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Zystozele, Enterozele, Gebärmuttersenkung und Rektozele

M;äusc"hexn65 hat die Diskussion gestartet


Hallo zusammen;

durch Zufall bin ich beim googeln auf dieses Forum gestoßen und habe mich schon ein wenig eingelesen. Mit gefällt es hier bei euch sehr gut, da oft schnell und viele Antworten mit Rat und Hilfe geschrieben werde und das Miteinander in einem sehr netten Tonfall ist.

Nun zu meinem Anliegen, in der Hoffnung, das mir hier einige Ratschläge geben können, bzw. ich Aufklärung über das, was gemacht werden muß, erhalte.

Seit Freitag habe ich meinen Befund vom MRT dynamisches Defäkographie vorliegen.

Die Beurteilung: ausgeprägte Zystozele, Enterozele, auch mit Dünndarminhalt, Gebärmuttersenkung und Rektozele.

Befund: In Ruhelage befindet sich der Sphinkter 4cm unterhalb der puboccygealen Linie. Beim Pressen senkt er sich auf 8cm unterhalb der pubococcygealen Linie. Es kommt zu einer Zystozele von 4cm Durchmesser. Die Blase senkt sich bis auf 8cm unterhalb der pubococcygealen Linie. Es bildet sich eine große Enterozele, die ebenfalls bis 6cm unter der pubococcygealen Linie zur Darstellung kommt mit Dünndarminhalt. Ausgeprägte Rektozele, die sich 3cm vorwölbt. Auch die Gebärmutter deszendiert unterhalb der pubococcygealen Linie im Rahmen der ausgeprägten Beckenbodensenkung.

Kann mir jemand sagen, was das genau heißt?

Und wie man das beheben kann? O.P. ??? Großer oder kleiner Eingriff ???

Ich bin ziemlich ratlos und verzweifelt; hinzu habe ich große Unterleibsschmerzen und totale Probleme bei der Defäkation.

P.S. bin "gerade mal 42 Jahre".

Über eure Antworten und die Hilfe würde ich mich sehr freuen.

Mit lieben Grüßen,

Mäuschen 65

Antworten
A*leJsia


Hallo Mäuschen,

bei mir ist das auch so ähnlich, nur dass ich keine Unterleibsbeschwerden habe. Wie äußern sich bei Dir die Verdauungsprobleme ? Hattest Du schon Voroperationen ?

Bei meiner letzten konvent. Defäkographie 2004 wurde auch eine Enterozele diagnostiziert.

Text des Befundes:

"Deutliche Elongation des Colonrahmens mit ptotischem Quercolon.Im Ruhrezustand nahezu horiizontal verlaufendes Rectum. Bei der Defäkation zeigte sich ein Tiefertreten der kontrastierten Dünndarmschlingen ins kleine Becken im Sinne einer Enterozele,die Rectum und rectosigmoidalen Übergang weitgehend komprimiert und nach Entleerung der Rectumampulle ein Nachrutschen von kontrastiertem Stuhl aus dem Sigma verhindert.

Große Enterozele mit Kompression von Rectum und rectosigmoidalen Üergang. Ptotisches Quercolon."

Vorausgegangen sind bei mir 2 große Bauchoperationen, wo mir 1999 bei einer Sigma-OP ca. 30 cm Dickdarm aufgrund einer Rektozele und Cul-de-Sac Syndrom entfernt wurden.

Ich hatte und habe immer noch Verdauungsprobleme, Blähungen,teilweise Verstopfung, Stuhl kann nur portionsweise entleert werden sowie Bauchkrämpfe- u. Schmerzen, vor allen Dingen im Liegen.

Durch Darmsanierung und verschiedene homöopath. Mittel sowie Enzyme zur Unterstützung der Bauchspeicheldrüse klappt es einigermaßen mit der Verdauung, aber die Schmerzen bekomme ich leider nicht in den Griff. Auch eine Bauchspiegelung 2005 konnte die Schmerzsymptomatik nicht wesentlich verbessern.

Zuletzt war ich bei einem Proktologen zur Untersuchung, der die Colontransitzeit gemessen hat. Sie war mit 120-140 Std. deutlich verlängert. Trotzdem meinte er, meine Schmerzen würde er nicht auf den Befund der Defäkographie zurückführen, sondern eher auf Verwachsungsprobleme. Von einer weiteren OP hat er mir abgeraten.

Auch schloß er eine angeborene Störung der Darmnerven nicht ganz aus.

Ich würde gerne eine dynamische MRT machen lassen. Der Proktologe hatte mir die DKD in Wiesbaden empfohlen, aber dort wird auch nur die konvent. Defäkographie durchgeführt.

Wo hast Du denn Deine MRT machen lassen ? Ich suche nämlich eine Klinik oder Praxis in der Nähe von Frankfurt.

Viele Grüße

Mcäuscxhen6x5


Liebe Alesia;

oh je, dein Befund aus 2004 hört sich ja wirklich nicht gut an!

Wie haben sie denn damals bei dir operiert? Und wo hast du es machen lassen? Warst du zufrieden?

Also meine Unterleibsschmerzen sind ein absolutes Druck- und Völlegefühl. Durch den zusätzlichen Rektumsprolaps habe ich dann noch starke krampfartige Schmerzen. Hinzu klappt bei mir die Defäkation auch nur immer Stückchenweise. Durch die zusätzliche Blasensenkung laufe ich auch ständig zum WC um immer wieder Wasser zu lassen. Nie große Mengen.

Voroperationen: ich hatte so ca. 1985 einen Darmverschluß (Darm hatte sich an der über 10Jahre alten Blinddarmentfernungsnarbe aufgehangen). Akute Notoperation mit Teilentfernung (wieviel cm weiß ich nicht mehr) vom Dick- und Dünndarm.

Das MRT habe ich auf raten des Enddarmzentrum Mannheim in der radiologischen Praxis Frau Dr. K. Post machen lassen. Im Diakonissen Krankenhaus in Mannheim. Ist ja nicht so weit weg von dir (mein Anfahrtsweg nach Mannheim ist auch immer ca. 160km; aber wenn die Beschwerden so groß sind, ist kein Weg zu weit für einen guten Speziallisten).

Ich weiß nicht, ob man im Forum weitere Daten der Praxis einstellen darf. Wenn du willst, kann ich dir die Tel.Nr. etc. per PN schicken.

Die Praxis von Frau Post fand ich wirklich klasse. Super einfühlsame Mitarbeiter, total vorsichtig bei der Kontrastmitteleinführung, super kurze Wartezeit (bis zum Termin ca. 2Wochen. In der Praxis selber ca. 10 Min.). Direkte Besprechung des Befundes mit Frau Post, die super super nett und einfühlsam ist, klasse erklärt (nur war ich so neben der Spur, das ich das meiste so schnell vergessen hatte. Daher würde ich demnächst immer noch jemanden mitnehmen.

Mit lieben Grüßen,

Mäuschen

Hoffe, es äußern sich noch andere und du läßt mich noch etwas von deinem damaligen Eingriff wissen.

Myäuschsen65


Hallo Alesia;

eine Frage an dich hatte ich vergessen: welche Enzyme und homöopathische Mittel nimmst du denn?

Liebe Grüße,

A*lesxia


Hallo Mäuschen,

ich habe in den letzten Jahren sehr viel ausprobieren müssen, damit meine Verdauung einigermaßen funktioniert und der Stuhl etwas weicher und nicht mehr so klebrig ist. Weitere Symptome, wie Hämorhoiden, Analfissur machten das alles nicht einfacher.

Abführmittel vertrage ich so gut wie gar nicht, höchstens mal Laxoberal ab und zu und dann auch nur ganz gering dosiert. Ich mache ab und zu einen Einlauf mit dem Klysoschlauch, um meinen Darm sauber zu halte.

So bin ich dann zu einer Heilpraktikerin gekommen, die mir verschiedene Globulis empfahl. Einige Mittel halfen, andere wieder nicht. Denn gerade bei der Homöopathie ist es sehr wichtig, für den einzelnen Patienten das für ihn passende Mittel zu suchen.

Ich habe mich dann auch über Bücher und Internet schlau gemacht und bin so auf Opium und Nux Vomica gekommen. Im Zuge meiner Darmsanierung hat sich vieles verändert und diese Mittel wirken inzwischen nicht mehr so wie früher. Deshalb nehme ich jetzt ein pflanzliches Enzym für die Bauchspeicheldrüse, Nortase. Das hilft mir sehr gut bei der Verdauung. Der Stuhl ist nicht nur weich, sondern auch wesentlich gleifähiger.

Dann habe ich eine ganze Palette von Schüssler-Salzen zuhause, die ich immer nur bei Bedarf abwechselnd nehme. Sehr gut hilft mir auch die Nr. 7 Magnesium Phosphoricum bei den Bauchkrämpfen .

Dann noch ein Kalium-Magnesium-Präparat, was auch die Darmmuskulatur etwas entspannt.

Da ich schon viele Jahre in den Wechseljahren bin, ist meine Darmproblematik auch noch damit in Verbindung zu bringen. Das alles hilft mir schon bei der Verdauung, aber leider bringt es nur wenig was die Schmerzen angeht. Ich habe auch schon mehrere osteopathische Behandlungen machen lassen.

Die Ernährung spielt natürlich noch eine Rolle. Aber da habe ich bis jetzt noch gar keinen richtigen Plan, da es so gut wie keine Reaktionen unmittelbar nach dem Genuss von Nahrungsmitteln gibt. Lediglich ballaststoffhaltiges Essen und blähende Speisen vermeide ich weitgehends, weil das bei mir noch zu mehr Schmerzen führt.

Ich hatte auch schon Versuche mit löslichen Ballaststoffen gestartet, aber nach längerer Zeit wurden die Beschwerden leider wieder stärker. Ofensichtlich kann mein Darm die Ballaststoffe, egal in welcher Form, nicht richtig verarbeiten. Deshalb versuche ich inzwischen mit milden Mitteln die Verdauung etwas zu verbessern.

Im Gegensatz zu Dir verspüre ich kaum Blasendruck, d.h. meine Blase ist meist voll gefüllt, wenn ich zur Toilette muss und reagiert dann mit Bauchschmerzen. So habe ich auch selten Stuhldrang, eher Schmerzen, wenn es soweit ist.

Man muss eben sehr viel ausprobieren, um zu sehen, was hilft wirklich. Es ist bei jedem Patienten doch wieder anders. Wichtig ist natürlich auch, ausreichend zu trinken, wo es bei mir auch manchmal hapert.

Eine weitere OP möchte ich eigentlich nicht mehr. Die Gefahr neuer Verwachsungen und Probleme ist mir einfach zu groß. Es gibt ja genügend Beispiele in den Foren. Da ja auch bisher keine eindeutige Diagnose feststeht, woher die Schmerzen kommen, ist mir das Risiko einfach zu groß.

Ich hoffe, dass sich noch mehr Betroffene zu dem Thema melden. Ich bin Dir leider auch keine große Hilfe bei Deiner Problematik.

Trotzdem vielen Dank für den Hinweis auf die Adresse in Mannheim. Ich werde mal meine Krankenkasse fragen, ob die mir noch eine Klinik empfehlen können.

Hat Deine Krankenkasse die Untersuchung bezahlt? Mein Proktologe meinte nämlich, dass das nicht so ganz einfach sei. Er wollte mich sogar stationär aufnehmen, wenn er eine entsprechende Paxis in der Nähe gefunden hätte. Aber das hat dann nicht geklappt. Die radiologische Praxis, die infrage gekommen wäre, macht nur CT.

Ich wünsche Dir alles Gute

MBäusEcvhen6x5


Liebe Alesia;

vielen Dank für deine ausführliche und erklärende Antwort, die sehr hilfreich für mich war. Ich nehme auch immer wieder Schüssler Salze - bisher aber nur gegen meine Gelenks- und Weichteilrheumatismus (Fibromyalgie). Werde mal ein bisschen googeln mit deinen Schüssler Nummern.

Wegen der kosten der Untersuchung: also, der Prof. hat mir einfach eine Überweisung für die Untersuchung geschickt, ich habe einen Termin ausgemacht und alles ging problemlos. Wenn du dich an das EDZ Mannheim wenden möchtest, lasse ich dir gerne per PN meinen behandelnden bzw. zuständigen Prof. zukommen.

Ja, wäre echt schön, wenn sich noch mehr Betroffenen zu diesem Thema äußern. Ich würde mich riesig freune.

Aber erst mal danke ich dir vom ganzen Herzen, das du mir mit deinen Erfahrungen, Infos schon ganz arg geholfen hast.

Liebe Alesia, ich wünsche dir gesundheitlich alles Liebe und Gute und ich denke, wir hören von einander.

Mit lieben Grüßen,

Mäuschen

M.äukscahenx65


Liebe Alesia;

vielen Dank für deine ausführliche und erklärende Antwort, die sehr hilfreich für mich war. Ich nehme auch immer wieder Schüssler Salze - bisher aber nur gegen meine Gelenks- und meinem Weichteilrheumatismus (Fibromyalgie). Werde mal ein bisschen googeln mit deinen Schüssler Nummern.

Wegen der Kosten der Untersuchung: also, der Prof. hat mir einfach eine Überweisung für die Untersuchung geschickt, ich habe einen Termin ausgemacht und alles ging problemlos. Wenn du dich an das EDZ Mannheim wenden möchtest, lasse ich dir gerne per PN meinen behandelnden bzw. zuständigen Prof. zukommen.

Ja, wäre echt schön, wenn sich noch mehr Betroffenen zu diesem Thema äußern. Ich würde mich riesig freune.

Aber erst mal danke ich dir vom ganzen Herzen, das du mir mit deinen Erfahrungen, Infos schon ganz arg geholfen hast.

Liebe Alesia, ich wünsche dir gesundheitlich alles Liebe und Gute und ich denke, wir hören von einander.

Mit lieben Grüßen,

Mäuschen

A<letsia


Hallo Mäuschen,

ich freue mich sehr, dass mein Beitrag doch etwas hilfreich für Dich ist. Da ich die Probleme ja schon seit 1995 habe, gibt es so viele Details und Erfahrungswerte, dass man gar nicht alles schreiben kann, ohne dass ein Roman daraus wird.

Aber gerade über die Themen Enterozele, Zystozele findet man leider sehr wenig Infos und den Ausdruck "Cul-de-Sac Syndrom" kennen die wenigsten Internestisten. Schade finde ich auch, dass es dann irgendwann eine Untersuchung, wie z.B. MRT gibt mit einem entsprechenden Befund. Nur leider gibt es dann oft keine ausreichende Hilfe von Seiten der Ärzte, wie die Aussagen in dem Befund zu interpretieren sind und vor allen Dingen, welche Massnahmen ergriffen werden müssen, damit der Patient beschwerdefrei wird. Somit stehen wir wieder alleine mit unserem Problem da.

Hier habe ich noch einen Beitrag einer Leidensgenossin mit Beckenbodenschwäche gefunden

[[http://www.cyberdoktor.de/cgi-bin/wwwthreads/showflat.pl?Cat=&Board=Frauenheilkunde&Number=4602&page=&amp;view=&sb=]]

Schüssler-Salze sind wirklich sehr hilfreich. Vielleicht helfen Sie Dir ja bei Deinem Blasenproblem.

Du kennst doch bestimmt auch dieses Forum:

[[http://www.dr.schuessler-forum.de/]]

Gib in der Suchfunktion Gebärmuttersenkung ein. Da gibt es einige hilfreiche Tipps zur Einnahme unter Menopause - trockene Schleimhäute. Oder schau ins Compendium.

Ich wünsche Dir alles Liebe und Gute und freue mich auch, wieder von Dir zu hören.

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