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Angst vor Darmkrebs

Crh{rListxenR hat die Diskussion gestartet


Hi, Leute.

Im Moment bin ich ziemlich down, weil ich den ganzen Tag irgendwie nur ein Thema habe. :-(

Ich hoffe der Text wird euch nicht zu lang und ihr macht euch die Mühe ihn zu lesen.

Erstmal zu mir. Ich bin 24/m.

Das Ganze hat irgendwie damit angefangen, dass ich mal nachts aufgewacht bin und mein linker Arm total taub war und mir etwas schwindlig war. Ich hatte totales Herzklopfen und richtige Todesangst. Ich bin dann auch gleich aus dem Bett und habe im Internet die Symptome für Schlaganfall und Herzinfarkt herausgesucht. In diesem Moment habe ich wirklich gedacht ich muss sterben. Seit dem habe ich keine Nacht mehr ruhig geschlafen. Ich war immer wach und habe mich rumgewälzt, und alle paar Minuten geschaut ob ich meinen Arm bewegen kann und auch sonst bei mir alles stimmt. Die nächsten Tage hatte ich immer totale Angst vor dem Abend und vorm ins Bett gehen, weil ich genau wusste, dass ich totale Panik bekommen würde. Ich hatte dann immer wieder richtiges Herzrasen und Todesangst. Tagsüber habe ich auch irgendwie gemerkt, dass etwas nicht mit mir stimmt. Ich hatte so kleine Schwindelanfälle. Nicht so dass ich umfallen würde, aber es war doch seltsam, weil ich sowas nochnie hatte. Eher so, als ob ich kurz weggetreten bin. Auch mein linker Arm hat öfters mal geschmerzt (aber nicht sehr arg). Das war total schlimm. Den ganzen Tag über habe ich versucht mich in jeder Hinsicht abzulenken, was auch meist gut geklappt hat. Aber abends und in ruhigen Situationen war ich wieder total panisch. Der Höhepunkt war erreicht, als ich mit meiner Freundin in einem Konzert war und dort solche Panik hatte, dass ich jeden Moment umfalle, sodass wir in der Pause das Konzert abbrechen mussten. Wir sind dann auch ins Krankenhaus und dort wurde ein Blutbild und ein kurzes EKG gemacht. Blutbild war "perfekt" und EKG auch. Das einzige was war: Ich hatte zu hohen Blutdruck. Seit dem konnte ich endlich wieder ruhig schlafen. Obwohl ich immernoch ab und an ein Schwindelgefühl, Müdigkeit und Lostlosigkeit habe. Der Arm tut nichtmehr weh (war wohl nur ein sehr blöder Zufall). Ich war super erleichtert.

Was mir im Moment starke Sorgen macht ist mein Darm. Ich habe schon seit seehr langer Zeit (mindestens 1,5 Jahren) fast immer breiigen Stuhlgang. Dabei habe ich mir weiter nichts gedacht, da ich mich leider nicht sooo gesund ernähre.

Da man aber im Moment immer öfter im TV diese Darmkrebsvorsorge sieht und fast jede zweite Reality-Doku davon handelt: ".. bei xyz wurde Krebs festgestellt..." hab ich da langsam echt angst. Bei mir sieht das wie folgt aus:

Wie gesagt fast immer breiigen stuhlgang , manchmal (alle paar Tage, aber in keinster Weise regelmäßig) dann aber doch fest (und ganz selten alle 1-2 Wochen total flüssig und dann auch sehr häufig aufs klo). Sehr häufig Blähungen, vor allem morgens. Dann habe ich auch öfters einen Druck und Schmerzen (ganz leichte und auch nur sehr kurz) im Unterleib. Blut konnte ich im stuhl keines feststellen. (Schau mir das im Moment regelmäßig an). Jetzt hab ich durch die ganze Panikmache echt angst, dass ich Darmkrebs habe. Mein Gedanken drehen sich den ganzen Tag nur um dieses eine Thema. Egal wo ich bin, ich kann an nichts anderes denken. Das macht mich echt verrückt. Auch im Bett versuche ich mich immer irgendwie abzulenken bis ich so todmüde bin, dass ich sofort einschlafe ohne mir weiter Gedanken zu machen. Mir macht es Sorgen, dass ich im Moment total schlapp und öfters müde bin und nicht so eine Lebensfreude wie sonst immer habe. Jedes kleinste Stechen und drücken im Bauch oder Darmbereich macht mir total angst. Wobei ich nicht sagen kann, ob ich so Dinge vor ein paar Wochen einfach keine Beachtung geschenkt habe, oder ob sie einfach nicht vorhanden waren. Ich bin natürlich sehr sensibilisiert und lausche dauernd in mich hinein. Ich weiß das ich mich da bestimmt sehr reinsteiger, aber irgendwas kann ja nicht stimmen bei mir.

Folgendes muss ich aber noch sagen. Ich habe sehr viel Stress, da ich mich mit meinem studium sehr unter druck setze. Ganz schlimm ist es vor Klausuren. Da habe ich ein paar Tage vor der Klausur richtig Magenschmerzen, die dann erst nach einigen Tagen, wenn die Klausur rum ist, wieder nachlassen. Desweiteren, hatte ich das letzte halbe Jahr durch lernen kaum Bewegung und war fast nur gesessen.

Als ich dann im Internet gelesen habe, dass Darmkrebs meist ab 40 Jahren auftritt war ich total erleichtert.

Dann kamen aber doch wieder die Gedanken zurück und als ich dann im Forum ein paar Themen gelesen habe wie:

"Darmkrebs (14)", "Darmkrebs (16)", "Darmkrebs (23)" war ich wieder total panisch.

Ich habe leider erst in einer Woche die Möglichgeit zum Arzt zu gehen. Und auch davor habe ich angst, dass er wirklich etwas schlimmes findet. Meine Hoffnung ist es, dass dies einfach nur ein Teufelskreis ist. Panik -> Bauchschmerzen -> Darmprobleme -> noch mehr Panik -> noch mehr Darmprobleme... usw.

Manchmal geht es mir dann auch recht gut, und ich fühl mich total super, doch wenn dann plötzlich ein kleiner stich im Unterleib kommt sind gleich wieder die Gedanken da: "Ohje, du hast Darmkrebs".

Vielleicht findet ihr das ja total blöd, aber vielleicht könnt ihr mich auch verstehen, oder beruhigen.

PS: Ich glaube, dass ich jetzt wieder sooo müde bin, dass ich ohne Probleme einschlafen kann :-)

LG, Christen

Antworten
G-elbrLosxe


An: ChristenR

Hi,

wenn ich mir deinen Bericht so durchlese, könnte ich glatt meinen das hätte ein Hypochonder geschrieben.

Das hört sich nämlich echt so an.

Vielleicht bist du ja einer-dann solltest du einen Pschyologen miteinbeziehen. Geb "Hypochonder" doch mal im Web ein, deine ständige Panik, totkrank zu sein passt genau in dieses Chema. Wie du schon geschrieben hast, könnte es wirklich sein das der Hauptteil deiner Symptome vom Stress kommt, das geht nämlich vielen Leuten so. Und wenn du immer noch denkst du bist totkrank, dann geh doch zur Koloskopie(Darmspiegelung). Da hast du dann totale Sicherheit-ich meine..die können dich ja nich aufschneiden-könnten sie schon-aber das ginge doch wirklich zu weit. ich könnte dir sogar einen guten Gastrologen empfelen.

Gruß: Gelbrose *:)

C?hrisotenR


Naja ich habe halt immer Gedacht, dass Hypochonder ohne jeglich erdenklichen Grund und ohne irgendwelche Symptome ständige Angst haben, dass irgendetwas in ihnen schlummert. Aber ich habe ja schon Symptome. Und bis vor 3 Wochen hatte ich auch nie solche Zustände und hab ganz fröhlich vor mich hin gelebt. Und alles in allem bin ich ansonsten ein sehr rationaler und realistischer Mensch.

G{elbMrxose


Nein nein, so ist das nicht. Hypchonder durchleben wirklich jede Krankheit mit all ihren Beschwerden im Kopf-nicht organisch und deswegen können Ärzte auch nichts feststellen.

Also ich würde dir wirklich raten, wenn die Symptome nicht abklingen dich einem Gastrologen vorzustellen, und wenn dabei nichts herauskommen solltest du einen Pshychologen miteinbeziehen.

Liebe Grüße: Gelbrose :p> :-)

O lli89bxvb


Hi!

Ich bin 18. und habe genau die selben Symptome, nur ca. seit einem Jahr. Es war meist nicht allzu schlimm bis ich vor 1,5 Monaten Antibiotika gegen Husten bekommen habe. Insgesamt 2,5 Wochen musste ich diese nehmen und es wurde immer schlimmer mit meinem Stuhlgang und hat sich seitdem nicht großartig verbessert, obwohl ich Omniflora genommen habe. Mein Arzt sagt halt momentan, dass es an der zerstörten Darmflora liegt, aber naja ich gehe Dienstag nocheinmal hin.

Ich bin auch so eine kleine Hypochonder und ich habe mich direkt in deinem Bericht wiedererkannt. Ich denke dass es einfach viel schlimmer wird, wenn man sich die ganze Zeit damit beschäftigt. Ich habe auch Augenflimmern, aber nachdem keine Störung festgestellt werden konnte und der Arzt gesagt hat das alles i.O. ist und es wohl eine psychosomatische Ursache hat, war ich direkt erleichtert und jetzt fällt es mir eigentlich gar nicht mehr auf. So wird es wahrscheinlich auch mit meinem Darm sein. Mir fallen auch neuerdings immer mehr Berichte über Darmkrebs auf, nur weil man total darauf fixiert ist. Ich bin momentan im totalen Abistress und schreibe Montag meine erste Klausur. Denke es könnte auch daran liegen.. Meine Schwester hat einen Reizdarm(könnten wir möglicherweise auch haben) und hat recht oft sogar Durchfall. Sie hat einen sehr stressigen Beruf und es könnte sein das ich das auch habe.

Meine Nachbarin ist Kinderärztin und hat mir auch ersteinmal die Angst vor Darmkrebs genommen. Sie meinte, dass es so gut wie nie vorkommt in einem so jungen Alter, und es meist dann Vererbungshintergründe hat. In meiner Familie ist in den letzten 3 Generationen gottseidank keiner an Krebs bzw Darmkrebs erkrankt. Trotzdem bleibt die Angst trotzdem... Hypochonder zu sein ist verdammt scheisse, aber ich denke mal, dass es sich nach dem Abi und während des Zivis erstmal beruhigen wird, da ich dann hoffentlich nicht allzuviel Stress haben werde.

Hast du vielleicht ICQ oder so? Dann könnte man dem anderem ja sagen, was die jeweiligen Arztbesuche gebracht haben..

mfG

Olli

MNonsGtxi


Hallo Christen,

habe lange überlegt, ob ich Dir antworte. Für mich ist alles, was Du schreibst, Ausdruck einer typischen hypochondrischen Störung.

Ein Hypochonder achtet extrem auf kleinste körperliche Veränderungen und malt sich dabei die schrecklichsten Krankheiten aus. Je mehr er darüber nachdenkt, desto deutlicher scheinen auch die Symptome zu sein. Also muss Dr. Google ran. Symptome werden eingegeben, und prompt kommt eine ganze Latte an grausigen Erkrankungen.

Beispiel: Blut im Stuhl.

Ein hypochondrisch veranlagter Mensch denkt natürlich sofort an Darmkrebs und googlet danach. Da steht dann alles mögliche (dass Darmkrebs in den ersten Jahren vollkommen symptomlos verläuft, überliest man gerne) und stolpert über unregelmäßigen Stuhl. Klar, hat man. Scheiße: DARMKREBS!!! Also achtet man auf jedes noch so minimale Zipperlein, um eine Bestätigung der eigenen Befürchtung zu erhalten. Diese kommt dann auch prompt: Appetitlosigkeit, Kopfschmerzen, Schlappheit und was weiß ich noch alles.

Man geht zum Arzt, der eine Blut- und Stuhluntersuchung veranlasst. Beides ist okay. Nächste Stufe, weil man nicht glaubt, dass alles in Ordnung ist: Darmspiegelung. Auch hier alles in bester Ordnung. Jeder normale Mensch wäre anschließend beruhigt. Echte Hypochonder glauben aber nicht mal diesem Befund, es könnte ja etwas übersehen worden sein. Dazu sage ich: passiert wirklich extrem selten.

Liebe Grüße

Angie

CnhrtixstxenR


Also ich weiß nicht, ob das bei mir wirklich so hypochondrisch ist.

Beim ersten Fall war es ja so, dass ich nachdem ich nach der ärtztlichen untersuchung gesagt bekommen habe, dass alles in Ordnung sei, auch damit zufrieden war und wieder ruhig schlafen konnte. Und das Schwindelgefühl liegt wohl in der wenigen Bewegung und dem hohen Blutdruck begründet. Damit geb ich mich als rational denkender Mensch zufrieden. Es war eben etwas, dass ich noch nicht kannte (Schwindelgefühl, und dann gleichzeitig noch Schmerzen im linken Arm) und da macht man sich dann doch Gedanken.

Und jetzt mir meinem Darm ist es ja auch nicht so, dass ich mir Symptome nur einbilde oder alle erfinde. Diesen Stuhl hab ich wie gesagt schon sehr lange, ohne dass ich mir irgendetwas dabei gedacht habe. Ich habe auch immer auf Stress getippt und auf meine nicht ganz ausgewogene Ernährung. Nun ist es aber so, dass ich eben noch dieses ständige "es stimmt was nicht"-Gefühl im Bauch habe. Und auch diesen druck und ab und zu Schmerzen (eher ein zwischending von Druck und Schmerzen, also nix vonwegen "Aua!" ;-)) Das kann natürlich schon eher Einbildung sein, bzw. durch das hereinsteigern und durch die Angst -> Stress zustandekommen.

Wenn ich jetzt auch mal die Hypo-Symptome durchgehe:

- Sehr häufige Arztbesuche

--> Eher so gut wie keine Arztbesuche, wobei ich natürlich verständlicher Weise froh bin, wenn ich jetzt beim Arzt war.

- Die unbeirrbare Überzeugung, an einer Krankheit zu leiden, auch wenn der Arzt das Gegenteil festgestellt hat. Die Versicherung des Arztes, alles sei in Ordnung, wird nicht akzeptiert.

--> Auch eigentlich nicht. Nach dem Blut und EKG-Test war ich zu frieden und hab keinen Gedanken mehr darüber verschwendet.

Eher die unbeirrbare Hoffnung, dass alles in Ordnung ist, und der Arzt mir das auch bestätigt.

- Sie suchen immer wieder neue Ärzte auf ("doktor-hopping"). Angetrieben werden sie oft von dem Gedanken, dass ihr Arzt etwas "übersehen" haben könnte, was ein anderer Kollege vielleicht entdeckt.

--> Wird bei mir auch nicht der Fall sein

- Der eigene Körper wird immer wieder auf Abnormitäten hin untersucht

--> Das schon eher, aber das schätze ich als normal ein, wenn man sich Sorgen macht. Wobei ich jetzt auch nicht nach möglichen anderen Krankheiten suche.

- Die Gedanken kreisen um eine Krankheit, die vermehrt öffentlich diskutiert wird (im TV, im Radio oder in den Zeitungen)

--> Das ist wahr. Aber wenn im TV Darmkrebs diskutiert wird, und man eben Probleme mit dem Darm hat dann zwängen sich die Gedanken doch auch irgendwie auf. Ich bin jetzt auch nicht davon bessesen: "Es muss Darmkrebs sein"... sondern eher: "Oh Gott, hoffentlich nicht" und ich suche ja immer wieder Fakten die dagegen sprechen anstatt dafür. Bsp: "In diesem Alter eher unwahrscheinlich"... Leider hab ich dann schon ein paar Themen gelesen über 14/16/23/26 Jahre.

- Sie denken ständig über Krankheiten und Schmerzen nach.

--> Ne, nur über meine Schmerzen und die Krankheit die ich vielleicht haben könnte. Sicher nicht über jede Krankheit. Ohne Symptome macht das für mich wenig Sinn.

- Gedanken über den Tod sind sehr häufig.

--> Also wer an Darmkrebs denkt, der denkt auch sicherlich an sowas, ja.

- In schweren Fällen nimmt die berufliche Leistungsfähigkeit ab.

--> Im Moment nicht der Fall.

- Die Erkrankten ziehen sich von Freunden und Familienangehörigen immer mehr zurück.

-> Auch nicht, ich suche eher die Ablenkung bei Freunden.

Wie gesagt, das mit dem Darm hab ich schon einige Zeit. Nur seit diesen Diskussionen im TV und den dazugekommenen Symptomen (Druck, leichter Schmerz ab und zu). Ist es doch normal sich Sorgen zu machen.

Ich weiß auch ganz genau, wenn mir der Arzt sagt das alles OK ist, dann ist das für mich auch OK. Nichts lieber als das! Aber leider komme ich diese Woche nicht dazu und hoffe einfach, dass ich mir das Leben nicht zu schwer mache in dieser Zeit.

sxpie.lj,ungxe23


@ ChristenR

als ich deinen Ersten beitrag gelesen habe,habe ich gedacht ich habe geschrieben.ALLES wirklich ALLES was du geschrieben hast trifft auf mich zu.

@ Monsti

du hast auch 100% recht,ich bin auch Hypochondrisch veranlagt,wenn mein Arzt zu mir sagt das alles in Ordnung ist,dann galube ich ihm im inneren nicht,dann sage ich immer kann doch nicht sein,habe doch aber schmerzen usw,..

Aber bei mir ist ea wie bei ChristenR,manchmal glaube ich nicht das es eine hypochondrie sein kann,weil ich doch schmerzen oder bestimmte symtome habe..

Das ist echt scheisse....

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