komplette Dickdarm plus einem Stück Dünndarm entfernt werden. Diese Patienten haben ein Ileostoma (= künstlicher Dünndarmausgang). Dieses habe ich im übrigen auch, aber aus anderen Gründen. Deshalb bin ich ebenfalls im o.g. Forum.

Du siehst, Morbus Crohn kann ganz unterschiedlich verlaufen. Deiner Tochter wünsche ich natürlich, dass sie die eher harmlose Variante hat, die man mit Diät und Medikamenten in den Griff bekommt.

Liebe Grüße

Angie

P.S. In welchem Forum ist Deine Tochter denn?

mdinpia^naxnas


@ Angie

Hallo Angie,

sie hat die Diagnose erst vor 1 Woche erhalten und ist seitdem "stiller Leser" im:

[[http://www.croehnchen-klub.de/]]

Ich habe auch schon wegen Morbus Crohn gegoogelt und habe die unterschiedlichen Krankheitsverläufe gelesen. Habe mir auch schon 2 Bücher zugelegt und bin eifrig am Lesen.

Von einem akuten Schub spricht man bei täglichem Diarrhö? Bei ihr war es seit mind. 4 Monaten so, dass sie täglich z. B. einmal am Tag Diarrhö hatte. Der Orthopäde schlug bereits im Oktober eine Darmspiegelung vor (er hat sie aber nie nach Diarrhö gefragt) - sie hatte Angst vor der Spiegelung und hat mir nicht gesagt, dass sie täglich Diarrhö hat. Die Internistin war dann auch noch schuld. Dort war sie Anfang November zum Ultraschalls des Darms. Sie hielt eine Darmspiegelung für unnötig, fragte aber auch nicht, ob Diarrhö besteht. So vergingen 3 Monate...

Jetzt im Januar wurde die Coloskopie von einem anderen Arzt ebenfalls empfohlen und da gab sie zu, dass das schon längere Zeit geht.

Sie nimmt zurzeit folgende Medikamente: - Budenofalk 3 x täglich (nach 4 Wochen soll es auf 2 x täglich reduziert werden, danach 1 x täglich) - Wäre so eine lange Einnahme normal? Ich weiß, es ist ein schwächeres Kortisonpräperat...

- 2 x täglich 1,5 g Claversal, nach 4 Wochen soll es auf 2 g reduziert werden.

- Mutaflor (ist strittig wegen der Wirkung, aber lt. Ärztin soll sie es nehmen - ein anderer befreundeter Arzt hält es für eine unnötige Ausgabe) 1 x täglich, später dann 2 x täglich.

Deine Freundin hat Morbus Crohn auch schon sehr bald bekommen. Meine Tochter ist gerade 16. Zurzeit ist sie nicht besonders gut drauf. Anfangs nahm sie es locker, aber ich denke auch durch das Forum wurde ihr bewusst, was es bedeutet, MC zu haben. Man ist dadurch natürlich eingeschränkt.

Aber irgendwie ist sie auch von der Ärztin nicht richtig aufgeklärt worden. Sie hätte sagen können, dass die Medikamente versuchsweise reduziert werden können, wenn es ihr besser geht oder z. B. das man nach 4 Wochen kommen kann, um den weiteren Weg zu besprechen. Stattdessen wird wochenlang Kortison gegeben etc.

Ich wünsche Dir alles Gute. Du hast auch schon viel mitgemacht.

Liebe Grüße - Martina

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