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Ernährung bei Verwachsungsbauch

h!exenka6efexr hat die Diskussion gestartet


Hallo, ich habe heute das erste mal einige Beiträge von Euch über Verwachsungen im Bauchraum gelesen. Nun bin auch ich leider davon betroffen und habe die einfache Frage, ob es evtl. besondere Ernährungstips gibt. Außerdem würde mich interessieren, ob ihr Erfahrungen mit Osteopathie, TCM oder ähnliches habt. Gruß Hexenkaefer

Antworten
MAongsti


Hallo hexenkaefer,

inwieweit Du in Deiner Ernährung eingeschränkt bist, hängt davon ab, ob die Verwachsungen auch die Darmpassage stören. Ist dies nicht der Fall, genügt es sicher, mit stark blähender Kost ein wenig vorsichtig zu sein.

Ich habe sowohl mit TCM (v.a. Akupunktur) als auch mit Osteopathie Erfahrungen gemacht. Erstere wirkt vor allem schmerzlindernd. Die Osteopathie hingegen verbessert die Darmpassage und lockert die Züge im Bauch. Beides kann ich allerwärmstens empfehlen.

Liebe Grüße

Angie

hae;xenkamefer


"Re:Ernährung bei Verwachsungsbauch"

Hallo Angie, nun ist es so, daß ich vor 4 Jahren eine leider große

Bauch-OP hatte und danach keinerlei Beschwerden hatte. Vor 5 Monaten kam dann plötzlich eine Notfall-OP wegen akuten Briden Ilius. Diese Problematik war mir bis dahin also gar nicht bekannt. Nun bin ich ein wenig hellhörig was meinen Darm betrifft. Daher meine Ernährungsfrage. Hast du noch detailierteres Wissen oder hast du einen Literartur-Tip? Ab wann könnte man post-op mit Osteopathie anfangen? Schmerzen bestehen nicht.

Gruß von Hexenkaefer

Mdonsmtxi


Wenn Du keine Schmerzen hast, kannst Du sofort zur osteopathischen Therapie gehen.

Mh, dann hatten wir unsere großen Bauch-OPs ja gleichzeitig. Meine erste war am 22.01.2004, die zweite fünf Tage später, die dritte ein halbes Jahr später (ebenfalls Bridenileus).

Wenn ich mal wieder eine Osteopathie-Pause mache, habe ich häufige Passageprobleme (Subileuszustände), die leider vollkommen unabhängig davon sind, was ich vorher gegessen hatte. Selbst das wässrige "Nüchternsekret" hatte sich schon gestaut, so dass es schließlich oben raus kam. Deshalb kann ich Dir leider keine Ernährungsempfehlungen geben.

Zum Glück merke ich schnell, wann sich wieder ein Subileus einstellt, da ich ein Ileostoma (künstlicher Dünndarmausgang) habe. Dieses liefert i.d.R. ca. alle 10-30 Sekunden. Kommt länger als eine Stunde gar nichts, weiß ich, was los ist und kann frühzeitig eingreifen: körperliche Bewegung, Bauchmassage, Wärmflasche, heißes Bad ... Sollte das alles nicht helfen, fahre ich ins Spital.

Literaturtipps habe ich keine für Dich. Ich weiß auch gar nicht, ob es darüber etwas gibt.

Liebe Grüße

Angie

h|exenk!acefxer


"Re: Ernährung bei Verwachsungsbauch"

Hallo Angie, erstmal herzlichen Dank für die Infos. Ich bin gerade in der Phase, mir einige Infos über Bridenilius zu verschaffen,da ich doch ganz schön überrascht wurde mit der letzten OP. Nun horche ich immer mal in meinen linken Unterbauch und versuche den "backround" der Geräusche zu erkunden. Wenn Du merkst, das ein halber Verschluß sich anbahnt, was unternimmst du genau? Kann man es eigentlich auch schon hören? In welchen zeitlichen Abständen warst Du beim Osteopathen? Gruß von Hexenkaefer

M+oBnstxi


Hallo hexenkaefer,

bei meiner Osteopathin bin ich seit Herbst 2005, absolviere eine Serie von acht Therapien (1x die Woche) und pausiere dann zwei oder drei Monate. Mitunter auch kürzer, wenn in der Zwischenzeit die Beschwerden wieder stark zunehmen. Bei uns in Österreich ist es möglich, diese Therapie als normale Physiotherapie mit der Krankenkasse abzurechnen, es bleibt dann je Termin ein Selbstbehalt von ca. 25 Euro. Bei uns ist dies so, weil nur diplomierte Physiotherapeuten oder Ärzte jede Art von Physiotherapie anbieten dürfen. Heilpraktiker gibt es bei uns nicht.

Ein Subileus macht sich bei mir zunächst mit der sog. Pendelperistaltik bemerkbar, mit welcher der Dünndarm versucht, das Hindernis zu überwinden. Dies ist bei mir sehr laut hörbar. Es sind helle plätschernde und schlürfende Geräusche. Es klingt z.T. so, als würde sich in jedem Moment die Bauchdecke auftun und eine fette Fontäne rausspritzen. Da ich sehr dünn bin, sehe ich die Arbeit des Dünndarms auch. Es sieht aus, als hätte ich einen putzmunteren Alien im Bauch. Hinzu kommen krampfartige Schmerzen. Bei mir staut es sich immer im linken Oberbauch, wo der Dünndarm mit dem Zwerchfell, dem Magen und der Milz verwachsen ist und in diesem Bereich auch einen scharfen Knick macht. Der Staubereich ist bei mir direkt unter dem Magen, so dass es mir mit zunehmender Füllung auch übel wird. Im Extremfall kam die Sch***** auch schon oben raus.

Sobald mein Stoma über längere Zeit nichts liefert und ich die o.g. Geräusche höre, esse ich nichts mehr (trinke aber um so mehr) und marschiere eine größere Runde, dabei immer wieder den Bauch massierend und den Oberkörper nach allen Richtungen bewegend. Hilft das nicht, mache ich mir zu Hause ein heißes (!!!) Vollbad und massiere dort dem Bauch weiter (z.B. Zupf- und Streichmassage). Bisher *aufHolzklopf* hat vor allem letzteres immer geklappt.

Ich hoffe, ich konnte Dir ein wenig weiterhelfen.

Liebe Grüße

Angie

hAexen5kaexfer


"Re: Ernährung bei Verwachsungsbauch"

Hallo Monsti, das sind ja schon mal einige gute Tips. Ich habe gerade einen Termin bei einer Osteopathin gemacht und bin selbst ganz gespannt. Da ich jobtechnisch viel in Bewegung bin und Sport mache, bin ich, was Mobilität betrifft, reichlich ausgelastet. Vielleicht kannst Du mir nochmal kurz beschreiben, was genau Du bei Zupfmassagen machst. Lieber Gruß von Hexenkaefer

MQonstxi


Bei der "Zupfmassage" ziehe ich an der Bauchdecke. Da mein Dünndarm auch mit der gesamten Bauchwand verwachsen ist, lockere ich damit mein Gedärmel etwas.

Liebe Grüße

Angie

M7b.1x18


Hallo, ich schreibe mal das Problem von meinem Vater, der bereits mehrfach wegen Verwachsungen operiert wurde. Heute hat er leider wieder die Diagnose bekommen, dass seine Schmerzen von einer Verwachsung des Darms mit der Bauchdecke kommen. Eine weitere Operation würden wir gerne vermeiden, da er 75 ist und Bypässe und Herzschrittmacher hat. Mit welchen Mitteln bekämpft ihr die Schmerzen ? Meinem Vater hat bis jetzt leider nichts gut geholfen ( novalgin, Tramal ). Nun lese ich über oesteopathie und frage mich, ob man da nichts verletzen kann, wenn der Darm festgewachsen ist ? Nehmt ihr täglich Abführmittel ? Ich bin für jede Hilfe und Information dankbar um eine op zu umgehen.

Viele Grüße

Mb118

BwenSitUaxB.


Ein Osteopath zerreißt oder verletzt doch nichts. Welch absurde Idee.

Ich habe mehr als 10 Operationen im Bauchraum gehabt.

Hätte ich schon früher von Osteopathen gewußt, wären mir sicherlich OP's erspart geblieben.

M\ondsti


Die Osteopathie ist eine sehr sanfte Maßnahme, Verwachsungen und die damit einhergehenden Beschwerden in den Griff zu bekommen. Bisher ist mir keine andere Therapie bekannt, die so effektiv ist. Wie Benita schreibt, ist es. Ich hatte zum Glück frühzeitig mit der osteopathischen Therapie begonnen, womit mir tatsächlich weitere OPs erspart blieben.

Abführmittel? Natürlich nehme ich keine, denn bei fehlendem Dickdarm ist der Stuhl wasserdünn bis minimal breiig. Nur wenn man faserreiche oder körnige Kost zu sich nicht, wird es heikel. Das staut sich dann in den verwachsenen Darmschlingen und stört bzw. unterbindet im schlimmsten Fall den Weitertransport.

B[eAnit<axB.


Bei mir steckte auch eine Unverträglichkeit von Getreide dahinter. Dann scheint der Darm richtig anzuschwellen, was eben auch zu Verengungen führen kann. Jedenfalls hatte ich bereits auch eine Darmverschluß.

Wegen Diabetes begann ich Brot und Kuchen zu meiden und stellte verblüfft fest, dass die ganze Bauchproblematik schlagartig aufhörte. Und nein, ärztliche Tests haben das nie ausgesagt, dass ich da was nicht vertrage.

Bis vor 10 Jahren hat mich dieser Bauch halb umgebracht, eine OP nach der anderen. Narben Kreuz und quer.

Alles vorbei. Wenn es mal zwickt, dann eben der Osteopath und alles ist im Lot. Meistens reicht auch eine Behandlung mit einer Wirkung von einigen Wochen. Aber das mag individuell sein.

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