» »

Hartnäckige Verstopfung - Erfahrungsbericht

L]adyxMed hat die Diskussion gestartet


Hallo an alle!

Nachdem ich nun selbst an die 1,5 Wochen mit hartnäckiger Verstopfung zu kämpfen hatte und mich in diversen Foren über Hilfsmittel informiert habe, will ich nun meinen Erfahrungsbericht ablegen.

Begonnen hat das ganze mit einer Darmgrippe. Nachdem ich starken Durchfall hatte, hatte ich insgesamt eine Woche lang keinen Stuhlgang. Bemerkt habe ich das ganze nach dem 4. Tag. Ich gehöre leider zu den Leuten, die an die 2 x Woche Stuhlgang haben.

Jedenfalls machte mein Bauch keine Anstalten den Stuhl zu entleeren. Ich habe begonnen Pflaumen zu essen (gleich 4 Stück auf einmal). Normalerweise hilft diese Ration um 2 Stunden später den Stuhl loszuwerden. Dieses mal nicht. Habe dann 2 Tage lang 3 x täglich Pflaumen gegessen, nichts half.

wir sind nun bereits am 6. Tag angelangt, immer noch kein Stuhl (wirklich kein Bisschen!).

Habe mir bereits grosse Sorgen gemacht, da ich im Internet über Darmverschlüsse etc. gelesen habe. Habe mich allerdings beruhigen können, da irgendwo steht, dass wenn Darmwind vorhanden ist, kein Darmverschluss vorliegt.

Habe am 6. Tag dann sage und schreibe 800 gramm Sauerkraut gegessen, pur!

Dachte, dass ich vom Klo gar nicht mehr runterkommen werde.

Was war?

Ich hatte einen riesigen aufgeblähten Bauch, fast im 7. Monat schwanger hätte man sagen können. Den hatte ich auch noch am 7. Tag, nachdem ich ganz wenig rauspressen habe können.

Mir war bereits etwas übel und ich war mit den Nerven am Ende.

Diese Hausmittel haben bei mir üblicherweise sehr schnell und verlässlich geholfen. Dieses mal nichts.

Gegessen habe ich übrigens die Woche nach der Darmgrippe sehr viel, so dass es definitiv sehr eigenartig war, dass nichts kam. Vor allem nach den 800 g Sauerkraut!

Ich bereits panisch, dachte wieder an Darmverschlüsse etc..

Bin dann zur Apotheke. Dort habe ich nach dem Mikroklist verlangt. Habe den auch bekommen, einen angewendet: ganz wenig Stuhlgang gehabt (wirklich sehr sehr wenig). den 2. angewendet, da kam gar nichts.

Nun wusste ich, dass die Verstopfung irgendwo weiter "drinnen" war..

Bin wieder zur Apotheke, habe der Apothekerin die Leidensgeschichte erzählt. Sie war verwundert, das das nichts hilft und meinte, wenn gar nichts mehr geht, dann kann nur mehr Movicol helfen. Ich soll gleich 2 Packerl auf einmal nehmen.

Ich habe nur 1 Packerl genommen, da ich dachte, dass man daraufhin starke Durchfälle bekommt (auch wenn es kein richtiges Abführmittel ist). Am 7. Tag ist jedenfalls nichts passiert.. Apotherkerin meinte allerdings, dass es erst am Abend wirken würde (genommen habe ich es zu Mittag).

Mittlerweile war es Freitag abend geworden.

Ich immer noch einen schwangerschaftsbauch und übel war mir.

Habe mit einem Allgemeinmediziner telefoniert. Er meinte, ich soll nochmals 2 auf einmal nehmen. Nachdem ich zumindestens ein wenig Stuhlgang hatte, kann ein Darmverschluss eher nicht sein. Soll aber wenn morgen nichts passiert ins Klinikum fahren. Dort müsste man es mit Einlauf lösen.

Ach ja, ich wollte absichtlich kein Abführmittel nehmen, deswegen es mit allen anderen Mitteln versucht.

Allgemeinmediziner und Apothekerin waren auch gegen Abführmittel.

Am Samstag war dann zum Glück gleich morgens ein Stuhlgang. Sage mal, von normaler "Grösse". Aus meiner Sicht aber immer noch zu wenig, dafür, dass ich so lange nicht war.

Habe am Samstag dann morgens 1 Päckchen Movicol genommen, am abend 2 päckchen.

Am Sonntag dann noch Szegediner Gulasch gegessen (mit Sauerkraut) und Sauerkraut in Frisch. Insgesamt so etwa 400 g Sauerkraut verdrückt. Trockenobst gegessen, so etwa 3 Stück morgens. Abends 3 Stück.

Heute morgens Stuhlgang gehabt, nicht übermässig viel.

Heute habe ich mein Movicol genommen, dafür Trockenobst gegessen (3 Stück). Habe mir noch Milchzucker gekauft und das dürfte anscheinend den Kick gegeben! Bin danach am Klo gewesen, hatte allerdings auch ganz leichte Bauchschmerzen.

Gegessen habe ich zusätzlich 3 x täglich probiotisches Joghurt (2 x 125 g, 1 x 200 g).

Habe keine Leinsamen ausprobiert, auch nicht Rhizinusöl.

Anzumerken ist, dass der Stuhl, der nach Movicol kam, sehr weich war. Also eine Hilfe ist es auf alle Fälle!

Meine Verstopfung ist nun gelöst und ich bin froh darüber!

Jetzt werde ich darauf schauen, dass ich von 2 x Woche auf vielleicht täglich Stuhlgang komme. Wusste nicht, dass es eine Art Krankheit ist, wenn man so wenig aufs Klo geht, bis ich diese Verstopfung hatte und mir aufgefallen ist, dass ich sonst auch nicht sehr oft gross am Klo bin.

Dazu muss gesagt werden, dass ich 5 x Woche Sport treibe, mich gesund ernähre (Vollkornprodukte, Gemüse, Obst etc.). Also die komplette Gesundheitspallette in Person bin ;-) aber trotzdem nicht so oft Stuhlgang habe.

Liegt aber womöglich daran, dass ich zu wenig trinke (dafür dass ich Sport treibe, oftmals nur 2 Liter am Tag oder weniger).

Ich hoffe, ich helfe damit irgendjemanden, der gerade am Verzweifeln ist! Es muss kein Darmverschluss sein!! (die Paniken hatte ich) und es geht auch ohne Abführmittel (die laut Berichten mehr Schaden anrichten, als das sie helfen)

Lg

Antworten
MloPnsti


Nun, 2x wöchentlich Stuhlgang zu haben, ist immer noch normal und keineswegs eine Krankheit. Es ist auch ein Märchen, dass täglicher Stuhlgang nötig wäre. Und dass man nach starkem Durchfall erst mal einige Zeit gar keinen Stuhlgang mehr hat, ist ebenfalls normal, da sich der Dickdarm ja erst wieder füllen muss.

4{pl}easuxre


Einlauf

Soll aber wenn morgen nichts passiert ins Klinikum fahren. Dort müsste man es mit Einlauf lösen

Hallo,

warum machst du dir den denn nicht selber ? Deswegen braucht doch kein Mensch extra in die Klinik fahren, tztztz. Einen irrigator bekommt man für wenig Mäuse in jedem Sanitätshaus, Apotheke oder im Internetversand.

Eine Anleitung dazu wie man den richtig ausführt gibts notfalls auch im internet, einfach mal gurgeln ähh googeln.

Stattdessen läuft es wie so oft bei den allermeisten, man bzw. frau quält sich ewig herum mit irgendwelchen chemischen Mittelchen oder Hausmitteln, die dann in hartnäckigen Fällen doch nicht helfen, zumindest nicht sofort.

Ich bin jedenfalls der festen Überzeugung, dass man eine Vertopfung direkt dort lösen sollte, wo sie sitzt und das ist von unten und nicht erst über den Weg von oben ! Der Wirkungseintritt von Pillen und Pülverchen ist nach meiner Erfahrung oft sehr ungewiss und Leibschmerzen bekommt man auch sehr oft noch reichlich zusätzlich davon. Dann doch lieber kurz und scherzlos einen ordentlichen Einlauf und die Sache ist wieder im Lot.

Ist übrigens eine der ältesten Behandluingsmethoden in der Medizin, schon die alten Ägypter wussten sich damit zu helfen und wenn man es nicht übertreibt damit, dann schadet es auch niemand. Heutzutage verkaufen einem die Pillendreher aber lieber allerlei teure chemische Mittelchen, da ist halt auch wesentlich mehr dran verdient.

Grüße,

4pl

l{izzix1980


Hallo 4peasure,

das was Du mit dem Einlauf beschreibst ist richtig, so kann Mann/Frau auch richtig angewand zu einer regelmässigen Verdauung kommen (kenns aus eigener Erfahrung).

Aber genauso hatte Apothekerin, vollkommen recht, mit den Ratschägen. Denn ich kenne es aus eigener Erfahrung, das zu uns die Leute kommen, und halt nur ein Abführmittel verlangen. Und dazu kommt das es miestens möglichst nur Tropfen, Tabletten oder Zäpfchen sein dürfen. Was soll dann die Person hinter der Theke dem Kunden /in erzählen: Kauf dir einen Irrigator für 11,50 €?

Was meinst Du wie die Kunden dann reagieren würden? Ich glaube den Kunde hätten wir für die längste Zeit gesehen, und unser Chef würde doch sehr sauer sein. Den Rat auf Abführmittel zu verzichten war in dem oberen Falle doch vollkommen richtig. Im Job ist es immer eine Abwägungssache, was du dem Kunden empfhiehlst, und wie es der Kunde annimmt. Das mit den Einläufen habe ich mal privat einer meiner besten Freundinen, mit der ich auch sehr viel intimes bespreche, als wir über das Thema Verstopfung geredet haben. Doch meine Ratschäge waren im ersten Moment für sie vollkommen unzumutbar. Ca ein halbes Jahr später, nach so glaube ich, unzähligen Versuchen, kam sie dann wieder mit diesem Gesprächsthema auf mich zu. Und versuchte dies dann doch, mit gutem Erfolg. Aber diese Erfahrungen muss jeder selbst sammeln.

LG

Lisa

L%ad yMed


Hallo 4peasure!

Hatte den Mikroklist benutzt, der half aber nur ganz wenig. Da wäre wohl ein "richtiger" Einlauf fällig gewesen. Mit mehr Flüssigkeit als nur paar Milliliter. Denke ich zumindestens, bin kein Arzt, aber gehe davon aus, dass im Krankenhaus mehr Flüssigkeit verwendet wird, um alles auszuspühlen. Der Dickdarm ist laut Recherche an die 1,5 Meter lang. Da kann ein Mikroklist nur weit hinten wirken, denke ich zumindestens, weil eben wenig Flüssigkeit verwendet wird.

4Bpele#asxure


Hallo ihr beiden,

@Lizzi1980

da geb ich dir sehr recht und die allermeisten Leute, die nicht aus Interesse od. beruflich sich darüber auskennen, sind leider zu uninformiert. Das ist gleichwohl in unserer heutigen, "modernen" Gesellschaft auch ein völliges Tabuthema, über das gerne das Mäntelchen des Schweigens gehängt wird. Und was das eigentliche Problem anbelangt : Selbst die Queen muss mal, sag ich nur...

Ich muss zugeben, es geht mir selber so in der Apotheke : da stehen dann meist noch andere hinter einem und wenn man solche Dinge verlangen soll od. möchte, dann bekommt man keinen Satz raus, weil man sich vor den andern, selbst der MTA, dann irgendwie schämt. Im Sanitätshaus oder Internet ist es ein klein wenig einfacher finde ich.

Auch darüber sich zu unterhalten, Aug' in Aug' ist aus den vorgenannten Gründen sehr schwierig. Denn wenn man selber um die Vorzüge eines gelegntlichen Einlaufes weiß, dann kann man ja nie wissen, mit welchen Reaktionen des Gegenüber man selbst rechnen muss (siehe die erste Reaktion deiner Freundin !!) und man wird dann schnell für leicht "schräg" gehalten. Du hattest echt und wolltest ihr helfen und hast erstmal nur Unverständnis geernet. Traurig zwar, aber beinah normal.

Das ist ein jedenfalls ein ganz heikles Thema für viele, die sich (noch) nicht informiert haben. Zum Glück gibts ja das Internet für so vieles (Informationen, shops, Foren etc.) alles schön anonym und man kann dann offener mit diesen Dingen umgehen.

Was die Apotheker angeht ist es nunmal leider so, dass die natürlich auch wirtschaftliche Interessen haben (müssen) und an den andern Mittelchen der Pharmaindustrie (die ja auch verdienen will) ist einfach viel mehr dran verdient. Und ich behaupte mal, dass diese ganze Chemie dem Geldbeutel mehr schadet als schlichtes warmes Wasser, was seit jahrtausenden erprobt und bewährt ist.

@LadyMed

Da kann ein Mikroklist nur weit hinten wirken, denke ich zumindestens, weil eben wenig Flüssigkeit verwendet wird.

Das ist natürlich vollkommen richtig, So ein Mikroklist hat ja nur 5 MilliLiter Inhalt (in dem Gel ist allerlei drin, wenn man den Beipackzettel mal liest.) So wenig kann natürlich nur wirken, wenn es sich um eine reine Enddarmverstopfung handlet. Bei einer weitreichenderen, größeren und hartnäckigen V. ist so ein richtiger Einlauf schon sehr viel effektiver. Ein Erwachsener verträgt gut 1-2 Liter körperwarmes Wasser, aber das ist bei jedem ein natürlich ein wenig verschieden, so unterschiedlich die Leute auch sonst sind.

Aus meiner Erfahrung heraus kann ich es nur jeder/m empfehlen der abunzu unter einer V. leidet, sich über den E. zu informieren und die Scheu abzulagen. Man fühlt sich hinterher einfach viel wohler und das auf einfache u. effektive Art und Weise.

Wegen der Bedenken mit der Damflora und den nützlichen Darmbakterien : abundan ein Einlauf schadet da nach meiner Meinung überhaupt nicht. Es sind genügend davon vorhanden und wenn man es nicht täglich macht... dann macht so ein E. da auch nichts. Ein Antibiotikum ist da viel verheerender in den Auswirkungen, das dürfte unbestritten sein.

Grüße

4pL

4iplewasuIre


Trinkmenge zu gering !

Hi LadyMed

Liegt aber womöglich daran, dass ich zu wenig trinke (dafür dass ich Sport treibe, oftmals nur 2 Liter am Tag oder weniger).

da haben wir ja schon den Grund, dass da mit der Verdauung nichts so läuft wie es soll. Bei dazunoch viel Sport ist der Flüssigkeitsbedarf noch viel höher als normal und deine Trinkmenge ist wirklich katastrphal wenig !!! Da brauchst du dich aber nicht wundern, dass dein Verdauungstrakt nicht richtig arbeitet.

Dein Stuhl vertrocknet regelrecht auf dem Weg bis zum Ausgang, da der Körper ihm viel Flüssigkeit (die ihm ja sowieso fehlt) entzieht !

In den Medien liest man und von vielen Ärzten hört man :: einmal Stuhlgang in drei Tagen oder drei mal am Tag sei noch im Normbereich. Aber nur 2x die Wioche halte ich gerade auch bei deiner Ernährung für viel zu wenig.

Du solltest da mal echt was tun und auf eine ausreichende Flüssigkeitszufuhr (Wasser, kein Alk !) achten, dann bessert sich das mit Sicherheit. Ansonsten wirst du deine Darmträgheit nie los werden und die Verstopfung könnte chronisch werden.

Grüße,

4pL

LhadyxMed


Trinkmenge

Halle 4pleasure!

Da hast du sicher recht, sollte in der Tat an die 3-4 Liter trinken. Trinke derzeit (ohne Sport) zwischen 2-3 Liter und es passt.

Werde Säfte mit Wasser verdünnen und trinken. Mein Problem ist, dass Wasser trinken recht fad ist, deswegen trinke ich wahrscheinlich auch so wenig. Sobald etwas Saft beinhaltet ist, trinke ich gleich wesentlich mehr.

lg

Lwad$yMed


Wollte euch nur darüber informieren, dass ich derzeit kein Milchzucker zu mir nehme, wieder gesund esse (Vollkornprodukte etc.), viel trinke (3 liter am Tag, ohne Sport) und seitdem sogar 2 x Tag Stuhlgang habe :-o

Funktioniert anscheinend auch ohne Hilfsmittel!

Esse allerdings derzeit keine stopfenden Lebensmittel wie Reis, Bananen etc.

Liebe Grüsse&viel Erfolg

gBartenUmausx1612


Das hört sich nach stress an. Aber am besten gehst du damit zum Arzt und lässt es abklären. Bei mir waren es Verstopfung es lief gar nichts, dann hatte ich ständig Magenschmerzen. Mein Arzt meinte bei mir wäre alles in Ordnung. Also bin ich weiter gegangen, meine Heilpraktikerin hat mir dann ein Naturprodukt empfohlen aus reinen Kräuter. Pepex von bodyvita das nehme ich jeden Tag mein Magen ist zur Ruhe gekommen und mit der Verdauung klappt es auch viel besser. Und lass die Abführmittel weg das schadet den Darm nur. Meine Dad musste eine Zeitlang Mikroklist nehmen, der dank war nach 6 Monaten Hämorrhoiden.

Wollen Sie selber etwas dazu schreiben?

Dann melden Sie sich an bzw. lassen Sie sich jetzt registrieren, das ist kostenlos und innerhalb weniger Minuten erledigt. Interessant sind sicher auch die übrigen Diskussionen des Forums Magen und Darm oder aber Sie besuchen eines der anderen Unterforen:

Ernährung · Übergewicht · Unter­gewicht · Zahnmedizin


Nicht angemeldet: Anmelden | Registrieren | Zugangsdaten vergessen? | Hilfe

Startseite | Impressum | Nutzungsbedingungen | Netiquette | Datenschutz | Mobile Ansicht   © med1 Online Service GmbH