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5 Wochen Unterleibsschmerzen - Eisenmangel? Bitte helfen!

CYiabaettxi hat die Diskussion gestartet


Hallo,

nachdem ich in einem anderen Medizinforum als nervig eingestuft wurde und mir keiner helfen will, versuche ich es einfach hier. Ich bin hier unter einem anderen Namen registriert, aber da ich da mit ekligen perversen PN's bombadiert werde, bitte ich dies zu entschuldigen, dass ich mich ein 2. Mal registriert habe.

Erstmal zu mir, ich bin 22 Jahre alt und weiblich.

Ich hatte vor 5 Wochen an einem Montagmorgen um 6 Uhr extreme Unterleibsschmerzen, dass ich heulen musste. Nach 2 Schmerztabletten war der Spuk 1 Stunde später vorbei, doch ich habe genau seitdem leichte bis mittlere Unterleibsschmerzen. Es ist ein ekliges Druckgefühl, als wäre da "was". Es zieht auch regelschmerz-typisch und es sticht gelegentlich genau links und rechts (= Eierstöcke). Es ist aber nicht so, dass ich es nicht aushalte oder gekrümmt gehen muss. Aber es beunruhigte mich schon ab und zu.

Ich habe daraufhin meine Pille aufgehört und die Blutung kommen lassen, weil ich dachte, dass es hilft, wenn Schleimhaut abgebaut wird. Die Regelblutung war normal, aber jetzt - wo ich wieder fertig bin damit - sind die Schmerzen immer noch da.

Ich vermute vielleicht, dass es auch was mit dem Darm ist, weil ich manchmal sehr schwer "groß" auf Klo gehen kann und manchmal ist es auch durchfallartg, also immer unterschiedlich. Auch habe ich sehr viel Blähungen.

Am Freitag habe ich mir Blut abnehmen lassen, wo von heute die Werte da waren. Mein Arzt teilte mir mit: mein Eisenspeicher ist komplett leer, "leerer geht es gar nicht mehr." Ich bin seit 2005 Vegetarier. Ich habe jetzt 2 Präparate bekommen, womit ich meinen Eisenspeicher wieder auffülle und eins, was ich jetzt immer als Nahrungsergänzung nehmen soll.

Meine Frage ist jetzt: können diese genannten Schmerzen davon kommen? Ich hatte diese einmaligen Schmerzen an einem Montagmorgen schon bereits 1x im Juni, aber dann waren sie gleich wieder weg.

Und meine andere wichtige Frage ist: ich habe jetzt wieder innerhalb eines Jahr 15kg zugelegt, obwohl ich mein Gewicht immer halten konnte. Ich habe seit Mai versucht abzunehmen, aber ohne Erfolg (obwohl es vorher immer so einfach ging). Kann der Eisenmangel an meinem Übergewicht Schuld sein bzw. dass ich sehr sehr große Schwierigkeiten habe abzunehmen (obwohl ich Sport mache und auf meine Ernährung achte)?

Ich bedanke mich ganz herzlich für Antworten!!!

Kleine Hinweise am Rande:

- Ich verlange KEINE Diagnose! Ich möchte lediglich Tipps von Ärzten und Patienten, ob es sein KANN, weil ich noch nie was davon gehört habe, dass sich Eisenmangel so ausdrücken kann.

- Ich werde nicht anhand der Beiträge hier urteilen, da ich so oder so erstmal zur Frauenärztin gehe, um erstmal einen Bereich abzuchecken. Ihr braucht also keine Angst zu haben, dass ich sage: "Puuuh zum Glück, dann brauche ich ja nicht zum Arzt gehen."

- Und dass ich schon seit 5 Wochen damit herumeiere, liegt daran, dass ich in der

1. Woche keine Ärzte erreicht habe und ich Angst hatte zu männlichen Ärzten zu gehen, weil ich eine sehr ängstliche Patientin mit Vorgeschichte bin. In der

2. Woche war ich im Urlaub. In der

3. Woche habe ich - wie oben geschrieben - meine Pillenpause gemacht und hatte meine Regel. In der

4. Woche habe ich mir Blut abnehmen lassen. In der

5. Woche hatte ich die Blutergebnisse und forsche jetzt weiter.

Mir ist ausserdem aufgefallen, dass ich - seit ich weiß, dass ich Eisenmangel habe und der ganze Urlaubsstress vorbei ist (ich wußte nicht, ob ich den Urlaub antreten soll oder nicht und war dementsprechend genervt = Bauchschmerzen usw) - mich besser fühle und die Schmerzen nur noch leicht zu spüren sind.

Es wäre so nett, wenn mir hier jemand freundliche Tipps geben könnte. Bitte meine Hinweise zu Herzen nehmen. :°(

Antworten
ABnInita


Hallo Ciabatti,

die Symptome eines Eisenmangels können ständige Müdigkeit, nachlassende Leistungsbereitschaft und körperliche Leistungsfähigkeit, Konzentrationsschwierigkeiten, Kopfschmerzen, stumpfes gespaltenes Haar, brüchige Fingernägel, trockene Haut, eingerissene Mundwinkel und Hautblässe sein. Weiterhin steigt durch Störungen des Immunsystems die Anfälligkeit für Infektionskrankheiten.

Ich denke, damit sind schon viele deiner Fragen beantwortet.

Beim Thema Gewichtszunahme fällt mir spontan die Schilddrüse ein. Wurden hier schon mal Werte ermittelt?

C%iabaFttxi


Hallo Annita,

ja, ich war wegen meiner Schilddrüse beim Hausarzt, aber als Diagnose hatte er "nur" starken Eisenmangel. Deshalb gehe ich davon aus, dass mit meiner Schilddrüse nix weiter ist.

Die anderen Sachen wie Müdigkeit, Kopfschmerzen, trockene Haut und eingerissene Mundwinkel passen auf jeden Fall zu mir. Schon im März 08 hatte ich das 1. Mal sehr schwer mit eingerissenen Mundwinkeln und eitrigen Stellen auf der Lippe zu kämpfen.

Ich weiß halt nicht, woher nun alles genau kommt und ob nicht auch meine Pille daran Schuld ist, weil ich sie eben auch schon direkt bei meiner 1. Regel bekommen habe (ich leide sonst unter starken Schmerzen und starken Blutungen). Antriebslos und müde war ich eigentlich schon fast immer, ich denke, dass AUCH ein bisschen meine Regel Schuld ist, weil ich da immer sehr drunter leide.

C"lair[MaAtixn


Hallo Ciabatti,

interessante Frage, die Du da stellst. Da meine Tochter gerade wieder Eisenmangel hat, haben wir uns letzte Woche mit dem Thema beschäftigt.

Im Internet finde ich leider immer nur Beiträge, dass Eisenmangel durch die Menstruation entstehen kann. Ob Eisenmangel mehr Schmerzen bzw. Druck im Unterbauch während der Menstruation verursacht, ist leider nicht zu finden. Meine Tochter hatte während der letzten ca. 5 Jahre jetzt das 3. Mal Eisenmangel und sie hat ganz oft sehr heftige Regelschmerzen. Ich selber habe bis vor kurzem kaum Probleme damit gehabt, doch im letzten halben Jahr habe ich eine schmerzhaftere Regel (?) und mein Eisen ist an der unteren Grenze. Für mich ist es vorstellbar, doch ich finde keinen wissenschaftlichen Beweis.

Weil meine Tochter nun zum wiederholten Male Eisenmangel hat, haben wir durch kinesiologisches Testen nach der tieferen Ursache geforscht. Es ist kein Eisenmangel, der durch ungenügende Zufuhr in der Ernährung entstanden ist. Es ist eine Verwertungsstörung, die (nicht lachen!) durch eine Verwertungsstörung des Ultraspurenelementes Arsen entstanden ist. Dieses widerum kann nicht verwertet werden, weil essentielle Fettsäuren nicht genügend mit der Ernährung zugeführt werden.

Ich war etwas fassungslos bei dem Ergebnis, da wir uns im Durchschnitt recht gesund ernähren. Doch ich verwende zum Kochen seit Jahren Olivenöl, sowie Butter und Olivenölmargarine als Brotaufstrich. Diese Produkte enthalten nicht genug essentielle Fettsäuren und dadurch ist bei uns allen ein mehr oder weniger großer Eisenmangel entstanden. Ist es bei Dir sicher festgestellt, dass Du Eisenmangel aufgrund geringer Zufuhr hast oder weil ein anderer Mangel besteht?

Zu Deiner zweiten Frage: Für abnehmresistentes Übergewicht käme ein Kalziummangel in Frage. Damit habe ich mich jetzt beschäftigt, weil der auch bei uns ausgetestet wurde. Ich habe jahrelang Magnesium eingenommen, weil ich sonst Krämpfe in den Füßen und Waden bekam. Nun hat sich durch eine homöopathische Therapie etwas verändert, ich benötige kein Magnesium mehr, aber das Gleichgewicht von Magnesium und Kalzium in meinem Körper ist durcheinander und ich habe zu wenig Kalzium und deshalb wieder Krämpfe >:(.

Auf meiner Suche im Internet wegen des Kalziummangels bin ich über mehrere Artikel "gestolpert", die für mich interessant sind, weil ich seit dem Zeitpunkt, an dem ich mit der Magnesiumeinnahme begonnen habe, stetig zugenommen habe. Die Gewichtszunahme und Störung des Magnesium-/Kalziumhaushaltes habe ich allerdings bis jetzt nie in Zusammenhang gebracht. Ich dachte immer das liegt am Stress und am Alter.

[[http://www.vnr.de/news/%C3%9Cbergewicht:+Mit+Kalzium+nehmen+Sie+leichter+ab.html]]

Wenn Du nach den Stichworten "Calcium" und "Übergewicht" googelst, wirst Du mehr zu diesem Thema finden.

Zur Einnahme von Mineralstoffen noch ein Tipp: Wenn Du die Möglichkeit hast, so lasse kinesiologisch austesten, ob die zusätzliche Gabe von Schüsslersalzen und Vitaminen die Verwertung im Körper fördert. Das ist bei uns so.

Gruß

Cdiabaxtti


Hallo ClairMatin,

danke für deine ausführliche Antwort.

Bei mir wird es höchstwahrscheinlich daran liegen, dass ich seit 2005 Vegetarier bin. Ich esse auch keinen Fisch, habe ich aber schon vorher als Fleischesser nicht.

Das mit der Regel klingt ja interessant. Ich hoffe, dass ich noch diese Woche einen Termin bei meiner Ärztin kriege und werde ihr das auf jeden Fall sagen, dass bei mir Eisenmangel festgestellt wurde.

Magnesium nehme ich auch, manchmal täglich, manchmal schleift es aber leider. Ich habe es nämlich oft, dass bei mir Muskeln zucken.

C5l`ai;rMat{ixn


Hallo Ciabatti,

nach meinen Feststellungen und Erfahrungen in der letzten Woche halte ich es für sehr wichtig, die genauen Ursachen für Mineralstoffmängel herauszufinden.

Du schreibst, dass Du auch keinen Fisch isst. Nun sind aber z. B. bestimmte Fischsorten ein guter Lieferant für essentielle Fettsäuren. Also kann es sein, dass die Eisenmangelursache tiefer liegt.

Bis letzte Woche hätte ich auch noch problemlos gesagt, nimm' einfach Magnesium bei Muskelzucken. Heute bin ich der Meinung, es ist wichtig, beide Gegenspieler Magnesium und Kalzium zu überprüfen, bevor man eines davon einnimmt.

Eine Therapieart, die sich mit Störungen bei Mineralstoffen und Co befasst, ist die Orthomolekulare Therapie. Hier ist eine gute Beschreibung dazu:

[[http://www.naturheilpraxis-solingen.de/index.php?option=content&task=category&sectionid=5&id=41&Itemid=64]]

Wobei ich nicht, wie in dem Link gesagt, der Meinung bin, dass der Mensch ständig alle möglichen Nahrungsergänzungsmittel zu sich nehmen sollte sondern nur gezielt, wenn Bedarf besteht.

Gruß

Cniaba^txti


Genial, ich habe für heute Abend einen Termin bekommen, weil jemand abgesagt hat! Mir geht es aber grad trotzdem dementsprechend. Habe normalerweise Darmkrämpfe, aber jetzt - durch die zusätzlichen Unterleibsschmerzen - fühlt es sich an, als würde ich mich von innen zersetzen.

Ich hoffe ehrlich gesagt, dass es - wenn es nix mit dem Eisenmangel zu tun hat - was mit meiner Gebärmutter ist. Meinetwegen eine Zyste, die man mit Tabletten kleinkriegt. Lieber als irgendwas Schlimmes im Darm. :(

M.ich9a 1%8x04


Lesezeichen

C0iab?atti


@ Micha:

Was "Lesezeichen"?

So, ich war heute endlich bei der Ärztin... ich habe alles genau erzählt, wobei ich aber schon von selbst gründlich ausgefragt wurde. Sie hat auch gleich eine Vorsorgeuntersuchung mitgemacht. Ich habe zudem für's Wartezimmer ein Prospekt über Chlamydieninfektionen bekommen. Habe eingewilligt mich darauf zu testen, obwohl man das nur durch Sex bekommen kann, aber man weiß ja nicht (weil es eben auch solche Nebenwirkungen hat). Dazu muss ich morgen früh meinen Morgenurin abgeben.

Dann hat die Ärztin einen Abstrich gemacht. Einen hat sie untersucht (alles ok) und den anderen schickt sie zur Krebsvorsorge ein. Danach hat sie mich abgetastet und gefragt, ob das weh tut, aber es war nichts. Danach kam der Ultraschall. Sie hat immer wieder versichert, wie perfekt bei mir alles ist und dass sie nichts finden kann.

Ich werde morgen deshalb fragen, ob ich auch so ein Döschen für eine Stuhlprobe haben kann, damit ich diese auch mal da abgeben kann.

Auf jeden Fall geht es mir jetzt erstmal viel besser, wobei ich jetzt natürlich immer noch die gleichen Unterleibsschmerzen hab.

CEi%abxatti


Vergessen: Zum Eisenmangel hat sie gesagt, dass es sehr unwahrscheinlich ist, dass ich davon Unterleibsschmerzen (=Gebärmutter) kriegen kann, aber vllt ist es eben vom Darm?

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